Jahrgang 2016 |
Ausgegeben am 22. Dezember 2016 |
Teil |
427. Kundmachung: | Frauenförderungsplan des Rechnungshofes 2016/2017 |
Inhaltsverzeichnis
|
Frauenförderungsplan des Rechnungshofes |
|
|
Präambel |
|
|
1. Abschnitt, Darstellung des Ist-Zustandes (Stichtag 31. Dezember 2015) |
|
|
Paragraph eins, |
Darstellung der Bediensteten gegliedert nach Geschlecht sowie Verwendungs– und Funktionsgruppen: Gegenüberstellung der weiblichen und männlichen Beschäftigten im Rechnungshof |
|
Paragraph 2, |
Darstellung der Frauenquote |
|
Paragraph 3, |
Verwendung im Prüfungsdienst |
|
Paragraph 4, |
Darstellung der Funktionen im Rechnungshof unter Berücksichtigung des Frauenanteils |
|
Paragraph 5, |
Aus- und Weiterbildung |
|
Paragraph 6, |
Bewerbungen |
|
Paragraph 7, |
Arbeitszeitregelung |
|
Paragraph 8, |
Unterrepräsentation |
|
Paragraph 9, |
Kommissionen und Arbeitsgruppen |
|
2. Abschnitt |
|
|
Darstellung des Soll-Zustandes (längerfristig) zur Beseitigung der Unterrepräsentation von Frauen |
|
|
Paragraph 10, |
|
|
3. Abschnitt, Fluktuation, Prognose bis einschließlich 2021 und verbindliche Vorgaben |
|
|
Paragraph 11, |
Fluktuation und Prognose |
|
Paragraph 12, |
Zielvorgaben des Rechnungshofes zur Erhöhung des Frauenanteils in bestimmten Funktionen bis 31. Dezember 2017 gemäß Paragraph 11 a, Absatz 3, B-GlBG |
|
4. Abschnitt, Besondere verbindliche Förderungsmaßnahmen für Frauen gemäß , Paragraph 11 a, Absatz 3, B-GlBG |
|
|
Paragraph 13, |
Organisation |
|
Paragraph 14, |
Aufnahme und beruflicher Aufstieg |
|
Paragraph 15, |
Aus- und Fortbildung |
|
Paragraph 16, |
Wiedereinstieg für karenzierte Bedienstete |
|
Paragraph 17, |
Unterstützung der Gleichbehandlungsbeauftragten |
|
Paragraph 18, |
Sprachliche Gleichbehandlung |
Gemäß Paragraph 11 a, Absatz eins, des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes (B-GlBG), Bundesgesetzblatt Nr. 100 aus 1993,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 65 aus 2015,, wird verlautbart:
Der Rechnungshof bekennt sich zum Grundsatz der Gleichwertigkeit und Gleichstellung der Geschlechter, zu den Anliegen der Frauenförderung und zur Schaffung von positiven und Karriere fördernden Bedingungen für Frauen und sorgt für die Chancengleichheit der Geschlechter. An der Zielerreichung der Gleichstellung der Geschlechter haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes gemeinsam mitzuwirken.
Maßnahmen zur Frauenförderung finden im Rechnungshof in der Personalplanung und in der Organisationsentwicklung ihren adäquaten Niederschlag. Der Rechnungshof strebt eine Ausgewogenheit der Geschlechterverteilung, insbesondere in den Leitungsfunktionen, an. Jeder Form von diskriminierendem Vorgehen oder Verhalten gegenüber Frauen ist entgegenzutreten. Diese Maßnahmen sind insbesondere von allen Personen in leitenden Funktionen im Rechnungshof mitzutragen.
Dem Frauenförderungsplan 2016 aus 2017, liegt die in Paragraph 11, Absatz 2, B-GlBG geregelte Frauenquote von 50 % zugrunde.
Der Rechnungshof weist im Jahr 2015 bei 304 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt eine Frauenquote von 47,0 % auf. Im Prüfpersonal, das sich aus Personen in der Verwendungsgruppe A1 und A2 zusammensetzt, ist der %–Anteil der Frauen seit dem Frauenförderungsplan 1994 aus 1995, auf mehr als das Dreifache angestiegen (von 11,5 % auf 40,7 %).
Der Frauen– und Männeranteil in den Verwendungsgruppen A1 bis A7 stellt sich wie folgt dar:
|
Verwendungs-gruppe |
Frauen-anteil |
%–Anteil an Gesamt-belegschaft |
Männer-anteil |
%–Anteil an Gesamt-belegschaft |
Beschäftigte gesamt |
|
A1 |
88 |
39,64 |
134 |
60,36 |
222 |
|
A2 |
14 |
51,85 |
13 |
48,15 |
27 |
|
A3 |
35 |
87,50 |
5 |
12,50 |
40 |
|
A4 |
3 |
75,00 |
1 |
25,00 |
4 |
|
A5 |
1 |
25,00 |
3 |
75,00 |
4 |
|
A6 |
0 |
0,00 |
1 |
100,00 |
1 |
|
A7 |
2 |
33,33 |
4 |
66,67 |
6 |
|
gesamt |
143 |
47,04 |
161 |
52,96 |
304 |
Wie aus der Gegenüberstellung ersichtlich, liegt insbesondere in der Verwendungsgruppe A1 die Frauenquote unter 50 %. Gegenüber dem Frauenförderungsplan 2014 aus 2015, ist eine Steigerung in der Verwendungsgruppe A1 von 36,99 % auf 39,64 % und in der Verwendungsgruppe A2 von 46,67 % auf über 50 %, konkret auf 51,85 %, zu verzeichnen.
Die Kernaufgaben des Rechnungshofes sind die Prüfung und darauf aufbauend die Beratung. Daher wird im Folgenden der Anteil der Frauen im Prüfungsdienst gesondert dargestellt.
Von 304 im Rechnungshof beschäftigten Bediensteten sind 248 im Prüfungsdienst tätig; 101 Prüferinnen (40,73 %) stehen 147 Prüfern (59,27 %) gegenüber (Frauenförderungs-plan 2014/2015: 37,90 % bzw. 62,10 %).
Die nachstehende Übersicht zeigt die Entwicklung der Frauenquote im Prüfungsdienst, wobei insbesondere auf die stete Erhöhung des Frauenanteils und darauf hinzuweisen ist, dass sich die Frauenquote im Prüfungsdienst seit der Vorlage des Frauenförderungsplans 1996 aus 1997, weit mehr als verdoppelt hat.
|
Frauenförderungs-plan |
Prüferinnen |
%–Anteil an Summe Prüfer/innen |
Prüfer |
%–Anteil an Summe Prüfer/innen |
Summe Prüfer/innen |
|
1996/1997 |
35 |
14,71 |
203 |
85,29 |
238 |
|
1998/1999 |
46 |
19,01 |
196 |
80,99 |
242 |
|
2000/2001 |
53 |
21,46 |
194 |
78,54 |
247 |
|
2002/2003 |
59 |
23,98 |
187 |
76,02 |
246 |
|
2004/2005 |
62 |
26,27 |
174 |
73,73 |
236 |
|
2006/2007 |
72 |
30,00 |
168 |
70,00 |
240 |
|
2008/2009 |
73 |
31,06 |
162 |
68,94 |
235 |
|
2010/2011 |
80 |
32,92 |
163 |
67,08 |
243 |
|
2012/2013 |
86 |
34,13 |
166 |
65,87 |
252 |
|
2014/2015 |
94 |
37,90 |
154 |
62,10 |
248 |
|
2016/2017 |
101 |
40,73 |
147 |
59,27 |
248 |
Von den 143 im Rechnungshof beschäftigten Frauen sind 70,63 % im Prüfungsdienst tätig, von den 161 im Rechnungshof beschäftigten Männern 91,30 % (Frauenförderungsplan 2014/2015: 68,12 % bzw. 91,67 %).
Die geschlechterspezifische Besetzung der Funktionen im Rechnungshof stellt sich wie folgt dar:
|
- Sektionsleitung: |
2 Frauen, 3 Männer; 0 unbesetzt |
|
- Stellvertretung der Sektionsleitung: |
3 Frauen, 2 Männer; 0 unbesetzt |
|
- Abteilungsleitung: |
9 Frauen, 22 Männer; 2 unbesetzt |
|
- Stellvertretung der Abteilungsleitung sowie Prüfungsleitung und Fachbereichsleitung: |
20 Frauen, 41 Männer; 5 unbesetzt |
|
- Leitung Facility Servic |
1 Mann |
|
- Leitung der allgemeinen Kanzlei: |
1 Frau |
|
- Leitung der Administrativen Unterstützungsstellen der Sektionen: |
5 Frauen |
|
- Stellvertretung der Administrativen Unterstützungsstellen der Sektionen |
3 Frauen; 2 unbesetzt |
|
Kursart |
Anmeldung von |
Seminartage besucht von |
||
|
Frauen |
Männern |
Frauen |
Männern |
|
|
Grundausbildung (inkl. MBA) |
29 |
30 |
458,5 |
607,5 |
|
Grundausbildung (BKA) |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
sonstige Kurse (BKA) |
21 |
28 |
79,5 |
186,0 |
|
externe Seminare |
24 |
15 |
74,0 |
110,5 |
|
interne Seminare |
101 |
154 |
1.235,5 |
1.584,0 |
|
Summe |
175 |
227 |
1.847,5 |
2.488,0 |
Dies ergibt eine durchschnittliche Anzahl an Seminartagen je Teilnehmerin von 10,56 Tagen und je Teilnehmer von 10,96 Tagen (Frauenförderungsplan 2014/2015: 9,03 bzw. 8,58 Tage).
Im Zeitraum vom 1. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2015 bewarben sich insgesamt 286 Frauen und 479 Männer, davon 231 Frauen und 405 Männer für den Prüfungsdienst, sowie 55 Frauen und 74 Männer für andere Bereiche (Unterstützungsdienst).
Aufgenommen wurden 11 Frauen und 5 Männer für den Prüfungsdienst und eine Frau für den Unterstützungsdienst. Von den neu aufgenommenen Bediensteten waren daher 70,59 % Frauen.
Die rechtliche Möglichkeit zur flexiblen Arbeitszeitregelung wird im Rechnungshof bereits umgesetzt und in Einzelfällen auch in Anspruch genommen. Dadurch wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert.
Frauen sind zwar im Rechnungshof in der Verwendungsgruppe A1 gemäß Paragraph 11, Absatz 2, B-GlBG unterrepräsentiert. Der Erfolg der Bemühungen, Frauen für den Rechnungshof zu gewinnen, zeigt sich jedoch am steten Ansteigen der Frauenquote im Prüfungsdienst (von 14,71 % in den Jahren 1994 aus 1995, auf 40,73 % in den Jahren 2014 aus 2015,) und insbesondere am hohen Anteil der Frauen an den Aufnahmen (70,59 % in den Jahren 2014 aus 2015,).
Bei der Zusammensetzung von Kommissionen zur Vorbereitung von Entscheidungen oder zur Entscheidung in Personalangelegenheiten hat gemäß Paragraph 10, Absatz eins, B-GlBG mindestens eines der vom Dienstgeber zu bestellenden Mitglieder weiblich und mindestens eines männlich zu sein.
Frauen und Männer sind zum Stichtag 31. Dezember 2015 in Kommissionen im Rechnungshof wie folgt vertreten:
|
- Aufnahmekommission: |
8 Frauen, 3 Männer |
|
- Disziplinarkommission beim Rechnungshof: |
5 Frauen, 8 Männer |
|
- Leistungsfeststellungskommission: |
4 Frauen, 2 Männer |
|
- Kommission für Innovationen: |
1 Frau, 3 Männer |
|
- Ethikboard: |
3 Männer |
|
- Dienstprüfungskommission: |
7 Frauen, 11 Männer |
Auch in der Verwendungsgruppe A1 ist eine Frauenquote von 50 % anzustreben. Der Soll–Zustand wäre erreicht bei einem Zuwachs von 88 auf 111 Frauen (+ 26,14 %).
|
- zumindest 3 Frauen die Leitung einer Sektion, |
|
|
- 17 Frauen die Leitung einer Abteilung und |
|
|
- 33 Frauen die stellvertretende Leitung einer Abteilung oder die Prüfleitung |
|
Vom 1. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2015 ausgeschiedene Bedienstete:
|
Frauen |
Männer |
in Summe |
||
|
Übertritt und Versetzung in den Ruhestand gemäß Beamten–Dienstrechtsgesetz 1979 (BDG 1979) |
2 |
6 |
8 |
|
|
Austritt gemäß Paragraph 21, BDG 1979 |
2 |
4 |
6 |
|
|
Versetzung gemäß Paragraph 38, BDG 1979 |
2 |
0 |
2 |
|
|
Tod gemäß Paragraph 20, Absatz eins, Ziffer 7, BDG 1979 |
0 |
0 |
0 |
|
|
Zeitablauf von befristeten Dienstverhältnissen, einverständliche Auflösung, Kündigung gemäß VBG 1948 |
0 |
0 |
0 |
|
|
insgesamt |
6 |
10 |
16 |
|
Der Rechnungshof strebt an, die Unterrepräsentation der Frauen weiterhin zu vermindern und längerfristig die Erfüllung der Frauenquote in allen Verwendungen und Funktionen zu erreichen, und legt folgende verbindliche Vorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils fest.
Diese verbindlichen Vorgaben beziehen sich auf Frauen, die zumindest gleich geeignet sind wie der bestgeeignete männliche Bewerber.
|
Stichtag 31. 12. 2015 |
verbindliche Zielvorgabe bis 31.12.2017 in % |
||||
|
Funktion |
Frauen |
Männer |
gesamt |
Frauen-anteil , in % |
|
|
Sektionsleitung, Sektionsleitung-Stellvertretung |
5 |
5 |
10 |
50,0 |
50,0 |
|
Abteilungsleitung |
9 |
22 |
31 |
29,0 |
31,0 |
|
Abteilungsleitung-Stellvertretung, Prüfungs- und Fachbereichsleitung |
20 |
41 |
61 |
32,8 |
35,0 |
|
- bei der Erlassung des Frauenförderungsplans, - bei Organisationsänderungen im Rechnungshof, - bei der Zusammensetzung von Kommissionen und Arbeitsgruppen und - bei der Erhebung des Bildungsbedarfs. |
|
- bei der Festsetzung von Ausschreibungen, - bei der Ausschreibung von Funktionen und bei Funktionsbestellungen, - bei der Ablehnung von Karenzurlauben und Teilzeitbeschäftigung von Dienstnehmerinnen und - bei Verwendungsänderungen von Mitarbeiterinnen |
|
- Ablehnung von Aufnahmewerberinnen und Aufnahmewerbern, - Beendigung der Probeverwendung von Mitarbeiterinnen, - Nichtzulassung von Mitarbeiterinnen zur Aus– und Weiterbildung, - Gewährung von Karenzurlauben und Verwendungsänderungen, - Ausschreibung von Fortbildungsseminaren und - Allgemeine Personalentscheidungen betreffend weibliche Bedienstete im Hinblick auf die Einhaltung des B-GlBG. |
Die Aus- und Fortbildung hat nach dem vom Rechnungshof entwickelten Konzept zu erfolgen. Das Konzept regelt die berufsbegleitende Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter des Rechnungshofes durch individuelle Beratung, Erhebung des Bildungsbedarfs und Erstellung des Bildungsangebots sowie die Entwicklung von Führungskräften unter dem Aspekt der Frauenförderung (Frauenförderung als Ausbildungsverantwortung).
Frauen ist jegliche Unterstützung zu bieten, um ihren Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Vor allem ist ihnen nach Beendigung ihres Karenzurlaubs die Möglichkeit zur Teilnahme an den Integrationsmodulen zu bieten, die einen wesentlichen Teil des Aus- und Fortbildungskonzepts darstellen.
Die Gleichbehandlungsbeauftragte ist zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach dem B-GlBG zu unterstützen. Die erforderlichen Ressourcen und Informationen sind ihr zur Verfügung zu stellen.
Als Maßnahme zur Bewusstseinsschärfung für die Gleichstellung der Geschlechter und für Frauenförderung haben gemäß Paragraph 10 a, B-GlBG alle an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adressierten Schriftstücke des Rechnungshofes Personenbezeichnungen in geschlechtsneutraler bzw., wo dies nicht möglich ist, in weiblicher und männlicher Form zu enthalten.
Kraker