Kurztitel

Personenstandsgesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1983,

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 53

Inkrafttretensdatum

01.01.1984

Außerkrafttretensdatum

30.06.1989

Text

Befugnis zur Beurkundung und Beglaubigung

Paragraph 53, (1) Der Standesbeamte hat zu beurkunden und zu beglaubigen

  1. Ziffer eins
    die Erklärung, durch die der Ehemann dem unehelichen Kind seiner Ehefrau oder durch die der Vater, dessen Vaterschaft festgestellt ist, seinem unehelichen Kind den Familiennamen gibt, und die Erklärungen über die Zustimmung zur Namensgebung;
  2. Ziffer 2
    die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters und der Erziehungsberechtigten zur Eheschließung einer Person, die nicht voll geschäftsfähig ist;
  3. Ziffer 3
    die Erklärungen der Verlobten über die Bestimmung ihres nach der Eheschließung zu führenden Familiennamens;
  4. Ziffer 4
    die Erklärung, durch die ein geschiedener Ehegatte einen früheren Familiennamen wieder annimmt oder durch die ein geschiedener Ehegatte dem anderen die Führung seines Familiennamens untersagt;
  5. Ziffer 5
    Erklärungen, die für den Eintritt der namensrechtlichen Wirkungen einer Legitimation in bestimmten Fällen erforderlich sind;
  6. Ziffer 6
    sonstige Erklärungen, die für die vollständige Eintragung eines Personenstandsfalles erforderlich sind.
  1. Absatz 2,Der Standesbeamte, vor dem die Eltern die Ehe schließen, hat Erklärungen über die Anerkennung der Vaterschaft und über die Bezeichnung des Anerkennenden als Vater zu beurkunden.
  2. Absatz 3,Die im Absatz eins, Ziffer eins bis 5 angeführten Erklärungen können auch von den österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland beglaubigt werden.
  3. Absatz 4,In anderen Rechtsvorschriften eingeräumte Befugnisse der Gerichte, Verwaltungsbehörden und Notare zur Beurkundung und Beglaubigung der im Absatz eins, Ziffer eins bis 5 und Absatz 2, angeführten Erklärungen bleiben unberührt.