Kurztitel

Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 357 aus 1971, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 2 aus 2008,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

01.01.2008

Unterzeichnungsdatum

15.03.1971

Index

59/09 Wirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit, Investitionen

Langtitel

(Übersetzung)

ÜBEREINKOMMEN ZUR BEILEGUNG VON INVESTITIONSSTREITIGKEITEN ZWISCHEN STAATEN UND ANGEHÖRIGEN ANDERER STAATEN

StF: BGBl. Nr. 357/1971 (NR: GP XII RV 76 AB 171 S. 16. BR: S. 296.)

Änderung

BGBl. Nr. 512/1973 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 440/1982 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 27/1987 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 78/1997 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 164/2000 (K – Geltungsbereich)

BGBl. I Nr. 2/2008 (1. BVRBG) (NR: GP XXIII RV 314 AB 370 S. 41. BR: 7799 AB 7830 S. 751.)

Sprachen

Englisch, Französisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Afghanistan 357 aus 1971, *Ägypten 512 aus 1973, *Albanien römisch drei 164 aus 2000, *Algerien römisch drei 164 aus 2000, *Argentinien römisch drei 164 aus 2000, *Armenien römisch drei 164 aus 2000, *Aserbaidschan römisch drei 164 aus 2000, *Australien römisch drei 78 aus 1997, *Bahamas römisch drei 164 aus 2000, *Bahrain römisch drei 164 aus 2000, *Bangladesch 440 aus 1982, *Barbados 27 aus 1987, *Belarus römisch drei 164 aus 2000, *Belgien 357 aus 1971, *Benin 357 aus 1971, *Bolivien römisch drei 164 aus 2000, *Bosnien-Herzegowina römisch drei 164 aus 2000, *Botsuana 357 aus 1971, *Burkina Faso 357 aus 1971, *Burundi 357 aus 1971, *Chile römisch drei 164 aus 2000, *China 357 aus 1971,, römisch drei 164 aus 2000, *Costa Rica römisch drei 164 aus 2000, *Côte d’Ivoire 357 aus 1971, *Dänemark 357 aus 1971, *Deutschland/BRD 357 aus 1971,, 27 aus 1987, *Ecuador 27 aus 1987, *El Salvador 27 aus 1987, *Estland römisch drei 164 aus 2000, *Eswatini 357 aus 1971, *Fidschi 440 aus 1982, *Finnland 357 aus 1971, *Frankreich 357 aus 1971, *Gabun 357 aus 1971, *Gambia 440 aus 1982, *Georgien römisch drei 164 aus 2000, *Ghana 357 aus 1971, *Grenada römisch drei 78 aus 1997, *Griechenland 357 aus 1971, *Guinea 357 aus 1971, *Guyana 357 aus 1971, *Honduras römisch drei 78 aus 1997, *Indonesien 357 aus 1971, *Irland 440 aus 1982, *Island 357 aus 1971, *Israel 27 aus 1987, *Italien 357 aus 1971, *Jamaika 357 aus 1971, *Japan 357 aus 1971, *Jordanien 512 aus 1973, *Jugoslawien 357 aus 1971, *Kamerun 357 aus 1971, *Kenia 357 aus 1971, *Kolumbien römisch drei 164 aus 2000, *Komoren 440 aus 1982, *Kongo/DR 357 aus 1971, *Kongo/R 357 aus 1971, *Korea/R 357 aus 1971, *Kroatien römisch drei 164 aus 2000, *Kuwait 440 aus 1982, *Lesotho 357 aus 1971, *Lettland römisch drei 164 aus 2000, *Liberia 357 aus 1971, *Litauen römisch drei 164 aus 2000, *Luxemburg 357 aus 1971, *Madagaskar 357 aus 1971, *Malawi 357 aus 1971, *Malaysia 357 aus 1971, *Mali 440 aus 1982, *Marokko 357 aus 1971, *Mauretanien 357 aus 1971, *Mauritius 357 aus 1971, *Mikronesien römisch drei 164 aus 2000, *Mongolei römisch drei 78 aus 1997, *Mosambik römisch drei 164 aus 2000, *Nepal 357 aus 1971, *Neuseeland 440 aus 1982, *Nicaragua römisch drei 164 aus 2000, *Niederlande 357 aus 1971,, 27 aus 1987, *Niger 357 aus 1971, *Nigeria 357 aus 1971, *Nordmazedonien römisch drei 164 aus 2000, *Norwegen 357 aus 1971, *Oman römisch drei 164 aus 2000, *Pakistan 357 aus 1971, *Panama römisch drei 164 aus 2000, *Papua-Neuguinea 440 aus 1982, *Paraguay 27 aus 1987, *Peru römisch drei 164 aus 2000, *Philippinen 440 aus 1982, *Portugal 27 aus 1987, *Ruanda 440 aus 1982, *Rumänien 440 aus 1982, *Salomonen 440 aus 1982, *Sambia 357 aus 1971, *Samoa 440 aus 1982, *Saudi-Arabien 440 aus 1982, *Schweden 357 aus 1971, *Schweiz 357 aus 1971, *Senegal 357 aus 1971, *Seychellen 440 aus 1982, *Sierra Leone 357 aus 1971, *Simbabwe römisch drei 164 aus 2000, *Singapur 357 aus 1971,, 440 aus 1982, *Slowakei römisch drei 164 aus 2000, *Slowenien römisch drei 164 aus 2000, *Somalia 357 aus 1971, *Spanien römisch drei 164 aus 2000, *Sri Lanka 357 aus 1971, *St. Kitts/Nevis römisch drei 164 aus 2000, *St. Lucia 27 aus 1987, *Sudan 512 aus 1973, *Tansania römisch drei 164 aus 2000, *Togo 357 aus 1971, *Tonga römisch drei 78 aus 1997, *Trinidad/Tobago 357 aus 1971, *Tschad 357 aus 1971, *Tschechische R römisch drei 164 aus 2000, *Tunesien 357 aus 1971, *Türkei römisch drei 78 aus 1997, *Turkmenistan römisch drei 164 aus 2000, *Uganda 357 aus 1971, *Ungarn römisch drei 78 aus 1997, *USA 357 aus 1971, *Usbekistan römisch drei 164 aus 2000, *Venezuela römisch drei 164 aus 2000, *Vereinigte Arabische Emirate 440 aus 1982, *Vereinigtes Königreich 357 aus 1971,, 512 aus 1973,, 440 aus 1982,, 27 aus 1987, *Zentralafrikanische R 357 aus 1971, *Zypern 357/1971

Sonstige Textteile

Nachdem das am 18. März 1965 in Washington zur Unterzeichnung aufgelegte Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten, welches also lautet: ...

die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten hat, erklärt der Bundespräsident dieses Übereinkommen für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich die gewissenhafte Erfüllung der darin enthaltenen Bestimmungen.

Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterzeichnet, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für Justiz, vom Bundesminister für Finanzen und vom Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.

Geschehen zu Wien, am 15. März 1971

Ratifikationstext

Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 78 aus 1997,)

Die österreichische Ratifikationsurkunde zum vorstehenden Übereinkommen wurde am 25. Mai 1971 gemäß Artikel 73, des Übereinkommens bei der Bank hinterlegt; somit ist das Übereinkommen gemäß seinem Artikel 68, Absatz 2, am 24. Juni 1971 für Österreich in Kraft getreten.

Folgende weitere Staaten gehören dem Übereinkommen an:

Afghanistan, Belgien, Botswana, Bundesrepublik Deutschland, Burundi, Ceylon, Republik China, Dahomey, Dänemark, Elfenbeinküste, Finnland, Frankreich, Gabon, Ghana, Griechenland, Guayana, Guinea, Indonesien, Island, Italien, Jamaika, Japan, Jugoslawien, Kamerun, Kenia, Kongo (Brazzaville), Kongo (Kinshasa), Korea, Lesotho, Liberia, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Nepal, Niederlande, Niger, Nigeria, Norwegen, Obervolta, Pakistan, Sambia, Schweden, Schweiz, Senegal, Sierra Leone, Singapur, Somalia, Swaziland, Togo, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Uganda, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (ausgenommen die Kanal Inseln (mit Ausnahme von Guernsey), der Insel Man, Südrhodesien und Brunei), Vereinigte Staaten von Amerika, Zentralafrikanische Republik und Zypern.

Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland hat anläßlich der Ratifikation des Übereinkommens erklärt, daß dieses mit Wirkung des Tages, an dem es für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft tritt, auch für das „Land Berlin“ gilt.

Neuseeland

Neuseeland hat anläßlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde gemäß Artikel 70, des Übereinkommens mitgeteilt, daß die Cook-Inseln, Niue und Tokelau von der Anwendung dieses Übereinkommens ausgenommen sind.

Niederlande

Die Niederlande haben durch Notifikation vom 22. Mai 1970 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf die Niederländischen Antillen ausgedehnt.

Türkei

Die Türkei hat erklärt, daß gemäß Artikel 25, Absatz 4, des Übereinkommens betreffend die Arten der Streitigkeiten, die zur Unterwerfung unter die Zuständigkeit des Zentrums als geeignet oder nicht geeignet erachtet werden, nur jene sich unmittelbar aus Investitionstätigkeiten ergebenden Streitigkeiten, die in Übereinstimmung mit den relevanten Gesetzen der Republik Türkei über ausländisches Kapital die erforderliche Genehmigung erhalten haben und die tatsächlich eingeleitet wurden, Gegenstand der Zuständigkeit des Zentrums sind. Streitigkeiten hingegen, die sich auf das Eigentum und auf dinglichen Grundbesitz beziehen, unterstehen zur Gänze der Gerichtsbarkeit der türkischen Gerichte und werden daher nicht der Zuständigkeit des Zentrums unterworfen.

Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland hat am 19. Juni 1973 gemäß Artikel 70, des Übereinkommens mitgeteilt, daß das Britische Territorium im Indischen Ozean, die Pitcairn-Inseln, das Britische Antarktische Territorium, die Souveränen Stützpunkte auf der Insel Zypern und die Neuen Hebriden von der Anwendung des Übereinkommens ausgenommen sind.

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland hat die Ausdehnung der Anwendung dieses Übereinkommens ab 1. Juli 1979 auf Jersey notifiziert.

Das Vereinigte Königreich hat mit Wirkung vom 1. November 1983 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf die Insel Man ausgedehnt.

Präambel/Promulgationsklausel

PRÄAMBEL

Die Vertragsstaaten,

eingedenk der Notwendigkeit, zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung international zusammenzuarbeiten, und eingedenk der Bedeutung, welche internationalen privaten Investitionen auf diesem Gebiet zukommt;

im Hinblick darauf, daß im Zusammenhang mit derartigen Investitionen Streitigkeiten zwischen Vertragsstaaten und Angehörigen anderer Vertragsstaaten jederzeit entstehen können;

in der Erkenntnis, daß solche Streitigkeiten zwar für gewöhnlich Gegenstand innerstaatlicher Verfahren sind, in bestimmten Fällen jedoch ein internationales Verfahren zu ihrer Beilegung angebracht sein kann;

in Anbetracht der besonderen Bedeutung, die sie der Schaffung internationaler Vergleichs- und Schiedseinrichtungen beimessen, denen Vertragsstaaten und Angehörige anderer Vertragsstaaten auf Wunsch solche Streitigkeiten unterbreiten können;

in dem Wunsch, derartige Einrichtungen unter den Auspizien der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zu schaffen;

in der Erkenntnis, daß die gegenseitige Einwilligung der Parteien, solche Streitigkeiten unter Inanspruchnahme der genannten Einrichtungen einem Vergleichs- oder Schiedsverfahren zu unterwerfen, eine rechtsverbindliche Vereinbarung darstellt, die insbesondere erfordert, daß jede Empfehlung der Vermittler gebührend berücksichtigt und jedem Schiedsspruch nachgekommen wird; und

mit der Erklärung, daß allein die Ratifizierung, Annahme oder Genehmigung dieses Übereinkommens durch einen Vertragsstaat nicht dessen Verpflichtung bedeutet, eine bestimmte Streitigkeit ohne seine Zustimmung einem Vergleichs- oder Schiedsverfahren zu unterwerfen,

sind wie folgt übereingekommen:

Anmerkung

Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 10.5.1997 eingearbeitet.

Schlagworte

e-rk3,

Vergleichsverfahren, Vergleichseinrichtung

Zuletzt aktualisiert am

20.02.2024

Gesetzesnummer

10006286

Dokumentnummer

NOR30006856