Kurztitel

Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz-Durchführungsverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 451/2005 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 498/2009

§/Artikel/Anlage

§ 8

Inkrafttretensdatum

01.01.2010

Außerkrafttretensdatum

30.06.2011

Text

Weitere Urkunden und Nachweise für Aufenthaltsbewilligungen

§ 8.

Zusätzlich zu den in § 7 genannten Urkunden und Nachweisen sind dem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung weitere Urkunden und Nachweise anzuschließen:

1.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Rotationsarbeitskraft“:

Sicherungsbescheinigung oder Beschäftigungsbewilligung als Rotationsarbeitskraft oder Nachweis, dass ein Fall des § 18 Abs. 3 Z 2 Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG), BGBl. Nr. 218/1975 idF BGBl. I Nr. 135/2009 vorliegt;

2.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Betriebsentsandter“:

Sicherungsbescheinigung oder Beschäftigungsbewilligung als Betriebsentsandter;

3.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Selbständiger“:

schriftlicher Werkvertrag über die Leistung einer bestimmten selbständigen Tätigkeit, die länger als sechs Monate bestehen wird;

4.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Künstler“:

a)

im Fall einer unselbständigen künstlerischen Tätigkeit:

Sicherungsbescheinigung oder Beschäftigungsbewilligung als Künstler;

b)

im Fall einer selbständigen künstlerischen Tätigkeit: der dieser Tätigkeit zugrunde liegende schriftliche Vertrag;

c)

Nachweis über die künstlerische Ausbildung oder Beschreibung der bisherigen künstlerischen Tätigkeit;

5.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“:

a)

der dieser Tätigkeit zugrunde liegende Dienstvertrag;

b)

erforderlichenfalls die Anzeigebestätigung des Arbeitsmarktservice nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz;

6.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Schüler“:

a)

schriftliche Bestätigung der Schule oder der nichtschulischen Bildungseinrichtung über die Aufnahme des Schülers, sofern der Schüler nicht eine Pflichtschule besucht;

b)

bei minderjährigen Schülern ein Nachweis über die Pflege und Erziehung des Schülers durch eine volljährige, in Österreich wohnhafte natürliche Person;

c)

im Fall eines Verlängerungsantrages ein schriftlicher Nachweis der Schule oder der nichtschulischen Bildungseinrichtung über den Schulerfolg im vorangegangenen Schuljahr und in den Fällen des § 63 Abs. 1 Z 5 NAG darüber hinaus über die Aufnahme als ordentlicher Schüler;

7.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Studierender“:

a)

Aufnahmebestätigung der Universität, der Fachhochschule, der akkreditierten Privatuniversität oder des Universitätslehrganges;

b)

im Fall eines Verlängerungsantrages ein schriftlicher Nachweis der Universität, Fachhochschule, akkreditierten Privatuniversität oder des Universitätslehrganges über den Studienerfolg im vorangegangenen Studienjahr, insbesondere ein Studienerfolgsnachweis gemäß § 75 Abs. 6 des Universitätsgesetzes 2002 (UG), BGBl. I Nr. 120 idF BGBl. I Nr. 81/2009 sowie ein aktuelles Studienblatt und eine Studienbestätigung gemäß § 62 Abs. 4 UG;

8.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Sozialdienstleistender“:

a)

schriftliche Erklärung der Organisation über ihre Überparteilichkeit und Gemeinnützigkeit;

b)

schriftliche Erklärung des Antragstellers, dass der zu erbringende Dienst nicht dem Ausländerbeschäftigungsgesetz unterliegt und bei einer überparteilichen und gemeinnützigen Organisation erbracht wird, die selbst keine Erwerbszwecke verfolgt;

c)

Beschreibung der vom Antragsteller zu erbringenden Tätigkeit;

d)

Haftungserklärung der Organisation.

9.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – Forscher“:

Aufnahmevereinbarung der zertifizierten Forschungseinrichtung;

10.

für eine „Aufenthaltsbewilligung – § 69a NAG“:

a)

in den Fällen des § 69a Abs. 1 Z 1 ein Nachweis über die Duldung;

b)

in den Fällen des § 69a Abs. 1 Z 4 lit. b NAG ein Nachweis, dass sich der Minderjährige auf Grund eines Gerichtsbeschlusses, kraft Gesetzes oder einer Vereinbarung nicht bloß vorübergehend in der Obhut von Pflegeeltern oder des Jugendwohlfahrtsträgers befindet.