BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2020

Ausgegeben am 16. April 2020

Teil I

26. Kundmachung:

Aufhebung von Bestimmungen des Ärztegesetzes durch den Verfassungsgerichtshof und den Ausspruch des Verfassungsgerichtshofes, dass eine Zeichenfolge in § 117c Abs. 2 Z 1 des Ärztegesetzes 1998 verfassungswidrig war

26. Kundmachung des Bundeskanzlers über die Aufhebung von Bestimmungen des Ärztegesetzes durch den Verfassungsgerichtshof und den Ausspruch des Verfassungsgerichtshofes, dass eine Zeichenfolge in § 117c Abs. 2 Z 1 des Ärztegesetzes 1998 verfassungswidrig war

Gemäß Art. 140 Abs. 5 und 6 B-VG und gemäß § 65 Z 2 in Verbindung mit § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953 – VfGG, BGBl. Nr. 85/1953, wird kundgemacht:

Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 5. März 2020, G 157/2019-16, dem Bundeskanzler zugestellt am 1. April 2020, zu Recht erkannt:

„I. 1.

Folgende Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Ausübung des ärztlichen Berufes und die Standesvertretung der Ärzte (Ärztegesetz 1998 – ÄrzteG 1998), BGBl I Nr. 169/1998, werden als verfassungswidrig aufgehoben:

1.1.

Die Wortfolge „von der Österreichischen Ärztekammer“ im ersten Satz sowie die Wortfolge „der Österreichischen Ärztekammer“ im letzten Satz des § 10 Abs. 8 ÄrzteG 1998 idF BGBl. I Nr. 25/2017;

1.2.

Die Wort- und Zeichenfolge „und 10“ in § 13b Z 2 ÄrzteG 1998 idF BGBl. I Nr. 82/2014;

1.3.

Die Zeichenfolge „10,“ in § 117c Abs. 1 Z 1 ÄrzteG 1998 idF BGBl. I Nr. 82/2014.

2.

Die Aufhebung der Bestimmungen tritt mit Ablauf des 31. März 2021 in Kraft.

3.

Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.

II. 1.

Die Zeichenfolge „10,“ in § 117c Abs. 2 Z 1 ÄrzteG 1998, BGBl. I Nr. 169, idF BGBl. I Nr. 82/2014 war verfassungswidrig.“

Kurz