Auf Grund des Paragraph 48, Absatz eins, des Telekommunikationsgesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 1997,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 98 aus 1998,, wird verordnet: Geltungsbereich § 1. (1) Mit dieser Verordnung werden im Frequenzbereich 9 kHz bis 105 GHz die Frequenzbereiche auf Frequenznutzungen aufgeteilt sowie Festlegungen für diese Frequenznutzungen getroffen. (2) Die Festlegungen enthalten die die Frequenzzuteilung betreffenden rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die technischen und betrieblichen Bedingungen, welche bei der Nutzung von Frequenzen einzuhalten sind. (3) In Kursivschrift geschriebene Eintragungen im Frequenznutzungsplan berücksichtigen die internationale Harmonisierung sowie die technische Entwicklung und stellen zukünftig beabsichtigte Frequenznutzungen dar. Begriffsbestimmungen § 2. (1) In dieser Verordnung bezeichnet der Begriff 1. „Zivil/nicht-zivil“, daß Teile des betreffenden Frequenzbereiches für zivile Nutzung nicht zur Verfügung stehen; 2. „Nutzungsbeschränkungen“ Einschränkungen zur Sicherung einer effizienten und störungsfreien Frequenznutzung; 3. „Sonstige Anwendungen“ Anwendungen elektromagnetischer Wellen, die keine Funkanwendungen sind, wobei jedoch die Möglichkeit der Beeinflussung zwischen sonstiger Anwendung und Funkanwendung besteht. (2) In dieser Verordnung bedeutet die Abkürzung 1. „ARI“ Autoradio-Information; 2. „ATIS“ Automatic Transmitter Identification System (Automatische Identifizierung von Schiffsfunkstellen); 3. „AVI“ Automatic Vehicle Identification (Automatische Fahrzeugidentifizierung); 4. „BOS“ Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben; 5. „CEPT“ European Conference of Postal and Telecommunications Administrations (Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation); 6. „CH97“ Multilaterale Koordinierungsvereinbarung Chester, 1997 über technische Kriterien, Koordinierungsgrundsätze und -verfahren für die Einführung des terrestrischen digitalen Fernsehrundfunks (DVB-T), Chester, 1997; 7. „DARC“ Data Radio Channel; 8. „DECT“ Digital Enhanced Cordless Telecommunications System (Digitales drahtloses Telekommunikationssystem); 9. „ELT“ Emergency Locator Transmitter (Sender zur Bestimmung der Notposition im Flugfunkdienst); 10. „ENG/OB“ Electronic News Gathering/Outside Broadcasting (Reportageanlagen); 11. „EPIRB“ Emergency Position Indicating Radiobeacon (Funkbake zur Kennzeichnung der Notposition im Seefunkdienst); 12. „ERC“ European Radiocommunications Committee (Europäischer Ausschuß für Funkangelegenheiten);

Ziffer 13 „ERMES“ European Radio Messaging System (Europäisches Funkrufsystem); 14. „FTV“ Fernmeldetechnische Vorschrift; 15. „GE60“ Regionalabkommen über die Benutzung von Frequenzen in den Bändern 68 bis 73 MHz und 76 bis 87,5 MHz durch den Rundfunkdienst einerseits und durch den festen Funkdienst und den beweglichen Funkdienst andererseits, Genf, 1960; 16. „GE75“ Schlußakte der Regionalen Verwaltungskonferenz für den Langwellen/Mittelwellenrundfunk, Genf, 1975; 17. „GE84“ Schlußakte der Regionalen Verwaltungskonferenz für die Planung des UKW-Tonrundfunks, Genf, 1984; 18. „GE85“ Regionale Verwaltungskonferenz für die Planung des mobilen Seefunkdienstes und Flugnavigationsdienstes im Mittelwellenbereich (Region 1), Genf, 1985; 19. „GLONASS“ Globales Satelliten-Navigationssystem; 20. „GMDSS“ Global Maritime Distress and Safety System (Weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem); 21. „GPS“ Global Positioning System (Globales Satelliten-Navigationssystem); 22. „GSM“ Global System for Mobile Communications (Weltweites Mobilkommunikationssystem); 23. „HIPERLAN“ High Performance Local Area Network (Hochqualitatives Funk-LAN); 24. „ILS“ Instrument Landing System (Instrumentenlandesystem); 25. „ISM“ Industrial, Scientific, Medical (Industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen); 26. „ITU“ International Telecommunication Union (Internationale Fernmeldeunion); 27. „NAVTEX“ Automated direct-printing telegraph system for navigational and meteorological warnings and urgent information to ship; 28. „Rautenplan“ Vereinbarung über die Nutzung des Frequenzbereiches 450 bis 470 MHz zwischen den Fernmeldeverwaltungen von Ungarn, der Tschechoslowakei und Österreich, Klagenfurt, 1982; 29. „RDS“ Radio Data System (Radio-Informationssystem); 30. „R-LAN“ Radio Local Area Network (Funk-LAN); 31. „RTTT“ Road Transport & Traffic Telematics (Straßen-Transport- und Verkehrs-Telematiksystem); 32. „S-DAB“ Satellite Digital Audio Broadcasting (Satellitengestütztes digitales Tonrundfunksystem); 33. „SNG“ Satellite News Gathering (Satellitengestützte Reportageanlagen); 34. „S-PCS“ Satellite Personal Communications System (Satellitengestütztes persönliches Kommunikationssystem); 35. „SRD“ Short Range Devices (Funkanlagen für geringe Entfernungen); 36. „ST61“ Regionales Abkommen für die Europäische Rundfunkzone, Stockholm, 1991; 37. „T-DAB“ Terrestrial Digital Audio Broadcasting (Terrestrisches digitales Tonrundfunksystem); 38. „TFTS“ Terrestrial Flight Telephone System (Terrestrisches Flugtelefonsystem); 39. „UKW-Empfehlung der Donaukommission“ Empfehlungen über die Benutzung von Funkverbindungen in der Donauschiffahrt, Budapest, 1989; 40. „UMTS“ Universal Mobile Telecommunication System (Universelles Mobilkommunikationssystem); 41. „VO Funk“ Vollzugsordnung für den Funkdienst (Radio Regulations); 42. „VOR“ VHF-Omnidirectional Range (UKW-Drehfunkfeuer); 43. „VSAT“ Very Small Aperture Terminal (Satellitenfunkanlage mit kleiner Antenne); 44. „Wiesbaden, 1995“ Besondere Vereinbarung der europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation (CEPT) über die Nutzung der Bereiche 47 bis 68 MHz, 87,5 bis 108 MHz, 174 bis 230 MHz, 230 bis 240 MHz, 1452 bis 1492 MHz für die Einführung des terrestrischen digitalen Tonrundfunks (T-DAB), Wiesbaden, 21. Juli 1995. Verfügbarkeit § 3. Eine Frequenz gilt als verfügbar, wenn die technischen Merkmale des Funknetzes, dem die Frequenz zugeteilt werden soll, so festgelegt werden können, daß 1. bei ihrer Inbetriebnahme bei anderen in- und ausländischen in Betrieb befindlichen Funkstellen und koordinierten, geplanten Funkstellen keine schädlichen Störungen im Sinne der Nr. S1.169 der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) verursacht werden und 2. die Kompatibilität mit Frequenznutzungen durch andere Funksysteme gegeben ist.

Frequenznutzungsplan § 4. (1) Die Frequenznutzungen ergeben sich aus der Anlage (Frequenznutzungsplan). (2) Der Frequenznutzungsplan beinhaltet in 1. Spalte 1 die Frequenzbereiche gemäß der Vollzugsordnung für den Funkdienst, 2. Spalte 2 die Frequenzbereichszuweisung gemäß der Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr betreffend die Frequenzbereichszuweisung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 149 aus 1998,, 3. Spalte 3 Frequenzteilbereiche oder konkrete Frequenzen für bestimmte Nutzungen, 4. Spalte 4 die Frequenznutzung, 5. Spalte 5 zusätzliche Nutzungsbedingungen und allfällige Bemerkungen, die die jedenfalls einzuhaltenden Nutzungsbedingungen und sonstigen Bestimmungen der Vollzugsordnung für den Funkdienst ergänzen. Verweisungen § 5. In dieser Verordnung bezieht sich die Verweisung auf 1. die „Amateurfunkverordnung“ auf die – gemäß Artikel römisch eins, Absatz eins, Ziffer 7, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 267 aus 1972, als Bundesgesetz geltende – Verordnung des Bundesministeriums für Verkehr und verstaatlichte Betriebe über die Errichtung und den Betrieb von Amateurfunkstellen (Amateurfunkverordnung), Bundesgesetzblatt Nr. 30 aus 1954,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 908 aus 1993,, 2. die „Betriebsfunkverordnung“ auf die Verordnung des Bundesministers für öffentliche Wirtschaft und Verkehr, mit der die technischen und betrieblichen Bestimmungen für die Errichtung und den Betrieb von Funkanlagen des festen Funkdienstes und des beweglichen Landfunkdienstes im Bereich von 29,7 bis 960 MHz festgesetzt werden, Bundesgesetzblatt Nr. 639 aus 1995,, in der jeweils geltenden Fassung, 3. die „Frequenzwidmungsverordnung“ auf die Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft, Verkehr und Kunst, mit der Frequenzen und Frequenzbänder für europaweit harmonisierte Funksysteme gewidmet werden, Bundesgesetzblatt Nr. 313 aus 1996,, in der jeweils geltenden Fassung, 4. die „Funkanlagen- und Endgeräteverordnung“ auf die Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr über fernmeldetechnische Vorschriften für Funkanlagen und Endgeräte, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 86 aus 1998,, in der jeweils geltenden Fassung, 5. die „generelle Bewilligung“ auf die Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr, mit der generelle Bewilligungen erteilt werden, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 85 aus 1998,, in der jeweils geltenden Fassung, 6. das „Rundfunkgesetz“ auf das Bundesgesetz über die Aufgaben und die Einrichtung des Österreichischen Rundfunks, Bundesgesetzblatt Nr. 379 aus 1984,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 1997,, 7. das „Regionalradiogesetz“ auf das Bundesgesetz, mit dem Regelungen über regionalen und lokalen Hörfunk erlassen werden, Bundesgesetzblatt Nr. 506 aus 1993,, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 41 aus 1997,, 8. die „VO Funk“ auf die einen integrierenden Bestandteil des Internationalen Fernmeldevertrages, BGBl. römisch drei Nr. 17 aus 1998,, bildende Vollzugsordnung für den Funkdienst.

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