Kurztitel

Europäisches Übereinkommen betreffend Auskünfte über ausländisches Recht

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 417 aus 1971,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

19.09.2017

Außerkrafttretensdatum

01.12.2025

Unterzeichnungsdatum

07.06.1968

Index

29/03 Zivilprozess

Langtitel

(Übersetzung)

EUROPÄISCHES ÜBEREINKOMMEN BETREFFEND AUSKÜNFTE ÜBER AUSLÄNDISCHES RECHT

StF: BGBl. Nr. 417/1971 idF BGBl. Nr. 142/1973 (DFB) (NR: GP XII RV 282 AB 526 S. 49. BR: S. 303.)

Änderung

BGBl. Nr. 337/1972 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 594/1973 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 112/1975 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 233/1976 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 33/1977 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 634/1977 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 541/1978 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 502/1981 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 133/1982 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 260/1982 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 344/1982 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 565/1983 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 353/1984 idF BGBl. III Nr. 107/2014 (VFB) (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 146/1985 idF BGBl. Nr. 612/1986 (DFB) (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 401/1986 (K – Geltungsbereich Ü, Z)

BGBl. Nr. 560/1987 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 14/1988 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 259/1989 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 505/1989 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 2/1990 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 3/1990 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 529/1990 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 530/1990 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 98/1991 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 99/1991 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 296/1991 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 297/1991 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 652/1992 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 653/1992 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. Nr. 736/1994 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. Nr. 683/1996 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 12/1997 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 13/1997 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 106/1997 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 107/1997 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 91/1998 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 129/1998 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 130/1998 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 156/1998 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 157/1998 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 204/1998 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 100/1999 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 148/2000 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 149/2000 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 164/2001 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 152/2002 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 153/2002 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 184/2002 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 98/2003 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 99/2003 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 96/2013 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 142/2013 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 143/2013 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 180/2013 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 181/2013 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 37/2014 (K – Geltungsbereich Ü)

BGBl. III Nr. 144/2017 (K – Geltungsbereich Ü)

Sprachen

Englisch, Französisch

Vertragsparteien

*Albanien römisch drei 164 aus 2001, Ü, römisch drei 96 aus 2013, Z *Aserbaidschan römisch drei 148 aus 2000, Ü *Belarus römisch drei 148 aus 2000, Ü, römisch drei 149 aus 2000, Z *Belgien 594 aus 1973, Ü, 179 aus 1980, Z *Bosnien-Herzegowina römisch drei 142 aus 2013, Ü, römisch drei 143 aus 2013, Z *Bulgarien 98 aus 1991, Ü, 99 aus 1991, Z *Costa Rica 233 aus 1976, Ü *Dänemark 417 aus 1971, Ü, 179 aus 1980, Z *Deutschland/BRD 112 aus 1975, Ü, 560 aus 1987, Z *Estland römisch drei 106 aus 1997, Ü, römisch drei 107 aus 1997, Z *Finnland 529 aus 1990, Ü, 530 aus 1990, Z *Frankreich 337 aus 1972, Ü, 565 aus 1983, Z *Georgien römisch drei 100 aus 1999, Ü, römisch drei 149 aus 2000, Z *Griechenland 634 aus 1977, Ü, 14 aus 1988, Z *Island 417 aus 1971, Ü, 505 aus 1989, Z *Italien 337 aus 1972, Ü, 133 aus 1982, Z *Jugoslawien/BR römisch drei 184 aus 2002, Ü *Kroatien römisch drei 37 aus 2014, Ü *Lettland römisch drei 156 aus 1998, Ü, römisch drei 157 aus 1998, Z, römisch drei 204 aus 1998, Z *Liechtenstein 594 aus 1973, Ü, römisch drei 99 aus 2003, Z *Litauen 683 aus 1996, Ü, römisch drei 96 aus 2013, Z *Luxemburg 634 aus 1977, Ü, 344 aus 1982, Z *Malta 417 aus 1971, Ü, 259 aus 1989, Z *Marokko römisch drei 180 aus 2013, Ü, römisch drei 181 aus 2013, Z *Mexiko römisch drei 98 aus 2003, Ü, römisch drei 99 aus 2003, Z *Moldau römisch drei 152 aus 2002, Ü, römisch drei 153 aus 2002, Z *Monaco römisch drei 144 aus 2017, Ü *Niederlande 33 aus 1977, Ü, 502 aus 1981, Z, 401 aus 1986, Ü, Z *Nordmazedonien römisch drei 98 aus 2003, Ü, römisch drei 99 aus 2003, Z *Norwegen 417 aus 1971, Ü, 179 aus 1980, Z *Polen 652 aus 1992, Ü, 653 aus 1992, Z *Portugal 541 aus 1978, Ü, 353 aus 1984, Z in der Fassung römisch drei 107 aus 2014, (VFB) *Rumänien 296 aus 1991, Ü, 297 aus 1991, Z *Russische F 652 aus 1992, Ü *Schweden 417 aus 1971, Ü, 502 aus 1981, Z *Schweiz 417 aus 1971, Ü, 146 aus 1985, Z in der Fassung 612 aus 1986, DFB *Serbien/Montenegro römisch drei 99 aus 2003, Z *Slowakei römisch drei 12 aus 1997, Ü, römisch drei 13 aus 1997, Z *Slowenien römisch drei 91 aus 1998, Ü *Spanien 594 aus 1973, Ü, 260 aus 1982, Z, römisch drei 142 aus 2013, Ü, römisch drei 143 aus 2013, Z *Tschechische R römisch drei 129 aus 1998, Ü, römisch drei 130 aus 1998, Z *Türkei 233 aus 1976, Ü, römisch drei 96 aus 2013, Z *UdSSR 296 aus 1991, Ü *Ukraine 736 aus 1994, Ü, römisch drei 13 aus 1997, Z, römisch drei 144 aus 2017, Ü *Ungarn 2 aus 1990, Ü, 3 aus 1990, Z *Vereinigtes Königreich 417 aus 1971, Ü, 502 aus 1981, Z *Zypern 417 aus 1971, Ü, 179 aus 1980, Z

Sonstige Textteile

Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterzeichnet, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für Justiz und vom Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.

Geschehen zu Wien, am 9. September 1971

Ratifikationstext

Anmerkung, , letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 144 aus 2017,)

Die österreichische Ratifikationsurkunde zum vorliegenden Übereinkommen wurde am 4. Oktober 1971 beim Generalsekretär des Europarates hinterlegt; das Übereinkommen tritt somit gemäß seinem Artikel 17, Absatz 3, am 4. Jänner 1972 für Österreich in Kraft.

Österreich hat gemäß Artikel 2, Absatz 3, des Übereinkommens folgende Erklärung abgegeben:

Der Bundespräsident der Republik Österreich erklärt im Namen der Republik Österreich gegenüber dem Generalsekretär des Europarates, daß die Republik Österreich

das Bundesministerium für Justiz

Museumstraße 12

A 1016 Wien

als Empfangs- und Übermittlungsstelle im Sinne des Artikels 2 des Übereinkommens betreffend Auskünfte über ausländisches Recht namhaft macht.

Derzeit gehören dem Übereinkommen folgende Staaten an: Dänemark, Island, Malta, Norwegen, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (einschließlich Jersey) und Zypern.

Erklärungen und Vorbehalte sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite des Europarats unter http://conventions.coe.int/ abrufbar [SEV Nr. 62]: Ukraine

Luxemburg

Anläßlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde hat Luxemburg folgende Erklärung abgegeben:

„Im Fall einer unvollständigen, unrichtigen oder irrigen Antwort, die auf Grund eines Auskunftsersuchens im Sinn dieses Übereinkommens erteilt worden ist, haftet der Staat nur für Vorsatz oder unentschuldbare grobe Fahrlässigkeit.“

Moldau

Anlässlich der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde hat Moldau gemäß Artikel 19, des Übereinkommens erklärt, dass es sich bezüglich des derzeit von den lokalen Behörden der selbsternannten Republik Transniestrien kontrollierten Gebiets bis zur endgültigen Beilegung des Konflikts in dieser Region nicht an die Bestimmungen des Übereinkommens gebunden erachtet.

Niederlande

Nach Mitteilung des Generalsekretärs des Europarats hat die Regierung der Niederlande am 17. Juni 1986 eine Erklärung abgegeben, derzufolge der Geltungsbereich des Europäischen Übereinkommens betreffend Auskünfte über ausländisches Recht Bundesgesetzblatt Nr. 417 aus 1971,, letzte Kundmachung des Geltungsbereiches Bundesgesetzblatt Nr. 634 aus 1977,) und des Zusatzprotokolls zum Europäischen Übereinkommen betreffend Auskünfte über ausländisches Recht Bundesgesetzblatt Nr. 179 aus 1980,, letzte Kundmachung des Geltungsbereiches Bundesgesetzblatt Nr. 146 aus 1985,) mit Wirkung vom 1. Jänner 1986 auf Aruba ausgedehnt wurde.

Russische Föderation

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge wird Rußland als Vertragspartei dieses Übereinkommens, dem die ehemalige Sowjetunion am 12. Februar 1991 beigetreten ist, angesehen.

Spanien

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat Spanien am 5. März 2008 nachstehende Erklärung gem. Artikel 19, des Übereinkommens abgegeben:

Für den Fall, dass das Europäische Übereinkommen betreffend Auskünfte über ausländisches Recht vom Vereinigten Königreich auf Gibraltar erstreckt wird, möchte das Königreich Spanien folgende Erklärung abgeben:

1. Gibraltar ist ein Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung, für dessen internationale Beziehungen das Vereinigte Königreich verantwortlich ist und das sich in einem Prozess der Entkolonialisierung nach den einschlägigen Beschlüssen und Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen befindet.

2. Die Behörden von Gibraltar sind lokaler Natur und üben ausschließlich interne Zuständigkeiten mit Ursprung in und beruhend auf der Verteilung und Zuweisung von Zuständigkeiten aus, die das Vereinigte Königreich im Einklang mit seinen innerstaatlichen Rechtsvorschriften und in seiner Eigenschaft als souveräner Staat, von dem das genannte Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung abhängt, vornimmt.

3. Folglich ist die etwaige Mitwirkung der Behörden von Gibraltar bei der Anwendung des Übereinkommens so zu verstehen, dass sie ausschließlich im Rahmen der internen Zuständigkeiten Gibraltars stattfindet, und darf nicht so angesehen werden, als berühre sie die beiden vorangegangenen Absätze.

Ukraine

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat die Ukraine am 16. Oktober 2015 eine Erklärung hinsichtlich der Anwendung und Umsetzung des Übereinkommens in den derzeit nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Teilen ihres Staatsgebiets abgegeben.

Präambel/Promulgationsklausel

Nachdem das am 6. September 1968 in Straßburg unterzeichnete Europäische Übereinkommen betreffend Auskünfte über ausländisches Recht, welches also lautet: ...

die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten hat, erklärt der Bundespräsident dieses Übereinkommen für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich die gewissenhafte Erfüllung der darin enthaltenen Bestimmungen.

PRÄAMBEL

Die Mitgliedstaaten des Europarats, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben,

In der Erwägung, daß es das Ziel des Europarats ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herbeizuführen,

In der Überzeugung, daß die Einrichtung eines Systems zwischenstaatlicher Hilfe, das den Gerichten die Beschaffung von Auskünften über ausländische Recht erleichtern soll, dazu beitragen wird, dieses Ziel zu erreichen,

haben folgendes vereinbart:

Anmerkung

1. vergleiche Zusatzprotokoll (Z) Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 179 aus 1980,

2. Der deutsche Text ist eine zwischen Österreich, Deutschland/BRD und der Schweiz abgestimmte amtliche Übersetzung.

Schlagworte

e-rk3

Anfrage, Rechtsauskunftsübereinkommen

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2025

Gesetzesnummer

10002207

Dokumentnummer

NOR40197754