Artikel römisch eins § 1. Folgende Vorschriften sind nur solange anzuwenden, als die Aktien der Austrian Industries Aktiengesellschaft im alleinigen Eigentum der Österreichischen Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) stehen: a) Artikel römisch zwei, Paragraph eins, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1981,, b) Artikel römisch zwei, Paragraph eins, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 602 aus 1981,, c) Artikel römisch zwei, Paragraph eins, Absatz eins, 2 und 4 des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 633 aus 1982,, d) Artikel römisch zwei, Paragraph eins, Absatz eins, 2 und 4 des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 589 aus 1983, und des e) Artikel römisch eins, Paragraph eins, Absatz eins bis 4, Paragraph 3, Litera e und Artikel römisch vier, Abs. 2 des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1987,. Artikel römisch zwei § 1. Ab dem Zeitpunkt, in dem die Aktien der Austrian Industries Aktiengesellschaft nicht mehr im alleinigen Eigentum der ÖIAG stehen, sind die nachstehenden Vorschriften des Paragraph 2, dieses Artikels anzuwenden. § 2. (1) Der Bundesminister für Finanzen darf von der Ermächtigung gemäß ÖIAG-Anleihegesetz, BGBl. Nr. 295 aus 1975,, in der Fassung der Bundesgesetze Bundesgesetzblatt Nr. 83 aus 1979,, 298 aus 1981,, 602 aus 1981,, 633/1982, 589 aus 1983,, 204 aus 1986, und 298 aus 1987,, Haftungen zu übernehmen, nur Gebrauch machen, soweit eine Umschuldung von Anleihen, Darlehen oder Krediten vorgenommen wird, die vor dem 31. Dezember 1990 aufgenommen wurden, und soweit das jeweils bestehende Gesamthaftungsausmaß und das Haftungsausmaß für das Kapital nicht erhöht werden. Wirtschaftlich sinnvolle Umschuldungsmaßnahmen sind über Veranlassung des Bundesministers für Finanzen von der ÖIAG durchzuführen. (2) Der Bund ist verpflichtet, der ÖIAG die Ausgaben für Zinsen und Tilgungen von Anleihen, Darlehen und Krediten, welche die ÖIAG bis einschließlich 31. Dezember 1990 aufgenommen und für welche der Bund die Haftung übernommen hat, so rechtzeitig zu ersetzen, daß die ÖIAG ihre diesbezüglichen Verpflichtungen termingerecht erfüllen kann; dies gilt auch für Anleihen, Darlehen und Kredite, welche die ÖIAG in Zukunft mit Haftung des Bundes gemäß Absatz eins, aufnimmt. Keine Verpflichtung des Bundes besteht für Tilgungen von Anleihen, Darlehen und Krediten, für die der ÖIAG vom Bund schon gemäß Artikel römisch eins Paragraph eins, Absatz 3, Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1987, lediglich die Zahlungen für Zinsen vom Bund zu ersetzen sind. (3) Die Verbindlichkeiten der ÖIAG, für die der Bundesminister für Finanzen zu Refundierungen verpflichtet ist, und die entsprechenden Refundierungsbeträge sind im Jahresabschluß der ÖIAG als Verbindlichkeiten und Vermögensgegenstände gesondert auszuweisen. Artikel römisch drei § 1. Folgende Vorschriften werden aufgehoben: a) Paragraph 4, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 295 aus 1975,, b) Artikel römisch zwei, Paragraph 2, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1981,, c) Artikel römisch zwei, Paragraph 2, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 602 aus 1981,, d) Artikel römisch zwei, Paragraph eins, Absatz 3 und Paragraph 2, des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 633 aus 1982,, e) Artikel römisch zwei, Paragraph eins, Absatz 3 und Paragraph 2, des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 589 aus 1983,, f) Artikel römisch eins, Paragraph 2,, Paragraph 3, Litera a bis d, Paragraph 4 und Paragraph 6, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1987, und
Litera g Paragraph eins, Absatz 2,, Paragraph 3 und Paragraph 9, des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 204 aus 1986, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1987,. § 2. Die von der ÖIAG gemäß Paragraph 4, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 295 aus 1975, abgegebene Erklärung und der gemäß Artikel römisch eins, Paragraph 3, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 298 aus 1987, zwischen dem Bund und der ÖIAG abgeschlossene Vertrag sind aufzuheben. Die ÖIAG hat die verbindliche Erklärung abzugeben, daß sie dem Bundesministerium für Finanzen und dem Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr während der Laufzeit der Verpflichtungen des Bundes gemäß Artikel römisch zwei Paragraph 2, Abs. 2 dieses Bundesgesetzes den Jahresabschluß samt Anhang und den Lagebericht sowie den Prüfungsbericht des Abschlußprüfers vorlegen wird und dem Bund ein uneingeschränktes Einsichtsrecht in die Kreditgebarung gewährt, soweit die Verpflichtungen des Bundes betroffen sind. § 3. Der Bund hat mit der ÖIAG einen Vertrag abzuschließen, der insbesondere folgende Regelungen enthält: a) Insgesamt sollen dem Bund einschließlich der Dividenden in dieser Gesetzgebungsperiode rund 4,5 Milliarden Schilling zugute kommen. b) Mittelfristig wird die Austrian Industries AG über die 50%-Grenze hinausgehend privatisiert, wobei österreichische Interessen gewahrt werden sollen. Erklärtes Ziel ist die Beibehaltung eines österreichischen Industriekonzerns. c) Es gilt der Grundsatz, daß in Zukunft keine Mittelzuführungen an die ÖIAG oder an die Austrian Industries oder sonstige Absicherungen von Kapitalmarkttransaktionen dieser Gesellschaften durch die öffentliche Hand erfolgen. § 4. Vor dem im Artikel römisch eins, Paragraph eins, angeführten Zeitpunkt ist der Vertrag gemäß Paragraph 3, dem Ministerrat zur Genehmigung vorzulegen. Artikel römisch vier Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind betraut: a) der Bundesminister für Finanzen hinsichtlich des Artikel römisch zwei, Paragraph 2, Absatz eins und 2, b) hinsichtlich des Artikel römisch zwei, Paragraph 2, Absatz 3, der Bundesminister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr, c) hinsichtlich des Artikel römisch drei, Paragraph 4, die Bundesregierung, d) hinsichtlich der übrigen Bestimmungen der Bundesminister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen.
Waldheim Vranitzky