BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2016

Ausgegeben am 30. Mai 2016

Teil römisch zwei

131. Verordnung:

Tierimpfstoff-Anwendungsverordnung 2016

131. Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit über die Anwendung von in Österreich nicht zugelassenen Tierimpfstoffen gegen anzeigepflichtige Tierseuchen oder veterinärrechtlichen Regelungen unterliegende Tierkrankheiten (Tierimpfstoff-Anwendungsverordnung 2016)

Auf Grund des Paragraph 12, Absatz eins, des Tierseuchengesetzes (TSG), RGBl. Nr. 177 aus 1909,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 163 aus 2015,, wird verordnet:

Paragraph eins,

  1. Absatz eins,Bis zum Ablauf des 31. Mai 2017 ist die Anwendung folgender in Österreich nicht zugelassener Tierimpfstoffe gestattet:
    1. Ziffer eins
      Chevivac-S der Firma Chevita GmbH (Impfstoff gegen Salmonella typhimurium bei der Taube) – zugelassen in Deutschland;
    2. Ziffer 2
      Chevivac-P12 der Firma Chevita GmbH (Impfstoff zur aktiven Immunisierung der Tauben gegen Paramyxovirus-1-Infektionen) – zugelassen in Deutschland;
    3. Ziffer 3
      Lasovak PLUS der Firma IDT Biologika GmbH (Paramyxovirose (PMV-1)-Impfstoff für Tauben) – zugelassen in Deutschland;
    4. Ziffer 4
      Nobilis Ma5 + Clone 30 der Firma Intervet Deutschland GmbH (Impfstoff zur aktiven Immunisierung der Hühner gegen Infektiöse Bronchitis und Newcastle-Krankheit) – zugelassen in Deutschland;
    5. Ziffer 5
      Heptavac P plus der Firma Intervet Deutschland GmbH (Rauschbrand-Pasteurellen-Kombinationsvakzine für Schafe) – zugelassen in Deutschland;
    6. Ziffer 6
      BLUEVAC 4 der Firma CZ Veterinaria S.A. (Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit (Serotyp 4) für Schafe und Rinder) – zugelassen in Spanien;
    7. Ziffer 7
      Cubolac Policlostridial 7/11 der Firma CZ Veterinaria S.A. (Impfstoff für Rinder und Schafe gegen durch Clostridien hervorgerufene Erkrankungen) – zugelassen in Spanien;
    8. Ziffer 8
      Anthrax Spore Vaccine der Fa. Onderstepoort Biological Products Ltd. – zugelassen in Südafrika oder in Kanada, zur Vornahme amtlich angeordneter Schutzimpfungen gegen Milzbrand.
  2. Absatz 2,Bis zum Ablauf des 31. Mai 2017 ist die Anwendung nicht zugelassener immunologischer Tierarzneimittel zur Tuberkulosediagnostik (diagnostische Impfung) gestattet, wenn diese in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in der Schweiz oder in Norwegen zur Diagnostik der Tuberkulose für die entsprechende Tierart zugelassen sind.

Paragraph 2,

  1. Absatz eins,Die Einfuhr und das Verbringen der in Paragraph eins, genannten Tierarzneimittel ist gemäß Arzneiwareneinfuhrgesetz 2010, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 79 aus 2010,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 163 aus 2015,, durchzuführen.
  2. Absatz 2,Die Durchführung der Impfungen mit Impfstoffen gemäß Paragraph eins, Absatz eins, ist von der Tierärztin bzw. dem Tierarzt nach den Vorgaben von Paragraph 12, Absatz 2 und 3 TSG zu melden.
  3. Absatz 3,Die Durchführung von Impfungen mit Impfstoffen gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 8, sowie die Tuberkulosediagnostik mit Tierarzneimitteln gemäß Paragraph eins, Absatz 2, dürfen nur im amtlichen Auftrag erfolgen.

Paragraph 3,

Diese Verordnung tritt mit 1. Juni 2016 in Kraft. Die Tierimpfstoff-Anwendungsverordnung 2015, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 146 aus 2015,, tritt mit Ablauf des 31. Mai 2016 außer Kraft.

Oberhauser