Der Nationalrat hat beschlossen: Artikel römisch eins Das Urheberrechtsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 111 aus 1936,, in der Fassung der Bundesgesetze BGBl. Nr. 206/ 1949 und Bundesgesetzblatt Nr. 106 aus 1953, wird wie folgt geändert: 1. Die Absatz eins und 2 des Paragraph 56, haben zu lauten: „(1) In Geschäftsbetrieben, die die Herstellung, den Vertrieb oder die Instandsetzung von Bild- oder Schallträgern oder von Vorrichtungen zu ihrer Herstellung oder zu ihrem Gebrauch zum Gegenstand haben, dürfen Vorträge, Aufführungen und Vorführungen von Werken auf Bild- oder Schallträgern festgehalten und Bild- oder Schallträger zu öffentlichen Vorträgen, Aufführungen und Vorführungen der darauf festgehaltenen Werke benutzt werden, soweit es notwendig ist, um die Kunden mit den Bild- oder Schallträgern oder mit Vorrichtungen zu ihrer Herstellung oder zu ihrem Gebrauch bekanntzumachen oder die Brauchbarkeit zu prüfen. (2) Dasselbe gilt für die Benutzung von Rundfunksendungen zur öffentlichen Wiedergabe eines Werkes durch Lautsprecher oder eine andere technische Einrichtung in Geschäftsbetrieben, die die Herstellung, den Vertrieb oder die Instandsetzung von Rundfunkgeräten zum Gegenstand haben." 2. Der Paragraph 60, hat zu lauten: „§ 60. Das Urheberrecht an Werken der Literatur, der Tonkunst und der bildenden Künste, deren Urheber (Paragraph 10, Absatz eins,) auf eine Art bezeichnet worden ist, die nach Paragraph 12, die Vermutung der Urheberschaft begründet, endet siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers (Paragraph 10, Absatz eins,), bei einem von mehreren Urhebern gemeinsam geschaffenen Werke (Paragraph 11,) endet das Urheberrecht siebzig Jahre nach dem Tode des letztlebenden Miturhebers (Paragraph 10, Absatz eins,)." 3. Der Absatz eins, des Paragraph 61, hat zu lauten: „(1) Das Urheberrecht an Werken der Literatur, der Tonkunst und der bildenden Künste, deren Urheber (Paragraph 10, Absatz eins,) nicht auf eine Art bezeichnet worden ist, die nach Paragraph 12, die Vermutung der Urheberschaft begründet, endet siebzig Jahre nach der Veröffentlichung, wenn sich aus Paragraph 60, kein früherer Tag ergibt." 3 a. Der Paragraph 62, hat zu lauten: „§ 62. Das Urheberrecht an Filmwerken endet fünfzig Jahre nach der Aufnahme, wenn aber das Werk vor dem Ablauf dieser Frist veröffentlicht wird, fünfzig Jahre nach der Veröffentlichung." 4. An die Stelle der Absatz 2 und 3 des Paragraph 66, treten folgende Bestimmungen: „(2) Bei Vorträgen und Aufführungen, die — wie die Aufführung eines Schauspiels oder eines Chor- oder Orchesterwerkes — durch das Zusammenwirken mehrerer Personen unter einer einheitlichen Leitung zustande kommen, können die Verwertungsrechte (Absatz eins,) derjenigen Personen, die bloß im Chor oder Orchester oder auf ähnliche Art mitwirken, nur durch einen gemeinsamen Vertreter wahrgenommen werden. (3) Falls die Vertretung nicht bereits kraft Gesetzes oder durch Satzung, Kollektiv- oder Einzelvertrag geregelt ist, wird der gemeinsame Vertreter von den im Absatz 2, erwähnten Mitwirkenden mit einfacher Mehrheit ohne Berücksichtigung allfälliger Stimmenthaltungen gewählt. (4) In Ermangelung eines gemeinsamen Vertreters hat das Bezirksgericht Innere Stadt Wien einen Sachwalter zu bestellen, der an die Stelle des gemeinsamen Vertreters tritt. Zur Antragstellung ist jeder berechtigt, der ein Interesse an der Verwertung des Vortrages oder der Aufführung glaubhaft macht. (5) Vorträge und Aufführungen, die auf Anordnung eines Veranstalters stattfinden, dürfen,

soweit das Gesetz keine Ausnahme zuläßt, vorbehaltlich des Absatz eins, nur mit Einwilligung des Veranstalters auf Bild- oder Schallträgern festgehalten oder durch Rundfunk (Paragraph 17,) gesendet werden. Dieser Bestimmung zuwider hergestellte Bild- oder Schallträger dürfen weder vervielfältigt noch verbreitet werden." 5. Die bisherigen Absatz 4 und 5 des Paragraph 66, erhalten die Bezeichnungen Absatz 6 und 7, 6. Im Absatz 7, des Paragraph 66, in der Fassung dieses Bundesgesetzes tritt an die Stelle der Wortfolge „Den Absätzen 1 bis 3 zuwider" die Wortfolge „Den Absatz eins und 5 zuwider." 7. Der Absatz eins, des Paragraph 67, hat zu lauten: „(1) Die Verwertungsrechte der im Paragraph 66, Absatz eins, bezeichneten Personen erlöschen, wenn seit dem Ablauf des Kalenderjahrs, in dem der Vortrag oder die Aufführung stattgefunden hat, fünfzig Jahre verstrichen sind." 8. Der Absatz 2, des Paragraph 67, hat zu lauten: „(2) Die Paragraphen 11, 12, 13, 15, Absatz eins, 16, Absatz eins, und 3, Paragraphen 23, 24, 25, Absatz eins, 2, 3 und 5, Paragraphen 26,, 27, 28 Absatz eins,, Paragraphen 29, 31, 32 und 33 Absatz 2, gelten entsprechend; jedoch tritt an die Stelle der im § 31 Absatz 2, genannten Frist von 5 Jahren eine solche von einem Jahr." 9. In den Absatz eins und 2 des Paragraph 68, tritt an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 1 oder 2" der Ausdruck „§ 66 Absatz eins, 10. Dem Paragraph 68, wird folgender Absatz 3, angefügt: „(3) Die Absatz eins und 2 gelten nicht für Personen, die bloß im Chor oder Orchester oder auf ähnliche Art mitwirken." 11. In den Absatz eins und 2 des Paragraph 69, treten an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 1 bis 3" der Ausdruck „§ 66 Absatz eins und 5 und an die Stelle der Ausdrücke „§ 66 Absatz 1 oder 2" und „§ 66 Absatz 1 und 2" der Ausdruck „§ 66 Absatz eins, 12. An die Stelle des Absatz 3, des Paragraph 69, treten folgende Bestimmungen: „(3) Zum eigenen Gebrauch darf jedermann durch Rundfunk gesendete Vorträge oder Aufführungen sowie die mit Hilfe eines Bild- oder Schallträgers bewirkte Wiedergabe eines Vortrages oder einer Aufführung auf einem Bild- oder Schallträger festhalten und von diesem einzelne Vervielfältigungsstücke herstellen. Solche Bild- oder Schallträger dürfen weder verbreitet noch zu einer Rundfunksendung oder öffentlichen Wiedergabe des Vortrages oder der Aufführung verwendet werden. (4) Der Paragraph 56, Absatz eins und 3 gilt entsprechend." 13. Im Paragraph 70, treten an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 1 bis 3" der Ausdruck „§ 66 Absatz eins und 5, an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 4" der Ausdruck „§ 66 Abs. 6" und an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 5" der Ausdruck „§ 66 Absatz 7, 14. Im Paragraph 71, treten an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 1 bis 3" der Ausdruck „§ 66 Abs. 1 und 5" und an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 4" der Ausdruck „§ 66 Absatz 6, 15. Nach dem Absatz 2, des Paragraph 72, werden folgende Bestimmungen eingefügt: „(3) Die Benutzung einzelner Vorträge oder Aufführungen von Werken der Literatur oder Tonkunst zu Zwecken der Wissenschaft oder des Unterrichts in einem durch den Zweck gerechtfertigten Umfang ist zulässig. (4) Vorträge oder Aufführungen von Werken der Literatur oder Tonkunst dürfen durch den Veranstalter auf einem Bild- oder Schallträger festgehalten und mit Hilfe eines solchen Bild- oder Schallträgers oder einer anderen technischen Einrichtung innerhalb des Gebäudes, in dem die Veranstaltung stattfindet, zu dem Zweck wiedergegeben werden, die Veranstaltung in einem anderen Raume wahrnehmbar zu machen." 16. Der bisherige Absatz 3, des Paragraph 72, erhält die Bezeichnung Absatz 5, 17. Die Überschrift des römisch zwei. Abschnitts des II. Hauptstücks hat zu lauten: „Schutz von Lichtbildern, Schallträgern und Rundfunksendungen". 17 a. Der Absatz 6, des Paragraph 74, hat zu lauten: „(6) Das Schutzrecht an Lichtbildern erlischt dreißig Jahre nach der Aufnahme, wenn aber das Lichtbild vor dem Ablauf dieser Frist veröffentlicht wird, dreißig Jahre nach der Veröffentlichung. Die Fristen sind nach Paragraph 64, zu berechnen." 18. Der Absatz 3, des Paragraph 76, hat zu lauten: „(3) Wird ein zu Handelszwecken hergestellter Schallträger zu einer Rundfunksendung (Paragraph 17,) oder öffentlichen Wiedergabe benutzt, so hat der Benutzer dem Hersteller (Absatz eins,), vorbehaltlich des Paragraph 66, Absatz 7 und des vorstehenden Absatz 2,, eine angemessene Vergütung zu entrichten. Den im Paragraph 66, Absatz eins, bezeichneten Personen steht an den Hersteller ein Anspruch auf einen Anteil an dieser Vergütung zu. Dieser Anteil beträgt mangels Einigung der Berechtigten die Hälfte der dem Hersteller nach Abzug der Einhebungskosten verbleibenden Vergütung."

Ziffer 19 Der Absatz 4, des Paragraph 76, hat zu lauten: „(4) Zum eigenen Gebrauch darf jedermann eine mit Hilfe eines Schallträgers bewirkte Wiedergabe auf einem Schallträger festhalten und von diesem einzelne Vervielfältigungsstücke herstellen. Solche Schallträger dürfen weder verbreitet noch zu einer Rundfunksendung oder öffentlichen Wiedergabe benutzt werden." 20. Der bisherige Absatz 4, des Paragraph 76, erhält die Bezeichnung Absatz 5, 20 a. Der neue Absatz 5, des Paragraph 76, hat zu lauten: „(5) Das Schutzrecht an Schallträgern erlischt fünfzig Jahre nach der Aufnahme, wenn aber der Schallträger vor dem Ablauf dieser Frist veröffentlicht wird, fünfzig Jahre nach der Veröffentlichung. Die Fristen sind nach Paragraph 64, zu berechnen." 21. Dem Paragraph 76, wird folgender Absatz 6, angefügt: „(6) Die Paragraphen 5, 7, 8, 9, 11, 12, 13, 14, Absatz 2,, § 15 Absatz eins,, Paragraph 16, Absatz eins und 3, Paragraph 23, Absatz 2, und 4, Paragraphen 24, 25, Absatz 2, 3 und 5, Paragraphen 26, 27, Abs. 1, 3, 4 und 5, Paragraph 31, Absatz eins,, Paragraph 32, Absatz eins,, § 33 Absatz 2,, Paragraphen 41, 56, 72, Absatz 3 und Paragraph 74, Abs. 2 bis 5 gelten entsprechend." 22. Nach dem Paragraph 76, wird eingefügt: „3. Rundfunksendungen § 76 a. (1) Wer Töne oder Bilder durch Rundfunk oder auf eine ähnliche Art sendet (Paragraph 17,, Rundfunkunternehmer), hat mit den vom Gesetz bestimmten Beschränkungen das ausschließliche Recht, die Sendung gleichzeitig über eine andere Sendeanlage zu senden, die Sendung auf einem Bild- oder Schallträger (besonders auch in Form eines Lichtbildes) festzuhalten, diesen zu vervielfältigen und zu verbreiten. Unter der Vervielfältigung wird auch die Benutzung einer mit Hilfe eines Bild- oder Schallträgers bewirkten Wiedergabe zur Übertragung auf einen anderen verstanden. (2) Dem Absatz eins, zuwider vervielfältigte oder verbreitete Bild- oder Schallträger dürfen zu einer Rundfunksendung (Paragraph 17,) oder zu einer öffentlichen Wiedergabe nicht benutzt werden. (3) Zum eigenen Gebrauch darf jedermann eine Rundfunksendung auf einem Bild- oder Schallträger festhalten und von diesem einzelne Vervieffältigungsstücke herstellen. Solche Bild- oder Schallträger dürfen weder verbreitet noch zu einer Rundfunksendung oder zu einer öffentlichen Wiedergabe benutzt werden. (4) Das Schutzrecht an Rundfunksendungen erlischt dreißig Jahre nach der Sendung. Die Frist ist nach Paragraph 64, zu berechnen. (5) Die Paragraphen 5, 7, 8, 9, 11, 12, 13, 14, Absatz 2,, § 15 Absatz eins,, Paragraph 16, Absatz eins und 3, Paragraph 18, Absatz 2,, § 23 Absatz 2 und 4, Paragraphen 24, 25, Absatz 2, 3 und 5, §§ 26, 27 Absatz eins, 3, 4 und 5, Paragraph 31, Absatz eins,, Paragraph 32, Abs. 1, Paragraph 33, Absatz 2,, Paragraphen 41, 56, 72, Absatz 3 und § 74 Absatz 2 bis 5 gelten entsprechend." 23. Die Absatz eins und 2 des Paragraph 86, haben zu lauten: „(1) Wer unbefugt 1. ein Werk der Literatur oder Kunst auf eine nach den Paragraphen 14 bis 18 dem Urheber vorbehaltene Verwertungsart benutzt, 2. den Vortrag oder die Aufführung eines Werkes der Literatur oder Tonkunst dem Paragraph 66, Abs. 1 und 5 zuwider auf einem Bild- oder Schallträger festhält oder diesen vervielfältigt oder dem Paragraph 66, Absatz eins und 5 oder dem Paragraph 69, Abs. 3 zuwider verbreitet, 3. den Vortrag oder die Aufführung eines Werkes der Literatur oder Tonkunst dem Paragraph 66, Abs. 7, Paragraph 69, Absatz 3,, Paragraphen 70, oder 71 zuwider durch Rundfunk sendet oder öffentlich wiedergibt, 4. ein Lichtbild oder einen Schallträger auf eine nach den Paragraphen 74, oder 76 dem Hersteller vorbehaltene Verwertungsart benutzt oder 5. eine Rundfunksendung auf eine nach Paragraph 76, a dem Rundfunkunternehmer vorbehaltene Verwertungsart benutzt, hat, auch wenn ihn kein Verschulden trifft, dem Verletzten, dessen Einwilligung einzuholen gewesen wäre, ein angemessenes Entgelt zu zahlen. (2) Auf ein solches Entgelt besteht aber kein Anspruch, wenn eine Rundfunksendung oder öffentliche Wiedergabe nur deshalb unzulässig gewesen ist, weil sie mit Hilfe von Bild- oder Schallträgern oder Rundfunksendungen vorgenommen worden ist, die nach dem Paragraph 50, Absatz 2,, § 53 Absatz 2,, Paragraph 56, Absatz 3,, Paragraph 66, Absatz 7,, Paragraph 69, Abs. 3, Paragraphen 70, 71, 74, 76, oder 76 a Absatz 2 und 3 dazu nicht verwendet werden durften, und wenn diese Eigenschaft der Bild- oder Schallträger oder Rundfunksendungen ihrem Benutzer ohne sein Verschulden unbekannt gewesen ist." 24. Die Absatz 3 und 4 des Paragraph 87, haben zu lauten: „(3) Wird ein Werk der Literatur oder Kunst unbefugt öffentlich vorgetragen, aufgeführt, vorgeführt oder durch Rundfunk gesendet, der Vortrag oder die Aufführung eines Werkes der Literatur oder Tonkunst dem Paragraph 66, Absatz 7,, Paragraph 69, Abs. 3, Paragraphen 70, oder 71 zuwider durch Rundfunk gesendet oder öffentlich wiedergegeben, ein Lichtbild dem Paragraph 74, zuwider öffentlich vorgeführt oder durch Rundfunk gesendet, ein Schallträger dem Paragraph 76, Absatz 2, oder 4 zuwider zu einer Rundfunksendung oder öffentlichen Wiedergabe

benutzt oder eine Rundfunksendung dem Paragraph 76, a zuwider gesendet oder öffentlich wiedergegeben, so kann der Verletzte, dessen Einwilligung einzuholen gewesen wäre, als Ersatz des ihm schuldhaft zugefügten Vermögensschadens (Absatz eins,), wenn kein höherer Schaden nachgewiesen wird, das Doppelte des ihm nach Paragraph 86, gebührenden Entgeltes begehren. (4) Wird ein Werk der Literatur oder Kunst unbefugt vervielfältigt oder verbreitet, so kann der Verletzte, dessen Einwilligung einzuholen gewesen wäre, auch die Herausgabe des Gewinnes verlangen, den der Schädiger durch den schuldhaften Eingriff erzielt hat. Dasselbe gilt, wenn der Vortrag oder die Aufführung eines Werkes der Literatur oder Tonkunst dem Paragraph 66, Abs. 1 zuwider oder eine Rundfunksendung dem § 76 a zuwider auf einem Bild- oder Schallträger verwertet oder wenn ein Lichtbild dem Paragraph 74, zuwider oder ein Schallträger dem Paragraph 76, zuwider vervielfältigt oder verarbeitet wird." 25. Im Paragraph 95, entfallen die Bezeichnung Absatz eins, und der Absatz 2, 26. Der Paragraph 96, hat zu lauten: „§ 96. Für nicht im Inland erschienene, auch nicht einen Bestandteil oder ein Zugehör einer inländischen Liegenschaft bildende und für im Ausland erschienene Werke ausländischer Urheber (Paragraph 10, Absatz eins,) besteht der urheberrechtliche Schutz nach Maßgabe von Staatsverträgen oder unter der Voraussetzung der Gegenseitigkeit; der Bundesminister für Justiz ist ermächtigt, im Bundesgesetzblatt kundzumachen, daß und allenfalls wieweit die Gegenseitigkeit nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften des fremden Staates verbürgt ist." 27. Im Absatz eins, des Paragraph 97, tritt an die Stelle des Ausdrucks „§ 66 Absatz 1 bis 3" der Ausdruck „§ 66 Absatz eins und 5, 28. Der Absatz 2, des Paragraph 97, entfällt. 29. Der Absatz 3, des Paragraph 97,, der die Bezeichnung Abs. 2 erhält, hat zu lauten: „(2) Bei Vorträgen und Aufführungen, die im Ausland stattfinden, gelten die Paragraphen 66 bis 72 zugunsten österreichischer Staatsbürger. Ausländer werden bei solchen Vorträgen und Aufführungen nach Maßgabe von Staatsverträgen oder unter der Voraussetzung der Gegenseitigkeit geschützt; der Bundesminister für Justiz ist ermächtigt, im Bundesgesetzblatt kundzumachen, daß und allenfalls wieweit die Gegenseitigkeit nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften des fremden Staates verbürgt ist." 30. Die Überschrift vor dem Paragraph 99, hat zu lauten: „4. Schutz von Schallträgern und Rundfunksendungen". 31. Der Paragraph 99, hat zu lauten:" § 99. (1) Schallträger werden nach Paragraph 76, ohne Rücksicht darauf geschützt, ob und wo sie erschienen sind, wenn der Hersteller österreichischer Staatsbürger ist. (2) Andere Schallträger werden nach Paragraph 76, geschützt, wenn sie im Inland erschienen sind. (3) Nicht im Inland erschienene Schallträger ausländischer Hersteller werden nach Paragraph 76, nach Maßgabe von Staatsverträgen oder unter der Voraussetzung der Gegenseitigkeit geschützt; der Bundesminister für Justiz ist ermächtigt, im Bundesgesetzblatt kundzumachen, daß und allenfalls wieweit die Gegenseitigkeit nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften des fremden Staates verbürgt ist. (4) Auf den durch den Paragraph 76, Absatz 3, gewährten Schutz haben Ausländer jedenfalls nur nach Maßgabe von Staatsverträgen Anspruch." 32. Nach dem Paragraph 99, wird eingefügt: „§ 99 a. Rundfunksendungen, die nicht im Inland ausgestrahlt werden, sind nur nach Maßgabe von Staatsverträgen geschützt." 33. Der Absatz eins, des Paragraph 100, hat zu lauten: „(1) Ausländern, die im Inland keine Hauptniederlassung haben, kommt der Schutz nach den Paragraphen 79 und 80 nur nach Maßgabe von Staatsverträgen oder unter Voraussetzung der Gegenseitigkeit zu; der Bundesminister für Justiz ist ermächtigt, im Bundesgesetzblatt kundzumachen, daß und allenfalls wieweit die Gegenseitigkeit nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften des fremden Staates verbürgt ist." 34. Der Absatz 2, des Paragraph 100, entfällt. 35. Der Absatz 3, des Paragraph 100, erhält die Bezeichnung Absatz 2, 36. In den Absatz eins und 2 des Paragraph 110, tritt an die Stelle je des Ausdrucks „§ 66 Absatz 1 und 2" der Ausdruck „§ 66 Absatz eins, Artikel römisch zwei (1) Dieses Bundesgesetz tritt, soweit es sich auf die Verlängerungen der Schutzfristen bezieht, mit dem 31. Dezember 1972, im übrigen mit dem 1. Juni 1973 in Kraft. (2) Der Artikel römisch eins, Ziffer 2 bis 3 a, 7, 17 a und 20 a gilt auch für die vor dem Inkrafttreten dieses

Bundesgesetzes entstandenen Werke, vorgenommenen Vorführungen und Aufführungen, aufgenommenen Lichtbilder und hergestellten Schallträger, bei denen an diesem Tag die Schutzfrist nach den bisherigen Bestimmungen noch nicht abgelaufen ist. (3) Hat der Urheber (Paragraph 10, Absatz 2, Urheberrechtsgesetz) vor dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes ein Werknutzungsrecht begründet oder eine Werknutzungsbewilligung erteilt, so erstreckt sich diese Verfügung im Zweifel nicht auf den Zeitraum der durch dieses Bundesgesetz bewirkten Verlängerung der Schutzfristen; wer jedoch ein Werknutzungsrecht oder eine Werknutzungsbewilligung gegen Entgelt erworben hat, bleibt gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung zur Werknutzung auch während dieser Verlängerung berechtigt. Dies gilt entsprechend für Verfügungen über die geschützten Rechte an Vorträgen und Aufführungen von Werken der Literatur und der Tonkunst, an Lichtbildern und Schallträgern. (4) Hat der Vortrag oder die Aufführung eines Werkes der Literatur oder Tonkunst vor dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes stattgefunden, so stehen die Verwertungsrechte den im Paragraph 66, Absatz eins und 2 Urheberrechtsgesetz in der bisherigen Fassung genannten Personen zu. (5) Der Artikel römisch eins, Ziffer 18, gilt nicht für eine Rundfunksendung oder öffentliche Wiedergabe, die vor dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes stattgefunden hat. (6) Der Artikel römisch eins, Ziffer 22, gilt nicht für Rundfunksendungen, die vor dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes ausgestrahlt worden sind. (7) Die Absatz eins und 2 des Artikel römisch drei, der Urheberrechtsgesetznovelle 1953, Bundesgesetzblatt Nr. 106, werden aufgehoben. Artikel römisch drei Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist der Bundesminister für Justiz betraut.

Jonas Kreisky Broda