Europol-Übereinkommen
Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 123 aus 1998,
Vertrag – Multilateral
Paragraph 0
29.03.2007
17.04.2007
26.07.1995
49/11 Internationale Sicherheit
Übereinkommen auf Grund von Art. K.3 des Vertrags über die Europäische Union über die Errichtung eines Europäischen Polizeiamts (Europol-Übereinkommen) samt Anhang und Erklärungen; Protokoll auf Grund von Art. K.3 des Vertrags über die Europäische Union betreffend die Auslegung des Übereinkommens über die Errichtung eines Europäischen Polizeiamts durch den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften im Wege der Vorabentscheidung samt Erklärung und Erklärung der Republik Österreich
StF: BGBl. III Nr. 123/1998 (NR: GP XX RV 767 AB 984 S. 104. BR: AB 5614 S. 635.)
BGBl. III Nr. 193/1998 (K über Idat P1)
BGBl. III Nr. 81/1999
BGBl. III Nr. 127/2004 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 128/2004 (K – Geltungsbereich P1)
BGBl. III Nr. 129/2004 (K – Geltungsbereich P2)
BGBl. III Nr. 15/2006 (K – Geltungsbereich P2)
BGBl. III Nr. 16/2006 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 18/2006 (K – Geltungsbereich P1)
BGBl. III Nr. 120/2007 (NR: GP XXII RV 194 AB 354 S. 45. BR: AB 6972 S. 705.)
BGBl. III Nr. 121/2007 (NR: GP XXII RV 690 AB 788 S. 93. BR: AB 7208 S. 718.)
Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch
*Belgien römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Bulgarien römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Dänemark römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Deutschland römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Estland römisch drei 15 aus 2006, P2, römisch drei 16 aus 2006, Ü, römisch drei 18 aus 2006, P1, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Finnland römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Frankreich römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Griechenland römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Irland römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Italien römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Lettland römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Litauen römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Luxemburg römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Malta römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Niederlande römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Polen römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Portugal römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Rumänien römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Schweden römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Slowakei römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Slowenien römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Spanien römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Tschechische R römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Ungarn römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Vereinigtes Königreich römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121 aus 2007, *Zypern römisch drei 127 aus 2004, Ü, römisch drei 128 aus 2004, P1, römisch drei 129 aus 2004, P2, römisch drei 120 aus 2007,, römisch drei 121/2007
Die Notifikation gemäß Artikel 45, Absatz 2, des Übereinkommens und gemäß Artikel 4, Absatz 2, des Protokolls wurde am 30. Jänner 1998 beim Generalsekretär des Rates der Europäischen Union hinterlegt. Nach Mitteilung des Generalsekretärs tritt das Übereinkommen gemäß seinem Artikel 45, Absatz 3, mit 1. Oktober 1998 in Kraft.
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Protokolls wird zu einem späteren Zeitpunkt kundgemacht.
Der Nationalrat hat beschlossen:
1. Der Abschluß des nachstehenden Vertragswerks wird genehmigt.
2. Gemäß Artikel 49, Absatz 2, B-VG wird das vorliegende Vertragswerk dadurch kundgemacht, daß dessen Fassungen in dänischer, englischer, finnischer, französischer, griechischer, irischer, italienischer, niederländischer, portugiesischer, schwedischer und spanischer Sprache – mit Ausnahme der nur in deutscher Sprache vorliegenden Erklärung der Republik Österreich gemäß Artikel 2 des EuGH-Protokolls – zur Einsichtnahme im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten aufliegen.
DIE HOHEN VERTRAGSPARTEIEN dieses Übereinkommens, die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind -
UNTER BEZUGNAHME auf den Rechtsakt des Rates vom 26. Juli 1995, IN DEM BEWUSSTSEIN der dringenden Probleme, die sich aus dem Terrorismus, dem illegalen Drogenhandel und sonstigen schwerwiegenden Formen der internationalen Kriminalität ergeben, IM HINBLICK DARAUF, daß Fortschritte bei der Solidarität und der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erforderlich sind; hierzu bedarf es insbesondere einer Verbesserung der polizeilichen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, IN DER ERWÄGUNG, daß die entsprechenden Fortschritte es ermöglichen sollen, den Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung weiter zu verbessern,
IN ANBETRACHT DESSEN, daß in dem Vertrag über die Europäische Union vom 7. Februar 1992 die Errichtung eines Europäischen Polizeiamts (Europol) vereinbart worden ist,
IN KENNTNIS des Beschlusses des Europäischen Rates vom 29. Oktober 1993, nach dem Europol in den Niederlanden eingerichtet wird und seinen Sitz in Den Haag erhält,
EINGEDENK des gemeinsamen Ziels, eine Verbesserung der polizeilichen Zusammenarbeit im Bereich des Terrorismus, des illegalen Drogenhandels und sonstiger schwerwiegender Formen der internationalen Kriminalität durch einen ständigen, zuverlässigen und intensiven Informationsaustausch zwischen Europol und den nationalen Stellen der Mitgliedstaaten herbeizuführen, DAVON AUSGEHEND, daß die in diesem Übereinkommen festgelegten Formen der Zusammenarbeit andere Formen der zwei- oder mehrseitigen Zusammenarbeit nicht berühren dürfen,
IN DER ÜBERZEUGUNG, daß dem Schutz der Rechte des einzelnen, insbesondere dem Schutz personenbezogener Daten, auch im Bereich der polizeilichen Zusammenarbeit besondere Aufmerksamkeit zuteil werden muß,
IN DER ERWÄGUNG, daß die Tätigkeit von Europol nach diesem Übereinkommen die Befugnisse der Europäischen Gemeinschaften unberührt läßt, und in der Erwägung, daß Europol und die Europäischen Gemeinschaften im Rahmen der Europäischen Union ein gemeinsames Interesse daran haben, Formen der Zusammenarbeit einzurichten, die beiden eine möglichst wirkungsvolle Wahrnehmung ihrer jeweiligen Aufgaben ermöglichen -
HABEN SICH auf die nachstehenden Bestimmungen GEEINIGT:
INHALT | |
TITEL römisch eins | ERRICHTUNG UND AUFGABENBESCHREIBUNG |
Artikel 1 | Errichtung |
Artikel 2 | Ziele |
Artikel 3 | Aufgaben |
Anmerkung, Artikel 3a Teilnahme an gemeinsamen Ermittlungsgruppen | |
Artikel 3b Ersuchen von Europol um Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen) | |
Artikel 4 | Nationale Stellen |
Artikel 5 | Verbindungsbeamte |
Artikel 6 | Automatisierte Informationssammlungen |
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TITEL römisch zwei | INFORMATIONSSYSTEM |
Artikel 7 | Errichtung des Informationssystems |
Artikel 8 | Inhalt des Informationssystems |
Artikel 9 | Berechtigung zum Zugriff auf das Informationssystem |
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TITEL römisch drei | ARBEITSDATEIEN ZU ANALYSEZWECKEN |
Artikel 10 | Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten |
Artikel 11 | Indexsystem |
Artikel 12 | Errichtungsanordnung |
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TITEL römisch vier | GEMEINSAME BESTIMMUNGEN ZUR INFORMATIONSVERARBEITUNG |
Artikel 13 | Unterrichtungspflicht |
Artikel 14 | Datenschutzstandard |
Artikel 15 | Datenschutzrechtliche Verantwortung |
Artikel 16 | Protokollierungsregelung |
Artikel 17 | Verwendungsregelung |
Artikel 18 | Datenübermittlung an Drittstaaten und Drittstellen |
Artikel 19 | Auskunftsanspruch |
Artikel 20 | Berichtigung und Löschung von Daten |
Artikel 21 | Speicherungs- und Löschungsfristen für Dateien |
Artikel 22 | Berichtigung und Aufbewahrung von Daten in Akten Anmerkung, Aufbewahrung und Berichtigung von Daten in Akten) |
Artikel 23 | Nationale Kontrollinstanz |
Artikel 24 | Gemeinsame Kontrollinstanz |
Artikel 25 | Datensicherheit |
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TITEL römisch fünf | RECHTSSTATUS, ORGANISATION UND FINANZBESTIMMUNGEN |
Artikel 26 | Rechtsfähigkeit |
Artikel 27 | Organe und Europol Anmerkung, Organe von Europol) |
Artikel 28 | Verwaltungsrat |
Artikel 29 | Direktor |
Artikel 30 | Personal |
Artikel 31 | Geheimhaltung |
Artikel 32 | Verpflichtung zur Verschwiegenheit und Geheimhaltung |
Artikel 33 | Sprachen |
Artikel 34 | Unterrichtung des Europäischen Parlaments |
Artikel 35 | Haushalt |
Artikel 36 | Rechnungsprüfung |
Artikel 37 | Sitzabkommen |
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TITEL römisch sechs | HAFTUNG UND RECHTSSCHUTZ |
Artikel 38 | Haftung wegen unzulässiger oder unrichtiger |
| Datenverarbeitung |
Artikel 39 | Sonstige Haftung |
Anmerkung, Artikel 39a Haftung bei Teilnahme von Europol an gemeinsamen Ermittlungsgruppen) | |
Artikel 40 | Beilegung von Streitigkeiten |
Artikel 41 | Vorrechte und Immunitäten |
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TITEL römisch sieben | SCHLUSSBESTIMMUNGEN |
Artikel 42 | Beziehungen zu Drittstaaten und Drittstellen |
Artikel 43 | Änderung der Übereinkommens Anmerkung, Änderung des Übereinkommens) |
Artikel 44 | Vorbehalte |
Artikel 45 | Inkrafttreten |
Artikel 46 | Beitritt neuer Mitgliedstaaten |
Artikel 47 | Verwahrer |
Anhang | Betreffend Artikel 2 |
Erklärungen |
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1. Dokumentalistische Gliederung:
Anhang = Anlage 1
Erklärungen Betreffend Artikel 2= Anlage 2
Protokoll (P1) = Anlage 3
Erklärungen zur gleichzeitigen Annahme des Übereinkommens und des Protokolls = Anlage 4
2. vergleiche Europol-Übereinkommen – Protokoll über Vorrechte und Immunitäten für Europol, Mitglieder der Organe, stellvertretende Direktoren und Bedienstete von Europol (P2), Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 131 aus 1999, und Europol-Übereinkommen – Durchführung (Niederlande), Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 126 aus 1999,
3. Das Inhaltsverzeichnis wurde gemäß Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 123 aus 1998, und Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 120 aus 2007, angepasst.
Inh,
Speicherungsfrist
18.08.2026
10006071
NOR30006113