Kurztitel

Inkrafttreten des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes - ULSG

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2009,

Paragraph/Artikel/Anlage

Artikel eins

Inkrafttretensdatum

25.08.2009

Text

Seiner Exzellenz Herr Dr. Michael Spindelegger
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten
Ballhausplatz 2
A - 1014 Wien

                                                                                                  Brüssel,  15.05.2009
                                                                                                  K(2008)5026

Betrifft:  Staatliche Beihilfe Nr. N 317 aus 2009, – Österreich

Änderung der Regelung „Mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare , begrenzte Beihilfen nach dem Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen”, (N 47a/2009)

Sehr geehrter Herr Bundesminister!

  1. Ziffer eins
    Verfahren
  2. Absatz eins,
    Mit elektronischer Anmeldung vom 26. Mai 2009 meldete Österreich eine Änderung der bestehenden Regelung „Mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare begrenzte Beihilfen nach dem Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen („Österreichregelung Kleinbeihilfen“)“ bei der Kommission an. Mit Schreiben vom 9. Juni 2009 (A/14123) übermittelte Österreich weitere Präzisierungen und Zusagen, die die Kommission am 28. Mai 2009 angefordert hatte (D/52299). Die geltende Regelung (N 47a/2009) wurde von der Kommission am 20. März 2009 genehmigt.

  1. Ziffer 2
    Beschreibung der Änderung
  2. Absatz 2,
    Nach Angaben Österreichs sind die Kreditkonditionen und die Kreditversorgung in der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation nach wie vor schlecht. Zur Stimulierung der österreichischen Wirtschaft benötigen vor allem große Unternehmen dringend besseren Zugang zu Finanzmitteln. Deshalb hat der nationale Gesetzgeber das so genannte Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz entworfen, demzufolge künftig große Unternehmen Beihilfen in Form staatlicher Garantien erhalten können.

  1. Absatz 3,
    Staatliche Garantien zugunsten von KMU und großen Unternehmen, bei denen das Beihilfeelement entweder nach der angemeldeten Methode1 oder auf der Grundlage der in Anhang A des geänderten Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmens2 festgelegten Safe-Harbour-Prämien berechnet wird, sind bereits durch die bestehende Regelung „Mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare begrenzte Beihilfen nach dem Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen" („Österreichregelung Kleinbeihilfen“), N 47a/2009 abgedeckt.
  2. Absatz 4,
    Die Kommission genehmigte für die Regelung Gesamtmittel in Höhe von 150 Mio. EUR.
  3. Absatz 5,
    Österreich meldete die Änderung an, weil sich durch die Aufnahme des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes als weitere Rechtsgrundlage in die bestehende nationale Rahmenregelung das bisher angesetzte Gesamtbudget erhöht. Für die geänderte Regelung veranschlagt Österreich einen zusätzlichen Betrag von 10 Mrd. EUR.
  4. Absatz 6,
    Österreich geht davon aus, dass die Regelung mehr als 1000 Unternehmen zugutekommen wird.
  5. Absatz 7,
    Alle anderen Elemente der genehmigten Regelung, insbesondere die Elemente, die staatliche Garantien betreffen, bleiben unverändert.
  6. Absatz 8,
    Österreich sagt zu, die in Abschnitt 6 des Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmens festgelegten Überwachungs- und Berichterstattungspflichten zu erfüllen.
  7. Absatz 9,
    Österreich bestätigt, dass die Anmeldung keine Geschäftsgeheimnisse enthält.

  1. Ziffer 3
    Beihilferechtliche Würdigung
  2. Absatz 10,
    Die Kommission hat die Regelung „Mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare begrenzte Beihilfen nach dem Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen” (N 47a/2009) am 20. März 2009 genehmigt. Sie erklärte die Regelung nach Artikel 87 Absatz 3 Buchstabe b für mit dem Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen und dem EG-Vertrag vereinbar.
  3. Absatz 11,
    Diese Bewertung bleibt trotz der angemeldeten Änderung gültig. Die geänderte Regelung erfüllt alle Anforderungen des Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmens. So trifft insbesondere Folgendes zu:

  1. Ziffer 4
    Schlussfolgerung
  2. Absatz 12,
    Aus den oben dargelegten Gründen ist die Kommission der Auffassung, dass die angemeldete Maßnahme mit dem Vorübergehenden Rahmen in Einklang steht und gemäß Artikel 87 Absatz 3 Buchstabe b mit dem EG-Vertrag vereinbar ist. Österreich bestätigt, dass die Anmeldung keine Geschäftsgeheimnisse enthält.

  1. Ziffer 5
    Entscheidung
  2. Absatz 13,
    Die Kommission hat infolgedessen entschieden,

                                                                                                  Mit vorzüglicher Hochachtung

                                                                                                         Für die Kommission

                                                                                                                Neelie KROES
                                                                                                     Mitglied der Kommission

Gemäß § 12 des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes tritt dieses am Tag nach der Veröffentlichung der Genehmigung durch die Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Bundesgesetzblatt in Kraft.

______________________

1 Angemeldet unter N 185 aus 2008, – Österreich: Methode der AWS GmbH zur Berechnung des Barwertes von Haftungen.

2 Mitteilung der Kommission — Vorübergehender Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen zur Erleichterung des Zugangs zu Finanzierungsmitteln in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise, geänderte Fassung Amtsblatt C 83 vom 7. April 2009).