Kurztitel

Künstler/Schriftsteller-Pauschalierungsverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 417 aus 2000, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 416 aus 2001,

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 2,

Inkrafttretensdatum

01.12.2001

Beachte

Bezugszeitraum: Absatz 2 und 3

ab 1. 1. 2002

Paragraph 4, Absatz 2, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 416 aus 2001,

Text

Paragraph 2,

Bei der Anwendung von Durchschnittssätzen gilt Folgendes:

  1. Absatz einsDurchschnittssätze können nur für die in Absatz 2 und 3 angeführten Betriebsausgaben und Vorsteuerbeträge angesetzt werden. Neben dem jeweiligen Durchschnittssatz dürfen Betriebsausgaben oder Vorsteuerbeträge nur dann berücksichtigt werden, wenn sie in vollem Umfang nach den tatsächlichen Verhältnissen angesetzt werden.
  2. Absatz 2Der Durchschnittssatz für Betriebsausgaben umfasst
    1. Ziffer eins
      Aufwendungen für übliche technische Hilfsmittel (insbesondere Computer, Ton- und Videokassetten inklusive der Aufnahme- und Abspielgeräte),
    2. Ziffer 2
      Aufwendungen für Telefon und Büromaterial,
    3. Ziffer 3
      Aufwendungen für Fachliteratur und Eintrittsgelder,
    4. Ziffer 4
      betrieblich veranlasste Aufwendungen für Kleidung, Kosmetika und sonstige Aufwendungen für das äußere Erscheinungsbild,
    5. Ziffer 5
      Mehraufwendungen für die Verpflegung (Tagesgelder im Sinne des Paragraph 4, Absatz 5, in Verbindung mit Paragraph 26, Ziffer 4, des Einkommensteuergesetzes 1988),
    6. Ziffer 6
      Ausgaben für im Wohnungsverband gelegene Räume (insbesondere Arbeitszimmer, Atelier, Tonstudio, Probenräume),
    7. Ziffer 7
      Ausqaben anlässlich der Bewirtung von Geschäftsfreunden,
    8. Ziffer 8
      üblicherweise nicht belegbare Betriebsausgaben.
    Der Durchschnittssatz beträgt 12% der Umsätze (Paragraph 125, Absatz eins, der Bundesabgabenordnung), höchstens jedoch 8 725 Euro jährlich.
  3. Absatz 3Der Durchschnittssatz für Vorsteuerbeträge gilt die bei Betriebsausgaben im Sinne des Absatz 2, anfallenden Vorsteuern ab. Der Durchschnittssatz beträgt 12% des sich aus Absatz 2, ergebenden Durchschnittssatzes. Als Vorsteuer darf höchstens ein Betrag von 1 047 Euro jährlich angesetzt werden. Soweit die abziehbare Vorsteuer nach einem Durchschnittssatz berechnet wird, ist das Unternehmen von der Aufzeichnungspflicht gemäß Paragraph 18, Absatz 2, Ziffer 5 und 6 des Umsatzsteuergesetzes 1994 befreit.