Absatz eins,Die in Paragraph eins, genannten Rechtsträger dürfen auf Ansuchen durch Geldzuwendungen gefördert werden, wenn sie Beratungsstellen einrichten und betreiben, die jedermann zugänglich sind und die folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Ziffer einsDie Beratung muß zum Gegenstand haben
- Litera aAngelegenheiten der Familienplanung,
- Litera bwirtschaftliche und soziale Belange werdender Mütter.
- Ziffer 2Die Beratung soll weiters zum Gegenstand haben
- Litera aFamilienangelegenheiten, insbesondere solche rechtlicher und sozialer Natur, und
- Litera bsexuelle Belange und sonstige Partnerschaftsbeziehungen.
- Ziffer 3Zur Durchführung der Beratung muß in jeder von einem Rechtsträger betriebenen Beratungsstelle mindestens ein Berater zur Verfügung stehen, der die Ausbildung an einer öffentlichen oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Akademie für Sozialarbeit oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Lehranstalt für Ehe- und Familienberater abgeschlossen hat oder der zufolge einer gleichwertigen Ausbildung und Berufserfahrung zu der von ihm zu verrichtenden Beratungstätigkeit befähigt ist. Zur Beratung muß weiters ein zur selbständigen Berufsausübung berechtigter Arzt, der in der Lage ist, über Angelegenheiten der Familienplanung zu informieren, sowie befugt ist, Empfängnisverhütungsmittel zu verschreiben, zur Verfügung stehen. Sofern eine rechtliche Beratung beabsichtigt ist, sind dazu Personen, die die rechtswissenschaftlichen Studien vollendet haben, heranzuziehen.
- Ziffer 4Zur Beratung sollen weiters bei Bedarf zur Verfügung stehen:
- Litera aBerater, die ein Universitätsstudium mit dem Hauptfach Psychologie vollendet haben;
- Litera bPsychiater, Pädagogen, Jugend- und Familiensoziologen;
- Litera cBerater, die eine spezielle Ausbildung in Angelegenheiten der Familienplanung nachweisen.
- Ziffer 5Der Rechtsträger hat sich von der einschlägigen Qualifikation der Berater zu überzeugen.
- Ziffer 6Die Beratungszeiten müssen entsprechend den Bedürfnissen der Ratsuchenden festgelegt sein, wobei auf die berufstätigen Ratsuchenden besonders Rücksicht zu nehmen ist. Das Ausmaß der Beratungszeit muß mindestens acht Stunden, für die ärztliche Beratung gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 3, mindestens vier Stunden innerhalb eines Kalendermonats betragen; die Beratung muß an mindestens zwei Tagen innerhalb eines Kalendermonats stattfinden. Die Beratungszeit muß am Ort der Beratung für jedermann ersichtlich durch Anschlag bekanntgegeben sein.
- Ziffer 7Die Beratung muß kostenlos, nach sachlichen Gesichtspunkten und unter Wahrung der Anonymität der Ratsuchenden durchgeführt werden.
- Ziffer 8Die in der Beratungsstelle tätigen Personen sind von dem die Beratungsstelle betreibenden Rechtsträger zur Verschwiegenheit über alle ihnen ausschließlich aus dieser Tätigkeit bekannt gewordenen Tatsachen zu verpflichten; die Bestimmungen des Paragraph 10, Absatz 2, Litera a und c des Ärztegesetzes sind sinngemäß anzuwenden. Der die Beratungsstelle betreibende Rechtsträger muß bereit und bestrebt sein, diese Verschwiegenheit zu gewährleisten.