BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2015

Ausgegeben am 28. Mai 2015

Teil römisch zwei

146. Verordnung:

Tierimpfstoff-Anwendungsverordnung 2015

146. Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit über die Anwendung von in Österreich nicht zugelassenen Tierimpfstoffen gegen anzeigepflichtige Tierseuchen oder veterinärrechtlichen Regelungen unterliegenden Tierkrankheiten (Tierimpfstoff-Anwendungsverordnung 2015)

Auf Grund des Paragraph 12, Absatz eins, des Tierseuchengesetzes (TSG), RGBl. Nr. 177 aus 1909,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 80 aus 2013, wird verordnet:

Paragraph eins,

  1. Absatz eins,Bis zum Ablauf des 31. Mai 2016 ist die Anwendung folgender in Österreich nicht zugelassener Tierimpfstoffe gestattet:
    1. Ziffer eins
      Chevivac-S der Firma Chevita GmbH (Impfstoff gegen Salmonella typhimurium bei der Taube) – zugelassen in Deutschland;
    2. Ziffer 2
      Chevivac-P12 der Firma Chevita GmbH (Impfstoff zur aktiven Immunisierung der Tauben gegen Paramyxovirus-1-Infektionen) – zugelassen in Deutschland;
    3. Ziffer 3
      Lasovak PLUS der Firma IDT Biologika GmbH (Paramyxovirose (PMV-1)-Impfstoff für Tauben) – zugelassen in Deutschland;
    4. Ziffer 4
      Nobilis Ma5 + Clone 30 der Firma Intervet Deutschland GmbH (Impfstoff zur aktiven Immunisierung der Hühner gegen Infektiöse Bronchitis und Newcastle- Krankheit) – zugelassen in Deutschland;
    5. Ziffer 5
      Heptavac P plus der Firma Intervet Deutschland GmbH (Rauschbrand-Pasteurellen-Kombinationsvakzine für Schafe) – zugelassen in Deutschland;
    6. Ziffer 6
      BLUEVAC 4 der Firma CZ Veterinaria S.A. (Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit (Serotyp 4) für Schafe und Rinder) – zugelassen in Spanien;
    7. Ziffer 7
      Anthrax Spore Vaccine der Fa. Onderstepoort Biological Products Ltd. – zugelassen in Südafrika oder in Kanada, zur Vornahme amtlich angeordneter Schutzimpfungen gegen Milzbrand.
  2. Absatz 2,Bis zum Ablauf des 31. Mai 2016 ist die Anwendung nicht zugelassener immunologischer Tierarzneimittel zur Tuberkulosediagnostik (diagnostische Impfung) gestattet, wenn diese in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in der Schweiz oder in Norwegen zur Diagnostik der Tuberkulose für die entsprechende Tierart zugelassen sind.

Paragraph 2,

Die Einfuhr und das Verbringen der in Paragraph eins, genannten Tierarzneimittel ist gemäß Arzneiwareneinfuhrgesetz 2010, BGBl. römisch eins Nr. 79, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 162 aus 2013,, durchzuführen. Die Durchführung der Impfungen mit Impfstoffen gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer eins bis 6 ist von der Tierärztin bzw. dem Tierarzt nach den Vorgaben von Paragraph 12, Absatz 2 und 3 TSG zu melden. Die Durchführung von Impfungen mit Impfstoffen gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 7, sowie die Tuberkulosediagnostik mit Tierarzneimitteln gemäß Paragraph eins, Absatz 2, dürfen nur im amtlichen Auftrag erfolgen.

Paragraph 3,

Diese Verordnung tritt mit 1. Juni 2015 in Kraft. Die Tierimpfstoff-Verordnung 2014, Bundesgesetzblatt , römisch zwei Nr. 125, tritt mit Ablauf des 31. Mai 2015 außer Kraft.

Oberhauser