Kurztitel

Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 189/1955 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997

Typ

BG

§/Artikel/Anlage

§ 4

Inkrafttretensdatum

01.01.2000

Außerkrafttretensdatum

31.12.1999

Abkürzung

ASVG

Index

66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Beachte

Das Inkrafttreten, die Fassung der jeweiligen Bestimmung sowie die Hinweise auf etwaige Übergangsbestimmungen sind aus den Textanmerkungen ersichtlich.

Text

ABSCHNITT II

Umfang der Versicherung

1. UNTERABSCHNITT

Pflichtversicherung

Vollversicherung

§ 4.

(1) In der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind auf Grund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert), wenn die betreffende Beschäftigung weder gemäß den §§ 5 und 6 von der Vollversicherung ausgenommen ist, noch nach § 7 nur eine Teilversicherung begründet:

1.

die bei einem oder mehreren Dienstgebern beschäftigten Dienstnehmer;

2.

die in einem Lehrverhältnis stehenden Personen (Lehrlinge);

3.

die im Betrieb der Eltern, Großeltern, Wahl- oder Stiefeltern ohne Entgelt regelmäßig beschäftigten Kinder, Enkel, Wahl- oder Stiefkinder, die das 17. Lebensjahr vollendet haben und keiner anderen Erwerbstätigkeit hauptberuflich nachgehen, alle diese, soweit es sich nicht um eine Beschäftigung in einem land- oder forstwirtschaftlichen oder gleichgestellten Betrieb (§ 27 Abs. 2) handelt; (BGBl. Nr. 201/1967, Art. II Z 1) - 1. 6. 1967.

4.

die zum Zwecke der vorgeschriebenen Ausbildung für den künftigen, abgeschlossene Hochschulbildung erfordernden Beruf nach Abschluß dieser Hochschulbildung beschäftigten Personen, wenn die Ausbildung nicht im Rahmen eines Dienst- oder Lehrverhältnisses erfolgt, jedoch mit Ausnahme der Volontäre; (BGBl. Nr. 201/1967, Art. II Z 1) - 1. 6. 1967.

5.

Schüler (Schülerinnen), die in Ausbildung zum Krankenpflegefachdienst oder zum medizinisch-technischen Fachdienst im Sinne des Krankenpflegegesetzes, BGBl. Nr. 102/1961, stehen, bzw. Studierende an einer medizinisch-technischen Akademie nach dem MTD-Gesetz, BGBl. Nr. 460/1992, oder an einer Hebammenakademie nach dem Hebammengesetz, BGBl. Nr. 310/1994;(BGBl. Nr. 13/1962, Art. I Z 3 lit. a, Ü. Art. VI Abs. 1 und 3) - 1. 1. 1962; (BGBl. Nr. 201/1967, Art. II Z 1) - 1. 6. 1967; (BGBl. Nr. 31/1973, Art. I Z 3, Ü. Art. VI Abs. 4) - 1. 1. 1973; (BGBl. Nr. 23/1974, Art. I Z 2) - 1. 1. 1974; (BGBl. Nr. 704/1976, Art. I Z 2 lit. a, Ü. Art. VI Abs. 1 und 2) - 1. 1. 1977; (BGBl. Nr. 684/1978, Art. I Z 3 lit. a) - 1. 1. 1977; (BGBl. Nr. 335/1993, Art. I Z 1 u. § 551 Abs. 1 Z 8) - 1. 9. 1992; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 4) - 1. 8. 1996.

6.

Vorstandsmitglieder (Geschäftsleiter) von Aktiengesellschaften, Sparkassen, Landeshypothekenbanken sowie Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit und hauptberufliche Vorstandsmitglieder (Geschäftsleiter) von Kreditgenossenschaften, alle diese, soweit sie auf Grund dieser Tätigkeit nicht schon nach anderen bundesgesetzlichen Vorschriften in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung pflichtversichert sind; (BGBl. Nr. 201/1967, Art. II Z 1) - 1. 6. 1967; (BGBl. I Nr. 139/1997, Art. 7 Z 3) - 1. 1. 2000.

7.

die Heimarbeiter und die diesen nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften über die Heimarbeit arbeitsrechtlich gleichgestellten Personen; (BGBl. Nr. 201/1967, Art. II Z 1) - 1. 6. 1967.

8.

Personen, denen im Rahmen beruflicher Maßnahmen der Rehabilitation nach den §§ 198 oder 303 berufliche Ausbildung gewährt wird, wenn die Ausbildung nicht auf Grund eines Dienst- oder Lehrverhältnisses erfolgt; (BGBl. Nr. 6/1968, Art. I Z 1 lit. a) - 1. 1. 1968; (BGBl. Nr. 704/1976, Art. I Z 2 lit. b) - 1. 1. 1977; (BGBl. Nr. 684/1978, Art. I Z 3 lit. b) - 1. 1. 1979.

9.

Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die von einer Entwicklungshilfeorganisation gemäß § 1 Abs. 2 des Entwicklungshilfegesetzes, BGBl. Nr. 474/1974, im Rahmen der Entwicklungshilfe als Entwicklungshelfer oder Experte beschäftigt bzw. ausgebildet werden; (BGBl. Nr. 684/1978, Art. I Z 3 lit. b, Ü. Art. VI Abs. 1) - 1. 1. 1979; (BGBl. Nr. 388/1986, Art. III Z 1) - 1. 8. 1986.

10.

Personen, die an einer Eignungsausbildung im Sinne der §§ 2 b bis 2 d des Vertragsbedienstetengesetzes 1948, BGBl. Nr. 86, teilnehmen; (BGBl. Nr. 388/1986, Art. III Z 1) - 1. 8. 1986; (BGBl. Nr. 294/1990, Art. I Z 1 und Art. IX Abs. 2 Z 3) - 1. 1. 1991.

11.

Schüler und Studenten (§ 8 Abs. 1 Z 3 lit. h und i), die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche praktische Tätigkeit ausüben, wenn diese Tätigkeit nicht im Rahmen eines Dienst- oder Lehrverhältnisses ausgeübt wird; (BGBl. Nr. 294/1990, Art. I Z 1 und Art. IX Abs. 2 Z 3) - 1. 1. 1991; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 5) - 21. 8. 1996.

12.

Personen, die eine Geldleistung gemäß § 4 des Militärberufsförderungsgesetzes, BGBl. Nr. 524/1994, beziehen; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 5) - 1. 1. 1995.

13.

geistliche Amtsträger der Evangelischen Kirchen AB und HB hinsichtlich der Seelsorgetätigkeit und der sonstigen Tätigkeit, die sie in Erfüllung ihrer geistlichen Verpflichtung ausüben, zum Beispiel des Religionsunterrichtes, ferner Lehrvikare, Pfarramtskandidaten, Diakonissen und die Mitglieder der evangelischen Kirchenleitung, letztere soweit sie nicht ehrenamtlich tätig sind; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 5) - 1. 8. 1996; (BGBl. Nr. 411/1996, Ü.§ 564 Abs. 12 bis 17) - 21. 8. 1996; (BGBl. I Nr. 139/1997, Art. 7 Z 4) - 1. 1. 1998.

14.

die den Dienstnehmern im Sinne des Abs. 4 gleichgestellten Personen. (BGBl. I Nr. 139/1997, Art. 7 Z 4) - 1. 1. 1998.

(2) Dienstnehmer im Sinne dieses Bundesgesetzes ist, wer in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt wird; hiezu gehören auch Personen, bei deren Beschäftigung die Merkmale persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegenüber den Merkmalen selbständiger Ausübung der Erwerbstätigkeit überwiegen. Als Dienstnehmer gilt jedenfalls auch, wer gemäß § 47 Abs. 1 und Abs. 2 erster und zweiter Satz EStG 1988 lohnsteuerpflichtig ist. (BGBl. I Nr. 139/1997, Art. 7 Z 5) - 1. 1. 1998.

(3) Aufgehoben. (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 6) - 1. 8. 1996; (BGBl. Nr. 157/1958, Art. I Z 1) - 1. 1. 1958; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 6a) - 1. 1. 1997; (BGBl. Nr. 294/1957, Art. II Z 1) - 1. 1. 1958; (BGBl. Nr. 6/1968, Art. I Z 1 lit. b) - 1. 1. 1968; (BGBl. Nr. 13/1962, Art. I Z 3 lit. b, Ü. Art. VI Abs. 1 und 3) - 1. 1. 1962; (BGBl. Nr. 588/1981, Art. I Z 1, Ü.Art. VI Abs. 1, 2 und 3) - 1. 1. 1982; (BGBl. Nr. 314/1987, Art. II Z 1) - 1. 1. 1988; (BGBl. Nr. 314/1987, Art. II Z 1) - 1. 1. 1988; (BGBl. Nr. 609/1987, Art. I Z 1) - 1. 1. 1988; (BGBl. Nr. 201/1996, Art. 34 Z 2) - 1. 7. 1996;

(BGBl. Nr. 201/1996, Ü.§ 563 Abs. 2) - 1. 5. 1996; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 7) - 1. 8. 1996; (BGBl. Nr. 201/1996, Art. 34 Z 2) - 1.Juli 1996; (BGBl. Nr. 201/1996, Ü.§ 563 Abs. 2) - 1. 5. 1996;

(BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 8) - 1. 7. 1996; (BGBl. I Nr. 139/1997, Art. 7 Z 6) - 1. 1. 2000; (BGBl. I Nr. 139/1997, Ü.§ 572 Abs. 4) - 30. 12. 1997.

(4) Den Dienstnehmern stehen im Sinne dieses Bundesgesetzes Personen gleich, die sich auf Grund freier Dienstverträge auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichten, und zwar für

1.

einen Dienstgeber im Rahmen seines Geschäftsbetriebes, seiner Gewerbeberechtigung, seiner berufsrechtlichen Befugnis (Unternehmen, Betrieb usw.) oder seines statutenmäßigen Wirkungsbereiches (Vereinsziel usw.), mit Ausnahme der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe,

2.

eine Gebietskörperschaft oder eine sonstige juristische Person des öffentlichen Rechts bzw. die von ihnen verwalteten Betriebe, Anstalten, Stiftungen oder Fonds (im Rahmen einer Teilrechtsfähigkeit),

wenn sie aus dieser Tätigkeit ein Entgelt beziehen, die Dienstleistungen im wesentlichen persönlich erbringen und über keine wesentlichen eigenen Betriebsmittel verfügen, sofern sie auf Grund dieser Tätigkeit nicht bereits gemäß § 2 Abs. 1 Z 1 bis 3 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes oder gemäß § 2 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die Sozialversicherung freiberuflich selbständig Erwerbstätiger versichert sind oder sofern es sich nicht um eine (Neben)Tätigkeit im Sinne des § 19 Abs. 1 Z 1 lit. f des Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes handelt oder sofern diese Personen nicht eine freiberufliche Tätigkeit, die die Zugehörigkeit zu einer gesetzlichen beruflichen Vertretung (Kammer) begründet, ausüben. (BGBl. Nr. 201/1996, Art. 34 Z 3) - 1. 7. 1996; (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 9); - 1. 7. 1996 (BGBl. Nr. 411/1996, Ü.§ 564 Abs. 5,6 und 7a) - 21. 8. 1996; (BGBl. Nr. 600/1996, Ü.§ 566 Abs. 2) - 1. 11. 1996; (BGBl. I Nr. 139/1997, Art. 7 Z 7) - 1. 1. 1998; (BGBl. I Nr. 139/1997, Ü.§ 572 Abs. 4a) - 30. 12. 1997.

(5) Aufgehoben. (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 10) - 1. 7. 1996;

(BGBl. Nr. 411/1996, Ü. § 564 Abs. 3,4,5,7 und 7a) - 21. 8. 1996;

(BGBl. Nr. 600/1996, Ü. § 566 Abs. 2) - 1. 11. 1996; (Kdm. BGBl. I Nr. 39/1997) - 23. 4. 1997.

(6) Eine Pflichtversicherung gemäß Abs. 1 schließt für dieselbe Tätigkeit (Leistung) eine Pflichtversicherung gemäß Abs. 4 aus. (BGBl. Nr. 411/1996, Art. I Z 10) - 1. 7. 1996; (Kdm. BGBl. I Nr. 39/1997) - 23. 4. 1997.

(7) Aufgehoben. (BGBl. Nr. 600/1996, Art. I Z 1) - 1. 1. 1997; (Kdm. BGBl. I Nr. 39/1997) - 23. 4. 1997.

Anmerkung

Ressorttext (Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales)

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2018

Gesetzesnummer

10008147

Dokumentnummer

NOR12113164

alte Dokumentnummer

N6199716023A