BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2019

Ausgegeben am 24. April 2019

Teil römisch eins

30. Bundesgesetz:

Änderung des Rezeptpflichtgesetzes

 

Nationalrat:, Gesetzgebungsperiode römisch 26 Regierungsvorlage 503 Ausschussbericht 539 Sitzung 66. Bundesrat:, Ausschussbericht 10141 Sitzung 891.)

30. Bundesgesetz, mit dem das Rezeptpflichtgesetz geändert wird

Der Nationalrat hat beschlossen:

Das Rezeptpflichtgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 413 aus 1972,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 162 aus 2013, und die Bundesministeriengesetz-Novelle 2017, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 164 aus 2017,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Paragraph 3, Absatz eins, Litera h, lautet, folgende Litera i, wird angefügt:

  1. Litera h
    die Unterschrift oder qualifizierte elektronische Signatur des/der Verschreibenden, oder
  2. Litera i
    eine elektronische Signatur oder fortgeschrittene elektronische Signatur gemäß der Verordnung (EU) Nr. 910 aus 2014, über die elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG, Amtsblatt Nummer L 257 vom 28. August 2014 Seite 73 (eIDAS-VO) für elektronische Rezepte, wenn ausschließlich ein dem Stand der Technik entsprechendes abgesichertes Netzwerk gemäß Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer eins, des Gesundheitstelematikgesetzes 2012 (GTelG 2012) verwendet wird und für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen die eindeutige Identität (Paragraph 2, Ziffer 2, E-GovG) des/der Verschreibenden festgestellt werden kann.“

Novellierungsanordnung 2, Nach Paragraph 3, Absatz 3, wird folgender Absatz 4, angefügt:

  1. Absatz 4,Elektronische Signaturen im Sinne des Absatz eins, Litera i, haben die Rechtswirkung einer eigenhändigen Unterschrift.“

Novellierungsanordnung 3, Paragraph 3 a, Absatz eins, Litera g, lautet, folgende Litera h, wird angefügt:

  1. Litera g
    die Unterschrift oder qualifizierte elektronische Signatur des/der Verschreibenden, oder
  2. Litera h
    eine elektronische Signatur oder fortgeschrittene elektronische Signatur gemäß der eIDAS-VO für elektronische Rezepte, wenn ausschließlich ein dem Stand der Technik entsprechendes abgesichertes Netzwerk gemäß Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer eins, des Gesundheitstelematikgesetzes 2012 (GTelG 2012) verwendet wird und für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen die eindeutige Identität (Paragraph 2, Ziffer 2, E-GovG) des/der Verschreibenden festgestellt werden kann.“

Novellierungsanordnung 4, Nach Paragraph 3 a, Absatz 2, wird folgender Absatz 3, angefügt:

  1. Absatz 3,Elektronische Signaturen im Sinne des Absatz eins, Litera h, haben die Rechtswirkung einer eigenhändigen Unterschrift.“

Novellierungsanordnung 5, Nach Paragraph 8, Absatz 10, wird folgender Absatz 11, angefügt:

  1. Absatz 11,Paragraph 3, Absatz eins, Litera h und i sowie Absatz 4 und Paragraph 3 a, Absatz eins, Litera g und h sowie Absatz 3, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 30 aus 2019, treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.“

Van der Bellen

Kurz