BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2019

Ausgegeben am 27. Dezember 2019

Teil I

113. Kundmachung:

Aufhebung des § 54 Abs. 4b und des § 57 Abs. 2a des Sicherheitspolizeigesetzes, des § 98a Abs. 2 erster Satz der Straßenverkehrsordnung 1960 und des § 134 Z 3a und des § 135a der Strafprozeßordnung 1975 durch den Verfassungsgerichtshof

113. Kundmachung der Bundeskanzlerin über die Aufhebung des § 54 Abs. 4b und des § 57 Abs. 2a des Sicherheitspolizeigesetzes, des § 98a Abs. 2 erster Satz der Straßenverkehrsordnung 1960 und des § 134 Z 3a und des § 135a der Strafprozeßordnung 1975 durch den Verfassungsgerichtshof

Gemäß Art. 140 Abs. 5 und 6 B-VG und gemäß § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953 – VfGG, BGBl. Nr. 85/1953, wird kundgemacht:

Der Verfassungsgerichtshof hat mit am 11. Dezember 2019 mündlich verkündetem Erkenntnis, G 72-74/2019-48, G 181-182/2019-18, der Bundeskanzlerin zugestellt am 23. Dezember 2019, zu Recht erkannt:

„I.

§ 54 Abs. 4b und § 57 Abs. 2a des Bundesgesetzes über die Organisation der Sicherheitsverwaltung und die Ausübung der Sicherheitspolizei (Sicherheitspolizeigesetz – SPG), BGBl. Nr. 566/1991, idF BGBl. I Nr. 29/2018 sowie § 98a Abs. 2 erster Satz des Bundesgesetzes vom 6. Juli 1960, mit dem Vorschriften über die Straßenpolizei erlassen werden (Straßenverkehrsordnung 1960 – StVO 1960), BGBl. Nr. 159/1960, idF BGBl. I Nr. 29/2018 werden als verfassungswidrig aufgehoben.

II.

Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.

III.

§ 134 Z 3a und § 135a der Strafprozeßordnung 1975 (StPO), BGBl. Nr. 631/1975, idF BGBl. I Nr. 27/2018 werden als verfassungswidrig aufgehoben.“

Bierlein