Absatz eins,Der WKStA obliegt für das gesamte Bundesgebiet die Leitung des Ermittlungsverfahrens, dessen Beendigung im Sinne des 10. und 11. Hauptstücks sowie die Einbringung der Anklage und deren Vertretung im Hauptverfahren und im Verfahren vor dem Oberlandesgericht wegen folgender Vergehen oder Verbrechen:
- Ziffer einsVeruntreuung, schwerer oder gewerbsmäßig schwerer Betrug, betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch, Untreue, Förderungsmissbrauch und betrügerische Krida, soweit auf Grund bestimmter Tatsachen anzunehmen ist, dass der durch die Tat herbeigeführte Schaden 5 000 000 Euro übersteigt (Paragraphen 133, Absatz 2, 2. Fall, 147 Absatz 3, 148, 2. Fall, 148a Absatz 2, 2. Fall, Paragraph 153, Absatz 2, zweiter Fall, 153b Absatz 4 und 156 Absatz 2, StGB);
- Ziffer 2Betrügerisches Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen und Zuschlägen nach dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz, soweit auf Grund bestimmter Tatsachen anzunehmen ist, dass das Ausmaß der vorenthaltenen Beiträge oder Zuschläge 5 000 000 Euro übersteigt (Paragraph 153 d, Absatz 2 und 3 StGB) und Organisierte Schwarzarbeit (Paragraph 153 e, StGB);
- Ziffer 3Grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen gemäß Paragraph 159, Absatz 4, StGB, in den Fällen des Paragraph 159, Absatz 4, Ziffer eins und 2 StGB jedoch nur, soweit auf Grund bestimmter Tatsachen anzunehmen ist, dass der Befriedigungsausfall 5 000 000 Euro übersteigt;
- Ziffer 4Ketten- oder Pyramidenspiele gemäß Paragraph 168 a, Absatz 2, StGB;
- Ziffer 5Geschenkannahme durch Machthaber (Paragraph 153 a, StGB), wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Vergabeverfahren (Paragraph 168 b, StGB), Geschenkannahme durch Bedienstete oder Beauftragte (Paragraph 168 c, Absatz 2, StGB) und soweit auf Grund bestimmter Tatsachen anzunehmen ist, dass die Tat in Bezug auf einen 3 000 Euro übersteigenden Wert des Vorteils begangen wurde, Bestechlichkeit (Paragraph 304, StGB), Vorteilsannahme (Paragraph 305, StGB), Vorbereitung der Bestechlichkeit oder der Vorteilsannahme (Paragraph 306, StGB), Bestechung (Paragraph 307, StGB), Vorteilszuwendung (Paragraph 307 a, StGB), Vorbereitung der Bestechung (Paragraph 307 b, StGB) und Verbotene Intervention (Paragraph 308, StGB);
- Ziffer 6Vergehen nach dem Aktiengesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 98 aus 1965,, GmbH-Gesetz, RGBl. Nr. 58 aus 1906,, Genossenschaftsgesetz, RGBl. Nr. 70 aus 1873,, Immobilien-Investmentfondsgesetz, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 80 aus 2003,, Investmentfondsgesetz 2011, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 77 aus 2011,, Kapitalmarktgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 625 aus 1991,, ORF-Gesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 379 aus 1984,, PSG, Bundesgesetzblatt Nr. 694 aus 1993,, SE-Gesetz, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 67 aus 2004,, SpaltG, Bundesgesetzblatt Nr. 304 aus 1996,, und VAG, Bundesgesetzblatt Nr. 569 aus 1978,, jeweils jedoch nur soweit die betroffene Gesellschaft über ein Stammkapital von zumindest 5 000 000 Euro oder über mehr als 2000 Beschäftigte verfügt, sowie Verfahren nach dem BörseG, Bundesgesetzblatt Nr. 555 aus 1989,;
- Ziffer 7in die Zuständigkeit der Gerichte fallende Finanzvergehen, soweit auf Grund bestimmter Tatsachen anzunehmen ist, dass der strafbestimmende Wertbetrag 5 000 000 Euro übersteigt;
- Ziffer 8Geldwäscherei (Paragraph 165, StGB), soweit die Vermögensbestandteile aus einer in den vorstehenden Ziffern genannten Straftat herrühren;
- Ziffer 9Kriminelle Vereinigung oder kriminelle Organisation (Paragraphen 278 und 278 a StGB), soweit die Vereinigung oder Organisation oder die Begehung auf eine der in den vorstehenden Ziffern genannten Straftaten ausgerichtet ist.