Anlage

Lehrplan für den Katholischen Religionsunterricht an Allgemeinen Sonderschulen

Bildungs- und Lehraufgabe 1. Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung

Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in besonderer Weise ihren Auftrag zur Mitwirkung an der religiösen Bildung (Artikel 14, Absatz 5 a, B-VG und Paragraph 2, SchOG) in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes. Dieser versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule. Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst.

Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die entsprechend dem christlichen Menschenbild davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.

Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt seinen Standpunkt aus der Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition. Ökumenische und interreligiöse Anliegen sollen nach Möglichkeit Berücksichtigung finden und so ein gelebtes Zeichen des Dialogs zwischen Konfessionen und Religionen sein.

Der Religionsunterricht stellt sich bewusst – und durchaus kritisch gegenüber jeder ökonomistischen Instrumentalisierung von Bildung – in den Zusammenhang europäischer Bildungsaufgaben für Menschenrechte und ein Zusammenleben in Vielfalt.

2. Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts

Inhalt des Religionsunterrichtes ist sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.

Zugleich werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Er geht aus Respekt vor ihrer Person auch auf die Besonderheiten ihres biographischen Kontexts mit seinen Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen ein.

Der katholische Religionsunterricht fördert religiöse Kompetenz. Schülerinnen und Schüler erwerben diese durch die erfahrungsbezogene Auseinandersetzung mit

3. Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen.

Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft und in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren, sowie entsprechende Werthaltungen einzuüben und aus christlicher Sicht zu reflektieren. Das bedeutet beispielsweise, sie zu Einspruch und Widerspruch dort zu bestärken, wo Menschen in ihrer Würde gedemütigt, verletzt und herabgesetzt werden. Der Religionsunterricht trägt dazu bei, dass bestehende Barrieren bewusstgemacht und abgebaut werden.

4. Stellung des Religionsunterrichts an der Allgemeinen Sonderschule

Der Religionsunterricht an der Allgemeinen Sonderschule ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule. Als Pflichtgegenstand leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Allgemein- und zur Persönlichkeitsbildung, zur Stärkung und Entwicklung der eigenen Identität durch die Erschließung des Lebens aus der christlichen Perspektive. Er ermöglicht Sinnfindung angesichts von Lernbeeinträchtigung, fördert die Wahrnehmungs- und Entscheidungsfähigkeit und eröffnet den Schülerinnen und Schülern mit ihren je unterschiedlichen Lebens- und Lernsituationen positive Lebensperspektiven.

Der Religionsunterricht lädt ein, aus christlichen Wurzeln zu leben, eine persönliche Spiritualität zu entwickeln und den Glauben in unterschiedlichen Ausdrucksformen zu feiern. Durch das Ernstnehmen persönlicher Anliegen und Probleme erfahren Schülerinnen und Schüler Wertschätzung und Ermutigung angesichts vieler Situationen von Versagen und Enttäuschungen. Das Angenommensein des Individuums in seiner Einzigartigkeit als Geschöpf Gottes bildet die Grundlage für ethisches und moralisches Denken und Verhalten.

Vor allem sensibilisiert der Religionsunterricht an der Allgemeinen Sonderschule dafür, dass es menschliche Erfahrungsfelder gibt, die mit den Kategorien von Leistung und Erfolg allein nicht zu erfassen sind.

5. Katholischer Religionsunterricht und Schulentwicklung 5.1 Allgemein

Der katholische Religionsunterricht trägt seit langem sinnvolle pädagogische Entwicklungen der österreichischen Schule mit. Zugleich haben religionspädagogische Theorie und Praxis auch manche pädagogischen Entwicklungen erfolgreich angestoßen, wie zum Beispiel den professionellen Blick auf „Schulkultur“ als Frage nach einem pädagogisch angemessenen Umgang mit Differenz, insbesondere in religiös und kulturell pluralen Kontexten.

Im vorliegenden Lehrplan wird den Grundsätzen von Kompetenzorientierung Rechnung getragen. Aus theologischer Sicht bringt ein differenziert verstandener Kompetenzbegriff einen Mehrwert für den Religionsunterricht. Denn die Bestimmung von Kompetenz als Wissen, Können und Wollen umfasst den ganzen Menschen. Christliche Religion zielt darauf ab, das Geglaubte vor dem Forum der Vernunft zu überprüfen (Wissen), die Welt handelnd zu gestalten (Können) und zugleich auf die Intentionen des Menschen zu setzen (Wollen). Religiöse Kompetenz hat einen unaufgebbaren Bezug zum Leben.

In diesem Zusammenhang kommt dem Religionsunterricht aber auch die Aufgabe eines kritischen Korrektivs in der Schule zu, indem er darauf besteht, dass es in der Schule nicht bei der Förderung funktional wertvoller Fähigkeiten und Fertigkeiten bleiben kann. Menschen gehen nicht in ihren Kompetenzen und Leistungen auf, sondern besitzen Eigenwert und spezifische Würde. Durch diese Kultur der vorgängigen Anerkennung kann Schule zu einem förderlichen Lebensraum für alle werden.

5.2 Beitrag des Religionsunterrichtes an der Allgemeinen Sonderschule

Der katholische Religionsunterricht leistet auf dem Hintergrund der christlichen Botschaft einen eigenständigen Beitrag zu den wesentlichen Aufgaben der Schule:

Individuelle Förderpläne sind im Religionsunterricht zu berücksichtigen.

Mit seinem spezifischen Beitrag zur religiös-ethisch-philosophischen Bildungsdimension unterstützt der konfessionelle Religionsunterricht grundlegend alle Aufgabenbereiche der Schule: Wissensvermittlung im Bereich der christlichen Religion, Sprache und Kommunikation, Mensch und Gesellschaft, Natur und Technik, Kreativität und Gestaltung sowie Gesundheit und Bewegung.

Den Kindern und Jugendlichen soll nach Möglichkeit eine der Volksschule und der Sekundarstufe römisch eins entsprechende Bildung vermittelt werden.

6. Didaktische Grundsätze 6.1. Allgemeine didaktische Grundsätze

Die allgemeinen didaktischen Grundsätze des Lehrplans für die Allgemeine Sonderschule gelten auch für den Religionsunterricht:

Es sind verschiedene Lernformen zu ermöglichen: Es soll zu bewusstem, selbstständigem, zielorientiertem Lernen hingeführt werden (Lernen im Spiel, offenes Lernen, projektorientiertes Lernen, entdeckendes Lernen, informierendes Lernen, wiederholendes und übendes Lernen).

Für einen fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterricht gilt, dass den Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, sich Wissen in größeren Zusammenhängen selbstständig aneignen zu können. Dabei erfolgt eine Bündelung von allgemeinen und fachspezifischen Zielen unter einem speziellen Blickwinkel. Folgende Aspekte sind von besonderer Bedeutung: Soziales Lernen, Gesundheitserziehung und Suchtprävention, Leseerziehung, Medienerziehung, Musische Erziehung, Politische Bildung, Interkulturelles Lernen, Sexualerziehung, Sprecherziehung, Erziehung zum Umweltschutz, Verkehrserziehung, Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt, Wirtschaftserziehung, Erziehung zur Anwendung neuer Technologien, Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern (siehe Lehrplan für die Allgemeine Sonderschule in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 137 aus 2008,, Pkt 4).

6.2. Religionsdidaktische Grundsätze

Die besondere Gestalt des katholischen Religionsunterrichts spiegelt sich darüber hinaus in seinen speziellen religionsdidaktischen Grundsätzen. Sie dienen einem lebendigen katholischen Religionsunterricht und sind den beiden folgenden Prinzipien verpflichtet:

Das Prinzip der wechselseitigen Erschließung von Glaube und Leben, konkreter Situation und christlicher Tradition im Sinn „der doppelten Treue, der Treue zu Gott und der Treue zu den Menschen“, wie es in Catechesi Tradendae (Nr. 55) festgehalten ist, bleibt als Korrelationsprinzip eine gültige Grundlage für den Religionsunterricht.

In gleicher Weise ist aber auch das Prinzip des „Ganzen im Fragment“ als Leitmotiv religionsdidaktischer Praxis leitend. Wenngleich das konkrete Unterrichtsgeschehen elementarisiert und exemplarisch ist, bleibt der Blick immer zugleich auf das Ganze des Lebens und des Glaubens gerichtet.

7. Art und Gliederung des Lehrplans

Der Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule umfasst acht Schulstufen, welche in die Grundstufe römisch eins, die Grundstufe römisch zwei und die Sekundarstufe römisch eins gegliedert sind. Im Sinne des Prinzips der Integration bzw. Inklusion sind die Grundstufe römisch eins und römisch zwei an der Struktur des Volksschullehrplans und die Oberstufe an der Struktur des Lehrplans für die Sekundarstufe römisch eins ausgerichtet. Der Lehrplan des Berufsvorbereitungsjahres orientiert sich am Lehrplan für Polytechnische Schulen.

Der Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Entscheidungsfreiräume hinsichtlich der zeitlichen Verteilung, der Konkretisierung und Strukturierung der Lehrinhalte sowie vor allem ihrer Erweiterung. Die angeführten Bibelstellen sind dabei als exemplarische Hinweise zu verstehen.

Zudem ist es in begründeten Fällen möglich, Themenfelder auch zwischen den Klassen zu verschieben. Der Lehrplan ist als Planungskonzept angelegt, das ermöglicht, auf den individuellen Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen einzugehen.

7.1 Grundstufe römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe)

In der Grundstufe römisch eins und römisch zwei werden – in Analogie zum Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Volksschulen – zehn Kompetenzen religiöser Bildung, die sich in der Auseinandersetzung mit Inhalten des katholischen Religionsunterrichts bilden, in einem Raster (Deutungsrahmen) systematisiert. Kompetenzen sind ein Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen, das zur Bewältigung bestimmter Anforderungen befähigt.

Kompetenz-dimensionen

Anforderungs-bereiche von Religion

Wahr-nehmen und beschreiben

(Perzeption)

Verstehen und deuten

(Kognition)

Gestalten und handeln

(Performanz)

Kommunizieren und (be)urteilen

(Interaktion)

Teilhaben und entscheiden

(Partizipation)

Menschen und ihre Lebens-orientierung

Gelehrte und gelebte Bezugs-religion

Religion in Gesellschaft und Kultur

Religiöse und weltanschau-liche Vielfalt

Das eigene Selbst- und Weltverständnis sowie den persönlichen Glauben wahrnehmen und zum Ausdruck bringen.

Widerfahrnisse des Lebens im Licht christlicher Hoffnung wahrnehmen.

Texte der Heiligen Schrift, Gebete und Glaubensinhalte der eigenen Konfession/Religion kennen und mit der eigenen Lebenssituation in Beziehung setzen.

Die Bedeutung Jesu und Leitmotive des Christentums entdecken.

Ethische Grundsätze kennen und christlich begründete Handlungsentwürfe beschreiben.

Kirchenräume erkunden sowie die wichtigsten christlichen Feste beschreiben und mitgestalten.

Religiös begründete Werte kennen und ihre Bedeutung in Konfliktsituationen abschätzen.

Religiöse Motive aus Geschichte und Gegenwart in Medien, Kunst und Kultur entdecken.

Eine wertschätzende Gesprächskultur entwickeln.

Vielfalt in Europa als Bereicherung und Herausforderung entdecken.

Diesen Kompetenzen werden von der 1. bis zur 4. Schulstufe zentrale religiös relevante Inhalte zugeordnet. Die Anzahl der Inhalte, die den Kompetenzen zugeordnet sind, ist unterschiedlich. Diese angeführten Inhalte dienen dem Erwerb der Kompetenzen. Sie sind unter einem doppelten Aspekt formuliert: Sie schaffen für die theologisch gebildete Lehrkraft Klarheit und machen die Lebensrelevanz des Inhalts sowie den Bezug zum Ganzen des Lebens und des Glaubens deutlich.

Beispiel

3

Kompetenz 3

Texte der Heiligen Schrift, Gebete und Glaubensinhalte der eigenen Konfession/Religion kennen und mit der eigenen Lebenssituation in Beziehung setzen.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Welt und Mensch verdanken sich Gott

(Gen 1-2,4a: Gott in der Schöpfung loben)

Gott führt und begleitet mich

(Gen 12-24:

Abraham, Vater des Glaubens)

Gott geht mit dir alle Wege; er schenkt Zukunft

(Gen 37-50: Josef und seine Brüder)

Gott befreit

(Mose und das Volk Israel – Ex in Auswahl)

„Wie ein guter Vater für seine Kinder sorgt“

Das Kreuzzeichen

Kreuz – Zeichen des Segens

(Lk 1,1-4: Jesus lehrt beten; Vater Unser)

„Wie ich (mit anderen) beten kann“

(Mt 7,7-12: Vom Vertrauen beim Beten)

„Wie eine gute Mutter für ihre Kinder da ist“

(Lk, 1,26-36:

„Gegrüßet seist du Maria“; die Verheißung der Geburt Jesu)

„Was mich im Leben trägt“

Das apostolische Glaubensbe-kenntnis

Die sieben Sakramente

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler entdecken biblische Gottesbilder und spüren ihren eigenen anhand von ausgewählten Bibeltexten nach.

Sie kennen die wichtigen Gebete und sind mit den Sakramenten der Kirche in ihrer Bedeutung für das menschliche Leben vertraut.

Die Inhalte sind mit den Schulstufen aufsteigend sinnlogisch aufgebaut. Im ausgewählten Beispiel (Kompetenz 3) bilden in der oberen Reihe zentrale biblische Aussagen über Gott, in der unteren Reihe die zentralen christlichen Gebete zusammen mit den Sakramenten einen roten Faden.

Die Bildungsstandards sind der Bezugspunkt für die Formulierung kompetenzorientierter Aufgaben. Pro Kompetenz wurden je zwei Bildungsstandards benannt. Vorliegende Bildungsstandards sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt normative, auch aus der Erfahrung angenommene, Festlegungen. Sie konkretisieren Unterrichtsziele, indem sie die Kompetenzen und Wissensbestände ausweisen. Sie sind in der Folgezeit daraufhin zu überprüfen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler auf der Basis eines kompetenzorientierten Unterrichts realistisch entwickeln können. Die Wege zur Erreichung der Bildungsstandards sind zwar durch die Inhalte konkretisiert, eröffnen aber auch Freiräume besonders im Blick auf die Rahmenbedingungen für das Lernen an Allgemeinen Sonderschulen.

7.2 Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe)

Das Kompetenzmodell für den katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe römisch eins beinhaltet prozessbezogene Kompetenzbereiche und inhaltsbezogene Kompetenzdimensionen. Die Kompetenzbereiche werden in der Sekundarstufe römisch eins durch die Buchstaben A bis E gekennzeichnet und den schulstufenspezifischen Kompetenzen zugeordnet. Dadurch wird verdeutlicht, auf welche Kompetenzbereiche bei der jeweiligen schulstufenspezifischen Kompetenz der Schwerpunkt zu legen ist.

Wahrnehmen und beschreiben (A)

Sensibel werden für die Vielfalt religiöser Ausdrucksformen

Religion äußert sich in Gebet, Feier, Riten, Sprache, Gesang, Malerei, religiöser Argumentation, sozialem Engagement und vielem mehr. Der Religionsunterricht fördert das Wahrnehmungslernen, sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche religiöse Ausdrucksformen und gibt ihnen angemessenen Raum.

Spirituelle Wege entdecken

Menschen suchen nach Orientierung und tragfähigen spirituellen Lebensmodellen. Vom differenzierten Wahrnehmen der spirituellen Traditionen christlichen Glaubens in der Liturgie, in den lebensbegleitenden Sakramenten, unterschiedlichen christlichen Lebensformen, in den vielfältigen Formen des Gebets führt der Religionsunterricht in das Geheimnis christlichen Glaubens ein.

Verstehen und deuten (B)

Den Glauben reflektieren

Im Theologisieren wird Sprache für Religiöses gefunden, der Glaube reflektiert und existentiellen Fragen Raum gegeben. Dabei sind die Inhalte christlichen Glaubens ein wesentlicher Teil des Religionsunterrichts und fördern das Fragen. Die große Bedeutung von Religion im Leben von Menschen gibt dem Kennenlernen der großen Erzählungen vom gelingenden und angefochtenen Leben im Religionsunterricht ihren besonderen Wert, gerade auch im Blick auf biblische Texte. Gelebte Religion bedarf des Wissens und der Reflexion dessen, was man glaubt.

An Biographien lernen

Biographische Orientierung ermöglicht ein Lernen an Modellen. Biblische Gestalten, Heilige, aber auch Heldinnen und Helden des Alltags zeigen einen Blick auf die Vielfalt glaubwürdig gelebten Christseins.

Gestalten und handeln (C)

Mitwelt gestalten

Aufbauend auf christlichen Werten befähigt die Gewissensbildung zu ethischem Lernen, zu konstruktivem Umgang mit Konflikten, Krisen, Schuld und Sünde; gibt Orientierung, stärkt die Frustrationstoleranz und wirkt Gemeinschaft stiftend. Der Religionsunterricht fördert die Ehrfurcht der Schülerinnen und Schüler vor dem Leben, ermutigt zu umfassendem Frieden, zum Einsatz für Gerechtigkeit in der globalisierten Welt und zeigt Handlungsoptionen zur Bewahrung der Schöpfung auf.

Religiöse Ausdrucksformen kultivieren

Auch der religiöse Zugang zur Welt hängt wesentlich von der Sprachfähigkeit ab. Der Religionsunterricht erschließt Sinn durch Sinne und fördert Loben, Danken, Staunen, Klagen, Bitten und Feiern in ihren vielfältigen Formen. Dadurch fördert der Religionsunterricht die umfassende Ausdrucksfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, auch in spielerischer Weise. Im Blick auf die Tiefendimension des Lebens können sie etwas vom Geheimnis Gottes und des Menschen erahnen und mit anderen darüber in Austausch treten.

Kommunizieren und (be)urteilen (D)

Über Differenzen ins Gespräch kommen

Schule, Schülerinnen und Schüler lernen, mit der Vielfalt von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Begabungen umzugehen. Katholischer Religionsunterricht sieht diese Vielfalt als Chance und Reichtum. Er fördert eine ökumenische Grundhaltung und Toleranz gegenüber Menschen anderen Glaubens und anderer Überzeugungen, was gegebenenfalls auch Auseinandersetzung und Widerspruch in der Sache einschließt.

Religiöse und ethische Vorstellungen bewerten

Europa und seine religiös-weltanschauliche Vielfalt verlangen Orientierung. Der Religionsunterricht fördert die Urteilskompetenz bezüglich religiöser und ethischer Vorstellungen. Die religiösen Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler werden beachtet und geachtet. Sie sind bevorzugter Ort für begründete Kommunikation, kritische Auseinandersetzung und produktive Weiterentwicklung religiösen Lernens.

Teilhaben und entscheiden (E)

Religiöse Praxis kennenlernen

Schulpastoral und Religiöse Übungen (Paragraph 2 a, RelUG) erweitern den Religionsunterricht. Dieser lädt ein zum kirchlichen Leben mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Beteiligung: in der Pfarrgemeinde, in der Liturgie und in der Verkündigung, im Umfeld der Caritas, in Kinder- und Jugendgruppen. Die Erfahrung eigener Beteiligung – auch im Unterricht – und ihre Reflexion ermöglichen Orientierung und Beheimatung.

Eigene Wege finden

Religion und Bildung wollen die Person stärken. Der Religionsunterricht unterstützt Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einem gelingenden Leben und bietet Hilfe für gelingendes Mensch- und Christsein. Es geht ihm daher auch um eine Fragekultur, um Ermutigung bei Suchbewegungen des Denkens, des Handelns und um die Unterstützung beim Finden des persönlichen Lebensweges. Die biographische Reflexion, die Orientierung an Vorbildern und die Begegnung mit verschiedenen Formen der Verwirklichung des Christseins stehen im Vordergrund.

Für die 5. – 8. Schulstufe werden – in Analogie zum Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe römisch eins – sieben Kompetenzen religiöser Bildung, die sich in der Auseinandersetzung mit Inhalten des katholischen Religionsunterrichtes bilden, in einem Raster (Deutungsrahmen) systematisiert.

Kompetenz-dimensionen

Anforderungs-bereiche von Religion

Wahr-nehmen und beschreiben

(Perzeption)

Verstehen und deuten

(Kognition)

Gestalten und handeln

(Performanz)

Kommunizieren und (be)urteilen

(Interaktion)

Teilhaben und entscheiden

(Partizipation)

Menschen und ihre Lebens-orientierung

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Religion in Gesellschaft und Kultur

Religiöse und weltanschau-liche Vielfalt

Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen, sich im Geiste Jesu mit ihnen auseinandersetzen sowie Toleranz und Wertschätzung üben.

Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen können, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinandersetzen können, diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist setzen können.

Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen sowie sich mit der befreienden Botschaft des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu in Beziehung setzen.

Den Menschen und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, sich als Geschöpf und die Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortlichkeit begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten.

Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt beschreiben und interpretieren können, religiöse Ausdrucksformen erklären können, mit den Sakramenten vertraut sein.

Die eigene Würde und die anderer wertschätzen, sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren können.

Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Bereicherung des Lebens verstehen, am kirchlichen Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen teilhaben können.

7.3 Berufsvorbereitungsjahr an Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder)

Der Lehrplan für das Berufsvorbereitungsjahr ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Entscheidungsfreiräume hinsichtlich der Auswahl, der Gewichtung und der zeitlichen Verteilung der Lehrinhalte und Lernziele sowie hinsichtlich der Festlegung der Unterrichtsmethoden und -mittel nach verschiedenen didaktischen Gesichtspunkten. Die Kompetenzen religiöser Bildung orientieren sich am Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Polytechnischen Schulen.

8. Kompetenzen und exemplarische Inhalte für die Grundstufe römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe)

Anforderungsbereich Menschen und ihre Lebensorientierung Kompetenz 1-2

1

Kompetenz 1

Das eigene Selbst- und Weltverständnis sowie den persönlichen Glauben wahrnehmen und zum Ausdruck bringen.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Wer ich für andere bin – wer ich für Jesus bin

(Mk 10,13-16:

Jesus segnet die Kinder

Num 6,22-27: Einander segnen und zum Segen werden)

Meine Vorstellungen und Bilder von Gott

Meine großen Fragen – die großen Fragen der Menschen

Was mir heilig ist

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Sehnsucht nach Geborgenheit sowie ihren persönlichen Glauben wahr.

In der Auseinandersetzung mit den Fragen des Lebens bringen sie das für sie Bedeutsame zum Ausdruck.

Anforderungsbereich Menschen und ihre Lebensorientierung Kompetenz 1-2

2

Kompetenz 2

Widerfahrnisse des Lebens im Licht christlicher Hoffnung wahrnehmen.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Erfahrungen von Licht und Dunkel, Freud und Leid in meinem Leben und in der Welt

(Hl. Martin,

Hl. Nikolaus,

Hl. Barbara;

Lk 2,1-20: Jesus, das Licht Gottes kommt in die Welt)

Durch den Tod zum Leben – Jesus besiegt den Tod

(Mt 28,9-10:

Die Erscheinung des Auferstandenen vor den Frauen)

Wen Jesus selig preist

(Mt 5, 1-12: Die Seligpreisungen)

Glück und Unglück im Leben

Hoffen über den Tod hinaus

(Ps 22; Ps 130;

Joh 20,24-29: Thomas begegnet dem Auferstandenen)

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler können Glück und Unglück, Enttäuschungen und Hoffnungen in ihrem Leben wahrnehmen.

Sie können ihre Lebenserfahrungen zu den Seligpreisungen und zur Auferstehung Jesu in Beziehung setzen.

Anforderungsbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion Kompetenz 3-6

3

Kompetenz 3

Texte der Heiligen Schrift, Gebete und Glaubensinhalte der eigenen Konfession/Religion kennen und mit der eigenen Lebenssituation in Beziehung setzen.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Welt und Mensch verdanken sich Gott

(Gen 1-2,4a: Gott in der Schöpfung loben)

Gott führt und begleitet mich

(Gen 12-24:

Abraham, Vater des Glaubens)

Gott geht mit dir alle Wege; er schenkt Zukunft

(Gen 37-50: Josef und seine Brüder)

Gott befreit

(Mose und das Volk Israel – Ex in Auswahl)

„Wie ein guter Vater für seine Kinder sorgt“

Das Kreuzzeichen

Kreuz – Zeichen des Segens

(Lk 1,1-4: Jesus lehrt beten; Vater Unser)

„Wie ich (mit anderen) beten kann“

(Mt 7,7-12: Vom Vertrauen beim Beten)

„Wie eine gute

Mutter für ihre

Kinder da ist“

(Lk, 1,26-36: „Gegrüßet seist du Maria“; die Verheißung der Geburt Jesu)

„Was mich im Leben trägt“

Das apostolische Glaubensbe-kenntnis

Die sieben Sakramente

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler entdecken biblische Gottesbilder und spüren ihren eigenen anhand von ausgewählten Bibeltexten nach.

Sie kennen die wichtigen Gebete und sind mit den Sakramenten der Kirche in ihrer Bedeutung für das menschliche Leben vertraut.

Anforderungsbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion Kompetenz 3-6

4

Kompetenz 4

Die Bedeutung Jesu und Leitmotive des Christentums entdecken.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

„Ich bin Gott wichtig“

(Ps 8: Die Herrlichkeit des Schöpfers – die Würde des Menschen

Ps 139: Gott hat jeden Menschen wunderbar

gemacht)

„Jesus schenkt Versöhnung“

Das Sakrament der Versöhnung

(Lk 15,11-32:

Der barmherzige Vater)

„Jesus bringt Erlösung und Versöhnung“

Kreuzweg

(Lk 22-23 : Leidensgeschichte in Auswahl)

„Wer ist dieser Jesus?“

(Mt 8,23-27:

Der Sturm auf dem See;

Mt 14,13-21:

Die Speisung der Fünftausend;

Joh 13,1-15: Fußwaschung – Jesus setzt Zeichen der Liebe;

Lk 3,21-23: Die Taufe Jesu – Zusage Gottes)

„Jesus ruft mich beim Namen“

Taufe

(Lk 19,1-10: Zachäus)

„Wir begegnen Jesus und feiern“

Eucharistie

(Lk 22,14-20: Das letzte Abendmahl;

Lk 24,13-35: Die Emmausjünger erkennen den Auferstandenen)

„Jesus heilt“

(Mk 10, 46-52;

Lk 5,17-26: Jesus heilt Menschen)

„Jesus erzählt vom Reich Gottes“

(Mt 13,31-32: Das Gleichnis vom Senfkorn;

Mt 13,44-46: Die Gleichnisse

vom Schatz und von der Perle)

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler entdecken Wort und Tat Jesu als Hoffnung für ihr Leben und sind mit ausgewählten Gleichnis- und Wundererzählungen vertraut.

Sie kennen die Bedeutung von Taufe, Buße und Eucharistie.

Anforderungsbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion Kompetenz 3-6

5

Kompetenz 5

Ethische Grundsätze kennen und christlich begründete Handlungsentwürfe beschreiben.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Verantwortung – für Tier und Umwelt

(Hl. Franziskus -

der Sonnengesang: Die Schöpfung achten und bewahren)

Verantwortung – für Mitmenschen und Frieden

(Lk 10, 25 -37: Der barmherzige Samariter als Beispiel)

Verantwortung – Caritas für Gerechtigkeit – gegen Armut und Unrecht

(Mt 25,31-40:

Werke der Barmherzigkeit)

Verantwortung – für Mitmenschen, Gemeinschaft und mich selbst

(Mk 12,28-34:

Die Frage nach dem wichtigsten Gebot;

Mk 4,1-9: Das Gleichnis vom Sämann)

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben ethisch relevante Probleme ihrer Lebenswelt.

Sie kennen ausgewählte biblische Texte zu gelebter Verantwortung.

Anforderungsbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion Kompetenz 3-6

6

Kompetenz 6

Kirchenräume erkunden sowie die wichtigsten christlichen Feste beschreiben und mitgestalten.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Der Kirchenraum – Ort des Heiligen

Aufbau und Bedeutung der Heiligen Messe

(Mt 18,20: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind)

Die Pfarre – lebendige Gemeinschaft

Dienste und Ämter in der Kirche

Beauftragung

Weihe

Das Kirchenjahr – Advent und Weihnachten feiern

(Lk 2,1-20: Jesus, das Licht Gottes, kommt in die Welt)

Das Kirchenjahr – Ostern feiern

(Lk 24,1-12:

Die Frauen und Petrus am leeren Grab)

Das Kirchenjahr – Pfingsten feiern

(Apg 2,1-4: Gottes Geist als treibende Kraft – das Pfingstereignis)

Den Sonntag als Zeit der Begegnung mit Gott und den Menschen feiern

Das Kirchenjahr im Überblick

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler wissen sich zum pfarrlichen Leben eingeladen und kennen den Aufbau der Heiligen Messe sowie die Dienste und Ämter in der Kirche.

Sie erleben den Kirchenraum, kennen die Bedeutung des Sonntags, sind mit dem Kirchenjahr vertraut und können an seinen Festen in angemessener Weise teilnehmen.

Anforderungsbereich Religion in Gesellschaft und Kultur Kompetenz 7-8

7

Kompetenz 7

Religiös begründete Werte kennen und ihre Bedeutung in Konfliktsituationen abschätzen.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

„Worauf ich mich verlassen kann“

Treue

„Ich bin weltweit mit anderen Menschen verbunden“

Gemeinschaft

„Auf die Geringsten schauen“

Barmherzigkeit

„Ich stehe für Gerechtigkeit“

Zivilcourage

„Gottes neue Welt suchen“

Frieden

(Jes 49,16a:

Geborgen in Gottes Hand)

„Einander trauen können“

Wahrhaftigkeit

(Mt 26, 69-76:

Die Verleugnung durch Petrus)

„Mit Verschieden-heiten umgehen“

Würde

(Mt 25,40b)

„Was sich im Leben bewährt“

Freiheit

(Ex 20,2-17:

Die Zehn Gebote)

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler kennen humane, religiöse und christlich begründete Werte.

Anhand von Beispielen setzen sie sich damit auseinander, wie die Achtung von Werten Menschen, Mitgeschöpfe und Umwelt leben lässt.

Anforderungsbereich Religion in Gesellschaft und Kultur Kompetenz 7-8

8

Kompetenz 8

Religiöse Motive aus Geschichte und Gegenwart in Medien, Kunst und Kultur entdecken.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Glaubenssymbol Kreuz:

Tod und Auferstehung

Engel und Heilige in Spiritualität, Kunst und Medien

(Tobit in Auswahl)

Maria, Mutter Gottes in Spiritualität und Kunst

Der Kirchenraum – ein Kunst- und Gemeinschaftsraum

Kirche

Jesu Christi

unterwegs

Neue Aufbrüche

(Hl. Elisabeth,

Hl. Barbara;

regionale Heilige)

Kirche

Jesu Christi

unterwegs

Hl. Benedikt

Hl. Katharina von Siena

Kirche

Jesu Christi

unterwegs

Pilgern/Wallfahrt in Österreich und Europa

Kirche

Jesu Christi

unterwegs

Die verschiedenen Konfessionen und die Ökumene

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler erkennen religiöse Darstellungen und Motive im Wandel der Zeit.

Sie beschreiben wichtige Stationen der Kirchengeschichte anhand ausgewählter Situationen und

Personen.

Anforderungsbereich Religion in Gesellschaft und Kultur Kompetenz 9-10

9

Kompetenz 9

Eine wertschätzende Gesprächskultur entwickeln.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

Worauf Menschen vertrauen

(Dan 6,2-29: Gott rettet;

Gen 15,1-7: Vertrauen)

Verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen begegnen

Was Zusammen-leben oft schwierig macht

(Mt 18,1-5: Der

Rangstreit der

Jünger)

Regeln für ein gutes Miteinander

(Mt 7,12:

Gemeinschaft gestalten – Die goldene Regel)

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler nehmen unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Überzeugungen und Lebensstile wahr und beschreiben diese.

Sie nennen Regeln für ein gutes Miteinander.

Anforderungsbereich Religion in Gesellschaft und Kultur Kompetenz 9-10

10

Kompetenz 10

Vielfalt in Europa als Bereicherung und Herausforderung entdecken.

 

Grundstufe römisch eins

Grundstufe römisch zwei

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

4. Schulstufe

In eine (religiöse) Gemeinschaft aufgenommen werden

Christliches Leben in seiner konfessionellen Vielfalt

Elemente jüdischen Lebens und Glaubens

Elemente islamischen Lebens und Glaubens

Bildungsstandards

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Elemente jüdischen, christlichen und islamischen Lebens und Glaubens.

Sie nehmen konfessionelle und religiöse Vielfalt mit ihren unterschiedlichen Lebensweisen wahr und tauschen sich darüber aus.

9. Kompetenzen und exemplarische Inhalte für die Sekundarstufe römisch eins (5. -8. Schulstufe)

1

Kompetenz 1

Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott

Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen können, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinandersetzen können, diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist setzen können.

5. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Für die Zuwendung Gottes sensibel werden und Gott als einen, der mitgeht kennen (A)

Gott als Freund des Lebens und als Hilfe für die persönliche Lebensgestaltung wahrnehmen (A,C)

Die Botschaft vom befreienden Handeln Gottes darstellen können (A,D)

____________________

Gott als den sehen, der in Jesus Mensch geworden ist (B)

Die Gottessehnsucht der Menschen wahrnehmen und die Spuren Gottes im Leben entdecken (A,B)

__________________

Die Begeisterung für das Leben wachhalten (E)

Exemplarische Inhalte

  1. Weggeschichten aus dem AT (David) und NT (Emmaus)
  2. Biblisches Basiswissen: Person und Umwelt Jesu, Entstehung des NT
  3. Weg als Bild für menschliches Leben

  1. Berufungser-zählungen aus dem AT (Abraham und Sara) und NT (Paulus)
  2. Biblisches Basis-wissen: Wesent-liche Aspekte der Entstehung des AT und der Geschichte Israels
  3. Gottesbilder im AT (Ps 23)
  4. Das Gottesbild Jesu (Lk 15)
  5. Die Berufung Mariens (Lk 1,26 – 38)

  1. Befreiungser-zählung, Exodus-erzählung

___________________

  1. Gott wird Mensch für die Menschen: Kindheitsge-schichte Jesu

  1. Gottes Spuren in meinem Leben
  2. Vielfalt der Gottesvorstellungen in Kulturen und Religionen

__________________

  1. Die Gaben und das Wirken des Heiligen Geistes (1 Kor 12, Apg 2)
  2. Das Sakrament der Firmung
  3. Gottessehnsucht und Geistbegabung in exemplarischen Lebensgeschichten

2

Kompetenz 2

Toleranz und Wertschätzung

Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen, sich im Geiste Jesu mit ihnen auseinandersetzen, sowie Toleranz und Wertschätzung üben.

5. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Unterschiedliche kulturelle und religiöse Lebensformen in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler kennen und achten lernen (A, D)

Gott als den verstehen, der das Heil aller Menschen will und in diesem Geist Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebens- und Glaubens-formen ernst nehmen und achten (B, D)

Grundlagen des Judentums kennen (A)

Grundlagen des Islams kennen (A)

____________________

Das Verhältnis Christen-tum – Judentum – Islam beschreiben (A)

Grundanliegen östlicher Glaubens-traditionen kennen (A)

__________________

Die Ambivalenz religiöser Phänomene aufzeigen können (B,D)

Exemplarische Inhalte

  1. Religiöse Feste und Feiern
  2. Erfahrungen mit religiöser Praxis
  3. Präsenz anderer Religionen in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler: Schule, Feste, ...
  4. Gottes- und Gebetshäuser, Medien, ...

  1. Konflikt, Toleranz und Wert-schätzung in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler vergleiche römisch zwei. Vatikanum, Nostra aetate)
  2. Gebete verschie-dener Religionen
  3. Erzählungen (zB Jona) und Bilder (zB Propheten) vom Heilswillen Gottes
  4. Die Goldene Regel

  1. Judentum und Islam: Kultur, reli-giöse Praxis und Grundüberzeu-gungen

____________________

  1. Jesus, der Christus, Jude und Prophet
  2. Abraham in den monotheistischen Religionen

  1. Hinduismus und Buddhismus: Kultur, religiöse Praxis und Grund-überzeugungen

__________________

  1. Lebensförderliche und lebensfeind-liche Formen von Religiosität

3

Kompetenz 3

Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod

Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen sowie sich mit der befreienden Botschaft des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu in Beziehung setzen.

5. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Emotionale Sprach-fähigkeit entwickeln, leidvolle Erfahrungen zum Ausdruck bringen und Lebensmöglich-keiten angesichts von Leid kennen (C,D)

Möglichkeiten kennen, sich im Leid an Mitmenschen und an Gott zu wenden (A,C)

Möglichkeiten ent-decken, sich leidenden Menschen zuzu-wenden (C,E)

Unheilvolle Situationen erkennen, Schuld wahr-nehmen und heilsame Veränderungsmöglich-keiten aufzeigen können (A,D)

Sinnangebote in der Gesellschaft kritisch einschätzen und positive Wege der Lebensgestaltung suchen können (C,D)

Mit der Botschaft der Auferweckung Jesu vertraut sein und sie als befreiend für unser Leben darlegen können (A,B)

Exemplarische Inhalte

  1. Gesprächs- und Konfliktkultur entwickeln
  2. Ausdrucksformen von Angst
  3. Angstbewältigung im NT (Mk 4,35-41)
  4. Kinderleid bei uns und in der Welt
  5. Beispielhafte Menschen ange-sichts von Leid

  1. Hilfseinrich-tungen, Caritas, Diakonie, Kinder-telefon, Krisen-interventions-zentren, …
  2. Klagepsalmen (zB Ps 22)
  3. Zuspruch Jesu (Mt 11,28)

___________________

  1. Die Werke der Barmherzigkeit (Mt 25,31-40)
  2. Das Sakrament der Krankensalbung

  1. Schuldig werden – Schuld einsehen – wieder gut machen (zB Zachäus, Gleich-nis vom ver-lorenen Sohn)
  2. Das Sakrament der Versöhnung
  3. Formen der Vergebung und Versöhnung im Alltag, in der Bibel und im Leben der Kirche

  1. Abhängigkeiten und Süchte
  2. Selbstentfaltung und Engagement versus Abhängigkeiten
  3. Sinnvolle Freizeitgestaltung

____________________

  1. Befreiungserzählun-gen im NT (Heilung eines Aussätzigen, Lk 5,12-16)
  2. Spuren der Aufer-stehung in unserem Alltag
  3. Symbole von Tod und Auferstehung
  4. Passionsgeschichte und Osterevan-gelium

4

Kompetenz 4

Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung

Die eigene Würde und die anderer wertschätzen, sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren können.

5. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Den Neubeginn in der Schule als Heraus-forderung reflektieren (C,D)

Gott, der Freund des Menschen – sich an der Botschaft Jesu aus-richten können (C,D)

___________________

Sich selbst als Mädchen oder Bub annehmen und andere in ihrer Einzigartigkeit achten (C,E)

Für die Stimme des Gewissens sensibel sein (A,E)

___________________

Christliche Grundregeln des Zusammenlebens kennen und anwenden (A,C)

Die Botschaft der Propheten und ihren Ruf nach Gerechtigkeit kennen (A,C)

____________________

Verletzungen von Menschenrechten er-kennen und sich für die Menschenwürde ein-setzen (A,C)

Exemplarische Inhalte

  1. Verschiedene Lebensbereiche und Symbole für Neubeginn
  2. Klassenregeln
  3. „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses“ (Röm 13,8-10)

  1. Freundschaft er-leben – Zeichen der Freundschaft
  2. Geborgen in Gottes Hand (Jes 49,15-16)
  3. Jesu Begegnung mit der Sünderin (Lk 7,36-50)

___________________

  1. Die Würde des Einzelnen von Gott her
  2. Meine Persönlich-keit – Stärken und Schwächen
  3. Frauen- und Männerrollen
  4. Biblische Frauen – und Männer-gestalten

  1. Entscheiden in Verantwortung – Gewissensbildung
  2. Menschen, die nach ihrem Gewissen handeln
  3. Gewissens-konflikte

___________________

  1. Dekalog, Bergpredigt
  2. Goldene Regel

  1. Biblische Propheten (zB Amos)
  2. Prophetische Menschen heute
  3. Option für die Armen (Mt 25, 31-46)

____________________

  1. Kinderrechte, Menschenrechte, Menschenrechts-organisationen
  2. Zivilcourage

5

Kompetenz 5

Welt und Mensch – Die Schöpfung Gottes

Den Menschen und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, sich als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortlichkeit begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten.

5. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Lebensschätze und Lebensquellen wahr-nehmen und persön-liche Fähigkeiten als Gabe und Aufgabe erkennen können (A,E)

___________________

Sich verdankt wissen: Eucharistie als Dank an Gott verstehen können (B)

Die Sehnsucht nach einem Leben in Fülle zur Sprache bringen und mit der Zusage der Reich-Gottes-Botschaft Jesu in Beziehung setzen können (C,D)

Das Leben und die Mitwelt als Geschenk verstehen (B,C)

___________________

Vom Angebot des Lebens verantwor-tungsvoll Gebrauch machen (E)

___________________

Die Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und der Mitwelt wahr-nehmen (C,E)

Fragen nach Herkunft und Zukunft der Welt stellen können und unterschiedliche Antworten aus der Sicht von Naturwissenschaft und Glauben diskutieren können (A,D)

____________________

Die christliche Hoffnung von dem neuen Himmel und der neuen Erde beschreiben können (A,B)

Exemplarische Inhalte

  1. Lob und Dank, Glaube und Gebet (Psalmen)
  2. Gaben, Begabun-gen, Grenzen – Aufgabe und Herausforderung
  3. Talente nützen (Mt 25,14-30)

___________________

  1. Das Sakrament der Eucharistie
  2. Die Feier der Heiligen Messe

  1. Leben gestalten – Lebensträume
  2. Bilder und Gleich-nisse vom Reich Gottes (Mt 13,31-33; Mt 13,44-46)

  1. Staunen über Phänomene des Kosmos und der Natur
  2. Kreativität und schöpferisches Gestalten des Menschen

___________________

  1. Verantwor-tungsvoll die Welt gestalten

___________________

  1. Sexualität als Geschenk und Aufgabe
  2. Das Sakrament der Ehe
  3. Einsatz für soziale Gerechtigkeit

  1. Biblische Schöpfungstexte und naturwissen-schaftliche Frage-stellungen
  2. Verantwortung für die Schöpfung (Ökologie und Nachhaltigkeit)

____________________

  1. Bilder von Heil und Erlösung
  2. Verantwortung übernehmen in Beruf und Arbeitswelt

6

Kompetenz 6

Symbole – Rituale – Sakramente

Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt beschreiben und interpretieren können, religiöse Ausdrucksformen erklären können, mit den Sakramenten vertraut sein.

 

5. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Elementare Symbole wahrnehmen und deuten (A,B)

___________________

Mit Gesten und Ritualen der Zusammengehörigkeit und des Glaubens vertraut sein (C,E)

Symbole beschreiben und deuten (A,B)

___________________

Sakramente als Zeichen der Liebe und Nähe Gottes im Leben der Menschen verstehen (B)

Den Einfluss von Kommunikations-mitteln und Medien auf Lebensstil und Gemeinschaft erkennen und bewerten (A,D)

___________________

Sich mit Kunst und Kultur auseinander-setzen und die Möglichkeit erkennen, sie existentiell und religiös zu deuten (A,B)

Verbale und nonverbale Sprache differenziert wahrnehmen und verstehen (A,B)

____________________

Die Vielfalt der biblischen Sprach- und Symbolwelt kennen (A,B)

Exemplarische Inhalte

  1. Symbole im Alltag
  2. Symbole des christlichen Glaubens

___________________

  1. Rituale
  2. Kreuzzeichen und Grundgebete
  3. Stille, Meditations- und Gebetsformen

  1. Handlungssym-bole im Leben der Menschen

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  1. Die 7 Sakramente im Überblick
  2. Das Sakrament der Taufe

  1. Neue Informations-technologien
  2. Medien und ihre Wirkung
  3. Möglichkeiten der Orientierung

___________________

  1. Verschiedene Formen und Funktionen von Kunst (Archi-tektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Film, …)
  2. Menschenbild, Christusbild, Gottesbild

  1. Sprachformen in Alltag und Lebens-praxis (Peer-Group, privates Umfeld, Öffentlichkeit, Werbung, …)

____________________

  1. Religiöse und biblische Sprach- und Symbolwelt

7

Kompetenz 7

Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene

Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Bereicherung des Lebens verstehen, am kirchlichen Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen teilhaben können.

5.Schulstufe

6.Schulstufe

7.Schulstufe

8.Schulstufe

Schulstufenspezifische Kompetenzen

Feste und Feiern in der Klassen- und Schul-gemeinschaft mitge-stalten können (C,E)

___________________

Das Kirchenjahr mit seinen Festen als Rhythmus christlichen Lebens kennen und verstehen (A,B)

An christlichem Brauchtum und kirch-lichem Leben teilhaben können (C,E)

___________________

Das Christliche in Kultur und Gesell-schaft entdecken können (A,B)

Die Bedeutung des Sonntags für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft erkennen (B)

___________________

Sich mit der Ge-schichte der Kirche und ihren prägenden Ge-stalten auseinander-setzen können (A,B)

Das Leben der Orts- und Weltkirche kennen (A)

____________________

Anderen Konfessionen begegnen können (A,D)

Exemplarische Inhalte

  1. Anlässe und Bedeutung von Festen und Feiern

___________________

  1. Struktur des Kirchenjahres
  2. Weihnachts- und Osterfestkreis
  3. Marienfeste im Kirchenjahr

  1. Regionales religiöses Brauchtum
  2. Das Leben in der Pfarrgemeinde – Möglichkeiten kirchlichen Engagements
  3. Aufgaben und Struktur der Diözese

___________________

  1. Kirche in Öster-reich (Persönlich-keiten, soziale Einrichtungen, Bauten, Geschichte, …)

  1. Sonntag – Unter-brechung des Alltags
  2. Sonntag – Fest der Auferstehung Jesu
  3. Anfänge der Kirche (Apostel-geschichte, Paulus, …) – Kirchenge-schichte in Auswahl

  1. Verschiedene Formen gelebten Glaubens
  2. Christliche Gemein-schaften – Leben im Orden
  3. Aufgaben und Struktur der Weltkirche
  4. Das Sakrament des Ordo (Bischof, Priester, Diakon)

____________________

  1. Christliche Kon-fessionen
  2. Ökumenische Be-wegung

10. Kompetenzen und exemplarische Inhalte für das Berufsvorbereitungsjahr an Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder)

1

Kompetenz 1

Von Gott her Ich-Stärke gewinnen

Den Menschen als von Gott angenommen begreifen und aus dem christlichen Menschenbild Haltungen im Umgang miteinander entwickeln können.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Einzigartigkeit des Menschen mit seinen Stärken und Schwächen

  1. Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen

„Ich habe dich beim Namen gerufen …“ (Jes 43,1)

Erfülltes Leben der Söhne und Töchter Gottes (Röm 8,15-17)

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten Silbergeld (Mt 25,14-30)

Die Offenbarung des Gottessohnes auf dem Wasser (Mt 14,22-33)

Die Verleugnung durch Petrus (Mt 26,69-75)

„Liebt einander ...“ (Joh 15,12-13)

2

Kompetenz 2

Sehnsucht nach Sinn und Glück

Eigene Bedürfnisse und Sehnsüchte wahrnehmen und für jene der Mitmenschen sensibel sein.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Visionen – Lebensträume

  1. Kritische Auseinandersetzung mit Glücksversprechungen (zB Werbung, neue Medien, Aberglauben, Drogen)

  1. Grundbedürfnisse zur Sprache bringen

  1. Erwachsen werden – sich den Herausforderungen des Lebens stellen

  1. Positive Beziehungen aufbauen

  1. Sexualität schätzen lernen

Auf der Suche nach Glück und einem erfüllten Leben (Joh 10,10b)

Bildwort vom klugen und törichten Hausbau (Mt 7,24-27)

Das Hohelied (Auswahl)

3

Kompetenz 3

Mit Jesus Christus meinen Lebensweg gehen

In der Pluralität der Lebensorientierungen sich an der Botschaft Jesu ausrichten.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Orientierungshilfen im Leben

  1. Mein Jesusbild

  1. Jesu menschliches Ringen um seinen Weg

  1. Die Begegnung mit Jesus Christus fordert zur Entscheidung heraus

  1. Als mündiger Christ / als mündige Christin in der Kirche leben (Firmung)

Das Beispiel von der falschen Selbstsicherheit des reichen Mannes (Lk 12,16-21)

Die Versuchung Jesu (Mt 4,1-11)

Über die wahre Familie Jesu (Lk 8,19-21)

Die Tempelreinigung (Mt 21,12-17)

Die Berufung der ersten Jünger (Lk, 5,1-11)

Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Mt 25,1-13)

4

Kompetenz 4

Gottes Weisung beachten

Perspektiven für eine verantwortungsbewusste Gestaltung des Lebens entwickeln können.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Lebensregeln, Goldene Regel

  1. Lösungsmöglichkeiten für Konflikte

  1. Achtung der Rechte und Überzeugungen des anderen

Die Zehn Gebote (Ex 20,1-17, Dtn 5,6-22)

Das Liebesgebot (Mt 5,43-48)

Werke der Barmherzigkeit (Mt 25,31-40)

5

Kompetenz 5

Gott als Lebens- und Sinnquelle

Die Heilszusage Gottes in Jesus Christus als Grund und Erfüllung menschlicher Hoffnung deuten.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Gott – ein Gott des Lebens und der Liebe

  1. Lebenssituationen – Lebensphasen

  1. Misserfolg und Scheitern, Leid und Tod als Herausforderungen im Leben

  1. Sinnvolles im eigenen Leben entdecken

  1. Merkmale guter Freundschaft

Jesus in Samaria (Joh 4,1-26)

„Alles hat seine Zeit …“ (Koh 3,1-8)

Jonatans Freundschaft mit David (1 Sam 18,1ff)

6

Kompetenz 6

Schöpferisch mit Gott Neues wagen

Arbeit und Beruf als Beitrag zu meiner Entfaltung und meiner Mitwelt sehen können.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Die christliche Sicht der Arbeit

  1. Verantwortung übernehmen – solidarisch leben und handeln

  1. Arbeitstugenden (Verlässlichkeit, Pünkt-lichkeit, Ehrlichkeit, …)

  1. Umgang mit Frust, Durchhaltevermögen

Der eine Leib und die vielen Glieder

(1 Kor 12,12-31a)

Das Gleichnis vom willigen und vom unwilligen Sohn (Mt 21,28-32)

Jonas Rettung (Jona 2,1-11)

7

Kompetenz 7

Kirche und Gesellschaft

Beispiele für solidarisches Handeln im Geiste Jesu kennen und daraus Perspektiven für den Umgang mit hilfesuchenden und benachteiligten Menschen entwickeln können.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auswählbare biblische Schriftstellen

  1. Christliches Engagement in Vereinen und Gemeinschaften

  1. Kirchliche Beratungsstellen (Caritas, …)

  1. Religiöse Lebenskultur (zB Sonntag, Feste, Bräuche)

  1. Freizeit: Zeit für mich – Zeit für die Gemeinschaft

Das Leben der jungen Gemeinde (Apg 2,42-47)