Anlage

LEHRPLAN FÜR DEN NEUAPOSTOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN PFLICHTSCHULEN SOWIE MITTLEREN UND HÖHEREN SCHULEN

 

ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE:

Die nachstehenden Bildungsziele bringen zum Ausdruck, was der Religionsunterricht bei den Schülerinnen und Schülern bewirken soll.

Ziel des Unterrichtswesens in der Neuapostolischen Kirche ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, als überzeugte neuapostolische Christinnen und Christen dem Gebot Jesu nachzukommen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10, 27) Dadurch soll die Entwicklung zu glaubensstarken und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten ermöglicht werden.

Die Beiträge der gesamten Familie und der Kirchengemeinde unterstützen das Erreichen dieses Zieles.

Folgende Schwerpunkte stellen Etappen auf diesem Weg dar:

1. Ein Glaubensfundament entsprechend der Lehre der Neuapostolischen Kirche vermitteln

Der Unterricht verfolgt das Ziel, die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage der Heiligen Schrift und der Lehrmittel der Neuapostolischen Kirche International zum lebendigen Glauben an Gott und Christus und die göttlichen Verheißungen hinzuführen und ein zunehmendes Verständnis und Interesse für die Gottesdienste, Sakramente und Segenshandlungen zu entwickeln.

2. Vertrauen in Gott und sein Wirken schaffen

Ziel des Unterrichts ist, anhand der Verarbeitung von Erlebnissen aus der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler die göttliche Erlösungsabsicht für sie in seinem Wirken einsichtig zu machen. Dadurch soll der vermittelte Glaube gefestigt und das Bewusstsein geschaffen werden, dass auch sie in den göttlichen Erlösungsplan aktiv einbezogen sind.

3. Freude an der Gemeinschaft der Gläubigen wecken

Ein weiterer Effekt des Unterrichts ist das an die Schülerinnen und Schüler gerichtete Angebot eines weiteren regelmäßigen Zusammentreffens neben den Gottesdiensten, der die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl fördern soll und die Schülerinnen und Schüler anregen soll, sich selbst aktiv einzubringen.

4. Zur Erfüllung der Aufgaben in Kirche und Gesellschaft motivieren

Die sachliche Auseinandersetzung mit Fragen, die den Glauben berühren, bezweckt, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihre Aufgaben in Kirche und Gesellschaft als mündige Christinnen und Christen im Geiste des Evangeliums zu erfüllen.

5. Entwicklung zu authentischen Christinnen und Christen anspornen

Der Unterricht will den Schülerinnen und Schülern helfen, die Werte des christlichen Glaubens als Leitlinie für ihre Lebensführung zu integrieren und sie anregen, ihr christliches Handeln sich selbst und auch anderen gegenüber zu vertreten. Er hat das Ziel, eine Grundhaltung der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und zu festigen, die von Achtung vor dem Leben und Glauben aller Menschen geprägt ist, unabhängig davon, über welche ethnische Zugehörigkeit, Nationalität, Religion oder Weltanschauung, Alter, Geschlecht oder sexuelle Orientierung sie verfügen. Unterstützend ist hier die Erziehung der Eltern von großer Bedeutung.

 

BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE:

Mit den nachstehenden Bildungs- und Lehraufgaben wird vor allem zum Ausdruck gebracht, was beim angebotenen Religionsunterricht gewährleistet sein muss.

Der Religionsunterricht in der Neuapostolischen Kirche ist ein wesentlicher Teil einer umfassenden neuapostolischen Bildung. Er ist Teil eines Gesamtkonzepts religiöser Kindererziehung, das die Arbeit der Erziehungsberechtigten ergänzt. Gottesdienste, Elternabende, Seelsorge und gemeinschaftsfördernde Aktivitäten sind weitere wesentliche Bestandteile dieses Gesamtkonzepts. Zudem unterstützt der Religionsunterricht die Pflege der Gemeinschaft und die Förderung des Zusammenhalts.

1. Religionsunterricht zur Bewusstmachung des christlich-sittlichen Ideals

Durch die Vermittlung von Kenntnissen und Werthaltungen als Grundlage zur Führung eines erfüllten christlichen aktiven Lebens in Familie, Gemeinde und Gesellschaft wird eine Basis zum selbstverantwortlichen neuapostolischen Christsein und zur erfolgreichen Auseinandersetzung mit auftretenden Lebens- und Glaubensfragen geschaffen.

2. Religionsunterricht als Instrument zur Kompetenzentwicklung

Über die Wissensvermittlung über Gottes Wirken anhand von biblischen Geschichten, die Lehre der Neuapostolischen Kirche und die Zusammenhänge im Heilsplan Gottes hinaus, werden anhand des in Module gegliederten Lehrstoffes Grundlagen vermittelt, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, Glaubens- und Lebenskompetenzen zu entwickeln und die Bildungsziele zu erreichen.

3. Religionsunterricht als Teil der Seelsorge

Die Heranwachsenden werden durch eine sachliche Auseinandersetzung mit den Fragen, welche den Glauben berühren, befähigt, ein verantwortungsbewusstes Leben vor Gott zu führen und bei in ihrem Leben konkret auftretenden Problemen oder entwicklungsbedingten Fragestellungen in ihrer Lebensführung begleitet.

4. Religionsunterricht in einer religiösen und weltanschaulichen Vielfalt

In einer Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Weltbildern werden den Schülerinnen und Schülern andere religiöse und weltanschauliche Konzepte vermittelt. Sie werden dabei unterstützt, sich ein sicheres und selbstständiges Urteil zu bilden.

5. Religionsunterricht als Aufgabe der Kirchengemeinde

Die Betreuung von Kindern und jugendlichen Schülerinnen und Schülern ist Aufgabe der Amtsträger und als Lehrkräfte beauftragten neuapostolischen Christinnen und Christen einer Kirchengemeinde.

Die Beauftragung geeigneter Lehrkräfte, die ihre Aufgabe in der Regel ehrenamtlich wahrnehmen, erfolgt durch den Vorsteher der Kirchengemeinde in Abstimmung mit der im Kirchenbezirk für den Religionsunterricht sowie die für die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte verantwortlichen Instanz.

 

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE:

Der neuapostolische Religionsunterricht wird - von wenigen Ausnahmen abgesehen - als schulstufenübergreifender- und zum Teil auch kirchengemeindeübergreifender Unterricht geführt. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Altersstufen und aus verschiedenen Schulen werden in aller Regel außerschulisch unter der Woche gemeinsam unterrichtet.

Vor allem in den ersten vier Schulstufen wird der Unterricht im zeitlichen Umfeld des Sonntagsgottesdienstes abgehalten, wobei von Zeit zu Zeit ein priesterlicher Amtsträger das Heilige Abendmahl im Kreis der Kinder feiert. Diese Kindergottesdienste sind integrativer Bestandteil des Religionsunterrichts. Als religiöse Übung stellen sie mit der Entwicklung entsprechenden Schwerpunkten und in altersgerechter Art einen praktischen Bezug zum Gottesdienst in der Kirchengemeinde und damit zu einem zentralen Bestandteil christlichen Lebens her.

Aus der Struktur der Kirchenbezirke ergibt sich zudem, dass fallweise ein bundesländerübergreifender Unterricht angeboten wird.

Diese Organisation des Unterrichts ist im Sinne einer möglichst weitgehenden Bildung pädagogisch vertretbarer Gruppengrößen (insbesondere Kleingruppen), zur Förderung der Gemeinschaft sowie zur Wahrung der erforderlichen Regionalität geboten. Sie ermöglicht zudem eine gemeinsame musikalische Auseinandersetzung mit dem neuapostolischen Liedgut.

Daraus ergeben sich im Hinblick auf die Didaktik folgende Ableitungen:

1.

Angesichts der schulstufenübergreifenden Unterrichtsgestaltung ist der Kompetenzerwerb nicht vertikal auf frühere Schulstufen aufbauend, sondern auf horizontaler Ebene durch eine modulare Gestaltung konstruiert. Die Religionslehrerinnen und -lehrer haben – unter Berücksichtigung von Entwicklungsstufe und Alter – die individuelle Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler voranzutreiben. Damit verbunden sind insbesondere die alters- und entwicklungsgerechte Zuteilung von Aufgaben und Rollen im Unterricht sowie das bewusste Aufarbeiten der individuellen alters- bzw. entwicklungsbezogenen Themenstellungen. Weiters ist die Verteilung des Lehrstoffes innerhalb des Schuljahres respektive Semesters so vorzunehmen, dass die jeweils neu hinzukommenden Schülerinnen und Schüler den Anschluss an den jeweiligen Abschnitt der Wechselfolge ohne Schwierigkeiten finden.

2.

Die Arbeit in den Kleingruppen soll als Chance verstanden werden, neben den gängigen Unterrichtsformen den interaktiven Unterricht, Gruppen- und Partnerarbeiten sowie prozessorientierten Unterricht besonders zu betonen.

3.

Die kirchengemeindeübergreifende Organisation des Unterrichts erfordert einen verstärkten Fokus auf das gegenseitige Kennenlernen sowie die Förderung der Gemeinschaft. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler die Chancen und Potentiale einer Vernetzung kennen und einsetzen lernen.

4.

Die Zusammenfassung von Schülerinnen und Schülern aus mehreren Schulen, die teilweise über unterschiedliche Schwerpunktsetzungen verfügen, soll im Unterricht aufgegriffen und insbesondere bei interaktiven Unterrichtssituationen in das Unterrichtsgeschehen eingebaut werden.

Bei der Durchführung des Unterrichts ist darauf zu achten, dass auf aktuelle kirchliche Ereignisse (wie zB Gottesdienst für Entschlafene, kirchliche Feiertage) und Jahresschwerpunkte eingegangen wird.

Zudem ist im Unterricht ein Bezug auf das Glaubensleben, die Umweltsituation sowie die persönliche Stellung der Schülerinnen und Schüler in der Kirchengemeinde zu nehmen. Dabei nimmt das Gebet einen unverzichtbaren Platz ein.

Die jeweiligen allgemeinen didaktischen Grundsätze des Lehrplans der jeweiligen Schulstufe gelten auch für den Religionsunterricht, soweit dies seine Eigenart zulässt (Altersadäquatheit, stete Förderung der Schüleraktivität, ständiger Bezug zur Glaubenspraxis, Aktualität, usw.). Die allgemeinen „Unterrichtsprinzipien“ und „Bildungsbereiche“ sind entsprechend zu beachten.

 

ALLGEMEINE BEMERKUNGEN ZUM OBERSTUFENUNTERRICHT:

Der Lehrplan für den Religionsunterricht der Neuapostolischen Kirche bekennt sich beim Oberstufenunterricht zu einer Kompetenzorientierung, die sich mit ihrem konfessionsübergreifenden Charakter in den nachfolgend dargestellten vierzehn gemeinsam formulierten Kompetenzen wiederfindet. An drei-, vier- und fünfjährigen Schulformen bildet die jeweils letzte Schulstufe ein Kompetenzmodul.

Ergänzend zu der Verteilung des Lehrstoffes wird unter Bezugnahme auf die interkonfessionell vereinbarten Kompetenzsätze beschrieben, wie über die Schulstufen des Oberstufenunterrichts die angestrebte Kompetenz vermittelt werden soll und erworben werden kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die innerhalb der Kompetenzen angeführten Angaben nicht abschließend sind, sondern lediglich Schwerpunkte darstellen.

Die Ausrichtung erfolgt auf die fünf Kompetenzbereiche „Wahrnehmen und beschreiben (Perzeption)“, „Verstehen und deuten (Kognition)“, „Gestalten und handeln (Performanz)“, „Kommunizieren und (be)urteilen (Interaktion)“ sowie „Teilhaben und entscheiden (Partizipation)“. Eine orientierende Funktion dieser unterschiedlichen Kompetenzbereiche besteht auch darin, dass sie Engführungen des Religionsunterrichts (zB eine einseitige kognitive oder performative Orientierung) zu vermeiden helfen.

Entsprechend der Domänenspezifität eines kompetenzorientierten Religionsunterrichts ist es gleichermaßen wichtig, dass darüber hinaus Kompetenzdimensionen entwickelt werden, die für religiöse Bildung grundlegend sind: Es handelt sich dabei um „Menschen und ihre Lebensorientierung“, „Gelehrte und gelebte Bezugsreligion“, „Religion in Gesellschaft und Kultur“ sowie um „Religiöse und weltanschauliche Vielfalt“. Eine ausgewogene Thematisierung dieser Dimensionen ist wichtig, damit sich Schülerinnen und Schüler angesichts der Individualisierung und Pluralisierung von Religion kompetent verhalten können. In der Darstellung werden diese Dimensionen mit ihrem primären Fokus den einzelnen Kompetenzsätzen zugeordnet.

I.

Die Schülerinnen und Schüler sind – ausgehend vom Gebot der Liebe (Lukas 10, 27) - in der Lage, sich selbst, ihr Lebensumfeld und die Welt mit ihren Chancen, Problemen, Grenzen und Entwicklungsmöglichkeiten offen und differenziert wahrzunehmen und diese Wahrnehmung zum Ausdruck zu bringen.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Menschen und ihre Lebensorientierung, Gelehrte und gelebte Bezugsreligion, Religion in Gesellschaft und Kultur

II.

Die Schülerinnen und Schüler können religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen. Sie (er)kennen und verstehen Sprach-, Kommunikations- und Gestaltungsformen, die für das religiöse Selbst- und Weltverständnis charakteristisch sind.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion, Religiöse und weltanschauliche Vielfalt

III.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen die vielfältigen Dimensionen religiösen Denkens und Handelns und reflektieren die unterschiedlichen Zugänge zur Religion sowie verschiedene Ausdrucksformen von Spiritualität.

Hauptsächliche Kompetenzdimension:

Religiöse und weltanschauliche Vielfalt

IV.

Die Schülerinnen und Schüler können die zentrale Botschaft, die Grundbegriffe, die Aussagen der wichtigsten Texte und Lehren, sowie entscheidende Phasen und geschichtliche Schlüsselereignisse der Neuapostolischen Kirche wiedergeben und deuten. Sie können in der Fülle des Einzelnen religionsspezifische und theologische Leitmotive entdecken.

Hauptsächliche Kompetenzdimension:

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

V.

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, zwischen verschiedenen kulturellen Ausprägungen der Neuapostolischen Kirche zu differenzieren, deren Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zu erkennen und sensibel darzustellen.

Hauptsächliche Kompetenzdimension:

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

VI.

Die Schülerinnen und Schüler können Grundformen religiöser Praxis (zB Rituale sowie religiöse Riten und Feiern) in ihrer allgemeinen und persönlichen Bedeutung beschreiben und reflektieren.

Hauptsächliche Kompetenzdimension:

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

VII.

Die Schülerinnen und Schüler können eigene religiöse Vorstellungen auf Grund der zentralen Deutungsmuster der Neuapostolischen Kirche reflektieren. Sie können wichtige Grundlagen anderer Religionen, Konfessionen und Weltanschauungen darlegen.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Menschen und ihre Lebensorientierung, Religiöse und weltanschauliche Vielfalt

VIII.

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, die zentralen Deutungsmuster der Neuapostolischen Kirche mit den Deutungsmustern anderer religiöser Traditionen, Weltanschauungen und Weltbilder in Beziehung zu setzen.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Religion in Gesellschaft und Kultur, Religiöse und weltanschauliche Vielfalt

IX.

Auf Basis ihres Wissens und der erworbenen dialogischen Grundhaltung sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage, in der (religions)pluralen Gesellschaft mit Angehörigen anderer Kulturen, Konfessionen und Religionen respektvoll zu kommunizieren.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Religion in Gesellschaft und Kultur

X.

Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene (religiös fundierte) Modelle ethischen Handelns beschreiben und beurteilen.

Hauptsächliche Kompetenzdimension:

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

XI.

Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, auf der Basis religiöser Grundwerte zu ethischen Konflikten sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen Diskursen Stellung zu nehmen.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Menschen und ihre Lebensorientierung, Religion in Gesellschaft und Kultur

XII.

Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, die zentrale Botschaft und die Deutungsmuster der Neuapostolischen Kirche als relevant für das Leben der und des Einzelnen sowie für das Leben in der Gemeinschaft aufzuzeigen und zu würdigen.

Hauptsächliche Kompetenzdimension:

Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

XIII.

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, in (inter)kulturellen und ethischen Herausforderungen unserer Welt Handlungsoptionen zu entwickeln und zu begründen, sowie Möglichkeiten von eigenem verantwortlichem Handeln zu beschreiben.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Menschen und ihre Lebensorientierung, Religion in Gesellschaft und Kultur

XIV.

Die Schülerinnen und Schüler können einen verantwortlichen Umgang mit Mensch und Natur darlegen.

Hauptsächliche Kompetenzdimensionen:

Menschen und ihre Lebensorientierung, Religion in Gesellschaft und Kultur

Diese Aussagen zu den zu erwerbenden Kompetenzen finden insbesondere bei der Aufteilung des Lehrstoffes ab dem Konfirmandenunterricht in den dort formulierten Bildungs- und Lehraufgaben ihren Niederschlag. Darüber hinaus werden aus dem kircheninternen Verständnis und unter Berücksichtigung der Aussagen im Katechismus der Neuapostolischen Kirche ergänzende Aussagen getroffen.

 

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES:

1. Schulstufe:

Gott ist der Schöpfer

-

Licht und Dunkel

-

Luft, Erde und Wasser

-

Samen und Pflanzen

-

Tier und Mensch

Gott erfüllt seine Verheißungen – Abraham

-

Bei Abram – Ruf und Verheißung – Abram und Lot

-

Abram errettet Lot – Abrams Gelübde

-

Besuch Gottes – Isaaks Geburt – Abrahams Prüfung

-

Elieser und Rebekka

Der liebe Gott ist den Seinen nah – Daniel

-

Daniel der fromme Jüngling und Traumdeuter

-

Die drei Männer im Feuerofen

-

Daniel vor Belsazer

-

Daniel in der Löwengrube

Jesus Christus ist Gottes Sohn

-

Johannes der Täufer

-

Der Herr Jesus wird getauft und empfängt den Heiligen Geist

-

Johannes bekennt Jesum Christum

-

Ich bin ein Gotteskind

Jesus Christus ist unser Lehrer

-

Vom rechten Beten

-

Von der Kraft des Glaubens

-

Vom beharrlichen Bitten

-

Wie wir Kinder beten

Jesus Christus – aller Seelen Freund

-

Jesus Christus und die Kinder

-

Die Tochter des Jairus

-

Der Jüngling von Nain

-

Jesus Christus ist mein bester Freund

Jesus Christus ist die Auferstehung

-

Der törichte Reiche

-

Der Herr Jesus erscheint Frauen am Grab

-

Der Herr Jesus erscheint den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus

-

Leben und Sterben

Apostel sind Botschafter an Christi statt

-

Die Apostel bekennen sich zu Jesu Christo

-

Vor dem Hohen Rat

-

Die Apostel setzen Diakone ein

-

Mein Apostel wirkt im Auftrag Jesu Christi

Ostern

-

Einzug in Jerusalem

-

Das letzte Mahl – Judas als Verräter

-

Gethsemane (Gefangennahme/Judaskuss)

-

Jesu Tod am Kreuz/Auferstehung

 

2. Schulstufe:

Gott segnet – Esau und Jakob

-

Das Linsengericht – Der Segen des Vaters Isaak

-

Jakobs Flucht und Traum

-

Bei Laban – Jakobs Familie und Wohlstand

-

Heimkehr – Jakob erhält seinen Namen Israel

Jesus Christus ist Gottes Sohn

-

Der Herr Jesus tritt an die Öffentlichkeit – erste Jünger

-

Jesu erstes Wunder

-

Der reiche Fischzug

-

Ich gehöre auch zu ihm

Jesus Christus ist unser Lehrer I

-

Das „Unser Vater“ (I)

-

Das „Unser Vater“ (II)

-

Das Gleichnis von der bittenden Witwe

-

Jesus Christus lehrt uns Kinder beten

Jesus Christus ist unser Lehrer II

-

Von der wahren Hilfsbereitschaft

-

Das Gleichnis von den anvertrauten Zentnern

-

Das Scherflein der Witwe

-

Auch wir Kinder opfern

Jesus Christus ist unser Heiland und Erlöser

-

Jesus Christus, der gute Hirte

-

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

-

Der Herr Jesus heilt einen Gichtbrüchigen

-

Der Herr Jesus hat uns lieb

Jesus Christus ist die Auferstehung

-

Das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus

-

Jesus Christus erzählt von seiner Wiederkunft

-

Wir freuen uns auf die Erste Auferstehung

-

Wir bereiten uns auf die Erste Auferstehung vor

Jesus Christus sendet Apostel

-

Das Bekennen der Apostel

-

Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch

-

Der Apostel Petrus empfängt den Auftrag, Lämmer und Schafe Christi zu weiden

-

Unser Stammapostel

Apostel sind Botschafter an Christi statt

-

Der Apostel Petrus im Gefängnis

-

Der Kerkermeister zu Philippi wird gläubig

-

Unsere Apostel wirken (I)

-

Unsere Apostel wirken (II)

Weihnachtsgeschichte

-

Die Geburt Johannes des Täufers – Maria und Elisabeth

-

Die Geburt Jesu Christi

-

Die Botschaft des Engels an die Hirten

-

Fürchtet euch nicht!

 

3. Schulstufe:

Gott bewahrt sein Eigentum – Joseph I

-

Joseph und seine Brüder

-

Joseph wird verkauft

-

Joseph im Haus Potiphars

-

Joseph als Traumdeuter

Gott bewahrt sein Eigentum – Joseph II

-

Joseph als Ratgeber

-

Joseph als Retter

-

Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen

-

Joseph zieht nach Ägypten

Jesus Christus ist Gottes Sohn

-

Der 12-jährige Jesus im Tempel

-

Der Sturm auf dem Meer

-

Der Herr Jesus wandelt auf dem Meer

-

Ich fürchte mich nicht – der Herr ist bei mir

Jesus Christus ist unser Lehrer I

-

Der Herr Jesus reinigt den Tempel

-

Die Fußwaschung

-

Das Gebot der Liebe

-

Unsere Kraft als Gotteskinder

Jesus Christus ist unser Lehrer II

-

Das Gleichnis vom Senfkorn

-

Das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld

-

Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen

-

Das Herz – ein kleines Himmelreich

Jesus Christus – aller Seelen Freund

-

Die Speisung der Fünftausend

-

Die Heilung am Teich Bethesda

-

Jesus Christus kehrt beim Zöllner Zachäus ein

-

Mein Segensträger ist ein Bote des Herrn Jesus

Jesus Christus ist die Auferstehung

-

Thomas zweifelt

-

Jesus Christus erscheint in Galiläa

-

Die Verheißung des Heiligen Geistes und Christi Himmelfahrt

-

Jesus ist auferstanden

Sakramente

-

Die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten

-

Die ersten Apostel predigen und taufen

-

Ich bin getauft

-

Ich bin versiegelt

Ostern

-

Das Heilige Abendmahl

-

Letzte Leidensankündigung und Verrat des Judas

-

Gethsemane

-

Kreuzigung – Auferstehung

 

4. Schulstufe:

Gott ist barmherzig, gnädig und geduldig – Mose I

-

Mose

-

Mose wird berufen

-

Die Plagen

-

Der Auszug

Gott ist barmherzig, gnädig und geduldig – Mose II

-

Rettung am Schilfmeer

-

Gottes Bund

-

Gottes Heiligtum

-

Am Ziel

Gott ist den Seinen nahe – Elia

-

Elia und Ahab

-

Elia und die Witwe von Zarpath

-

Elia auf dem Berg Karmel

-

Elia auf dem Berg Horeb

Jesus Christus ist Gottes Sohn

-

Der Herr Jesus in Nazareth

-

Du bist der Sohn Gottes

-

Jesus Christus im Tempel

-

Im Gotteshaus begegnen wir Jesu Christo

Jesus Christus ist unser Lehrer

-

Jesus heilt den blinden Bartimäus

-

Wie wir im Gebet bitten

-

Die Heilung der zehn Aussätzigen

-

Wir wollen das Danken nie vergessen

Jesus Christus ist unser Heiland und Erlöser

-

Das Gleichnis vom verlorenen Groschen

-

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

-

Jesus Christus und die Sünderin

-

Wir dürfen immer zum Herrn kommen

Jesus Christus ist die Auferstehung

-

Irdisches Leben und ewiges Leben

-

Die zehn Jungfrauen

-

Offenbarung (I)

-

Offenbarung (II)

Sakramente

-

Gottes Werk kommt nach Samarien

-

Der Kämmerer aus dem Morgenland

-

Ich freue mich ein Gotteskind zu sein

-

Gottes Liebe gilt allen

Weihnachtsgeschichte

-

Die Geburt Jesu Christi

-

Die Weisen aus dem Morgenland

-

Die Flucht nach Ägypten

-

Das große Geschenk

 

5. Schulstufe:

Vorchristliche Zeit

-

Größe Gottes – Die Schöpfung

-

Die Verführung – Adam und Eva

-

Herrschen über Sünde – Kain und Abel

-

Glaubensgehorsam – Noah

-

Entscheidungen – Abraham und Lot

-

Verheißung und Bundesschluss – Abraham und Isaak

-

Zeichen der Braut – Elieser findet Rebekka

-

Segen – Esau und Jakob

-

Gottes Wege – Joseph

-

Versöhnung – Wiedersehen in Ägypten

-

Gottes Auftrag – Mose und Aaron

-

Befreiung – Auszug aus Ägypten

-

Errettung und Fürsorge – Schilfmeer und Wüstenwanderung

-

Gottgewollte Ordnung – Gebote

-

Priesterlicher Dienst – Stiftshütte

-

Mangelndes Gottvertrauen – 40 Jahre in der Wüste

-

Erfüllung der Verheißung – Einnahme Kanaans

-

Göttliche Hilfe – Richter und der erste König Israels

-

Vertrauen – David

-

Göttliche Weisheit – Salomo

-

Die Entwicklung des Volkes Israels bis Salomo

-

Glaubenseifer – Elia

-

Göttliche Wunder – Elisa

-

Mund Gottes – Propheten I

-

Berufung – Propheten II

-

Frömmigkeit – Daniel

-

Weitere Entwicklung des Volkes Israel

Bibel

-

Die Bibel I

-

Die Bibel II

Wirken Jesu Christi

-

Palästina zur Zeit der Geburt Christi

-

Glaube – Maria und der Engel

-

Freude – Jesus wird geboren

-

Wegbereiter – Johannes der Täufer

-

Bewährung – Jesus wird versucht

-

Nachfolge – Jesus schart Jünger um sich und erwählt Apostel

 

6. Schulstufe:

Wirken Jesu Christi

-

Jesus lehrt beten

-

Jesus als Lehrer

-

Jesus ist der Weg zu Gott

-

Jesus wirkt Wunder

-

Jesus nimmt sich der Verlorenen an

-

Jesus spricht über die richtige Gesinnung

-

Jesus spricht über die Notwendigkeit des Vergebens

-

Jesus rät, am ersten nach dem Reich Gottes zu trachten

-

Begegnungen mit Jesu können einen Sinneswandel bewirken

-

Die Verklärung Jesu Christi

-

Jesus weckt Tote auf

-

Jesus, der gute Hirte

-

Jesus lehrt Barmherzigkeit

-

Jesus spricht über Mitarbeit

-

Jesus rät, sein Kommen wachsam zu erwarten

-

Erwartungen bei Jesu Einzug in Jerusalem

-

Jesus feiert Heiliges Abendmahl

-

Aussagen Jesu über den Heiligen Geist

-

Jesus im Garten Gethsemane

-

Jesu Leidensweg

-

Jesu Opfer

-

Die Auferstehung Jesu Christi

-

Jesus sendet die Apostel und fährt auf zu seinem Vater

Ausbreitung des Christentums

-

Pfingsten – Ausgießung des Heiligen Geistes

-

Beständigkeit der ersten Gemeinde Christi

-

Die Entwicklung der Gemeinde in Jerusalem

-

Die Ausbreitung des Christentums im römischen Reich

-

Die besondere Stellung des Apostels Petrus I

-

Die besondere Stellung des Apostels Petrus II

-

Der Apostel Paulus I

-

Der Apostel Paulus II

Geschichte und Gegenwart der Neuapostolischen Kirche

-

Sakramente

-

Die Ämter in der Neuapostolischen Kirche

-

Apostel Jesu Christi

-

Christus und die Gemeinde

 

7. Schulstufe:

Zukunft des Erlösungswerkes Gottes

-

Die Offenbarung I

-

Die Offenbarung II

Ausbreitung des Christentums

-

Die nachapostolische Zeit (etwa 100 bis 400 n. Chr.)

-

Die Bedeutung des römischen Kaisers Konstantin für die Kirche

-

Weitere Entwicklung des Christentums im Abendland bis zum 13. Jahrhundert

-

Leben im Kloster

-

Die Reformation I

-

Die Reformation II

-

Die christliche Mission

-

Das Christentum in Europa um 1800

Nicht-christliche Religionen

-

Weltreligionen I

-

Weltreligionen II

Geschichte und Gegenwart der Neuapostolischen Kirche

-

Der Albury-Kreis

-

Erweckung von Gaben aus dem Heiligen Geist

-

Die Berufung der ersten Apostel der Endzeit

-

Die Apostel beginnen zu wirken

-

Die Entwicklung der Katholisch-apostolischen Kirche

-

Die Entstehung der Neuapostolischen Kirche

-

Das Wachstum der Neuapostolischen Kirche I

-

Das Wachstum der Neuapostolischen Kirche II

-

Unser Gottesdienst

-

Gemeinschaft I

-

Gemeinschaft II

-

Das Stammapostelamt

-

Die Amtszeiten der Stammapostel Krebs und Niehaus

-

Die Amtszeiten der Stammapostel Bischoff und Schmidt

-

Die Amtszeiten der Stammapostel Streckeisen und Urwyler

-

Die Amtszeiten der Stammapostel Fehr und Leber

-

Neuapostolisch – immer?

-

Unsere Gemeinde und unser Bezirk

-

Bezirksapostel, Apostel und Bischof

-

Feiertage und besondere Gottesdienste im Jahresablauf

-

Neuapostolisch – wozu?

-

Toleranz und Anpassung

-

Die Neuapostolische Kirche weltweit

 

8. Schulstufe und

9. Schulstufe (1. und 2. Semester der Oberstufe):

Die Inhalte der dargestellten Lernfelder in der 8. und 9. Schulstufe werden als Konfirmandenunterricht durchgeführt.

Angesichts der schulstufenübergreifenden Unterrichtsorganisation werden diese Inhalte teilweise in der Unterstufe, teilweise in der Oberstufe unterrichtet. Neuzugehende Schülerinnen und Schüler steigen - sofern ein Konfirmandenunterricht läuft - in das nächste Modul (Inhalte A oder B) ein und absolvieren im folgenden Schuljahr das zweite Modul (Inhalte B oder A).

 

Inhalte A

Der dreieinige Gott – das Apostolikum

-

Der 1. Glaubensartikel – Gott, der Vater

-

Der 2. Glaubensartikel – Gott, der Sohn - Jesus Christus

-

Der 3. Glaubensartikel – Gott, der Heilige Geist

Der neuapostolische Christ und sein Glaubensleben – Schwerpunkt „Gebote“

-

Das Gebet

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Das 1. und 2. Gebot – Gottesfurcht

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Das 3. Gebot – Heiligung des Feiertages

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Das 4. Gebot – Eltern und Kinder

-

Das 5. Gebot – Leben und Unsterblichkeit

-

Das 6. Gebot – Freundschaft, Liebe und Treue

-

Das 7. Gebot – Irdische Werte – Geistliche Werte

-

Das 8. Gebot – Göttliche Wahrheit

-

Das 9. und 10. Gebot – Friede und Zufriedenheit

-

Der 10. Glaubensartikel – Menschliche und göttliche Gesetze

 

Inhalte B

Die Neuapostolische Kirche

-

Aufbau und Organisation

Die Ämter der Neuapostolischen Kirche

-

Der 4. Glaubensartikel – Das Apostelamt

-

Der 5. Glaubensartikel – Die Amtsgaben

Die Gnade

-

Der Begriff „Sünde“

-

Bedeutung der Gnade – Sündenvergebung

Die Sakramente

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Der 6. Glaubensartikel – Die Heilige Taufe mit Wasser

-

Der 7. Glaubensartikel – Das Heilige Abendmahl

-

Der 8. Glaubensartikel – Die Heilige Versiegelung – Die Taufe mit dem Heiligen Geist

Zukunftsglaube des Neuapostolischen Christen

-

Der 9. Glaubensartikel – Unsere Zukunft – ewige Gemeinschaft mit Gott

Der neuapostolische Christ und sein Glaubensleben – Schwerpunkt „Tugenden“

-

Opferbereitschaft

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Die Frucht des Heiligen Geistes

-

Glaube, Liebe, Hoffnung und weitere christliche Tugenden

Gemeinsame Lehrinhalte für A und B

-

Konfirmation

-

Segen

-

Gottesdienst für Entschlafene

-

Die Bibel als Lebensbegleiter

Bildungs- und Lehraufgabe:

-

Die 10 Gebote und christliche Tugenden sind bekannt und können im Hinblick auf die Herausforderungen und Spannungsfelder in der heutigen Gesellschaft gedeutet werden. (Kompetenz I)

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Sakramentale Handlungen und Segensspendungen werden wahrgenommen und verstanden. Die zentrale Bedeutung des Gebetes für das Heil der Menschheit – auch für bereits verstorbene Menschen – kann aufgezeigt werden. (Kompetenz II)

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Die Grundzüge der Neuapostolischen Glaubenslehre können beschrieben und im Grundsätzlichen gedeutet werden. (Kompetenz III)

-

Zentrale Inhalte der Neuapostolischen Glaubenslehre sind bekannt und können dargelegt werden. (Kompetenz IV)

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Wichtige Fakten über die weltweite Ausdehnung und Organisation der Neuapostolischen Kirche und das gemeinsame Glaubensziel aller Mitglieder können beschrieben werden. (Kompetenz V)

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Die Bedeutung der gottesdienstlichen Handlungen und deren Konsequenzen für das persönliche Glaubensleben können nachvollzogen werden. Auf dieser Basis kann eine bewusste Entscheidung bei der Konfirmation getroffen werden. (Kompetenz VI)

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Der dreieinige Gott kann als Ursache und Ziel der individuellen religiösen Vorstellungen beschrieben werden. (Kompetenz VII)

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Der dreieinige Gott kann als Ursache und Ziel religiöser Vorstellungen beschrieben werden. (Kompetenz VIII)

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Auf der Grundlage der Heiligen Schrift wird Jesus Christus als Vorbild für den Umgang mit anderen Menschen erkannt. (Kompetenz IX)

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Biblische Aussagen aus dem Alten und Neuen Testament können als Grundlage für Fragen des funktionierenden Zusammenleben in der Familie, Kirchengemeinde, in weiteren persönlichen Lebensbereichen und in der Gesellschaft angewendet werden. (Kompetenz X)

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Biblische Aussagen aus dem Alten und Neuen Testament werden als Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben in der Familie, Kirchengemeinde, in weiteren persönlichen Lebensbereichen und in der Gesellschaft verstanden und können kommuniziert werden. (Kompetenz XI)

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Die Wiederkunft Christi als zentrale Botschaft der Neuapostolischen Kirche und ihre Ausprägungen in den Lehraussagen können dargelegt und biblisch begründet werden. (Kompetenz XII)

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Aussagen der Heiligen Schrift können auf Lebenssituationen übertragen werden. Das Gebet wird als Hilfe für die Entwicklung von Handlungsoptionen und Entscheidungen verstanden. (Kompetenz XIII)

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Auf der Grundlage der Heiligen Schrift können Aussagen zum Umgang mit anderen Menschen und mit der Natur dargelegt werden. (Kompetenz XIV)

10., 11. und 12. Schulstufe (3. bis 8. Semester der Oberstufe):

Die Inhalte der dargestellten Lernfelder in der 10., 11. und 12. Schulstufe werden als Oberstufenunterricht durchgeführt.

Angesichts der schulstufenübergreifenden Unterrichtsorganisation werden diese Inhalte i.d.R. kirchengemeindeübergreifend als Blockunterricht durchgeführt. Neuzugehende Schülerinnen und Schüler steigen - sofern für die sie betreffende Kirchengemeinde ein Oberstufenunterricht läuft - in das nächste Inhalts-Modul (Inhalte C, D oder E) ein und absolvieren in den folgenden Schuljahren die nächstfolgenden Inhalte.

 

Inhalte C

10. Schulstufe (3. Semester der Oberstufe) – Kompetenzmodul 3

Das Apostelamt

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Das Urchristentum – das Wirken der ersten Apostel

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Entstehung und Entwicklung der Neuapostolischen Kirche

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Bedeutung des Apostolats in der Neuapostolischen Kirche

Das Kirchenjahr

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Historischer Hintergrund christlicher Fest- und Feiertage

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Das Kirchenjahr – Fest- und Feiertage der Neuapostolischen Kirche

Beziehung zwischen Mann und Frau

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Freundschaft und Partnerschaft

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Glaube und Sexualität

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Der biblische und historische Hintergrund der Neuapostolischen Religion kann dargestellt und in Bezug zur heutigen Gestalt der Neuapostolischen Kirche gebracht werden. (Kompetenz IV)

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Christliche Fest- und Feiertage im Kirchenjahr werden wahrgenommen und können sowohl hinsichtlich ihrer historischen als auch ihrer aktuellen Bedeutung interpretiert werden. (Kompetenz VI)

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Die Fest- und Feiertage der Neuapostolischen Kirche werden wahrgenommen und ihr Zusammenhang mit dem historischen und aktuellen göttlichen Wirken erkannt. (Kompetenz VII)

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Die Bedeutung der Fest- und Feiertag in unterschiedlichen Religionen kann im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Neuapostolischen Glauben untersucht werden. (Kompetenz VIII)

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Die Aufgaben des Apostelamts im Zusammenhang mit der Wiederkunft Christi können unter Berücksichtigung der Situation in der christlichen Urkirche erklärt werden. (Kompetenz XII)

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Die Aussagen der Neuapostolischen Kirche zur Lebens- und Familienplanung können beschrieben werden. (Kompetenz XIV)

 

10. Schulstufe (4. Semester der Oberstufe) – Kompetenzmodul 4

Der neuapostolische Christ und sein Glaubensleben – Schwerpunkt „Individuelle Positionierung“

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Das Evangelium als Grundlage des Glaubens

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Zentrale Lehraussagen der Neuapostolischen Kirche

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Lehraussagen – Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen christlichen Konfessionen

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Weltbilder

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Sünde und Schuld

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Glaube und Freiheit

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Engagement der Kirche in der Gesellschaft

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Persönliches Engagement in Kirche und Gesellschaft

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Die Freiheit zur Entscheidung und Handlung wird verstanden und kann als Grundlage für ein verantwortungsvolles und begründetes Gestalten und Handeln im eigenen Leben herangezogen werden. (Kompetenz I)

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In der Lebenswelt können glaubensrelevante Elemente wahrgenommen, aufgezeigt und analysiert werden. Ein Bezug zur Verkündigung in der Neuapostolischen Kirche und zu Aussagen in der Heiligen Schrift kann hergestellt werden. (Kompetenz IV)

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Zentrale Positionen aus der Lehre der Neuapostolischen Kirche sind bekannt und können in das eigene Leben eingeordnet werden. (Kompetenz VII)

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Zentrale Positionen aus der Lehre der Neuapostolischen Kirche können im Hinblick auf andere religiöse und weltanschauliche Konzepte vertreten werden. (Kompetenz VIII)

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Auf der Grundlage des eigenen religiösen Weltbildes und Standpunktes kann eine Beziehung zu anderen Positionen hergestellt und respektvoll diskutiert werden. (Kompetenz IX)

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Implikationen der Wiederkunft Christi auf die eigene Lebensführung können benannt und kritisch reflektiert werden. (Kompetenz XII)

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Auf der Grundlage der Heiligen Schrift entwickelte Handlungsoptionen können in Beziehung zu anderen Methoden der Entscheidungsfindung gesetzt und argumentiert werden. (Kompetenz XIII)

 

Inhalte D

Für den Fall, dass die 11. Schulstufe die letzte Schulstufe darstellt, umfasst das Kompetenzmodul 5 die 11. Schulstufe.

11. Schulstufe (5. Semester der Oberstufe) – Kompetenzmodul 5

Selbstoffenbarungen Gottes

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Dreieinigkeit Gottes

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Historische und gegenwärtige Offenbarungen Gottes

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Evangelium Jesu – Schwerpunkte der Verkündigung

Sakramente

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Die Sakramente der Neuapostolischen Kirche

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Sakramente in anderen christlichen Kirchen

Der erlösungsbedürftige Mensch

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Der Weg zur Erlösung

Leben und Tod

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Leben und Lebenssinn

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Sterben und Tod

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Ewiges Leben

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Sakramentale Handlungen in anderen christlichen Konfessionen können wiedergegeben und den Sakramenten der Neuapostolischen Kirche gegenüber gestellt werden. Das Apostelamt und dessen Bedeutung im Hinblick auf die Wiederkunft Christi können dargestellt werden. (Kompetenz II)

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Die Heilsbedeutung der Neuapostolischen Glaubenslehre für das persönliche Leben kann beschrieben und gedeutet werden. (Kompetenz IV)

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Am Beispiel der Sakramente kann die Dimension des göttlichen Wirkens und des Beitrages des Gläubigen aufgezeigt und in der Folge auf andere kirchliche Handlungen und Ereignisse übertragen werden. (Kompetenz VI)

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Gott kann in seiner Dreieinigkeit und in seiner gegenwärtigen und zukünftigen Offenbarung beschrieben werden. Das Apostelamt kann erklärt und in seiner Bedeutung für das persönliche Leben wahrgenommen werden. (Kompetenz VII)

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Das Wirken Gottes und die Bedeutung des Apostelamts in der Neuapostolischen Kirche und anderen christlichen Kirchen kann verglichen und kommentiert werden. (Kompetenz VIII)

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Auf der Grundlage der Aussage der Neuapostolischen Kirche, dass das Leben nicht als zeitlich begrenzt zu verstehen ist, können Entscheidungsalternativen erarbeitet werden, die nicht nur auf einer Bewertung der gegenwärtigen Situation gründen. (Kompetenz X)

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Bei der Diskussion von gesellschaftlich relevanten Themen können Entscheidungsalternativen angeboten und argumentiert werden, die neben der unmittelbaren Lebens- auch eine Glaubensperspektive beinhalten. Das Entschlafenenwesen in der Neuapostolischen Kirche kann erklärt und biblisch belegt werden. (Kompetenz XI)

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Die gegenwärtigen Angebote im Heils- und Erlösungsplan Gottes werden wahrgenommen, können beschrieben und im Gesamtzusammenhang entwickelt werden. (Kompetenz XII)

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Die Position der Neuapostolischen Kirche zu Situationen an der Schnittstelle zwischen Leben und Tod ist bekannt und kann argumentiert werden. (Kompetenz XIII)

 

11. Schulstufe (6. Semester der Oberstufe) – Kompetenzmodul 6

Der neuapostolische Christ und sein Glaubensleben – Schwerpunkt „Das Leben in der Kirchengemeinde“

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Die Gemeinde lebt

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Frauen in der Kirche

Beziehung zwischen Mann und Frau

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Ehe und Familie

Interreligiöser Dialog – Schwerpunkt „Weltreligionen“

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Entwicklung christlicher Glaubenstraditionen

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Weltreligionen

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Rollenverteilung in der Kirchengemeinde kann eine fundierte Entscheidung über die eigene Rolle getroffen und kommuniziert werden. (Kompetenz I)

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Unter Wahrung der eigenen religiösen Gefühle und Wertvorstellungen soll die Entwicklung des Christentums und das Wesentliche der Weltreligionen beschrieben und beurteilt werden können. (Kompetenz III)

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Die Voraussetzungen für ein gelingendes Zusammenleben in der Kirchengemeinde können skizziert werden. Zur Rolle der Frau in der Neuapostolischen Kirche und in anderen christlichen Konfessionen kann Stellung bezogen werden. Auf dieser Grundlage können die eigene Positionierung innerhalb der Kirchengemeinde herausgearbeitet und Beziehungsfelder zu Mitgliedern reflektiert werden. (Kompetenz V)

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Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Christentums können bedeutsame Inhalte anderer christlicher Konfessionen beschrieben werden. (Kompetenz VII)

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Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Christentum und anderen Weltreligionen können erklärt werden. (Kompetenz VIII)

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Gemeinsame Entwicklungen und Inhalte der verschiedenen christlichen Konfessionen und die Anliegen der Weltreligionen sind bekannt und Grundlage einer wertschätzenden Kommunikation. (Kompetenz IX)

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Die Position der Neuapostolischen Kirche zu Fragen des Zusammenlebens in Partnerschaft und Ehe ist bekannt und kann argumentiert werden. (Kompetenz XIII)

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Zu Fragen der Lebens- und Familienplanung und zur Abtreibung können die Positionen in der Gesellschaft und in der Neuapostolischen Kirche dargelegt und gegenübergestellt werden. (Kompetenz XIV)

 

Inhalte E

12. Schulstufe (7. und 8. Semester der Oberstufe) – Kompetenzmodul 7 sowie für das 8. Semester der fünfjährigen Formen der Oberstufe der allgemein bildenden höheren Schulen und berufsbildenden höheren Schulen – Kompetenzmodul 8

7. Semester der Oberstufe

Die Heilige Schrift

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Entstehung und Aufbau der Bibel

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Bibel lesen, forschen und verstehen

Vereinbarkeit von Wissenschaft und Glaube

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Bedeutung und Grenzen des Glaubens

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Bedeutung und Grenzen des Wissens

Der Heils- und Erlösungsplan

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Erlösung im Diesseits

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Erlösung im Jenseits

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Wiederkunft Jesu

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Rollenverteilung in der Gesellschaft kann auf der Grundlage der Neuapostolischen Glaubenslehre eine fundierte Entscheidung über die eigene Rolle getroffen und kommuniziert werden. (Kompetenz I)

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Die über das natürliche Leben hinausgehende Heilsbedeutung der neuapostolischen Glaubenslehre wird verstanden und kann gedeutet werden. (Kompetenz IV)

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Wechselbeziehungen, Potentiale und Grenzen von Glauben und Wissen können aufgezeigt werden. Religiöse und weltanschauliche Konzepte können kommuniziert werden. (Kompetenz VII)

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Aussagen aus der neuapostolischen Glaubenslehre können auf individuelle Lebenssituationen übertragen und zur Beurteilung von Fragen zum verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Leben herangezogen werden. (Kompetenz X)

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Aussagen aus der neuapostolischen Glaubenslehre können auf gesellschaftlich relevante Themen angewendet und in eine Diskussion eingebracht werden. (Kompetenz XI)

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Implikationen der Wiederkunft Christi auf das Leben im gesellschaftlichen Kontext können benannt und kritisch reflektiert werden. (Kompetenz XII)

 

8. Semester der Oberstufe

Der neuapostolische Christ und sein Glaubensleben – Schwerpunkt „Vorbild Jesus“

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Gebete Jesu und das persönliche Gebet

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Wesen Jesu als Vorbild für die persönliche Verwirklichung in der Gesellschaft

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Der „öffentliche“ Christ

Interreligiöser Dialog – Schwerpunkt „Religionenkunde“

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Christliche Religionen

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Religionen ohne Gott

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Neue religiöse Lehren

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Rollenverteilung in der Gesellschaft kann auf der Grundlage der Neuapostolischen Glaubenslehre eine fundierte Entscheidung über die eigene Rolle getroffen und kommuniziert werden. (Kompetenz I)

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Die Bedeutung des persönlichen Gebetes und des Gebetes in der Gemeinde kann nachvollzogen und erläutert werden. Auf dieser Basis können fundierte Entscheidungen zur eigenen Gebetspraxis getroffen werden. (Kompetenz II)

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Die religiöse Vielfalt in Österreich und weltweit soll wahrgenommen und mit Verständnis und Toleranz gewürdigt werden können. (Kompetenz III)

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Die christliche Lehre wird als Grundlage für einen toleranten Umgang mit von Diskriminierung bedrohten und betroffenen Gruppen der Gesellschaft erkannt und auf Situationen im eigenen Umfeld übertragen werden. (Kompetenz V)

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Mit Positionierungen anderer religiöser und weltanschaulicher Konzepte kann ein Vergleich durchgeführt und das Ergebnis kritisch reflektiert werden. (Kompetenz VIII)

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Aussagen aus der neuapostolischen Glaubenslehre können auf individuelle Lebenssituationen übertragen und zur Beurteilung von Fragen zum verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Leben herangezogen werden. (Kompetenz X)

-

Aussagen aus der neuapostolischen Glaubenslehre können auf gesellschaftlich relevante Themen angewendet und in eine Diskussion eingebracht werden. (Kompetenz XI)

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Implikationen des Lebens Christi auf das Leben im gesellschaftlichen Kontext können benannt und kritisch reflektiert werden. (Kompetenz XII)

 

13. Schulstufe (9. und 10. Semester der Oberstufe für fünfjährige Formen der Oberstufe der allgemein bildenden höheren Schulen sowie der berufsbildenden höheren Schulen) – Kompetenzmodul 9

Die Inhalte der Lernfelder in der 10., 11. und 12. Schulstufe werden (wie dargestellt) als schulstufenübergreifender Unterricht durchgeführt.

 

9. Semester der Oberstufe

Der neuapostolische Christ und sein Glaubensleben – Schwerpunkt „Das Leben in der Gesellschaft“

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Das Individuum als Teil der Gesellschaft

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Umgang mit Medien

Bildungs- und Lehraufgabe:

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In den Medien vermittelte sowie in der Gesellschaft vertretene Haltungen und Werte können kritisch reflektiert und auf Basis der eigenen Überzeugung sachlich kommentiert werden. (Kompetenz IX)

-

Aussagen aus der neuapostolischen Glaubenslehre können auf gesellschaftlich relevante Themen angewendet und in eine Diskussion eingebracht werden. (Kompetenz XI)

 

10. Semester der Oberstufe

Glaube und Sexualität

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Kirchliche Stellungnahme zu sexuellen Orientierungen und Identitäten

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Respekt- und verständnisvoller Umgang mit allen Menschen, unabhängig von der sexuellen Orientierung

Bildungs- und Lehraufgabe:

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Aussagen aus der neuapostolischen Glaubenslehre können auf gesellschaftlich relevante Themen angewendet und in eine Diskussion eingebracht werden. (Kompetenz XI)

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Die Position der Neuapostolischen Kirche zu Fragen unterschiedlicher sexueller Veranlagungen ist bekannt und kann argumentiert werden. (Kompetenz XIII)

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Zu Fragen der Lebens- und Familienplanung außerhalb der Ehe können die Positionen in der Gesellschaft und in der Neuapostolischen Kirche dargelegt und gegenübergestellt werden. (Kompetenz XIV)