402. Verordnung des Bundesministers für Inneres, mit der die Verordnung des Bundesministers für Inneres über die Themenbereiche, die Gegenstand der Vertrauenswürdigkeitsprüfung sind (Vertrauenswürdigkeitsprüfungs-Verordnung – VWP-V) erlassen, die Sicherheitsakademie-Bildungsverordnung geändert und die Ausbildungsverordnung Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung aufgehoben wird
Artikel 1
Verordnung des Bundesministers für Inneres über die Themenbereiche, die Gegenstand der Vertrauenswürdigkeitsprüfung sind (Vertrauenswürdigkeitsprüfungs-Verordnung – VWP-V)
Auf Grund des § 2a Abs. 4 des Polizeilichen Staatsschutzgesetzes, BGBl. I Nr. 5/2016, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 102/2020, wird verordnet:Auf Grund des Paragraph 2 a, Absatz 4, des Polizeilichen Staatsschutzgesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 5 aus 2016,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2020,, wird verordnet:
§ 1.Paragraph eins,
Die Vertrauenswürdigkeitsprüfung umfasst die Verarbeitung personenbezogener Daten ausschließlich zu den folgenden Themenbereichen:
zum Bediensteten
Name, Titel und akademischer Grad, Wohnsitz, Staatsbürgerschaft, Geburtsort und -datum, Geschlecht, berufliche Tätigkeit und Nebenbeschäftigung, Ausbildung, religiöse Überzeugung;
Sozialversicherungsnummer, Identitätsdokumente, Familienstand;
Wehrdienstleistungen sowie Wehrersatzdienstleistungen im In- und Ausland;
anhängige gerichtliche Strafverfahren, noch nicht getilgte gerichtliche Verurteilungen und vorbeugende Maßnahmen sowie sonstige strafrechtliche Maßnahmen, jeweils mit Relevanz für den polizeilichen Staatsschutz;
anhängige Verwaltungsstrafverfahren, noch nicht getilgte verwaltungsbehördliche Strafen und verwaltungsbehördliche Maßnahmen, jeweils mit Relevanz für den polizeilichen Staatsschutz;
anhängige Disziplinarverfahren und noch nicht getilgte Disziplinarstrafen, jeweils mit Relevanz für den polizeilichen Staatsschutz;
Kontakte zu Personen, Gruppierungen, Organisationen, Nachrichten- und Geheimdiensten oder Bewegungen, bei denen sich eine Aufgabe auf dem Gebiet des Staatsschutzes stellen könnte;
Aufenthalte in oder Beziehungen zu fremden Staaten, jeweils mit Relevanz für den polizeilichen Staatsschutz;
Vermögensverhältnisse und finanzielle Verbindlichkeiten;
Erkrankungen sowie Abhängigkeiten von Alkohol und Suchtmitteln;
öffentlich sichtbare Nutzung von Online-Diensten, insbesondere Social Media-Plattformen, Internet-Foren oder eigenen Websites,
zu Eltern, Ehegatten, eingetragenem Partner, Lebenspartnern sowie zu mit dem Bediensteten im selben Haushalt lebenden Personen über 18 Jahren die Themenbereiche a), d), g) und h).
§ 2.Paragraph 2,
Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.
Artikel 2
Änderung der Sicherheitsakademie-Bildungsverordnung
Auf Grund des § 11 Abs. 2 und 4 des Sicherheitspolizeigesetzes – SPG, BGBl. Nr. 566/1991, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 105/2019 und die Kundmachung BGBl. I Nr. 113/2019, und des § 2 Abs. 3 Polizeiliches Staatsschutzgesetz – PStSG, BGBl. I Nr. 5/2016, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 102/2020 wird verordnet:Auf Grund des Paragraph 11, Absatz 2 und 4 des Sicherheitspolizeigesetzes – SPG, Bundesgesetzblatt Nr. 566 aus 1991,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 105 aus 2019, und die Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 113 aus 2019,, und des Paragraph 2, Absatz 3, Polizeiliches Staatsschutzgesetz – PStSG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 5 aus 2016,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2020, wird verordnet:
Die Sicherheitsakademie-Bildungsverordnung – SIAK-BV, BGBl. II Nr. 451/2015, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 231/2016, wird wie folgt geändert:Die Sicherheitsakademie-Bildungsverordnung – SIAK-BV, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 451 aus 2015,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 231 aus 2016,, wird wie folgt geändert:
1.Novellierungsanordnung 1, In § 1 Abs. 2 wird nach Z 2 folgende Z 3 eingefügt:In Paragraph eins, Absatz 2, wird nach Ziffer 2, folgende Ziffer 3, eingefügt:
Ausbildung gemäß § 2 Abs. 3 PStSG;“Ausbildung gemäß Paragraph 2, Absatz 3, PStSG;“
2.Novellierungsanordnung 2, Dem § 8 wird folgender Abs. 4 angefügt:Dem Paragraph 8, wird folgender Absatz 4, angefügt:
„(4)Absatz 4,§ 1 Abs. 2 Z 3 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 402/2020 tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.“Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 3, in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 402 aus 2020, tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.“
Artikel 3
Aufhebung der Ausbildungsverordnung Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung
Auf Grund des § 2 Abs. 3 des Polizeilichen Staatsschutzgesetzes – PStSG, BGBl. I Nr. 5/2016, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 102/2020, wird verordnet:Auf Grund des Paragraph 2, Absatz 3, des Polizeilichen Staatsschutzgesetzes – PStSG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 5 aus 2016,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2020,, wird verordnet:
Die Verordnung des Bundesministers für Inneres über die spezielle Ausbildung für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (Ausbildungsverordnung Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung – AusbV-VT), BGBl. II Nr. 170/2016, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 104/2018, tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung außer Kraft.Die Verordnung des Bundesministers für Inneres über die spezielle Ausbildung für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (Ausbildungsverordnung Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung – AusbV-VT), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 170 aus 2016,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 104 aus 2018,, tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung außer Kraft.
Nehammer