Anlage 1

 

LEHRPLAN FÜR DEN FREIKIRCHLICHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN VOLKSSCHULEN (GRUNDSCHULE) UND SONDERSCHULEN (1. BIS 4. SCHULSTUFE)

Präambel

 

INHALT UND ANLIEGEN DES RELIGIONSUNTERRICHTS

Der freikirchliche Religionsunterricht möchte in erster Linie ein Dienst an den Schülerinnen und Schülern sowie an der Schule und somit an der Gesellschaft sein. Er hat das Anliegen, den am Unterricht Teilnehmenden den christlichen Glauben vorzustellen. Auch sollen mit Hilfe des gesellschaftsverändernden Anspruchs Jesu selbstverständlich Erachtetes in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft usw. in Frage gestellt und neue Lösungsansätze gesucht werden.

Glaubensüberzeugungen und ein sich daraus ergebender Lebensstil sind ein Angebot, das man wie ein Geschenk annehmen kann. Dieser Glaube ist immer wieder zu reflektieren, damit er weiterentwickelt werden kann. Dazu kann der Religionsunterricht einen wertvollen Beitrag leisten, indem sich Lernende und Lehrende gemeinsam auf den Weg begeben, neue Einsichten zu gewinnen. Vor allem die Bibel, die inhaltlich wichtigste Grundlage des freikirchlichen Religionsunterrichts, stellt eine unerlässliche Quelle der Glaubenserkenntnis dar.

Jeder Mensch macht sich zu verschiedenen Anlässen des Lebens Gedanken über existentielle Fragen, wie nach Ursprung, möglichem Ziel und Sinn des Lebens, nach dem Grund erfahrener Ungerechtigkeit und eigener Schuldfähigkeit und Unzulänglichkeit. Der Religionsunterricht möchte den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, über Dinge zu sprechen, die sie unmittelbar betreffen und die vielleicht im schulischen Alltag nicht oft angesprochen werden. Dieses Sprechen beinhaltet die persönliche Betroffenheit sowie die gelebte Spiritualität und soll zu einer systematischen Theologie führen. Um nicht bloße Theorie zu bleiben, ist diese Theologie immer wieder mit den Glaubenserfahrungen einzelner Menschen zu konfrontieren. Der freikirchliche Religionsunterricht versteht den Glauben als etwas Lebendiges und Lebensveränderndes. Das reflektierende Reden über den Glauben soll befähigen, subjektiv Geglaubtes in Worte zu fassen und dies auch anderen weiterzuerzählen, um die Gesellschaft in einem positiven Sinn mitzuprägen. Wenngleich es darum geht, anderen Menschen den Grund der eigenen Hoffnung zu erklären, bleiben Gläubige dabei selbst auch Lernende. Ein Glaube ohne Demut ist demnach nicht möglich.

Schwerpunktartig werden in den Schulstufen folgende Themen behandelt: Identitätsentwicklung, Gemeinschaftsbildung, Schöpfungsverantwortung, Bibelkunde, Spiritualität, Religionssoziologie, Religionsphilosophie, Ethik, Kirchengeschichte und Freikirchenkunde. Diese Themen kommen in den Lehrplänen der verschiedenen Schulformen vor, die Lehrpläne bauen aufeinander auf und sind miteinander inhaltlich und strukturell verbunden.

 

THEMENBEREICHE UND KERNKOMPETENZEN

Der freikirchliche Religionsunterricht will neben fachlicher Kompetenz auch personale, soziale und Handlungskompetenz sowie Konfliktbewältigungs- und Friedenskompetenz vermitteln und ein Wertebewusstsein schaffen. Es ist daher auch das Anliegen des Religionsunterrichts, ein Gegenpol zu unserer leistungsorientierten Gesellschaft zu sein und besonders jene Kompetenzen zu fördern, die nicht funktional verwertet werden können. Grundlage der Beurteilung ist aber die fachliche Kompetenz.

Personale Kompetenz: Das Vertrauen, von Gott geschaffen und geliebt zu sein, ermöglicht eine Haltung der Dankbarkeit und Zuversicht. Aus dieser Erfahrung heraus gelingt die Wertschätzung Anderer leichter. An personaler Kompetenz zuzunehmen bedeutet, dass man sich einerseits von Gottes Gnade abhängig weiß, da Gott das Wollen und das Gelingen schenkt. Andererseits ist man aber auch selbst bereit, soweit dies im Bereich der eigenen Möglichkeiten liegt, sich um ein tugendhaftes Leben zu bemühen. Zur Persönlichkeits- und Charakterentwicklung gehört auch die Kompetenz, sich als Teil einer Kultur- sowie einer Glaubenstradition zu verstehen, diese Zugehörigkeit zu reflektieren und seine eigene Position zu ermitteln. (Im Lehrplan: Identitätsentwicklung, Spiritualität, Kirchengeschichte und Freikirchenkunde, Religionsphilosophie)

Bibelkompetenz: Für den freikirchlichen Religionsunterricht charakteristisch ist der Glaube an die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus und durch die Bibel, das Wort Gottes. Diese soll kennengelernt und in Beziehung mit dem eigenen Leben sowie mit gesellschaftlichen Herausforderungen gebracht werden. Die Kenntnis davon, sowie ein kritischer Umgang mit verschiedenen Methoden der Exegese sind dafür unerlässlich. (Im Lehrplan: Bibelkunde, Identitätsentwicklung, Spiritualität)

Glaubenskompetenz: Im Religionsunterricht soll darauf hingewiesen werden, dass der Mensch, der als Geschöpf Gottes besondere Würde besitzt und dem unveräußerliche Menschenrechte zukommen, zu einer persönlichen Beziehung mit Gott eingeladen ist. Diese Beziehung wird dem Menschen unabhängig von seinen Verdiensten und seiner Herkunft aus Gnade angeboten, der Mensch kann seinem freien Willen entsprechend dieses Geschenk annehmen. An Gott zu glauben bedeutet, ihm zu vertrauen und dementsprechend sein Leben auszurichten. Dies zeigt sich auch in einem Lebensstil des Gebets, des Dialogs mit Gott und dem Wunsch nach geistlichem Wachstum und persönlicher Weiterentwicklung. (Im Lehrplan: Bibelkunde, Spiritualität, Kirchengeschichte und Freikirchenkunde)

Gewissenskompetenz: Der Glaube ist eine persönliche Entscheidung des Menschen, die sich in einer individuellen Erfahrung ausdrückt. Diese Erfahrung ist zu reflektieren, weshalb der Vernunft im freikirchlichen Religionsunterricht eine wichtige Rolle zukommt. Diese ist auch Voraussetzung für die Willensfreiheit des Menschen und damit verbundene Gewissensentscheidungen, die sich in konkretem Einsatz für die Einhaltung von Menschenrechten und auch in sachlich begründetem Einspruch äußern können. Glaubensüberzeugungen verdanken sich sowohl der persönlichen Erfahrung, als auch einer begründeten sowie nachvollziehbaren Überzeugung und drücken sich in einem hohen Maß an Eigenverantwortung aus. Da sich der persönliche Glaube immer in einem Prozess befindet, Veränderungen unterworfen ist und sich je nach Lebenssituation anders zeigt, geht es im freikirchlichen Religionsunterricht auch um die Auseinandersetzung mit der Dialektik von vertrauen und zweifeln, auch die eigene Glaubwürdigkeit ist eine Frage, die sich immer wieder stellt. (Im Lehrplan: Identitätsentwicklung, Kirchengeschichte und Freikirchenkunde, Ethik, Religionsphilosophie)

Soziale Kompetenz: Die Beziehung anderen Menschen gegenüber ist geprägt von Respekt, Wertschätzung, Nächstenliebe. Angesichts der Verschiedenheit der Menschen sollen besonders Chancengleichheit und gegenseitige Solidarität betont werden. Die Kenntnis anderer Traditionen und Überzeugungen ist dafür eine wichtige Grundvoraussetzung. (Im Lehrplan: Gemeinschaftsbildung, Religionssoziologie, Religionsphilosophie, Ethik)

Gesellschaftspolitische Kompetenz: Der Religionsunterricht soll zu einer positiven Lebenseinstellung und zu Hoffnung ermutigen. Der Glaube soll vermittelt werden als von Gott geschenkte Offenbarung, die sich in Geschichte und Tradition entfaltet, sowie als Kontrast zur herrschenden Kultur und zur Gesellschaft. Als glaubender Mensch ist man zwar Teil der Kultur, hat aber auch den Anspruch, diese Kultur durch den Hinweis auf das gesellschaftspolitische Reformanliegen Jesu, wie es beispielsweise in der Bergpredigt gezeigt wird, herauszufordern und zu einer positiven Veränderung beizutragen. Das Verständnis der Menschenrechte, insbesondere Glaubens- und Gewissensfreiheit, ist für den freikirchlichen Religionsunterricht wesentlich und soll das Bewusstsein politischer Verantwortung wie auch demokratisches Denken fördern. Besonders der Hinweis auf die Verantwortung, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen und künftige Generationen sowie die uns anvertraute Schöpfung mit zu berücksichtigen, wird im Religionsunterricht hervorgehoben. Damit hängt auch das Bekenntnis zur Unantastbarkeit des Lebens in all seinen Phasen zusammen. Der Glaube wird daher als Gabe, sowie als Auf-Gabe an den Menschen verstanden. (Im Lehrplan: Schöpfungsverantwortung, Ethik)

Gemeinwohlkompetenz: Der Glaube hat immer auch einen gemeinschaftlichen Aspekt, der sich in gemeinsamen Erfahrungen in Familie, Kirchengemeinde und Schule auswirkt. In den sozialen Aufgaben des Glaubens wie Diakonie und Mission zeigt sich die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Jeder Einsatz für Einzelinteressen muss immer auch das Gemeinwohl mitberücksichtigen. (Im Lehrplan: Ethik, Religionssoziologie, Religionsphilosophie)

 

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE UND FACHDIDAKTISCHE HINWEISE

Der freikirchliche Religionsunterricht erfüllt einen Teil des Bildungs- und Lehrauftrags der österreichischen Schule. Es geht ihm darum, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken (vgl. § 2 Schulorganisationsgesetz). Der Religionsunterricht soll einen wesentlichen Beitrag zur Allgemein- und Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler, die didaktisch und methodisch in der Mitte des Unterrichts stehen, leisten und ist daher bemüht, sie – je nach Lernvoraussetzungen, spezifischen Bedürfnissen und religiösem Vorwissen sowie Glaubenserfahrungen – differenziert und individuell zu behandeln.

Der Religionsunterricht ist in der Rolle eines Bindeglieds zwischen Elternhaus, Kirchengemeinde und Schule, es geht ihm um einen ganzheitlich verstandenen Glaubensbegriff, der stets das Wohl des Kindes im Blick zu haben versucht. Religion zu unterrichten bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit dem sich ändernden gesellschaftlichen Umfeld sowie mit Fragen der christlichen Identität und des Dialogs. Darüber hinaus möchte der Religionsunterricht auch zur Umsetzung des Gelernten in gelebter Spiritualität einladen.

Ein besonderes Charakteristikum des freikirchlichen Religionsunterrichts ist seine Identität durch Gemeinsames und Verbindendes, aber auch durch Unterschiedliches, das sich durch die Schwerpunkte der einzelnen Bünde der „Freikirchen in Österreich“ ergibt. Der Religionsunterricht möchte diese Einheit in der Vielfalt reflektieren, die jungen Menschen mit ihrer jeweils eigenen Tradition vertraut machen und einen Beitrag zur Bildung dieser umfassenden christlichen Identität leisten.

Die Inhalte und die Kompetenzen der in der Folge angeführten Lehrpläne entsprechen formalen Richtlinien. Die Glaubensgrundsätze, wie sie kompakt in der Verfassung der „Freikirchen Österreichs“ zu finden sind, sind hingegen inhaltliche Festschreibungen. Die Lehrpläne des freikirchlichen Religionsunterrichts möchten Kompetenzen und Grundsätze miteinander kombinieren. Jedes Themengebiet des Lehrplans eines jeweiligen Schuljahres wird – zumindest zum Teil – behandelt, bei den Unterkapiteln sind durch die Lehrkräfte nach eigenem Ermessen Schwerpunkte zu setzen. Je nach Umfang des Religionsunterrichts pro Klasse und je nach Schulform sind spezifische Schwerpunktsetzungen und Differenzierungen pädagogisch sinnvoll, weshalb sie ausdrücklich zu begrüßen sind.

Die „Freikirchen in Österreich“ sind sich bei der Nennung all dieser Ziele bewusst, dass die angeführten Anliegen und Grundsätze selbst auf vieles hinweisen, was es erst zu erreichen gilt. Besonders die Hoffnung auf das Gelingen und das Vertrauen auf Gottes Hilfe sei aber eine Ermutigung dafür, das Gute unermüdlich zu suchen und sich daran zu beteiligen, dass die Welt etwas schöner, besser und gerechter wird.

 

1. SCHULSTUFE

 

JAHRESTHEMA: GOTT LIEBT MICH – ICH BIN EIN GESCHENK GOTTES

Lernvers: Psalm 139,14

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

1.1.1. Ich bin neu hier.

1.1.2. Gott ist mit mir, wo ich hingehe (Josua 1,9)

1.1.3. Mein Weg hierher

1.1.4. Das bin ich

1.1.5. Ich und mein Name

1.1.6. Gott ruft mich bei meinem Namen (Jes. 43,1)

1.1.7. Ich bin von Gott geliebt (Zefanja 3,17, Hos. 2,21 HFA)

1.1.8. Ich bin wertvoll und gewollt

1.1.9. Ich bin anderen viel wert

 

1.2. Lebensfragen

1.2.1. Worauf ich vertraue …

1.2.2. Was ist vertrauen? Sich auf jemanden und seine Zusagen verlassen.

1.2.3. Im meinem Leben gibt es Licht und Dunkelheit (Ps. 23)

 

1.3. Identität durch Kreativität

Darstellung (mit Hilfe künstlerischer Techniken):

1.3.1. Meine Familie

1.3.2. Mein Weg hierher

1.3.3. Mein Zimmer

1.3.4. Mein Haustier/Lieblingstier

1.3.5. Die Erschaffung der Welt und des Menschen

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

2.1. Meine Familie

2.1.1. Das sind meine Eltern, Großeltern, Geschwister …

2.1.2. Ich bin Teil meiner Familie

 

2.2. Meine Klassengemeinschaft

2.2.1. Ich bin Teil meiner Klassengemeinschaft

2.2.2. Hier ist mein Platz

2.2.3. wir brauchen einander

2.2.4. Wertschätzung, Achtung, Annahme für einander

 

2.3. Freundschaft

2.3.1. Freunde finden, dazugehören

1.3.2. Freunde: Erfahrungen und Erwartungen

2.3.2. Zwei gute Freunde: David und Jonathan

2.3.4. Zwei gute Freundinnen: Noemi und Ruth

2.3.5. Das sind meine Freunde

 

2.4. Christliche Identität

2.4.1. Das ist meine Gemeinde.

2.4.2. Die lokale Gemeinde als Gemeinschaft der Glaubenden

2.4.3. Meine christlichen Freunde, meine Kindergruppe/Jungschargruppe/Gruppe in der Gemeinde

 

2.5. Feste und Feiern

Feste und Feiern – wir gehen gemeinsam durchs Kirchenjahr:

Weihnachten:

2.5.1. Jesus wird geboren

2.5.2. Jesus, das Licht für uns Menschen

Ostern:

2.5.3. Jesus geht einen schweren Weg

2.5.4. Aus dem Tod wächst neues Leben

2.5.5. Jesus nimmt uns an

Pfingsten:

2.5.6. Das Pfingstereignis

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

3.1.1. Die Schöpfungsgeschichte – so fing alles an

3.1.2. Erde, Tiere und Pflanzen sind Geschenk und Aufgabe

3.1.3. Wir passen auf die Erde gut auf

3.1.4. Gott schuf uns Menschen

3.1.5. Gott schuf für uns den Ruhetag

3.1.6. Sündenfall

3.1.7. Das Wunder Mensch

3.1.8. Schöpfungsfest: wir feiern Erntedank

3.1.9. Leben ist wachsen (werden) und vergehen

3.1.10. Jahreszeiten: eine Pflanze gibt Samen, stirbt, wächst wieder (die Lebenskraft der Natur – Aufblühen – Frühling)

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

4.1.1. Leben zur Zeit der Bibel

4.1.2. Umwelt des NT

4.1.3. Lebensumfeld einer orientalischen Familie/ein orientalischer Haushalt

 

4.2. Leben mit der Bibel

Altes Testament:

4.2.1. Abraham und Sarah: Mut und Vertrauen

4.2.2. Noah: Vertrauen

4.2.3. Ruth: Gott geht mit mir

4.2.4. Elia: ein mutiger Prophet

 

Neues Testament:

Jesus kümmert sich um Menschen:

4.2.5. Jesus macht sehend (Mk. 10,46-52)

4.2.6. Der Mann mit der kranken Hand (Lk. 6,6-11)

Jesus hat große Macht:

4.2.7. Jesus und der Sturm (Lk. 8,22-25)

4.2.8. Lazarus (Joh. 11,1-45)

So ist Jesus:

4.2.9. Jesus sieht meine Not (geht auf dem Wasser)

4.2.10. Jesus liebt Menschen (Heilung am Sabbat)

4.2.11. Jesus freut sich über meinen Dank (10 Aussätzige; Lk. 17,11-19)

Kinder in der Bibel:

4.2.12. Die Tochter des Jairus (Mk. 5,21-43)

4.2.13. Die Kinder, die zu Jesus kamen (Mk. 10,13-16)

 

4.3. Spiritualität

Ich gehöre zu Jesus:

4.3.1. Jesus-Nachfolge

Gebet:

4.3.2. Reden mit Gott ist Bitten

4.3.3. Reden mit Gott ist Loben

4.3.4. Reden mit Gott ist Danken

4.3.5. Reden mit Gott ist wie Reden mit einem Freund/einer Freundin

4.3.6. Menschen können überall beten (Kirche, in meinem Zimmer, in der Natur …)

4.3.7. Lobpreis und Anbetung, eine besondere Form des Gebetes: lernen und einüben

 

4.4. Christentum und andere Religionen

4.4.1. Christliche Symbole: Das Kreuz, der Fisch

4.4.2. Religionszugehörigkeiten in meiner Klasse

 

KOMPETENZEN

 

Die Lernenden geben den Lernvers (Psalm 139,14) auswendig wieder und stellen einen Bezug zu ihrer eigenen Person her.

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

Die Lernenden

-

nehmen wahr und beschreiben, was es bedeutet, neu/fremd zu sein

-

entdecken und erfassen Gottes Annahme und Begleitung

-

erklären die Bedeutung ihres Namens

-

nehmen ihre Einzigartigkeit wahr

-

gewinnen Selbstvertrauen

-

nehmen ihre Persönlichkeit wahr und beschreiben sich selbst

-

lernen biblische Texte von Gottes Liebe mit uns Menschen kennen und setzen sie in Bezug zu ihren Erfahrungen

-

wissen um ihre unabsprechbare Würde

 

1.2. Lebensfragen

Die Lernenden

-

erklären, was vertrauen bedeutet

-

nehmen wahr und nennen, worauf sie vertrauen

-

nehmen Glücks- und Unglücksfälle ihres Lebens wahr

-

können Beispiele für Glücks- und Unglücksfälle des eigenen Lebens nennen

-

entdecken und erfassen Gottes Annahme und Begleitung

 

1.3. Identität durch Kreativität

Die Lernenden

-

nehmen ihre Einzigartigkeit und Begabungen im kreativen Schaffen wahr

-

stellen ihre Familienzusammenhänge mit Hilfe künstlerischer Techniken dar

-

reflektieren ihren Weg bis zum jetzigen Zeitpunkt

-

stellen ihre Wohnumgebung künstlerisch dar

-

stellen ihr Haustier/Lieblingstier vor

-

stellen die Erschaffung der Welt und des Menschen mit Hilfe künstlerischer Techniken dar

-

bringen Wertschätzung für Gottes Schöpfungswerk in ihrem künstlerischen Gestalten zum Ausdruck

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

Die Lernenden

-

nehmen sich als Teil einer Gemeinschaft (Familie, Klassengemeinschaft, …) wahr

-

erzählen von positiven Erfahrungen in Gemeinschaft

-

gehen achtsam und respektvoll mit den Menschen in ihrem Alltag um

-

erkennen und erfassen, dass die Mitglieder einer Gemeinschaft einander brauchen

 

2.1. Meine Familie

Die Lernenden

-

beschreiben ihre Familienzusammenhänge

-

nehmen sich als Teil ihrer Familie wahr

 

2.2. Meine Klassengemeinschaft

Die Lernenden

-

nehmen sich als Teil ihrer Klassengemeinschaft wahr

-

entdecken ihren Platz in der Klassengemeinschaft

-

erfassen, dass die Mitglieder einer Klassengemeinschaft einander brauchen

-

begegnen den Menschen in ihrem Schulalltag mit Wertschätzung

 

2.3. Christliche Identität

Die Lernenden

-

erzählen von der eigenen Kirchengemeinde

-

können Angebote für Kinder aus ihrer Kirchengemeinde aufzählen

-

zählen Freunde aus ihrem christlichen Umfeld auf

 

2.4. Freundschaft

Die Lernenden

-

nehmen ihre Erfahrungen mit Freundschaften wahr

-

nennen ihre Erwartungen an Freunde

-

definieren, wer ihre Freunde sind

-

reflektieren an Hand der Geschichten von David mit Jonathan und Ruth mit Noemi ihre eigenen Freundschaften und ihr eigenes Verhalten in Freundschaften

-

beschreiben Haltungen, die für das Gelingen von Freundschaften wichtig sind

 

2.5. Feste und Feiern

Die Lernenden

-

beschreiben Erfahrungen mit den Festen Weihnachten – Ostern – Pfingsten

-

wissen, dass Weihnachten, Ostern und Pfingsten zentrale christliche Feste sind

-

begründen, warum Weihnachten, Ostern und Pfingsten zentrale christliche Feste sind

-

setzen die Weihnachtsgeschichte mit der Menschwerdung Gottes in Beziehung

-

geben die Geschichten rund um die Geburt von Jesus wieder

-

verknüpfen die Geburt Jesu mit dem Weihnachtsfest

-

nehmen Jesus als Licht für uns Menschen wahr

-

verbinden das Osterfest mit dem Erlösungswirken von Jesus und seiner Auferstehung

-

erzählen die Geschichten vom Leiden und Sterben Jesu, sowie von seiner Auferstehung

-

erkennen, dass Jesus als König gefeiert wurde, für einen Lügner und Verbrecher gehalten und gefangen genommen wurde, obwohl er nichts Böses getan hatte und am Kreuz starb

-

nehmen die Auferstehung Jesu als Grund zur Freude wahr.

-

wissen, dass Jesus gesagt hat, dass die, die an ihn glauben, so wie er auferstehen werden.

-

erzählen das Pfingstereignis nach

-

setzten sich mit der Person „Heiliger Geist“ auseinander

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

Die Lernenden

-

erzählen die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel nach

-

wissen, dass Christen Gott als Schöpfer bekennen

-

staunen über das Schöpfungswerk Gottes und über die wunderbare Welt

-

begreifen die Schöpfung als Gottes Geschenk und Aufgabe für uns

-

leiten aus dem Staunen über das Schöpfungswerk Gottes ab, achtsam und sorgsam mit der Schöpfung umzugehen

-

erkennen die Besonderheit des Menschen im Schöpfungswerk Gottes als sein Ebenbild

-

können die Notwendigkeit eines Ruhetages begründet vertreten

-

gestalten ein Erntedankfest als ein Schöpfungsfest

-

entdecken und erfassen den Kreislauf von Werden und Vergehen im Leben und in den Jahreszeiten

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

Die Lernenden

-

erkunden und entdecken das Leben zur Zeit der Bibel

-

beschreiben das Umfeld einer orientalischen Familie zur Zeit Jesu

-

stellen die Umwelt des Neuen Testaments dar

 

4.2. Leben mit der Bibel

Die Lernenden

-

nehmen Mut und Vertrauen an Gott anhand von Abraham und Sarah, Noah, Ruth und Elia wahr

-

leiten Mut und Gottesvertrauen für die eigene Lebenswirklichkeit ab

-

erfassen, dass Gott immer da ist – auch wenn sich alles rundherum ändert

-

erzählen, wie sich Jesus um Menschen kümmert – damals und auch heute noch

-

reflektieren, wo sie Gottes Eingreifen im eigenen Leben sehen können

-

können Auskunft geben über die Macht Jesu

-

geben Attribute von Jesus wieder

-

beschreiben die besondere Bedeutung, die Jesus den Kindern schenkte

 

4.3. Spiritualität

Die Lernenden

-

ordnen Gebete als Ausdruck einer realen, lebendigen, vertrauensvollen Kommunikation mit Gott ein

-

formulieren eigene Gebete als Bitten, Lob, Dank, mit denen sie sich Gott anvertrauen

-

nehmen Lobpreis und Anbetung als besondere Form des Gebets wahr

-

können altersgerechte Lobpreis- und Anbetungslieder wiedergeben

-

wissen, dass Menschen überall beten können

-

bringen ihre Gebete in angemessener Weise zum Ausdruck

 

4.4. Christentum und andere Religionen

Die Lernenden

-

nennen Mitglieder anderer Religionen in ihrer Klasse und deren Religionszugehörigkeit

-

erkennen christliche Symbole wie Kreuz und Fisch und erklären ihre Entstehung und Bedeutung

 

2. SCHULSTUFE

 

JAHRESTHEMA: WIR FEIERN – GEMEINSCHAFT MITEINANDER UND MIT GOTT

Lernvers: Psalm 23 und Vaterunser

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

1.1.1. Das bin ich

1.1.2. Das kann ich gut

1.1.3. Das macht mich stark

1.1.4. Ich bin wunderbar und einzigartig

1.1.5. Ich nehme meine Gefühle wahr

1.1.6. Ich lerne mit meinen Gefühlen umzugehen

1.1.7. Ich gehöre zu Gott

1.1.8. Ich bin von Gott getragen

1.1.9. Gott begleitet mich

1.1.10. Meine Vorstellung/ Idee von Gott

1.1.11. Ich bin gesegnet und werde zum Segen

 

1.2. Ethik

1.2.1. Umgang mit Schuld und Versagen – sich selbst und anderen vergeben lernen

1.2.2. Jesus vergibt uns (Grundlage aller menschlichen Vergebung; 1 Joh. 1,9; Mt. 18,21-35)

1.2.3. Wege zu Vergebung/Versöhnung

1.2.4. Versöhnliche Handlungen, so zeigt sich Versöhnung

1.2.5. Einander bestärken

1.2.6. Ich hab genug, ich kann teilen

 

1.3. Lebensfragen

1.3.1. Das ist mir wichtig/wertvoll

 

1.4. Identität durch Kreativität

Darstellung mit künstlerischen Mitteln:

1.3.2. Die Menschen um mich herum

1.3.3. Was ich nachts träume …

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

2.1. Ich lebe in Gemeinschaft

2.1.1. Menschen, die mein Leben prägen

2.1.2. Da gehöre ich hin

2.1.3. Diesen Leuten vertraue ich

2.1.4. Freude über Gemeinschaft – gemeinsam an einem Tisch essen

2.1.5. Was Zusammenleben oft schwierig macht (1. Mose 4; Röm. 3,9-24)

Meine Klassengemeinschaft:

2.1.6. Gemeinsam sind wir stark

2.1.7. Wertschätzung, Achtung, einander annehmen

2.1.8. Alle Menschen sind verschieden – Gott liebt alle gleich

(Themenbereiche: soziale, ethnische, geschlechtliche, gesundheitliche Verschiedenheit. Und: Jedes Leben ist lebenswert)

 

2.2. Christliche Identität

Hauptmerkmale freikirchlich gelebten Christentums:

2.2.1. Richtschnur ist die Bibel

2.2.2. Gott liebt mich bedingungslos

2.2.3. Gott will meine Begabungen verwenden

2.2.4. Mein Kontakt mit Gott

2.2.5. Vertrauen in Gottes Souveränität

2.2.6. Die selbständige Ortsgemeinde

 

Meine Gemeinde:

2.2.7. Gottesdienst feiern

2.2.8. Gemeinde-Kennenlern-Aktion (Gemeindeleben)

2.2.9. Eine Tauffeier

2.2.10. Gemeinde – Gemeinschaft der Glaubenden lokal & global

 

2.3. Feste und Feiern

Bei besonderen Stationen auf dem Lebensweg zB Kindersegnung (Rückschau), Taufe (Vorschau), evtl. Entlassung aus dem Gemeindeunterricht, Taufe, Hochzeit, Beerdigung.

Feste im Jahreskreis: (Auswahl)

2.3.1. Kirchliche Feste: Martin, Nikolaus, Reformationstag, Weihnachten, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam

2.3.2. Kommerzfeste: Halloween, Valentinstag, Muttertag, Vatertag

2.3.3. Staatliche Anlässe: Staatsfeiertag, Maifeiertag

Weihnachten: Schenken und beschenkt werden, Sinn des Schenkens

2.3.4. Gott schenkt Kinder: Elisabeth/Maria

2.3.5. Gott schenkt uns seinen Sohn

2.3.6. Gott schenkt sich uns in seinem Sohn

2.3.7. Jesus bekommt Besuch (Hirten – arme Menschen sind Gott wichtig – hören als erste von Jesu Geburt/Weise – Geschenke)

2.3.8. Die Prophetin Hannah und das lang ersehnte Geschenk

Ostern: Fest der Versöhnung mit Gott durch Jesus

2.3.9. Der König zieht ein in Jerusalem

2.3.10. Das letzte Abendmahl (ein ganz besonderes Essen)

2.3.11. Verraten/gefangen/verleugnet (Lk. 22,54ff)

2.3.12. Golgatha

2.3.13. Jesus lebt!

Pfingsten:

2.3.14. Begeisterung über das Geschenk des Heiligen Geistes

2.3.15. Von Gottes Geist erfüllt werden

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

3.1.1. Wunderbare Welt – staunen über Gottes Schöpfung

3.1.2. Ökosystem Erde, Mensch, Tier, Umwelt

3.1.3. Dank für die Schöpfung: Erntedank

3.1.4. Zukunft der Schöpfung und unser Anteil daran

3.1.5. Umweltschutz fängt zu Hause/in der Klasse an

 

3.2. Ethik für das Leben

3.2.1. Umgang mit dem Nächsten – Mitmenschlichkeit

Jesus sagt: Mach’s wie ich:

3.2.2. Ein Ausländer hilft (Barmherziger Samariter)

3.2.3. Helfer gesucht

Goldene Regel:

3.2.4. Regeln für ein gutes Miteinander Verantwortung für Mitmenschen und sich selbst

3.2.5. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

4.1.1. Inhalt und Einteilung (Altes Testament, neues Testament)

4.1.2. Entstehung der Bibel

4.1.3. Israel, das Land in dem Jesus lebte

 

4.2. Leben mit der Bibel

4.2.1. Namen Gottes – Gottes Versprechen an uns

4.2.2. Jona: Gott ermöglicht Umkehr

4.2.3. Hannah: ersehnt, erhofft, erwartet: Kinder

AT: Vom Streiten und Versöhnen:

4.2.4. Isaak und Rebekka

4.2.5. Jakob und Esau – zwei ungleiche Brüder

4.2.6. Abenteuer auf der Flucht

4.2.7. Jakob muss arbeiten

4.2.8. Rahel und Lea

4.2.9. Zwei Brüder vertragen sich

Josef, der Träumer:

4.2.10. Streit unter Brüdern

4.2.11. Ausgeträumt

4.2.12. Ungerecht (Josef im Gefängnis)

4.2.13. Endlich frei (Josef als Stellvertreter des Pharao)

4.2.14. Versöhnung (Josef trifft seine Familie wieder)

NT:

4.2.15. Jesus wird im Jordan getauft

4.2.16. Hochzeit zu Kana

4.2.17. Das Festessen (Gott lädt zu seinem Fest; Mt. 22, 1-14))

4.2.18. Ein Geschenk für Gott (arme Witwe; Mk. 12, 41-44)

Jesus und sein Vater:

4.2.19. Ganz nah bei seinem Vater (12jähriger Jesus im Tempel)

4.2.20. Reden mit Papa (Vater unser)

Jesus schenkt Vergebung:

4.2.21. Gelähmter und 4 Freunde (Mk. 2,1-12)

4.2.22. Zachäus

4.2.23. Ehebrecherin (Joh. 8, 1-11)

4.2.24. Der barmherzige Vater (verlorener Sohn)

4.2.25. Petrus liebst du mich? (Joh. 21,1-14)

4.2.26. Heil für das ganze Haus (Apg. 16,23-40)

4.2.27. Sündenvergebung (Mk. 2, 13-17)

Kinder in der Bibel:

4.2.28. Josef und sein Mantel

4.2.29. Josia und das Buch des Gesetzes

 

4.3. Spiritualität

4.3.1. Jesus schenkt neues Leben

4.3.2. Gott lieben

4.3.3. Schuld und Vergebung

4.3.4. Taufe im NT

Gebet: Antwort auf Gottes Gegenwart

4.3.5. Reden mit Gott ist Bitten – Loben – Danken

4.3.6. Gebet ist Schweigen – auf Gott hören

4.3.7. Reden mit Gott ist Singen

4.3.8. Reden mit Gott ist Tanzen

4.3.9. Vater unser

4.3.10. Lobpreis- und Anbetungslieder: lernen und einüben

 

4.4. Christentum und andere Religionen

4.4.1. Kinder in unserem Land haben verschiedene Religionsbekenntnisse

 

KOMPETENZEN

 

Die Lernenden geben die Lernverse (Psalm 23, 5-6) auswendig wieder und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenssituation her.

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

Die Lernenden

-

nehmen ihre Persönlichkeit wahr und beschreiben sich selbst

-

entdecken und beschreiben ihre eigenen Fähigkeiten

-

erkennen eigene Stärken und Schwächen

-

erkunden, entdecken und geben Auskunft darüber, was sie stärkt

-

nehmen ihre Einzigartigkeit wahr

-

erfassen, dass sie wunderbar gemacht sind und können darüber Auskunft geben

-

gewinnen Selbstvertrauen

-

nehmen ihre Gefühle wahr

-

können ihre Gefühle angemessen zum Ausdruck bringen

-

finden Wege, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen

-

entdecken, dass Gott ihnen hilft

-

nennen Situationen wo sie Gottes Begleitung erlebt haben

-

spüren ihrer eigenen Vorstellung/Idee von Gott nach und bringen diese zum Ausdruck

-

nehmen wahr, dass sie gesegnet sind

-

erkunden und entdecken, wo und wie sie zum Segen für andere werden und bringen dies zur Sprache

 

1.2. Ethik

Die Lernenden

-

nehmen Fehler und Versagen im menschlichen Leben wahr und tauschen sich darüber aus

-

nehmen wahr, dass sie auch anderen Menschen Schaden zufügen können (Schuld)

-

nehmen wahr, dass ihr Handeln Auswirkungen und Konsequenzen hat

-

erkennen, dass Schadenersatz und Wiedergutmachung Werkzeuge zur Versöhnung sind und erproben diese, da, wo es möglich ist

-

entdecken, dass die Vergebung Jesu eine Grundlage dafür ist, sich selbst und anderen zu vergeben und nennen Beispiele dafür

-

erkunden und finden Wege zur Vergebung und Versöhnung

-

erklären die Auswirkungen von echter Versöhnung

-

nennen Beispiele für Handlungen zur Versöhnung

-

nennen eigene Erfahrungen mit Versöhnung und beschreiben den Wert von Versöhnung

-

benennen, was „andere bestärken“, bedeutet

-

bringen in Beispielen zum Ausdruck, wie sie andere bestärken können

-

nehmen wahr, dass es eine Bereicherung ist, vom Überfluss abzugeben und zu teilen

-

zeigen Einfühlungsvermögen und können teilen

 

1.3. Lebensfragen

Die Lernenden

-

spüren nach, was für sie wichtig, wertvoll oder etwas Besonderes ist

-

begründen, was ihnen wichtig und wertvoll ist

-

nehmen wahr, was den anderen wichtig und wertvoll ist

-

respektieren, was den anderen wichtig und wertvoll ist

 

1.4. Identität durch Kreativität

Die Lernenden

-

nehmen ihre Einzigartigkeit und Begabungen im kreativen Schaffen wahr

-

stellen die Menschen in ihrem Lebensumfeld mit Hilfe künstlerischer Techniken dar

-

stellen nächtliche Träume mit künstlerischen Mitteln dar

-

gestalten und beschreiben ihre Vorstellungen/Ideen von Gott mit Hilfe von künstlerischen Mitteln und tauschen sich darüber aus

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

Die Lernenden

-

nehmen sich als Teil einer Gemeinschaft (Familie, Klassengemeinschaft …) wahr

-

erzählen von positiven/negativen Erfahrungen in einer Gemeinschaft

-

begegnen ihren Mitmenschen mit Achtung und Respekt

-

erkennen und erfassen, warum die Mitglieder einer Gemeinschaft aufeinander angewiesen sind

 

2.1. Ich lebe in Gemeinschaft

Die Lernenden

-

spüren nach, von welchen Menschen ihr Leben geprägt wird und zählen diese auf

-

formulieren ihre Zugehörigkeit

-

reflektieren, welchen Menschen sie vertrauen

-

erfassen das gemeinsame Essen als ein praktisches Zeichen einer Gemeinschaft

-

Entdecken Schwierigkeiten des Zusammenlebens und tauschen sich darüber aus

 

Meine Klassengemeinschaft:

Die Lernenden

-

denken über den Wert des Klassenzusammenhalts nach und überlegen, wie sie ihn stärken können

-

spüren nach, was sie an den Mitschülerinnen und Mitschülern schätzen oder was ihnen Mühe bereitet

-

bringen Wertschätzung verbal zum Ausdruck

-

überlegen, wie sie Unbehagen angemessen ausdrücken können

-

nehmen sozial, ethnische, geschlechtliche und gesundheitliche Unterschiede wahr

-

erkennen den Wert und die Würde eines jeden Menschenlebens

-

üben einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander

 

2.2. Christliche Identität

Die Lernenden

-

nennen die Hauptmerkmale freikirchlich geprägten Christentums

-

entdecken die Merkmale freikirchlich geprägten Christentums in den Ausdrucksweisen ihres persönlich gelebten Glaubens und tauschen sich darüber aus

-

beschreiben eine Gottesdienstfeier ihrer Kirchengemeinde

-

erforschen das Gemeindeleben ihrer Kirchengemeinde (Gemeinde-Kennenlern-Aktion) und berichten darüber

-

beschreiben den Ablauf und die Voraussetzungen einer Taufe im biblischen Kontext

-

erfassen, dass die Gemeinde als Gemeinschaft der Glaubenden – sowohl lokal, als auch global zu verstehen ist

 

2.3. Feste und Feiern

Die Lernenden

-

nennen Feste und Feiern zu besonderen Stationen auf dem Lebensweg und berichten von persönlichen Erlebnissen

-

beschreiben Erfahrungen mit den Festen im Jahreskreis – kirchlichen Festen, Kommerzfesten und staatlichen Anlässen

-

geben Hintergrundwissen zu persönlich relevanten Festen wieder

-

wissen, das Weihnachten, Ostern und Pfingsten zentrale christliche Feste sind

-

erzählen ihre Erfahrungen mit schenken und beschenkt werden

-

beschreiben ihre Familientraditionen zum Thema „Schenken und Beschenkt werden“

-

hinterfragen Werthaltungen solcher Familientraditionen

-

erkunden den Sinn des Schenkens

-

finden eigene Überzeugungen zum Thema „Schenken und Beschenkt werden“

-

nehmen den schenkenden und „sich schenkenden“ Gott wahr – in den biblischen Geschichten um Weihnachten und im eigenen Leben

-

erzählen von eigenen Erfahrungen solcher Begegnungen mit Gott

-

verbinden das Osterfest mit dem Versöhnungswerk von Gott durch Jesus

-

entdecken, dass Jesus Christus die unmittelbare Verbindung zu Gott, dem Schöpfer darstellt

-

geben die Geschichten vom Leiden und Sterben Jesu, sowie von seiner Auferstehung mit eigenen Worten wieder

-

entdecken in Jesu Leidensweg seine Identifikation mit unserer Trauer, unserer Angst, unserem Leid und unserer Sünde

-

wissen von der Befreiung aus der Macht der Sünde durch Jesu Tod und Auferstehung

-

nehmen die Auferstehung Jesu als Grund zur Freude und Hoffnung wahr

-

erfahren in seiner Auferstehung eine Ermutigung zum Weitergehen

-

wissen um die eigene Auferstehung durch den Glauben an Jesus

-

erkunden, was es bedeutet, dass der Heilige Geist „der Stellvertreter Christi“ auf Erden ist

-

entdecken durch biblische Berichte, was es bedeutet, mit Gottes Geist erfüllt zu sein/zu werden

-

geben mit eigenen Worten die Bedeutung des Heiligen Geistes als „Geschenk an uns Menschen“ wieder

-

betrachten den Zusammenhang „Begeisterung“ und „Heiliger Geist“ an Hand des Pfingstgeschehens und eigener Erfahrungen

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

Die Lernenden

-

wissen, dass Christen Gott als Schöpfer bekennen

-

staunen über das Schöpfungswerk Gottes und über die wunderbare Welt

-

entdecken Zusammenhänge und Kreisläufe im Ökosystem Erde, Mensch, Tier, Umwelt

-

leiten aus dem Staunen über das Schöpfungswerk Gottes ab, achtsam und sorgsam mit der Schöpfung umzugehen

-

erkennen das jeder einzelne Verantwortung hat für die Zukunft der Schöpfung

-

erfassen, dass Umweltschutz bei mir/in der Familie/in der Klasse anfängt

-

zählen Möglichkeiten auf, was sie konkret zum Umweltschutz beitragen können

-

können die Notwendigkeit eines Ruhetages begründet vertreten

-

gestalten ein Erntedankfest als Dankfest für die Schöpfung

-

entdecken und erfassen den Kreislauf von Werden und Vergehen im Leben und in den Jahreszeiten

 

3.2. Ethik für das Leben

Die Lernenden

-

übertragen gemeinsam die Geschichte vom Barmherzigen Samariter in unsere Zeit

-

bringen Empathie für das „Opfer“ zum Ausdruck

-

geben die „Goldene Regel“ mit eigenen Worten wieder und übertragen sie in ihren Alltag und ihr Handeln

-

nennen Regeln für ein gutes Miteinander und erproben sie in ihrem Alltag

-

übersetzen Nächstenliebe und Selbstliebe in ihren alltäglichen Kontext

-

erfassen den Zusammenhang zwischen Selbstliebe/Selbstannahme und Nächstenliebe

-

erklären, was es bedeutet, Verantwortung für Mitmenschen und für sich selbst zu übernehmen

-

begreifen, warum Jesus möchte, dass wir die Not unserer Mitmenschen sehen, mitfühlen und Nächstenliebe zeigen

-

entwickeln die Fähigkeit, emotional und aktiv angemessen zu reagieren

-

reflektieren ihre Erfahrungen damit

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

Die Lernenden

-

ordnen die Bibel als zentrales Buch der Christenheit ein

-

unterscheiden in der Bibel das Alte und das Neue Testament

-

beschreiben die Entstehung der Bibel

-

wissen, dass die Bibel eine Sammlung von verschiedenen Büchern ist, die von Menschen mit Hilfe göttlicher Eingebung geschrieben und zusammengestellt wurde

-

wissen, dass Christen die Bibel als das „Wort Gottes“ anerkennen

-

erkunden das Land Israel, in dem Jesus lebte und wirkte

 

4.2. Leben mit der Bibel

Die Lernenden

-

verstehen die Namen Gottes als Gottes Versprechen an uns

-

erklären 3 Namen Gottes, von welchen sie sich besonders angesprochen fühlen

-

reflektieren an Hand der biblischen Geschichten rund um den Erzvater Jakob ihr eigenes Verhalten in Streit und im Ringen um Versöhnung

-

erkennen, dass sie mit allen Problemen und Sorgen zu Gott kommen können

-

erfassen, dass Lüge und Betrug menschliches Zusammenleben belastet

-

erkennen, dass Gott helfen will, sich zu versöhnen

-

erkennen an Hand der Geschichte von Josef, dass Gott schlimme Dinge in unserem Leben zum Guten wenden kann

-

betrachten, wie Josef mit den Ungerechtigkeiten umging

-

denken nach über eigene besondere Träume und tauschen sich darüber aus

-

reflektieren an Hand der Geschichte von Jona den Umgang Gottes mit Fehlverhalten

-

deuten die Geschichte von Hannah, die ihr Herz vor Gott ausschüttet und dann von ihm beschenkt wird für ihre eigene Lebenswirklichkeit

-

reflektieren, wo sie Gottes Eingreifen im eigenen Leben erfahren haben

-

geben die Geschichte von der Taufe Jesu wieder

-

erzählen das erste Wunder Jesu bei der Hochzeit von Kana nach

-

erkennen, das wir Feste feiern und fröhlich sein können

-

entdecken, dass Gott uns zu seinem Festmahl (zum großen Abendmahl am Ende unserer Zeit) einlädt

-

beschreiben die Beziehung Jesu zu seinem Vater

-

entdecken in ausgewählten Berichten der Evangelien, wie Jesus Vergebung schenkt

-

beschreiben, wie Gott durch Josef und König Josia handelte

-

deuten die Geschichten von Josef und König Josia für ihr eigenes Leben

 

4.3. Spiritualität

Die Lernenden

-

entdecken, wie Jesus neues Leben schenkt und tauschen sich darüber aus

-

geben wieder, was es bedeutet, Gott zu lieben

-

reflektieren, wie sich „Gott zu lieben“ konkret in ihrem eigenen Leben zeigt

-

erklären den Weg von Schuld zur Vergebung in einzelnen Schritten

-

beschreiben die Taufe im Neuen Testament

-

ordnen Gebete als Ausdruck einer realen, lebendigen und vertrauensvollen Kommunikation mit Gott ein

-

deuten Gebet als Antwort auf Gottes Gegenwart

-

erproben das Hören auf Gott im Schweigen

-

formulieren eigene Gebete als Bitten, Lob und Dank

-

nehmen Lobpreis und Anbetung als besondere Form des Gebets wahr

-

kennen altersgerechte Lobpreis- und Anbetungslieder

-

wissen, dass Menschen überall beten können

-

erproben religiöse Ausdrucksweisen, wie schweigen, tanzen, singen

-

sagen das Vater unser auswendig

 

4.4. Christentum und andere Religionen

Die Lernenden

-

nennen Mitglieder anderer Religionen (und deren Religionszugehörigkeit) aus ihrer Klasse/Schule/Ort/Stadt/Bekanntenkreis

-

nehmen Merkmale anderer Religionen wahr und beschreiben sie

-

reflektieren ihren eigenen Umgang mit dem Anderssein

 

3. SCHULSTUFE

 

JAHRESTHEMA: GEMEINSAM AUFBRECHEN – GOTT FÜHRT MICH, NEUES WAGEN

Lernvers: Ps 91

 

1. Gott ist Liebe – für mich:Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

1.1.1. Meine Erfahrungen auf meinem Weg

1.1.2. Ich erlebe Nähe und Distanz

1.1.3. Ich darf Grenzen setzen und NEIN sagen

1.1.4. Wie kann ich Gefährdungen widerstehen

1.1.5. Ich kann immer wieder von vorne anfangen

1.1.6. Bewusster Umgang mit mir selbst und meinem Körper (Nahrung, Bewegung, geistliche Nahrung, …)

1.1.7. Ich habe viele Fragen (Jesus als 12-Jähriger im Tempel, Jesus und Nikodemus)

 

1.2. Ethik

1.2.1. Ich erlebe Konflikte und suche Lösungen

1.2.2. Ich nehme meine Gefühle und Bedürfnisse wahr und drücke sie aus (gewaltfreie Kommunikation)

1.2.3. Ich gerate in einen Streit und finde konstruktive Klärungswege

1.2.4. Ich helfe einen Streit zu schlichten

1.2.5. Wiedergutmachung

1.2.6. Kann ich verzeihen, mich entschuldigen?

 

1.3. Lebensfragen

1.3.1. Klagen über einen Verlust

1.3.2. Ich begegne Angst/Trauer/Trennung/Tod

1.3.3. Getragen sein im Leid

1.3.4. Gottes Zusage: „Ich bin bei dir“

1.3.5. Sterben und Tod und mein christlicher Glaube

1.3.6. Ein Zuhause bei Gott (Weg nach Hause zum Vater)

1.3.7. Partnerschaft: Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen

 

1.4. Identität durch Kreativität

Darstellung apersonaler Gottesbegriffe: zB:

1.4.1. Licht

1.4.2. Liebe

1.4.3. Weg

1.4.4. Quelle des Lebens

Entdecken und mit künstlerischen Mitteln zum Ausdruck bringen

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

2.1. Ethik in Gemeinschaft

2.1.1. Wir leben in Gemeinschaft

2.1.2. Gemeinschaft stärkt und fordert heraus

2.1.3. Zueinander finden und einander ermutigen

2.1.4. Wertschätzung, Achtung, Annahme für einander

 

2.2. Christliche Identität

2.2.1. Geschichte der Freikirchen

2.2.2. Wer sind die „Freikirchen in Österreich“?

Die Bünde:

2.2.3. Wir gehören zusammen: unterschiedliche christliche Kirchen

2.2.4. Glaube lebt in Gemeinschaft

2.2.5. Jesu Zusage und Auftrag: „Friede sei mit euch“

 

2.3. Feste und Feiern

Weihnachten:

2.3.1. Hoffnung auf den Retter (Erlöser)

2.3.2. Messias-Prophetien im AT

2.3.3. Erfüllte Verheißung: Gott kommt in die Welt – ein Kind

2.3.4. Die Sterndeuter

2.3.5. Flucht nach Ägypten

Ostern:

2.3.6. Abendmahl – Passahmahl

2.3.7. Passion Jesu

2.3.8. Weg ins Leiden – Weg ins Leben

2.3.9. Trauer

2.3.10. Jesus lebt!

2.3.11. Emmaus

Himmelfahrt:

2.3.12. Jesus geht zum Vater

2.3.13. Jesus verspricht einen Begleiter

Pfingsten:

2.3.14. Der Heilige Geist und seine Gaben

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung:

3.1. Bewahrung der Schöpfung

3.1.1. Der Auftrag, zu bewahren und unser Umgang mit Ressourcen: Wasser, Nahrung, Luft, Energie

3.1.2. Der Begriff „Nachhaltigkeit“: Dinge reparieren, tauschen, selbst herstellen, etc.

 

3.2. Ethik für das Leben

3.2.1. Regeln, Schul- bzw. Klassenordnung

3.2.2. Recht – Menschenrechte (und spezifiziert in : Kinderrechten)

3.2.3. Wir arbeiten für eine gerechte Welt

3.2.4. Wir achten auf die Geringsten (praktische Nächstenliebe zB Flüchtlingsarbeit, etc./Werke der Barmherzigkeit)

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

4.1.1. Evangelien: eine Geschichte – mehrere Versionen – Zeugenschaft

 

4.2. Leben mit der Bibel

AT:

4.2.1. Gottes neue Welt suchen: Frieden (Jes. 11,1-6)

Mose – Gott rettet die Israeliten

4.2.2. Die israelitischen Hebammen

4.2.3. Das Baby im Nil (Mutter und Schwester von Mose)

4.2.4. Tochter des Pharao/Prinz von Ägypten

4.2.5. Der Dornbusch brennt!

4.2.6. Das erste Passah

4.2.7. Endlich frei/Gottes Volk ist unterwegs

4.2.8 10. Gebote

4.2.9. Zelt der Begegnung/Bundeslade

4.2.10. Einzug ins verheißene Land

NT:

Das Leben Jesu: ein Überblick

Leben in Fülle:

Gleichnisse:

4.2.11. Sauerteig

4.2.12. Senfkorn

4.2.13. Schatz im Acker

4.2.14. Perle

Seligpreisungen:

4.2.15. wen Jesus als glückselig bezeichnet (Mt. 5,1-8)

Jesus begegnet uns:

4.2.16. Jesus richtet auf (gekrümmte Frau) (Lk. 13,10-17)

4.2.17. Speisung der 5000 (Mk. 6,35-44)

4.2.18. Samariterin (Joh. 6,35)

4.2.19. Brot des Lebens (Joh. 6,35)

Mit Jesus unterwegs zu den Menschen:

4.2.20. Aussendung der Jünger (Mk. 6,7-13)

Kinder in der Bibel:

4.2.21. Miriam und ihr Bruder Mose

4.2.22. Der Junge, der sein Brot teilte

 

4.3. Spiritualität

4.3.1. Feier des Abendmahles

4.3.2. Der Glaube in meinem Alltag/Praxis der „Stillen Zeit“, (Gebets-)Tagebuch, Bibelleseplan und regelmäßige Bibellese

Gebet:

4.3.3. Reden mit Gott ist Bitten – Loben – Danken – Schweigen/Hören – Singen – Tanzen

4.3.4. Reden mit Gott ist Klagen

4.3.5. Das freie Gebet

4.3.6. Vom Vertrauen beim Beten

4.3.7. Lobpreis und Anbetung, eine Herzenshaltung

Neues wagen unter Gottes Schutz

 

4.4. Christentum und andere Religionen

Christliche Kirchen in Österreich und weltweit:

4.4.1. Konfessionen

4.4.2. Das Gespräch zwischen den Konfessionen (einander in Wertschätzung begegnen)

4.4.3. Mit Verschiedenheiten umgehen (1. Kor. 12,12-31a) ein Leib, viele Glieder

Elemente des jüdischen Lebens und Glaubens: Thora, Sabbat, Passah-Fest, Synagoge

Bezüge Judentum – Christentum

4.4.4. Verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen begegnen

 

KOMPETENZEN

 

Die Lernenden geben die Lernverse (Psalm 91,14-16) auswendig wieder und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenssituation her.

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

Die Lernenden

-

deuten ihr Leben als einen Weg

-

erzählen von ihren Erfahrungen auf ihrem Weg

-

nehmen Nähe und Distanz in Beziehungen wahr

-

ordnen Situationen, in denen sie Nähe oder Distanz erleben, ein

-

erfassen die Notwendigkeit von eigenen Grenzen und warum es wichtig ist, auch NEIN zu sagen

-

geben mit eigenen Worten wieder, mit welchen Gefährdungen sie konfrontiert sind

-

entwickeln und erläutern Strategien, mit denen sie diesen Gefährdungen wiederstehen können

-

deuten eigenes Fehlverhalten, als Chance, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, den Schaden gutzumachen und von vorne anzufangen

-

entdecken, was ihnen selber gut tut (seelisch, körperlich) und tauschen sich darüber aus

-

erklären, warum ein bewusster und gesunder Umgang mit sich selbst und ihren Körper notwendig ist (Nahrung, Bewegung, geistliche Nahrung …)

-

achten auf einen bewussten Umgang mit sich selbst

-

bringen ihre eigenen Fragen zum Ausdruck an Hand der Geschichten von Jesus im Tempel und Nikodemus

-

suchen gemeinsam nach Antworten für ihre Fragen

-

erleben, dass nicht alle Fragen beantwortet werden

 

1.2. Ethik

Die Lernenden

-

erzählen von eigenen Konflikten in der Vergangenheit und gefundenen Lösungen

-

nehmen aktuelle eigene Konflikte wahr

-

spüren dem eigenen Bedürfnis nach einer Lösung des Konfliktes nach

-

denken über eigene oder gemeinsame Lösungsmöglichkeiten nach

-

versuchen gefundene Konfliktlösungsansätze anzuwenden

-

nehmen ihre Gefühle wahr und beschreiben ihre Empfindungen

-

stellen ihre Gefühle mit künstlerischen Mitteln dar (szenisch, bildnerisch, musikalisch-rhythmisch, …)

-

nehmen Gefühle bei anderen wahr und deuten sie

-

erproben Hilfsmittel für den angemessenen Umgang mit den eigenen Gefühlen und denen anderer

-

ordnen ihre Gefühle ihren Bedürfnissen zu

-

formulieren, ihre Bedürfnisse

-

nennen konstruktive Lösungsmöglichkeiten, einen Streit zu schlichten und wenden diese in ihrem Alltag an

-

suchen Friedensbotschaften, um den Kontakt mit dem/den Streitgegner/n wieder herzustellen

-

nennen angemessene Möglichkeiten für Schadenersatz und Wiedergutmachung

-

erklären die Bedeutung von „verzeihen“

-

vergleichen Jesu Haltung zum Thema „Vergebung“ mit ihrem eigenen Handeln

-

gehen empathisch miteinander um und bringen Bedauern/Entschuldigung zum Ausdruck

 

1.3. Lebensfragen

Die Lernenden

-

setzen sich mit menschlichen Grenzsituationen (Ängste, Trennung, Misserfolg, Krankheit, Tod, Trauer, …) auseinander

-

erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen mit Grenzsituationen

-

drücken Trauer, Angst, Wut, Enttäuschung,… aus

-

begegnen den Erzählungen ihrer Mitlernenden mit Empathie und bringen ihre eigene Betroffenheit verbal zum Ausdruck

-

finden in der Bibel Zuspruch und Trost

-

denken über Gottes Zusage „Ich bin bei dir“ in Bezug auf menschliche Grenzsituationen nach

-

finden heraus, was die Bibel zu den Themen „Sterben und Tod“, „Leben nach dem Tod“ und „ewiges Leben“ sagt

-

erfahren, dass Jesus für uns ein Zuhause in der Gegenwart Gottes vorbereitet

-

setzen sich mit dem biblischen Bild von Partnerschaft auseinander und vergleichen es mit ihrem persönlichen Lebensumfeld

 

1.4. Identität durch Kreativität

Die Lernenden

-

stellen apersonale Gottesbegriffe mit künstlerischen Mitteln dar

-

bringen ihre Gefühle auf künstlerische Art und Weise zum Ausdruck

-

stellen ihre Konflikte mit kreativen Mitteln dar

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

2.1. Ethik in Gemeinschaft

Die Lernenden

-

nehmen sich als Teil einer Gemeinschaft wahr

-

beschreiben, in welchen Gemeinschaften sie leben

-

nehmen wahr, wo sie die Gemeinschaft stärkt, und was sie in der Gemeinschaft herausfordert

-

entdecken Brücken auf dem Weg zueinander

-

gehen achtsam und respektvoll mit ihren Mitmenschen um

-

artikulieren Wertschätzung

-

ermutigen einander

-

erkennen und erfassen, dass die Mitglieder einer Gemeinschaft einander brauchen

 

2.2. Christliche Identität

Die Lernenden

-

umreißen die Geschichte der Freikirchen in Österreich und weltweit

-

nennen die Bünde der Freikirchen in Österreich

-

entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Bünde

-

entdecken die Bedeutung des Leibes Christi als Gemeinschaft der Glaubenden und beschreiben die Vielfalt der Konfessionen

-

entdecken, wie sie gemeinsam Kirche mitgestalten können

 

2.3 Feste und Feiern

Die Lernenden

-

betrachten die Advents- und Weihnachtszeit unter dem Aspekt „Jesus der Retter“

-

entdecken die Messias-Prophetien im Alten Testament

-

geben mit eigenen Worten die Geschichte der Sterndeuter und die Flucht nach Ägypten wieder

-

geben Auskunft über das letzte Abendmahl (Passahmahl)

-

spüren der Trauer nach Jesu Tod nach

-

spüren der Freude über Jesu Auferstehung nach

-

Erzählen von der Himmelfahrt Jesu

-

Charakterisieren an Hand der Bibel den Begleiter, den Jesus verspricht

-

Entdecken die Gaben des Heiligen Geistes und geben darüber Auskunft

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

Die Lernenden

-

reflektieren ihren Umgang mit den Ressourcen Wasser, Nahrung, Luft, Energie

-

erklären den Begriff „Nachhaltigkeit“

-

finden Wege, selber nachhaltig umzugehen zu Hause und in der Schule

 

3.2. Ethik für das Leben

Die Lernenden

-

erläutern den Sinn von Regeln

-

geben Schul- und Klassenregeln mit eigenen Worten wieder

-

spüren dem Begriff „Recht“, „Menschenrecht“, „Kinderrecht“ nach

-

nennen Beispiele für Kinderrechte

-

erzählen Lebensschicksale von Kindern in Armut und Unrecht

-

zeigen Empathie für Benachteiligte

-

finden Wege, Solidarität und Nächstenliebe zu zeigen

-

zeigen auf, wie wir für eine gerechtere Welt arbeiten können

-

nennen Beispiele für praktische Nächstenliebe

-

entdecken, wer die „Geringsten“ in ihrer Umgebung sind

-

überlegen, wie den „Geringsten“ Achtung entgegengebracht werden kann

-

entwickeln die Fähigkeit, emotional und aktiv angemessen zu reagieren

-

reflektieren Erfolg und Misserfolg bei der Umsetzung

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

Die Lernenden

-

entdecken verschiedene Versionen der gleichen Geschichte in den vier Evangelien

-

betrachten unterschiedliche Zeugenberichte aus verschiedenen Blickwinkeln

 

4.2. Leben mit der Bibel

Die Lernenden

-

erkennen, dass Gott Männer, Frauen und Kinder für seine Aufträge einsetzt

-

erkennen, dass Gott Menschen aus höchster Gefahr retten kann (Mose im Nil)

-

erfassen Gott als den Retter und Befreier des Volkes Israel

-

beschreiben Gott als den, der sein Volk immer da „abholt“, wo es grade ist

-

deuten die Gleichnisse Jesu als Veranschaulichung des Reiches Gottes

-

betrachten Maßstäbe Jesu fürs Leben (Seligpreisungen) im Vergleich mit gesellschaftlichen Maßstäben

-

entdecken an Hand der Geschichte von der Aussendung der Jünger, die Bedeutung, von Gott abhängig zu sein und alles von ihm geschenkt zu bekommen

-

beschreiben, wie Jesus den Menschen damals begegnet (in ausgewählten Geschichten) und folgern daraus, wie Jesus uns heute begegnen will

-

nehmen die Person Jesus als geschichtliche Person wahr

-

geben überblicksmäßig das Leben Jesu wieder

 

4.3. Spiritualität

Die Lernenden

-

beschreiben die Feier des Abendmahles und dessen Bedeutung

-

erläutern, wie sich Glaube im Alltag zeigt

-

reflektieren ihre Erfahrungen mit: „Stiller Zeit“, Tagebuch schreiben, Bibelleseplan und regelmäßiger Bibellese und tauschen sich darüber aus

-

finden für sich passende Ausdrucksformen des Glaubens in ihrem Alltag

-

entdecken in den Psalmen Gebetsformen, wie: bitten, loben, danken, schweigen, singen, tanzen, klagen

-

formulieren eigene Gebete und/oder Liedtexte

-

erkennen, dass Lobpreis und Anbetung eine christliche Lebenshaltung ist

-

wagen Herausforderungen im Vertrauen auf Gottes Begleitung und Schutz

-

definieren die Herausforderungen

 

4.4. Christentum und andere Religionen

Die Lernenden

-

nehmen andere Konfessionen wahr

-

nennen verschiedene christliche Konfessionen

-

nennen Mitglieder anderer Konfessionen aus ihrer Klasse/Schule

-

finden Wege für einen wertschätzenden Umgang mit Mitgliedern anderer Konfessionen

-

finden Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit anderen Konfessionen

-

transponieren das Bild von einem Leib und vielen Gliedern in ihre Bezugswelt

-

nennen Elemente des jüdischen Lebens und Glaubens

-

finden Bezüge zwischen Judentum und Christentum

 

4. SCHULSTUFE

 

JAHRESTHEMA: DIE WELT MITGESTALTEN – GOTTES RUF ANNEHMEN UND VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Lernvers: Mt. 28,18-20, Apostolisches Glaubensbekenntnis

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

1.1.1. Ich sehne mich nach einem geglückten Leben

1.1.2. Gestaltung meines Lebensraumes

1.1.3. Ich bin gerufen und gemeint

1.1.4. Ich kann entscheiden und antworten

1.1.5. Das ist mir heilig/wertvoll/kostbar

1.1.6. Was kann ich gut?

1.1.7. Biographiearbeit: Mein bisheriger Weg – ein neuer Abschnitt liegt vor mir

1.1.8. Ich kann verzichten

 

1.2. Ethik

1.2.1. Erfahrungen von Abschied – Verlust – Sterben

1.2.2. Jesus tröstet uns, wenn wir traurig sind. Er fühlt mit, er trägt mit, …

1.2.3. Menschen stehen einander bei – mitfühlen – mittragen – mittrösten

1.2.4. Menschen als Wegweiser

1.2.5. Glück und Unglück im Leben/Ruth und ihre Schwiegertöchter

 

1.3. Lebensfragen

1.3.1. Unsichtbarer Gott

1.3.2. Unfassbarer Gott

1.3.3. Die „Abwesenheit“ Gottes

 

1.4. Identität durch Kreativität

Darstellung mit künstlerischen Mitteln: zB:

1.4.1. Mein Lebenstraum (Hoffnungsbilder)

1.4.2. Stationen meines Lebens

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

2.1. Ethik in Gemeinschaft

2.1.1. Wir arbeiten miteinander – wir lernen voneinander und aneinander

2.1.2. Klassengemeinschaft: Wertschätzung, Achtung und Annahme contra Mobbing

 

2.2. Christliche Identität

2.2.1. Gott bei den Menschen: Glaube lebt in Gemeinschaft (zwei oder drei versammelt in meinem Namen – Mt. 18,20): Großveranstaltungen und große Verbände für Kinder und Jugendliche

2.2.2. Dienste/Dienstgaben in der Gemeinde (Eph. 4,11-12)

2.2.3. Das trägt mich (meine Identität in Christus) Wer ich in Christus Jesus bin!

2.2.4. Leben in Gottes Hand und unter Gottes Segen (Ps. 31,16a; 4. Mose 6,24-26 = Segen Aarons)

 

2.3. Feste und Feiern

Zeiten der Erwartung:

2.3.1. Advent

2.3.2. Fastenzeit/vorösterliche Zeit

Zeiten der Feste:

Weihnachten:

2.3.3. Engel überbringen die Botschaft und Auftrag an Zacharias, Maria, Josef und die Weisen aus dem Morgenland

2.3.4. Weihnachten in aller Welt

Ostern:

2.3.5. Dreh- und Angelpunkt des christlichen Glaubens

2.3.6. Auferstehung und Vergebung der Sünden

Pfingsten:

2.3.7. Die Jünger und Jüngerinnen handeln im Geist Jesu (Übertragung: Wir handeln im Geist Jesu!) – Die frohe Botschaft von Jesus breitet sich aus

Übertragung: Wir sind ausgesandt

2.3.8. Die Dreieinigkeit Gottes

Der Sonntag als Feiertag

Feste und die begleitenden Bräuche:

2.3.9. hinterfragen und

2.3.10. interpretieren

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

Wir sind EINE Welt:

3.1.1. In verschiedenen Welten leben

3.1.2. Verantwortung gegenüber Armut und Unrecht (Mt. 25,31-40: Werke der Barmherzigkeit)

3.1.3. Entwicklungszusammenarbeit

Ich stehe für Gerechtigkeit:

3.1.4. Nehemia

3.1.5. Ester

3.1.6. Martin Luther King

3.1.7. Corrie ten Boom

 

3.2. Ethik für das Leben

3.2.1. Schutz des Lebens von Anfang an

3.2.2. Vom Beginn und von der Würde des Menschen

Gedenkarbeit: Shoah:

3.2.3. Unterdrückung

3.2.4. Widerstand

3.2.5. Krieg

3.2.6. Schlimme Zeit

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

Die Einteilung des AT:

4.1.1. Pentateuch

4.1.2. Geschichtsbücher

4.1.3. Prophetische Bücher

4.1.4. Psalmen

Die Einteilung des NT:

4.1.5. Evangelien

4.1.6. Apostelgeschichte

4.1.7. Briefe

4.1.8. Offenbarung

Länder und Völker der Bibel

Das römische Reich

 

4.2. Leben mit der Bibel

AT (Auswahl aus):

Samuel:

4.2.1. Gott beruft ein Kind zum Propheten!

David wird König:

4.2.2. König gesucht

4.2.3. Klein, aber oho!

4.2.4. Musik für Gott

4.2.5. Endlich König

4.2.6. Die Bundeslade kommt zurück

Der weise König Salomo

4.2.7. Ein neuer König

4.2.8. Salomo wünscht sich was

4.2.9. Ein Haus für Gott

Daniel: Abenteuer mit Gott

4.2.10. Gemüse macht klug und stark

4.2.11. In heißer Gefahr

4.2.12. Achtung! Bissige Löwen!

Klagepsalmen:

4.2.13. Warum lässt Gott uns leiden?

NT (Auswahl aus):

Jesus und sein Team:

4.2.14. Simon wird Menschenfischer (Lk. 5,1-11)

4.2.15. Nathanael begegnet Jesus Jesus (Joh. 1,35-51)

4.2.16. Jesus sucht Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Mt. 9,35-10,42)

Jesus unser Vorbild:

4.2.17. Jesus hört die Not (Bartimäus)

4.2.18. Jesus spürt die Not (Blutflüssige Frau)

4.2.19. Jesus liebt vorbehaltslos (Ehebrecherin)

4.2.20. Jesus im Tempel

4.2.21. Jesus hasst Heuchelei (Pharisäer)

Paulus:

4.2.22. Paulus begegnet Jesus

4.2.23. Paulus ist für Jesus unterwegs

4.2.24. Steh auf (Heilung des Verkrüppelten)

4.2.25. Paulus und Silas

Kinder in der Bibel:

4.2.26. Samuel – siehe oben

4.2.27. Timotheus und die gute Nachricht

 

4.3. Spiritualität

4.3.1. Das apostolische Glaubensbekenntnis

4.3.2. Gebet: gemeinsam praktizieren

4.3.3. Lobpreis und Anbetung: ein Lebensstil

4.3.4. Von Gott erzählen

4.3.5. Missionsbefehl: Ein Versprechen und ein Auftrag

4.3.6. Mission – für/mit Jesus unterwegs

4.3.7. Lebensbilder: Hudson Taylor, Mathilda Wrede, etc.

4.3.8. Christenverfolgungen in Vergangenheit und Gegenwart

4.3.9. Märtyrertum

 

4.4. Christentum und andere Religionen

Elemente – Islamischer Glaube:

4.4.1. Koran, Mohammed, Ramadan, Moschee

Bezüge Christentum – Islam

4.4.2. Verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen begegnen

 

KOMPETENZEN

 

Die Lernenden geben die Lernverse (Mt 28,18-20) auswendig wieder und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenssituation her. Sie sprechen das Apostolische Glaubensbekenntnis auswendig

 

1. Gott ist Liebe – für mich: Identität entwickeln

1.1. Entwicklung von Selbstwertgefühl und Persönlichkeit

Die Lernenden

-

beschreiben ihre Sehnsucht nach Erfüllung und Glück im Leben

-

verbalisieren ihre Vorstellung von Erfüllung und Glück im Leben

-

entdecken, dass Gott Menschen in besonderer Weise gebraucht (Berufung; Querverbindung: Samuel)

-

fragen konkret nach Gottes Plan für ihr eigenes Leben

-

erkennen Gottes Berufung für ihr eigenes Leben

-

treffen begründete Entscheidungen

-

entdecken, was ihnen heilig (wichtig, kostbar) ist und tauschen sich darüber aus

-

nehmen ihre Fähigkeiten und Stärken wahr und geben darüber Auskunft

-

reflektieren ihren bisherigen Lebensweg und denken nach über den neuen Abschnitt (Schulwechsel, …), der vor ihnen liegt

-

formulieren Hoffnungen, Erwartungen, Ängste, Unsicherheiten, … in Bezug auf den neuen Abschnitt

-

geben die Bedeutung des Wortes „verzichten“ mit eigenen Worten und Beispielen wieder

-

versuchen, das Verzichten auf etwas zu üben, was sie selbst bestimmt haben

-

reflektieren die Erfahrungen beim Verzichten

 

1.2. Ethik

Die Lernenden

-

setzen sich mit Grenzerfahrungen (Abschied, Verlust, Sterben, …) auseinander

-

erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen mit solchen Grenzerfahrungen

-

bringen Hoffnung, Trauer, Angst, Wut, Enttäuschung, Resignation, … durch Worte, Bilder, Gesten, Aktionen zum Ausdruck

-

begegnen ihren Mitlernenden mit Empathie und drücken ihre eigene Betroffenheit verbal aus

-

finden in der Bibel Zuspruch und Trost

-

finden heraus, was die Bibel zu den Themen „Sterben und Tod“, „Leben nach dem Tod“ und „ewiges Leben“ sagt

-

schöpfen Hoffnung aus den biblischen Referenzgeschichten

-

denken über Gottes Zusage „Ich bin bei dir“ in Bezug auf menschliche Grenzsituationen nach

-

erfahren, dass Jesus für uns ein Zuhause in der Gegenwart Gottes vorbereitet

-

erarbeiten Möglichkeiten, wie sie anderen Mitgefühl, Verständnis und Trost vermitteln können

-

reflektieren ihre Erfahrungen beim Mitfühlen, Mittragen und Mittrösten

-

überlegen, wo ihnen Menschen ihn Entscheidungssituationen eine Hilfe waren (Wegweiser)

-

betrachten an Hand der Geschichte von Ruth und ihren Schwiegertöchtern den Umgang mit Glück und Unglück (Grenzerfahrungen im Leben)

-

zeigen auf, wie Ruth und Noemi auf Gott vertraut haben und sich dadurch ihr Leben verändert hat

 

1.3. Lebensfragen

Die Lernenden:

-

verbalisieren ihre Gedanken und Empfindungen zu den Themen „Unsichtbarer Gott“, „Unfassbarer Gott“ und „Abwesender Gott“

-

finden Möglichkeiten der Interpretation

 

1.4. Identität durch Kreativität

Die Lernenden

-

stellen ihren Lebenstraum (Hoffnungsbilder) mit künstlerischen Mitteln dar

-

stellen Stationen ihres Lebens auf kreative Art und Weise dar

 

2. Gott liebt uns alle! In Gemeinschaft leben

2.1. Ethik in Gemeinschaft

Die Lernenden:

-

nehmen wahr, dass gemeinsames Arbeiten eine Bereicherung ist, wo sie voneinander lernen können

-

entwickeln Teamfähigkeit

-

gehen achtsam und respektvoll mit ihren Mitmenschen um

-

artikulieren Wertschätzung

-

beschreiben Mobbing und die daraus resultierenden Folgen

-

nehmen Ausgrenzung oder Mobbing in der Klasse wahr und reagieren angemessen

-

erarbeiten Möglichkeiten, die zur Erhaltung und zum Schutz eines guten Klassenklimas beitragen und setzen diese um

 

2.2. Christliche Identität

Die Lernenden

-

erfahren, dass der Glaube in der Gemeinschaft wächst

-

nennen Angebote aus ihrer Gemeinde und Verbände für Kinder und Jugendliche und tauschen darüber aus

-

berichten von Großveranstaltungen für Glaubende

-

beschreiben Dienste und Gaben in ihrer Gemeinde

-

beschreiben ihre Identität in Jesus Christus sind

-

deuten ihr Leben in Gottes Hand und unter Gottes Segen

 

2.3. Feste und Feiern

Die Lernenden

-

erleben den Advent bewusst als Zeit der Erwartung und der inneren Einkehr

-

gestalten eine Adventsfeier

-

reflektieren, was es heißt „den Ruf Gottes annehmen“ an Hand der Geschichten von Zacharias und Elisabeth, Maria und Josef und den Sterndeutern

-

charakterisieren Engel als Botschafter Gottes

-

erklären beispielhaft, wie Weihnachten rund um den Globus gefeiert wird

-

beschreiben die zentrale Bedeutung des Osterfestes

-

erleben die Fastenzeit (vorösterliche Zeit) bewusst als Vorbereitung auf das Osterfest und als Zeit der inneren Einkehr

-

üben Verzicht in der Fastenzeit (zB Verzicht auf Fernsehen, Süßigkeiten,…)

-

gestalten eine Besinnungsfeier in der Fastenzeit

-

interpretieren den Tod Jesu am Kreuz als Konsequenz seiner Liebe zu Gott und zu uns Menschen

-

verstehen den Tod und die Auferstehung Jesu als wesentliche Grundlage des christlichen Glaubens und als Beginn des neuen Bundes zwischen Gott und Mensch

-

reflektieren die Folgen der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger beim ersten Pfingstfest

-

deuten die Erfüllung mit dem Heiligen Geist als kraftvolle Dynamik zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt

-

übertragen die Pfingstgeschichte auf ihr eigenes Leben: Aussendung (Missionsbefehl)

-

erläutern die Bedeutung des Sonntags aus christlicher und aus gesellschaftlicher Sicht

-

hinterfragen und interpretieren Feste und die begleitenden Bräuche

-

beschreiben die Bedeutung der Dreieinigkeit

 

3. Gott liebt diese Welt! Verantwortung für seine Schöpfung

3.1. Bewahrung der Schöpfung

Die Lernenden

-

erklären den Satz „Wir sind EINE Welt“

-

erkennen, dass wir zwar verschiedenen Kulturräumen leben, aber auf einer Erde

-

erkennen, dass weltweit gesehen Ressourcen und deren Verbrauch ungerecht verteilt sind

-

lesen und reflektieren den Text „Wenn die Welt ein Dorf wäre“

-

wissen, was Entwicklungszusammenarbeit bedeutet

-

erfahren an Hand von Beispielgeschichten mit Kindern den Wert von Entwicklungszusammenarbeit

-

finden Wege, selbst aktiv zu werden gegen Armut und Unrecht

-

nehmen Teil an Aktionen, wie zB „Weihnachten im Schuhkarton“

-

entdecken in den Berichten von Nehemia, Ester, Martin Luther King und Corrie ten Boom solidarisches Handeln und Verantwortung gegenüber Benachteiligten

-

entdecken, dass erst Glaube in Taten die Liebe zu den Mitmenschen zeigt

-

reflektieren an Hand der Berichte von Nehemia, Ester, Martin Luther King und Corrie ten Boom, wie sie selbst für Gerechtigkeit einstehen können

 

3.2. Ethik für das Leben

Die Lernenden

-

beschreiben den Werdegang eines Menschen von Anbeginn an

-

positionieren sich für den Schutz des Lebens von Anfang an

-

beschreiben die Würde des Menschen mit eigenen Worten

-

denken nach über die schlimme Zeit im 2. Weltkrieg

-

beschreiben mit eigenen Worten die Verbrechen am Volk Israel, an anderen Völkern, an Menschen mit Beeinträchtigung …, die da geschehen sind

-

reagieren mit Empathie auf ausgewählte Geschichten und Lebensberichte

-

nennen und beschreiben im Kontrast zu den schlimmen Ereignissen der Shoah positive Werte, wie zB der Zusammenhalt der Familie, die Hilfsbereitschaft der Nachbarn, persönliche Nähe und Wärme und Integration

 

4. Gott liebt seine Kinder! Wir sind zum Glauben eingeladen

4.1. Grundlage Bibel

Die Lernenden

-

erklären die Einteilung der Bibel

-

verstehen das Alte Testament als jüdische Grundlage, aus dem der christliche Glauben gewachsen ist

-

zählen Länder der Bibel auf

-

nennen die Völker der Bibel und charakterisieren ihre Lebensweisen

-

nennen Sprachen der Bibel

-

beschreiben das römische Reich zur Zeit von Jesus und Paulus

 

4.2. Leben mit der Bibel

Die Lernenden

-

erzählen oder inszenieren biblische Szenen aus der Sicht verschiedener involvierter Personen

-

erzählen die Berufungsgeschichte von Samuel und David mit eigenen Worten nach

-

entdecken in der Berufungsgeschichte von David, dass Gott sich den Jüngsten ausgesucht hat und damit andere Maßstäbe setzt

-

diskutieren König Salomos Wunsch nach Weisheit und dem daraus folgendem Segen in Bezug auf ihr eigenes Leben

-

denken nach, was sie sich selbst von Gott wünschen würden

-

erkennen an Hand des Verhaltens von Daniel die Hilfe Gottes in schwierigen oder lebensbedrohlichen Situationen

-

skizzieren die Wunder in den Berichten Daniels: Traumdeutung, Feuerofen, Löwengrube

-

erkennen im Bericht von Daniel in der Löwengrube, dass Gott bei ihnen ist, auch wenn andere gegen sie sind

-

nennen menschliche Klagen in den Klagepsalmen

-

erfassen, dass Jesus heute wie damals Menschen sucht, die ihm nachfolgen und anderen von ihm erzählen

-

erkennen, dass auch eine Freundschaft mit Jesus nicht davon abhängt, alles zu können, zu wissen und richtig zu machen

-

deuten, dass Jesus sie persönlich kennt und liebt, so wie sie sind und dass auch sie eine persönliche Freundschaft mit ihm eingehen können

-

erkennen, dass Jesus auf die Not von Menschen reagiert

-

erfassen, dass Jesus die Menschen vorbehaltslos liebt

-

entdecken, dass Jesus Scheinheiligkeit und Doppelmoral hasst

-

erkennen, das Jesus unser Vorbild ist (Christ – Christus)

-

geben die Bekehrungsgeschichte von Paulus mit eigenen Worten wieder und folgern daraus, dass Gott Menschen total verändern kann.

-

erzählen, wie Paulus berufen wurde

-

erfassen, dass Menschen mit Gottes Hilfe Dinge tun können, die sonst nicht möglich sind

-

entdecken, dass Gott Menschen im Gefängnis begegnet

-

erkennen, an Hand des jungen Timotheus, dass Gott Menschen jeden Alters zur Mitarbeit gebraucht

 

4.3. Spiritualität

Die Lernenden

-

sprechen das Apostolische Glaubensbekenntnis auswendig

-

sprechen gemeinsam vorgegebene oder frei formulierte Gebete

-

erkennen, dass Lobpreis und Anbetung Ausdruck einer christlichen Lebenshaltung sind, die das ganze Leben prägen

-

erfassen den Sinn des Missionsbefehls als Auftrag der Christen

-

spüren dem Auftrag für sich persönlich nach um zu erkennen, wie Jesus sie selbst gebrauchen möchte und erwarten seine Anleitung und Hilfe

-

finden Wege, von Gott zu erzählen und teilen ihre Erfahrungen bei der Umsetzung mit

-

entdecken in den Lebensbildern von Hudson Taylor und Mathilda Wrede was Nachfolge Christi“ bedeuten kann

-

beschreiben an Hand ausgewählter Beispiele Christenverfolgung in der Vergangenheit und in der Gegenwart

-

nennen Menschen, die für ihren Glauben an Jesus Christus starben

 

4.4. Christentum und andere Religionen

Die Lernenden

-

nennen Elemente des islamischen Glaubens

-

finden Bezüge zwischen Christentum und Islam

-

finden Bezüge zwischen Judentum, Christentum und Islam