BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2015

Ausgegeben am 6. November 2015

Teil I

128. Bundesgesetz:

Änderung des Klimaschutzgesetzes und des Emissionszertifikate-gesetzes 2011

(NR: GP XXV RV 800 AB 804 S. 96. BR: AB 9461 S. 846.)

128. Bundesgesetz, mit dem das Klimaschutzgesetz und das Emissionszertifikategesetz 2011 geändert werden

Der Nationalrat hat beschlossen:

Artikel 1
Änderung des Klimaschutzgesetzes

Das Bundesgesetz zur Einhaltung von Höchstmengen von Treibhausgasemissionen und zur Erarbeitung von wirksamen Maßnahmen zum Klimaschutz (Klimaschutzgesetz – KSG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 106 aus 2011, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 94 aus 2013,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Dem Text des Paragraph 10, wird die Absatzbezeichnung „(1)“ vorangestellt; folgender Absatz 2, wird angefügt:

  1. Absatz 2Artikel 1 des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 128 aus 2015, tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.“

Novellierungsanordnung 2, Die Überschrift der Anlage 1 lautet:

„Höchstmengen von Treibhausgasemissionen nach Sektoren

für den Verpflichtungszeitraum 2008 bis 2012

in Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxidäquivalent

(berechnet nach den revidierten 1996 IPCC-Richtlinien

für Nationale Treibhausgasinventuren)“

Novellierungsanordnung 3, Anlage 2 lautet:

„Anlage 2

Jährliche Höchstmengen von Treibhausgasemissionen nach Sektoren

für den Verpflichtungszeitraum 2013 bis 2020

in Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxidäquivalent

(berechnet nach den 2006 IPCC-Richtlinien

für Nationale Treibhausgasinventuren)

Sektor

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

Abfallwirtschaft

CRF-Sektoren 1A1a – other fuels; und 6

3,1

3,0

3,0

2,9

2,9

2,8

2,8

2,7

Energie und Industrie (Nicht-Emissionshandel)

CRF-Sektoren 1A1 (abzüglich 1A1a – other fuels), 1A2, 1A3e, 1B, 2A, 2B, 2C, 2D, 2G und 3

7,0

6,9

6,9

6,8

6,7

6,6

6,6

6,5

Fluorierte Gase

CRF-Sektoren 2E und 2F

2,2

2,2

2,2

2,2

2,1

2,1

2,1

2,1

Gebäude

CRF-Sektoren 1A4a und 1A4b

10,0

9,7

9,4

9,1

8,8

8,5

8,2

7,9

Landwirtschaft

CRF-Sektoren 1A4c und 4

8,0

8,0

8,0

7,9

7,9

7,9

7,9

7,9

Verkehr

CRF-Sektoren 1A3a (abzüglich CO2), 1A3b, 1A3c, 1A3d und 1A5

22,3

22,3

22,2

22,1

22,0

21,9

21,8

21,7

Gesamtsumme

52,6

52,1

51,5

51,0

50,4

49,9

49,4

48,8

Artikel 2
Änderung des Emissionszertifikategesetzes 2011

Das Bundesgesetz über ein System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten (Emissionszertifikategesetz 2011 – EZG 2011), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 118 aus 2011,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 107 aus 2015,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, In Paragraph 10 a, Absatz eins, Ziffer 3, wird „Art. 14“ durch „Art. 15“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 2, Nach Paragraph 39, wird folgender Paragraph 40, eingefügt:

„Mitnahme von Gutschriften

Paragraph 40,

  1. Absatz einsZertifizierte Emissionsreduktionen und Emissionsreduktionseinheiten für bis 31. Dezember 2012 erfolgte Emissionsreduktionen, welche nicht gemäß Paragraph 37, Ziffer eins, im Register umgewandelt wurden oder von einer Umwandlung ausgeschlossen sind sowie Gutschriften gemäß Paragraph 37, Ziffer 2 und 3 können in die Handelsperiode 2013 bis 2020 übertragen werden, wenn sie sich zum Stichtag 31. August 2015 auf einem Konto im österreichischen Kyoto-Register befinden.
  2. Absatz 2Falls am Stichtag die Menge an zertifizierten Emissionsreduktionen und Emissionsreduktionseinheiten auf Kyoto-Konten der Republik Österreich und Kyoto-Konten von Anlageninhabern und Personen die Anzahl von jeweils 8.594.650 pro Art der Gutschrift übersteigt, unterliegen die Gutschriften auf Konten von Anlageninhabern und Personen einer proportionalen Kürzung, so dass die Höchstmenge eingehalten wird.“

Novellierungsanordnung 3, Dem Paragraph 59, wird folgender Absatz 6, angefügt:

  1. Absatz 6Artikel 2 des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 128 aus 2015, tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.“

Fischer

Faymann