Alpenkonvention
Bundesgesetzblatt Nr. 477 aus 1995,
Vertrag - Multilateral
Paragraph 0
06.03.1995
21.03.1999
07.11.1991
89/07 Umweltschutz
ÜBEREINKOMMEN ZUM SCHUTZ DER ALPEN (ALPENKONVENTION)
(NR: GP XVIII RV 1022 AB 1344 S. 150. BR: AB 4719 S. 579.)
StF: BGBl. Nr. 477/1995
Deutsch, Französisch, Italienisch, Slowenisch
*Deutschland 477 aus 1995, *EG römisch drei 70 aus 1998, *Frankreich römisch drei 70 aus 1998, *Liechtenstein 477 aus 1995, *Slowenien 477/1995
Der Nationalrat hat beschlossen:
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 8. Februar 1994 hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Artikel 12, Absatz 3, mit 6. März 1995 in Kraft getreten.
Folgende weitere Staaten haben das Übereinkommen ratifiziert:
Deutschland, Liechtenstein und Slowenien.
Die Bundesrepublik Deutschland,
die Französische Republik,
die Italienische Republik,
das Fürstentum Liechtenstein,
die Republik Österreich,
die Schweizerische Eidgenossenschaft,
die Republik Slowenien sowie
die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft -
im Bewußtsein, daß die Alpen einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas und ein durch seine spezifische und vielfältige Natur, Kultur und Geschichte ausgezeichneter Lebens-, Wirtschafts-, Kultur- und Erholungsraum im Herzen Europas sind, an dem zahlreiche Völker und Länder teilhaben,
in der Erkenntnis, daß die Alpen Lebens- und Wirtschaftsraum für die einheimische Bevölkerung sind und auch größte Bedeutung für außeralpine Gebiete haben, unter anderem als Träger bedeutender Verkehrswege,
in Anerkennung der Tatsache, daß die Alpen unverzichtbarer Rückzugs- und Lebensraum vieler gefährdeter Pflanzen- und Tierarten sind,
im Bewußtsein der großen Unterschiede in den einzelnen Rechtsordnungen, den naturräumlichen Gegebenheiten, der Besiedlung, der Land- und Forstwirtschaft, dem Stand und der Entwicklung der Wirtschaft, der Verkehrsbelastung sowie der Art und Intensität der touristischen Nutzung,
in Kenntnis der Tatsache, daß die ständig wachsende Beanspruchung durch den Menschen den Alpenraum und seine ökologischen Funktionen in zunehmendem Maße gefährdet und daß Schäden nicht oder nur mit hohem Aufwand, beträchtlichen Kosten und in der Regel nur in großen Zeiträumen behoben werden können,
in der Überzeugung, daß wirtschaftliche Interessen mit den ökologischen Erfordernissen in Einklang gebracht werden müssen -
sind im Gefolge der Ergebnisse der ersten Alpenkonferenz der Umweltminister vom 9. bis 11. Oktober 1989 in Berchtesgaden wie folgt übereingekommen:
Lebensraum, Wirtschaftsraum, Kulturraum, Rückzugsraum, Pflanzenart
03.04.2017
10010876
NOR11011097
N8199530008L