Kurztitel

Einkommensteuergesetz 1972

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 440 aus 1972, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 432 aus 1987,

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 37,

Inkrafttretensdatum

01.01.1988

Außerkrafttretensdatum

31.12.1987

Text

Steuersätze bei außerordentlichen Einkünften

Paragraph 37, (1) Sind im Einkommen außerordentliche Einkünfte erhalten, so ist auf Antrag die darauf entfallende Einkommensteuer nach einem ermäßigten Steuersatz zu bemessen. Der ermäßigte Steuersatz beträgt die Hälfte des Prozentsatzes, der sich bei Anwendung des Einkommensteuertarifs (Paragraph 33,) auf das gesamte zu versteuernde Einkommen ergibt. Auf das übrige Einkommen ist der Einkommensteuertarif (Paragraph 33,) anzuwenden.

  1. Absatz 2Außerordentliche Einkünfte im Sinne des Absatz eins, sind nur:
    1. Ziffer eins
      Einkünfte, welche die Entlohnung für eine Tätigkeit darstellen, die sich über mehrere Jahre erstreckt,
    2. Ziffer 2
      Veräußerungsgewinne im Sinne des Paragraph 24 und Einkünfte im Sinne des Paragraph 31,,
    3. Ziffer 3
      Gewinne, die infolge eines Wechsels der Gewinnermittlungsart entstehen,
    4. Ziffer 4
      Entschädigungen im Sinne des Paragraph 32, Ziffer eins,,
    5. Ziffer 5
      Einkünfte aus außerordentlichen Waldnutzungen, bei denen ein Bestandsvergleich für das stehende Holz nicht vorgenommen wird:
      1. Litera a
        Einkünfte aus außerordentlichen Waldnutzungen ohne Unterschied der Betriebsart, die aus wirtschaftlichen Gründen geboten sind und über die nach forstwirtschaftlichen Grundsätzen nachhaltig zu erzielenden jährlichen regelmäßigen Nutzungen hinausgehen,
      2. Litera b
        Einkünfte aus Waldnutzungen infolge höherer Gewalt, soweit nicht der Steuerpflichtige von der Bestimmung des Paragraph 12, Absatz 6, Gebrauch gemacht hat.
  2. Absatz 3Werden Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens im Wege eines Enteignungsverfahrens oder freiwillig zur Abwendung eines nachweisbar unmittelbar drohenden Enteignungsverfahrens veräußert, so ist die Einkommensteuer auf Antrag für den Unterschiedsbetrag zwischen der um die Veräußerungskosten verminderten Enteignungsentschädigung (Veräußerungserlös) und dem sich nach Paragraph 6, ergebenden Wert des Wirtschaftsgutes mit der Hälfte des sich nach Absatz eins, ergebenden Betrages festzusetzen. Diese Bestimmung ist nicht anzuwenden, wenn der Steuerpflichtige von den Vorschriften des Paragraph 12, Absatz eins, letzter Satz oder des Paragraph 12, Absatz 2, oder 3 Gebrauch gemacht hat.
  3. Absatz 4Sind im Einkommen Gewinnanteile auf Grund offener Ausschüttungen nach Paragraph 22, Absatz 2, des Körperschaftsteuergesetzes 1966 enthalten, so ist die auf diese Einkünfte entfallende Einkommensteuer nach Absatz eins, zu berechnen.