445. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend über die Erprobung von Handfeuerwaffen 2013 (Beschussverordnung 2013)
Auf Grund der §§ 1, 3 bis 8, 10, 11, 15 und 22 des Beschußgesetzes, BGBl. Nr. 141/1951, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 50/2012, wird verordnet:Auf Grund der Paragraphen eins,, 3 bis 8, 10, 11, 15 und 22 des Beschußgesetzes, Bundesgesetzblatt Nr. 141 aus 1951,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 50 aus 2012,, wird verordnet:
Inhaltsverzeichnis
1. Hauptstück |
Allgemeine Bestimmungen |
§ | 1. Sachlicher Geltungsbereich |
§ | 2. Verpflichtung zur beschussamtlichen Erprobung |
§ | 3. Vornahme der beschussamtlichen Erprobung |
§ | 4. Reinigung vor Einreichung |
2. Hauptstück |
Beschussvorschrift für Handfeuerwaffen für Munition mit rauchlosem Pulver |
§ | 5. Anwendungsbereich |
§ | 6. Einreichung |
§ | 7. Vorbeschuss |
§ | 8. Vorbeschusszeichen |
§ | 9. Umfang der Beschussprüfung |
§ | 10. Kontrolle der Kennzeichnung |
§ | 11. Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung |
§ | 12. Kontrolle der Abmessungen |
§ | 13. Rückstellung vor dem Endbeschuss |
§ | 14. Endbeschuss |
§ | 15. Kontrolle nach dem Endbeschuss |
§ | 16. Rückstellung nach dem Endbeschuss |
§ | 17. Neuerliche Erprobungspflicht |
§ | 18. Freiwillige Erprobungen |
§ | 19. Anbringen der Beschusszeichen |
§ | 20. Kontrollerprobung |
§ | 21. Amtliche Eintragungen, Beschussbestätigung, Beschussverzeichnis |
3. Hauptstück |
Beschussvorschrift für Schwarzpulverwaffen |
§ | 22. Anwendungsbereich |
§ | 23. Einreichung |
§ | 24. Vorbeschuss, Vorbeschusszeichen |
§ | 25. Umfang der Beschussprüfung |
§ | 26. Kontrolle der Kennzeichnung |
§ | 27. Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung |
§ | 28. Rückstellung vor dem Endbeschuss |
§ | 29. Endbeschuss |
§ | 30. Kontrolle nach dem Endbeschuss |
§ | 31. Rückstellung nach dem Endbeschuss |
§ | 32. Neuerliche Erprobungspflicht |
§ | 33. Freiwillige Erprobung |
§ | 34. Anbringen der Beschusszeichen |
§ | 35. Kontrollerprobung |
§ | 36. Amtliche Eintragungen, Beschussbestätigung, Beschussverzeichnis |
4. Hauptstück |
Beschussvorschrift für bestimmte Arten von Handfeuerwaffen |
1. Abschnitt: Allgemeines |
§ | 37. Anwendungsbereich |
§ | 38. Art der Erprobung |
§ | 39. Einreichung |
2. Abschnitt: Typenprüfung |
§ | 40. Umfang der Typenprüfung |
§ | 41. Kontrolle der Kennzeichnung |
§ | 42. Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung |
§ | 43. Kontrolle der Abmessungen |
§ | 44. Rückstellung vor dem Beschuss |
§ | 45. Beschuss bei Typenprüfung |
§ | 46. Kontrolle nach dem Beschuss |
§ | 47. Rückstellung nach dem Beschuss |
§ | 48. Zulassung der Type |
§ | 49. Neuerliche Erprobungspflicht |
§ | 50. Kontrollprüfungen |
§ | 51. Amtliche Eintragungen und Beschussbestätigung |
§ | 52. Information des Ständigen Büro der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (C.I.P.) |
3. Abschnitt: Einzelprüfung |
§ | 53. Umfang der Einzelprüfung |
§ | 54. Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung |
§ | 55. Beschuss bei Einzelprüfung |
§ | 56. Sonstige Bestimmungen |
5. Hauptstück |
Verbindlicherklärung von technischen Normenwerken |
§ | 57. Verbindlicherklärung von ÖNORMEN |
§ | 58. Verbindlicherklärung von ON-Regeln |
6. Hauptstück |
Schlussbestimmungen |
§ | 59. Sprachliche Gleichbehandlung |
§ | 60. Verweisungen |
§ | 61. Inkrafttreten und Außerkrafttreten |
§ | 62. EU – Notifikation |
Anlage | 1: Beschussladungen für Schwarzpulverwaffen |
Anlage | 2: ÖNORMEN |
1. Hauptstück
Allgemeine Bestimmungen
Sachlicher Geltungsbereich
§ 1.Paragraph eins,
(1)Absatz einsDie Bestimmungen dieser Verordnung sind bei der Erprobung der in Abs. 2 anDie Bestimmungen dieser Verordnung sind bei der Erprobung der in Absatz 2, angeführten Handfeuerwaffen, bei der Erprobung der in Abs. 3 angeführten höchstbeanführten Handfeuerwaffen, bei der Erprobung der in Absatz 3, angeführten höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sowie beim Anbringen der Beschusszeichen an diesen anzuwenden.
(2)Absatz 2Handfeuerwaffen im Sinne des § 1 Abs. 3 des Beschussgesetzes sind:Handfeuerwaffen im Sinne des Paragraph eins, Absatz 3, des Beschussgesetzes sind:
Feuerwaffen: Geräte, bei denen durch den, durch die Verbrennung von Treibmitteln entstehenden Gasdruck Geschoße durch einen Lauf getrieben werden; dazu zählen insbesondere:
Gewehre (Langwaffen): Flinten, Büchsen;
Faustfeuerwaffen (Kurzwaffen): Revolver, Pistolen;
Schussapparate: tragbare Geräte für gewerbliche, industrielle oder technische Zwecke, bei denen durch den, durch die Verbrennung von Treibmitteln entstehenden Gasdruck, Geschoße oder andere mechanische Teile angetrieben werden; dazu zählen insbesondere:
Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen: Geräte, die nicht zum Verschießen eines Geschoßes konstruiert sind;
Böller: Prangerstutzen, Salutkanonen, usw.
(3)Absatz 3Höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen im Sinne des § 1 Abs. 3 des BeHöchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen im Sinne des Paragraph eins, Absatz 3, des Beschußgesetzes sind fertige Läufe, Verschlüsse, als Patronenlager dienende Trommeln sowie alle dem Gasdruck unmittelbar ausgesetzten Teile einer Handfeuerwaffe.
(4)Absatz 4Diese Verordnung ist nicht anzuwenden auf:
Handfeuerwaffen gemäß Abs. 2 und höchstbeanspruchte Teile von HandfeuerHandfeuerwaffen gemäß Absatz 2 und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen gemäß Abs. 3, die von einer Streitkraft verwendet oder durch diese oder in deren Auftrag herfen gemäß Absatz 3,, die von einer Streitkraft verwendet oder durch diese oder in deren Auftrag hergestellt oder instand gesetzt worden sind und für deren Zwecke Verwendung finden;
Handfeuerwaffen gemäß Abs. 2 und höchstbeanspruchte Teile von HandfeuerHandfeuerwaffen gemäß Absatz 2 und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen gemäß Abs. 3, welche vor dem 1. Januar 1900 gefertigt wurden und die ausschließlich Dekofen gemäß Absatz 3,, welche vor dem 1. Januar 1900 gefertigt wurden und die ausschließlich Dekorationszwecken dienen oder nur wegen ihres Kunst- oder Sammelwertes aufbewahrt werden.
(5)Absatz 5Die Erprobung von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchter Teile von Handfeuerwaffen, welche in einem anderen Mitgliedstaat des Übereinkommens über die gegenseitige Anerkennung von Beschusszeichen für Handfeuerwaffen, BGBl. Nr. 269/1971 in der Fassung des Artikels II des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 233/1984, hergestellt wurden, unterliegt grundsätzlich nicht den Bestimmungen dieser Verordnung; sie kann vom Beschussamt nur in jenem Fall vorgenommen werden, wenn das Beschussamt des anderen Mitgliedstaates darum ersucht und bestätigt, dass technische Gründe vorliegen, welche eine Erprobung dort nicht möglich machen.Die Erprobung von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchter Teile von Handfeuerwaffen, welche in einem anderen Mitgliedstaat des Übereinkommens über die gegenseitige Anerkennung von Beschusszeichen für Handfeuerwaffen, Bundesgesetzblatt Nr. 269 aus 1971, in der Fassung des Artikels römisch II des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Nr. 233 aus 1984,, hergestellt wurden, unterliegt grundsätzlich nicht den Bestimmungen dieser Verordnung; sie kann vom Beschussamt nur in jenem Fall vorgenommen werden, wenn das Beschussamt des anderen Mitgliedstaates darum ersucht und bestätigt, dass technische Gründe vorliegen, welche eine Erprobung dort nicht möglich machen.
Verpflichtung zur beschussamtlichen Erprobung
§ 2.Paragraph 2,
(1)Absatz einsZur Einreichung zur beschussamtlichen Erprobung der Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind alle jene natürlichen und juristischen Personen verpflichtet, welche diese Gegenstände in Österreich herstellen, in Österreich in den Verkehr zu bringen beabsichtigen bzw. entgeltlich vermitteln, dass sie in den Verkehr gebracht werden.
(2)Absatz 2Die Verpflichtung gemäß Abs. 1 entfällt hinsichtlich von Handfeuerwaffen und höchstDie Verpflichtung gemäß Absatz eins, entfällt hinsichtlich von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen, welche mit einem gültigen österreichischen (§ 19 Abs. 2 und 4, § 34 Abs. 1, § 48 Abs. 4) oder anerkannten Prüfzeichen gemäß den Bestimmungen der Prüfzeichenverspruchten Teilen von Handfeuerwaffen, welche mit einem gültigen österreichischen (Paragraph 19, Absatz 2 und 4, Paragraph 34, Absatz eins,, Paragraph 48, Absatz 4,) oder anerkannten Prüfzeichen gemäß den Bestimmungen der Prüfzeichenverordnung 2013, BGBl. II Nr. 444/2013, versehen sind, sowie hinsichtlich der in § 38 Abs. 4 bezeichneten Schussappaordnung 2013, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 444 aus 2013,, versehen sind, sowie hinsichtlich der in Paragraph 38, Absatz 4, bezeichneten Schussapparate. Die Verpflichtung gemäß Abs. 1 entfällt ferner hinrate. Die Verpflichtung gemäß Absatz eins, entfällt ferner hinsichtlich jener natürlichen Personen, die innerhalb des Hoheitsgebietes der Republik Österreich keinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt haben, allerdings nur hinsichtlich der zu ihrem persönlichen Gebrauch vorübergehend in das Bundesgebiet eingebrachten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen.
(3)Absatz 3Zur Einreichung zur beschussamtlichen Erprobung der Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind in den Fällen der §§ 17, 32 und 49 alle jene Persoten Teile von Handfeuerwaffen sind in den Fällen der Paragraphen 17,, 32 und 49 alle jene Personen verpflichtet, welche die in diesen Bestimmungen angeführten Bearbeitungen vorgenommen oder Veränderungen festgestellt haben.
(4)Absatz 4Aus dem Ausland eingeführte Handfeuerwaffen oder höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind spätestens dreißig Tage nach ihrem Einlangen am inländischen Bestimmungsort zur beschussamtlichen Erprobung einzureichen, sofern nicht Abs. 2 zur Anschussamtlichen Erprobung einzureichen, sofern nicht Absatz 2, zur Anwendung gelangt.
Vornahme der beschussamtlichen Erprobungen
§ 3.Paragraph 3,
Die der Beschusspflicht unterliegenden Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind durch das Beschussamt gemäß den jeweils für sie in Betracht kommenden Bestimmungen des 2. bis 4. Hauptstückes einer beschussamtlichen Erprobung zu unterziehen; dabei ist gegebenenfalls unterstützend auf die Sachinhalte rechtskräftiger Beschlüsse der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (Commission Internationale Permanente pour l’épreuve des armes à feu portatives – C.I.P.), BGBl. Nr. 269/1971, Bedacht zu nehmen.bung zu unterziehen; dabei ist gegebenenfalls unterstützend auf die Sachinhalte rechtskräftiger Beschlüsse der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (Commission Internationale Permanente pour l’épreuve des armes à feu portatives – C.I.P.), Bundesgesetzblatt Nr. 269 aus 1971,, Bedacht zu nehmen.
Reinigung vor Einreichung
§ 4.Paragraph 4,
Die zur beschussamtlichen Erprobung eingereichten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen müssen dem Beschussamt in sauberem Zustand übergeben werden.
2. Hauptstück
Beschussvorschrift für Handfeuerwaffen für Munition mit rauchlosem Pulver
Anwendungsbereich
§ 5.Paragraph 5,
Die Bestimmungen dieses Hauptstückes sind bei der Erprobung von Handfeuerwaffen für Munition mit rauchlosem Pulver und höchstbeanspruchten Teilen solcher Handfeuerwaffen sowie beim Anbringen der Beschusszeichen anzuwenden.
Einreichung
§ 6.Paragraph 6,
(1)Absatz einsDie Einreichung von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen zum Endbeschuss (§ 5 Abs. 1 Beschußgesetz) sowie die Einreichung von Läufen zum Vorbeschuss (§ 5 Abs. 2 Beschußfen zum Endbeschuss (Paragraph 5, Absatz eins, Beschußgesetz) sowie die Einreichung von Läufen zum Vorbeschuss (Paragraph 5, Absatz 2, Beschußgesetz) hat mittels des vom Einreicher auszufüllenden Formulars des Beschussamtes („Einreichblatt“) zu erfolgen; auf Aufforderung des Beschussamtes hat der Einreicher die Daten für das Formular in elektronischer Form in einem Datenfile, welches mit dem im Beschussamt verwendeten Datenverarbeitungsprogramm für diese Datenerfassung kompatibel ist, beizustellen. Das Formular hat folgende Angaben zu enthalten:
Name und Anschrift des Einreichers;
Name des Herstellers der Handfeuerwaffe bzw. des höchstbeanspruchten Teiles einer Handfeuerwaffe;
Art der Handfeuerwaffe bzw. des höchstbeanspruchten Teiles einer Handfeuerwaffe und deren bzw. dessen Typenbezeichnung;
Waffen- bzw. Herstellungsnummer;
Bezeichnung des Kalibers oder Normbezeichnung der zu verwendenden Munition; bei nicht in den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeführten ON-Regeln enthaltenen Kalition; bei nicht in den jeweils in Betracht kommenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln enthaltenen Kalibern, die Angabe des höchstzulässigen Gebrauchsgasdruckes;
Bezeichnung des verwendeten Laufmaterials;
den Hinweis, ob die eingereichten Handfeuerwaffen neu oder instand gesetzt sind; bei instandgesetzten Handfeuerwaffen die Angabe der an ihnen ausgeführten Instandsetzungsarbeiten;
bei Einsteckläufen, die in eine Trägerwaffe eingebaut sind, zusätzlich die Angaben gemäß Z 3 bis 7 der Trägerwaffe.bei Einsteckläufen, die in eine Trägerwaffe eingebaut sind, zusätzlich die Angaben gemäß Ziffer 3 bis 7 der Trägerwaffe.
(2)Absatz 2Werden Handfeuerwaffen zur freiwilligen Erprobung (§ 18 Abs. 1) eingereicht, ist auf dem Formular der Grund der Einreichung anzugeWerden Handfeuerwaffen zur freiwilligen Erprobung (Paragraph 18, Absatz eins,) eingereicht, ist auf dem Formular der Grund der Einreichung anzugeben.
(3)Absatz 3Bei der Einreichung von Läufen zum Vorbeschuss hat das Formular nur die Angaben gemäß Abs. 1 Z 1 bis 3 zu enthalten.ben gemäß Absatz eins, Ziffer eins bis 3 zu enthalten.
(4)Absatz 4Bei Einreichung von Flinten mit Laufverengung an der Mündung („Choke“), welche auswechselbar ist („Wechselchoke“), sind alle zugehörigen Wechselchokes sowie der Schlüssel zum Auswechseln der Chokes vorzulegen.
(5)Absatz 5Mit einem Formular dürfen jeweils nur Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchte Teile der gleichen Type und des gleichen Kalibers eingereicht werden.
Vorbeschuss
§ 7.Paragraph 7,
(1)Absatz einsDer Vorbeschuss der Läufe von Flinten und mehrläufigen Gewehren ist als zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mittels Magnetprüfgerätes, Ultraschallprüfgerätes, Röntgenprüfgerätes oder eines ähnlichen Gerätes oder einer anderen geeigneten Methode durchzuführen.
(2)Absatz 2Die in Abs. 1 angeführten Läufe müssen für den Vorbeschuss außen auf FerDie in Absatz eins, angeführten Läufe müssen für den Vorbeschuss außen auf Fertigmaß gebracht und die Laufbohrung muss vorgearbeitet sein.
Vorbeschusszeichen
§ 8.Paragraph 8,
(1)Absatz einsNach bestandenem Vorbeschuss gemäß § 7 Abs. 1 ist am Lauf das im § 19 Abs. 4 Z 1 vorgeNach bestandenem Vorbeschuss gemäß Paragraph 7, Absatz eins, ist am Lauf das im Paragraph 19, Absatz 4, Ziffer eins, vorgesehene Beschusszeichen derart anzubringen, dass es auch nach Fertigstellung der Handfeuerwaffe deutlich sichtbar bleibt.
(2)Absatz 2Läufe, die bei der Prüfung gemäß § 7 Abs. 1 an ihrer Oberfläche erkennbare Fehler aufweisen, sind dem Einreicher ohne Vorbeschusszeichen zurückzustellen.Läufe, die bei der Prüfung gemäß Paragraph 7, Absatz eins, an ihrer Oberfläche erkennbare Fehler aufweisen, sind dem Einreicher ohne Vorbeschusszeichen zurückzustellen.
Umfang der Beschussprüfung
§ 9.Paragraph 9,
(1)Absatz einsDie Beschussprüfung umfasst:
die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß § 10;die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß Paragraph 10 ;,
die Kontrolle der Funktionssicherheit und die Sichtprüfung gemäß § 11;die Kontrolle der Funktionssicherheit und die Sichtprüfung gemäß Paragraph 11 ;,
die Kontrolle der Abmessungen gemäß § 12;die Kontrolle der Abmessungen gemäß Paragraph 12 ;,
den Endbeschuss gemäß § 14;den Endbeschuss gemäß Paragraph 14 ;,
die Kontrolle nach dem Endbeschuss gemäß § 15.die Kontrolle nach dem Endbeschuss gemäß Paragraph 15,
(2)Absatz 2Bei der Vornahme der Kontrollen gemäß Abs. 1 ist auf die Besonderheiten der einzelBei der Vornahme der Kontrollen gemäß Absatz eins, ist auf die Besonderheiten der einzelnen Arten von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen Bedacht zu nehmen.
Kontrolle der Kennzeichnung
§ 10.Paragraph 10,
(1)Absatz einsIm Zuge der Kontrolle der Kennzeichnung ist zu überprüfen, ob die folgenden Angaben deutlich sichtbar und dauerhaft auf mindestens einem der höchstbeanspruchten Teile der Handfeuerwaffe angebracht sind:
Name, Firma oder eingetragenes Warenzeichen bzw. amtsbekanntes Kurzzeichen des Herstellers oder andere Angaben, die eine Identifizierung der Handfeuerwaffe ermöglichen;
Land oder Ort der Herstellung;
Waffen- bzw. Herstellungsnummer;
Herstellungsjahr (soweit dieses nicht Teil der Waffen- bzw. Herstellungsnummer ist);
Bezeichnung des Kalibers (zB 7 x 64, .243 Win, 12/70) auf jedem Lauf, wenn die Handfeuerwaffe Läufe verschiedener Kaliber hat, oder nur auf einem Lauf, wenn alle Läufe dasselbe Kaliber haben;
bei Revolvern, wenn die Möglichkeit des Austausches der Trommel gegeben ist, die Bezeichnung des Kalibers auf jeder Trommel;
Art des verwendeten Laufmaterials durch Angabe gemäß ÖNORM S 1205 oder der Werkstoffbezeichnung nach ISO (Kurzzeichen der chemischen Zusammensetzung, zB 42CrMo4, 34CrNiMo6, X39CrMo17-1);
bei Handfeuerwaffen für Kleinschrot die Bezeichnung „Waffe für Kleinschrot“ („arme à grenaille“, „shot weapon“);
bei Handfeuerwaffen mit glattem Lauf / glatten Läufen die Angabe der Lagertiefe.
(2)Absatz 2Bei Handfeuerwaffen, deren Kaliber nicht in den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln enthalten sind, ist ferner zu überprüfen, ob die Kaliberbezeichnung gemäß Abs. 1 Z 5 nicht irreführend ist oder zur Verwechslung mit andemäß Absatz eins, Ziffer 5, nicht irreführend ist oder zur Verwechslung mit anderen, bereits genormten Kalibern Anlass gibt.
Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung
§ 11.Paragraph 11,
(1)Absatz einsDie Kontrolle der Funktionssicherheit umfasst die Prüfung der zuverlässigen Funktion des Lade- und Entlademechanismus, der Verschlusseinrichtung, des Schlosses, der Sicherung und der Spann- und Zündeinrichtung.
(2)Absatz 2Bei Handfeuerwaffen für Patronen mit Kleinschrot ist bei der Kontrolle der Funktionssicherheit auf die besonderen Eigenschaften dieser Handfeuerwaffen Bedacht zu nehmen. Unter Handfeuerwaffen für Patronen mit Kleinschrot sind Kurzwaffen zu verstehen, aus denen nur Patronen verschossen werden können, deren Geschoße aus metallischem Kleinschrot mit einem Durchmesser kleiner als 2 mm bestehen.
(3)Absatz 3Bei ehemals automatischen Handfeuerwaffen, welche auf Grund eines Umbaus nunmehr halbautomatische Waffen oder Handrepetierer sind (zB ehemals militärische Waffen), ist zu überprüfen, ob ein Rückbau zu automatischen Waffen nicht mehr möglich ist.
(4)Absatz 4Die Sichtprüfung erstreckt sich auf Materialfehler, Schwachstellen (besonders betreffend die ausreichende Verriegelungsfläche und den Belastungsquerschnitt im Zusammenhang mit der Materialfestigkeit), Schweißstellen an höchstbeanspruchten Teilen sowie Aufbauchungen des Laufes und des Patronenlagers.
(5)Absatz 5In Verschlussgehäusen eingelassene Fernrohrfußplatten (zB Mauser Mod. 98) sind zulässig, wenn
die Wanddicke des Gehäuses im Laufgewindebereich 2,30 mm nicht unterschreitet (ausgehend vom Nenndurchmesser des Gewindes und dem Durchmesser der Ausdrehung für die Verschlusswarzen) und
die hinterste Ecke einer Schwalbenschwanzdurchfräsung die obere Gehäuseverriegelungsfläche nicht überlappt.
Kontrolle der Abmessungen
§ 12.Paragraph 12,
(1)Absatz einsDie Kontrolle der Abmessungen betrifft die Abmessungen des Patronenlagers und des Laufes, den Verschlussabstand sowie die Wanddicke des Laufes und die Lötflächenabstände gemäß den Bestimmungen der Absätze 2 bis 9.
(2)Absatz 2Die Kontrolle der Abmessungen des Laufdurchmessers hat zu erfolgen:
Bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen mit Hilfe von in Abständen von 0,05 mm auf 0,05 mm abgestuften Prüflehren oder mit Hilfe gleichwertiger Messsysteme, welche mit einer mechanischen Ablesevorrichtung oder mit einem elektronischen Umwandler verbunden sind;
bei Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen mit Hilfe von Prüflehren, deren Abmessungen gleich dem Mindestmaß des betreffenden Kalibers sind.
(3)Absatz 3Die Kontrolle der Abmessungen des Patronenlagers und des Übergangskonus hat zu erfolgen:
Bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen mit Hilfe von Minimal- und Maximallehren oder mit Hilfe gleichwertiger Messsysteme, welche mit einer mechanischen Ablesevorrichtung oder mit einem elektronischen Umwandler verbunden sind;
bei Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen für Zentralfeuerpatronen und bei Handfeuerwaffen für Randfeuerpatronen mit Hilfe einer Formlehre und konischer Lehren, deren Abmessungen den Mindestmaßen des Patronenlagers entsprechen, oder mit Hilfe gleichwertiger Messsysteme, welche mit einer mechanischen Ablesevorrichtung oder mit einem elektronischen Umwandler verbunden sind.
(4)Absatz 4Am Patronenlager und am Lauf sind zu kontrollieren:
Bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen für Zentralfeuerpatronen:
D: Durchmesser am Anfang des Patronenlagers;
L: Länge des Patronenlagers;
H: Durchmesser am Anfang des Übergangskonus;
T: Tiefe der Randeinfräsung;

1: Übergangswinkel;
Choke-Bohrung bei Handfeuerwaffen für bleifreie Schrote, wenn der Durchmesser der Schrote bei den Kalibern 10 und 12 größer als 4 mm, im Kaliber 16 größer als 3,5 mm und im Kaliber 20 größer als 3,25 mm ist.
Die Messwerte haben innerhalb der in der ON-Regel 191395 angegebenen Toleranzen zu liegen; die Choke-Bohrung muss gleich oder um nicht mehr als 0,5 mm kleiner des Laufdurchmessers (B) sein. Das Profil des Chokes sollte solange wie möglich sein; die maximale Neigung beträgt 0°30“ (Zentralwinkel von 1°).
Bei Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen und Handfeuerwaffen für Kleinschrot, die zum Verschießen von Zentralfeuerpatronen bestimmt sind:
P1: Durchmesser am Eingang des Patronenlagers;
L3: Länge vom Stoßboden bis Ende des Patronenlagerhalses;
H2: Durchmesser am Ende des Patronenlagerhalses;

: Schulterkonuswinkel;
R: Tiefe der Randeinfräsung bzw. E, Tiefe der Gürteleinfräsung;
G1: Durchmesser am Anfang des Übergangskonus;
i: halber Winkel des Übergangskonus;
G: Länge des Übergangskonus;
Die Messwerte haben jenen Maßen zu entsprechen, die in den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeDie Messwerte haben jenen Maßen zu entsprechen, die in den jeweils in Betracht kommenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln, angegeben sind. Wenn für Maße Toleranzen festgelegt wurden, sind diese einzuhalten.
Bei Handfeuerwaffen für Randfeuerpatronen sind zu kontrollieren:
P1: Durchmesser am Eingang des Patronenlagers;
L3: Länge vom Stoßboden bis Ende des Patronenlagerhalses;
H2: Durchmesser am Ende des Patronenlagerhalses;
L1: Länge vom Stoßboden bis Anfang des Schulterkonus;
R: Tiefe der Randeinfräsung;
Die Messwerte haben gleich groß oder größer als die in der ON-Regel 191390 angegebenen Werte zu sein.
(5)Absatz 5Der Verschlussabstand ist bestimmt durch den Abstand zwischen dem Stoßboden oder der Basküle und dem Boden einer Verschlussabstandslehre, bei verriegeltem Schloss, deren Abmessungen dem Minimalpatronenlager entsprechen; dieser ist bei Handfeuerwaffen für
Patronen ohne Rand mit Schulter der durch die Maßpaare L1/P2 und L2/H1 definierte Schulterkonus;
Patronen ohne Rand und Schulter das Ende des Patronenlagerhalses bei L3;
Patronen mit Rand und bei Randfeuerpatronen die Tiefe der Randeinfräsung R;
Gürtelpatronen die Tiefe der Gürteleinfräsung E;
Schrotpatronen die Tiefe der Randeinfräsung T.
Abweichende Definitionen des Verschlussabstandes sind den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeführten ON-Regeln zu entmenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln zu entnehmen. Die Definition der Maßbezeichnungen ist dem Abs. 4 bzw. den jeweils in Betracht kommen. Die Definition der Maßbezeichnungen ist dem Absatz 4, bzw. den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeführten ON-Regeln zu entmenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln zu entnehmen.
(6)Absatz 6Eine besondere Vorgangswiese bei der Überprüfung des Verschlussabstandes ist dann erforderlich, wenn gleichzeitig folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
es handelt sich um ein Kaliber ohne Rand, bei dem die Maximalpatrone aus dem Minimallager um einen Wert

L heraussteht und
dieses Kaliber in einer Handfeuerwaffe mit einer Verschlusskonstruktion eingebaut ist, welche auf den in Z 1 genannten Umstand sensibel reagiert (zB Blockverschluss, Kipplaufverdieses Kaliber in einer Handfeuerwaffe mit einer Verschlusskonstruktion eingebaut ist, welche auf den in Ziffer eins, genannten Umstand sensibel reagiert (zB Blockverschluss, Kipplaufverschluss), was in jedem konkreten Fall vom Beschussamt im Einvernehmen mit dem Antragsteller zu klären ist.
In diesen Fällen ist der Verschlussabstand mit folgenden speziell konstruierten Lehren zu überprüfen:
Minimallehre (

L – Lehre): gegenüber einer normalen Minimallehre um den Wert

L verlängert. Nach Einführung der Minimallehre (

L – Lehre) in das Patronenlager muss sich der Verschluss schließen lassen.
Maximallehre (

L – Lehre): auf der Grundlage der Minimallehre (

L – Lehre) unter Berücksichti
gung der in Abs. 7 angegebenen Höchstwerte für einen Verschlussabstand hergestellt. Nach Einführung der Maximallehre in das Patronenlager darf sich der Verschluss nicht schließen lassen.gung der in Absatz 7, angegebenen Höchstwerte für einen Verschlussabstand hergestellt. Nach Einführung der Maximallehre in das Patronenlager darf sich der Verschluss nicht schließen lassen.
Der Wert

L ist den jeweils in Betracht kom
menden, in § 58 angeführten ON-Regeln zu entmenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln zu entnehmen.
(7)Absatz 7Der Verschlussabstand darf vor und nach erfolgtem Beschuss nicht größer sein als der Minimalabstand gemäß Abs. 5 zuzüglich der im Folgenden angegebenen Werte:abstand gemäß Absatz 5, zuzüglich der im Folgenden angegebenen Werte:
Bei Langwaffen mit gezogenen Läufen für Zentralfeuerpatronen sowie bei Pistolen und Revolvern für Patronen mit Schulter und einer Hülsenlänge von mehr als 30 mm für einen maximalen Gebrauchsgasdruck von
PT
max
3800 bar: 0,15 mm,
PT
max
3800 bar: 0,10 mm;
Bei Pistolen für andere als die in Z 1 genannten ZentralBei Pistolen für andere als die in Ziffer eins, genannten Zentralfeuerpatronen und zwar für
Patronen ohne Rand mit Schulter mit einem durch den Winkel

1

180° am Beginn des Geschossüberganges sowie dem Durchmesser H2 und dem Durchmesser G1 gebildetes Maß h (zB Kaliber 7,63 Mauser, 7,65 Parabellum): 0,20 mm,
Patronen ohne Rand mit Schulter mit einem Winkel

1 = 180° und den Maßen L3
max der Patrone < L3
min des Patronenlagers (zB Kaliber 5,45x18), bei welchen der Verschlussabstand an der Schulter gebildet wird: 0,20 mm,
Patronen ohne Rand und ohne Schulter: 0,30 mm,
andere Patronen mit Rand und Rille (Semirand, zB Kaliber 6,35 Browning, 7,65 Browning) sowie für Patronen ohne Rand mit Schulter, mit dem Winkel

1 = 180° am Beginn des Geschoßüberganges und den Maßen L3
max der Patrone gleich L3
min des Patronenlagers (zB Kaliber 7,62x25 Tokarev, .357 SIG), bei welchen der Verschlussabstand am Hülsenmund gebildet wird, am Rand R und am Hülsenmund L3: 0,30 mm
Bei Revolvern für Zentralfeuerpatronen, ausgenommen jene, welche in Z 1 genannt sind: 0,25 mm;feuerpatronen, ausgenommen jene, welche in Ziffer eins, genannt sind: 0,25 mm;
Bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen für Zentralfeuerpatronen, und zwar bei
automatischen und halbautomatischen Flinten: 0,35 mm,
Kipplaufflinten und anderen Flinten: 0,20 mm;
Nach dem Beschuss muss der Spalt zwischen Lauf und Basküle ≤ 0,10 mm sein;
Bei Handfeuerwaffen für Randfeuerpatronen, bei denen
die kinetische Energie anstelle des Gasdruckes angegeben ist: 0,20 mm,
der maximale Gasdruck PCr
max bzw. PT
max

1900 bar ist: 0,20 mm,
der maximale Gasdruck PCr
max bzw. PT
max
1900 bis

2500 bar beträgt: 0,15 mm,
der maximale Gasdruck PCrmax bzw. PTmax> 2500 bar ist: 0,10 mm;
Bei Langwaffen mit gezogenen Läufen für Zentralfeuerpatronen kann der Verschlussabstand gemäß Z 1 in jenen Fälstand gemäß Ziffer eins, in jenen Fällen, in welchen die Mindestmaße des Patronenlagers und die Maximalmaße der Patrone, die in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 der Patronentrone, die in den jeweils in Betracht kommenden, in Paragraph 53, der Patronenprüfordnung 2013, BGBl. II Nr. 446, angeführten ON-Regeln angegeben sind, einen Überstand der Hülse aus dem Patronenlager erprüfordnung 2013, Bundesgesetzblatt römisch II Nr. 446, angeführten ON-Regeln angegeben sind, einen Überstand der Hülse aus dem Patronenlager ergeben, um das Überstandsmaß vergrößert werden.
(8)Absatz 8Die Wanddicke des Laufes und die Lötflächenabstände haben das in ÖNORM S 1205 für das jeweilige Kaliber angegebene, zahlenmäßig größte Mindestmaß aufzuweisen. Ist jedoch auf dem Lauf entweder eine Kennzeichnung gemäß ÖNORM S 1205 oder eine dieser entsprechende Bezeichnung gemäß § 10 Abs. 1 Z 7 vorhanden, dann können die für die beser entsprechende Bezeichnung gemäß Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer 7, vorhanden, dann können die für die betreffende Stahlsorte in ÖNORM S 1205 angegebenen Mindestwanddicken und Lötflächenabstände zugelassen werden.
(9)Absatz 9Wird eine Handfeuerwaffe, deren Abmessungen noch nicht in den jeweils in Betracht kommenden, im 5. Hauptstück angeführten technischen Normenwerken enthalten ist, zur beschussamtlichen Erprobung eingereicht, ist die Kontrolle der Maßhaltigkeit auf der Grundlage der vollständigen, vom Hersteller gelieferten Angaben durchzuführen.
Rückstellung vor dem Endbeschuss
§ 13.Paragraph 13,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die bei den Kontrollen gemäß den Bestimmungen der §§ 10 bis 12 einen der folgenden Mängel auftrollen gemäß den Bestimmungen der Paragraphen 10 bis 12 einen der folgenden Mängel aufweisen, sind dem Einreicher gemäß Abs. 2 zurückzustellen:reicher gemäß Absatz 2, zurückzustellen:
Fehlen einer der in § 10 Abs. 1 vorgeschriebeFehlen einer der in Paragraph 10, Absatz eins, vorgeschriebenen Angaben bzw. Zeichen;
Fehler, die durch unsachgemäße Bearbeitung des Materials verursacht worden sind, wenn dadurch die Funktion und Haltbarkeit beeinträchtigt werden, wie:
Schmiedefalten bzw. Stauchungen,
Risse im Material, Faserungen, Materialtrennungen, unsachgemäße Ausbesserungsschweißungen und Lötungen, bei welchen durch Wärmeeinwirkung die Materialfestigkeit beeinträchtigt wurde,
schlechte Anpassung bzw. fehlerhafte Lötung der Läufe, Laufhaken oder Laufschienen und des Schubers der Verschlusssperre,
Kratzer und andere Unregelmäßigkeiten, die bei der Bearbeitung der inneren Oberfläche von Lauf oder Patronenlager entstanden sind und die zu einem mit bloßem Auge erkennbaren Mangel an Glätte geführt haben, so dass das Erkennen von durch den Beschuss hervorgerufenen Fehlern erschwert wird,
Dellen im Inneren des Laufes oder des Patronenlagers,
Aufbauchungen, besonders in den Übergangsbereichen vom Patronenlager zum Lauf und am Choke, die zu einer Festigkeitsminderung der Wandungen führen,
Ausbüchsungen von Patronenlagern,
ausgebrannte Schlagbozen und Zündstiftbohrungen sowie schadhafte Schlagbolzen und Zündstifte;
mit dem freien Auge im Laufinneren sichtbare Vertiefungen, Falten oder Furchen;
mangelhafte Verschlusskonstruktion, insbesondere wenn beim Spannen und Verriegeln des Verschlusses kein einwandfreies Funktionieren gewährleistet ist;
keine Gewährleistung der Funktionssicherheit; diese ist nur gegeben:
bei leichter Funktion des Verschlusses und sicherer, vollständiger Verriegelung,
bei guter Funktion des Lade- und Entlademechanismus bei halbautomatischen Handfeuerwaffen,
bei einwandfreier Funktion der Sicherung,
wenn die Handfeuerwaffe geladen werden kann, ohne dass sich dabei ein Schuss selbsttätig löst,
wenn die Schlagbolzen bzw. Zündstifte sich in ihren Führungen leicht bewegen und sie nach dem Spannen nicht aus dem Stoßboden herausragen,
wenn die Schlagbolzen- bzw. Zündstiftbohrung und die Schlagbolzen- bzw. Zündstiftspitze frei von jedem Grat sind,
bei guter Funktion der Abzugsvorrichtung; die Auslösung darf nicht zu leicht sein, ausgenommen bei Handfeuerwaffen für Wettbewerbszwecke,
bei sicherer Funktion der Trommel sowie bei Übereinstimmung der Achse des Laufes mit den Patronenlagerachsen der Trommel bei Revolvern,
bei Kugelläufen, wenn der Zündstift entsprechend verschraubt oder in anderer geeigneter Weise gesichert ist;
Abmessungen, die nicht den Bestimmungen des § 12 entsprechen;Abmessungen, die nicht den Bestimmungen des Paragraph 12, entsprechen;
Handfeuerwaffen mit glatten Läufen, deren Bohrungsdurchmesser (B) den zulässigen Höchstwert überschreitet, können zum Endbeschuss zugelassen werden, wenn das Kaliber und die entsprechende Lagerlänge sowie das Kaliber des größeren Bohrungsdurchmessers oder der Bohrungsdurchmesser in Millimeter auf dem Lauf angebracht sind (z. B. Kaliber 12/76 – 10 oder 12/76 – 19,3); der Bohrungsdurchmesser darf jedoch nicht kleiner sein als der für die betreffende Lagerlehre festgesetzte Durchmesser;
Handfeuerwaffen, deren Profil von normalen Lauf- Zugprofilen abweicht (Polygonlauf), können zum Endbeschuss zugelassen werden, wenn der Laufinnenquerschnitt den in den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeführten ON-Regeln angegenen zum Endbeschuss zugelassen werden, wenn der Laufinnenquerschnitt den in den jeweils in Betracht kommenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln angegebenen Wert Q um nicht mehr als 0,7% unterschreitet, vorausgesetzt, dass keine Erhöhung des Gasdruckes, im Vergleich mit einem Lauf mit minimalem Querschnitt, eintritt;
Korrosion; diese kann jedoch bei gebrauchten Handfeuerwaffen zugelassen werden; der Beschuss ist dann mit der dreifachen Anzahl von Schüssen vorzunehmen;
Kaliberbezeichnung, die irreführend ist oder zur Verwechslung mit anderen genormten Kalibern Anlass gibt (§ 10 Abs. 2);ten Kalibern Anlass gibt (Paragraph 10, Absatz 2,);
Fehlen der Randausbildung an der Trommel bei Revolvern mit Randfeuerzündung;
unzureichender Umbau im Sinne des § 11 Abs. 3.unzureichender Umbau im Sinne des Paragraph 11, Absatz 3,
(2)Absatz 2Die zurückzustellenden Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einreicher der Grund der Rückstelten Teile von Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich bekanntzugeben.
(3)Absatz 3Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, welche gemäß Abs. 1 nicht zum Endbeschuss zugelassen wurden, können bei demselben Beschussamt nochmäß Absatz eins, nicht zum Endbeschuss zugelassen wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass die festgestellten Mängel behoben sind. Die Beschussprüfung ist sodann unter Bedachtnahme auf das Ergebnis der früheren Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 9 bis 15 vorzunehmen.stimmungen der Paragraphen 9 bis 15 vorzunehmen.
(4)Absatz 4Höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind unbrauchbar zu machen, wenn sie nicht mehr zu behebende Mängel aufweisen, wie zum Beispiel:
wenn eingelassene Fernrohrfußplatten Mängel im Sinne des § 11 Abs. 5 bewirken;wenn eingelassene Fernrohrfußplatten Mängel im Sinne des Paragraph 11, Absatz 5, bewirken;
unsachgemäße Ausbesserungsschweißungen an höchstbeanspruchten Stellen;
Läufe, welche weniger als 90% der gemäß § 12 Abs. 8 geforderten MindestwandLäufe, welche weniger als 90% der gemäß Paragraph 12, Absatz 8, geforderten Mindestwanddicke erreichen;
Läufe, welche wegen vorhandener Rostnarben die Mindestwanddicke gemäß § 12 Abs. 8 nicht mehr aufweisen.ben die Mindestwanddicke gemäß Paragraph 12, Absatz 8, nicht mehr aufweisen.
(5)Absatz 5Mangelhafte höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen gemäß Abs. 4 sind jeMangelhafte höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen gemäß Absatz 4, sind jedoch auf besonderen schriftlichen Antrag nicht unbrauchbar zu machen, wenn der Einreicher gleichzeitig erklärt, sie nur für Dekorationszwecke oder wegen ihres Kunst- oder Sammelwertes aufzubewahren. Auf diesen Teilen sind in allen Fällen die Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 sowie anzubringen und dem Einreicher der Grund der Rückwahren. Auf diesen Teilen sind in allen Fällen die Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, sowie anzubringen und dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich bekanntzugeben.
Endbeschuss
§ 14.Paragraph 14,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die nicht gemäß § 13 zurückzustellen sind, sind dem Endbeschuss zu unterziehen.spruchte Teile von Handfeuerwaffen, die nicht gemäß Paragraph 13, zurückzustellen sind, sind dem Endbeschuss zu unterziehen.
(2)Absatz 2Der Endbeschuss ist an fertigen Handfeuerwaffen durchzuführen. Handfeuerwaffen, die noch der Brünierung bzw. einer Gravur bedürfen (weißfertige Handfeuerwaffen), gelten als fertige Handfeuerwaffen. Höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind vom Einreicher durch Ergänzung fehlender Bestandteile zu einer fertigen Handfeuerwaffe zusammenzubauen. Wird eine Handfeuerwaffe durch Passarbeit aus bereits beschossenen höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen zusammengebaut, dann ist die fertige Waffe ebenfalls dem Endbeschuss zu unterziehen. Unter Passarbeit wird jede an einem höchstbeanspruchten Teil einer Handfeuerwaffe durchgeführte Arbeit, welche dessen Festigkeit ändern könnte, verstanden.
(3)Absatz 3Eine fertige Handfeuerwaffe ist dann mit dem Originalschaft vorzulegen, wenn dieser tragendes Element von in § 11 Abs. 1 angeführten Handfeuerwaffenteilen ist; bei allen anderen Handfeuerwaffen kann an die Stelle des Originalschaftes ein Ersatzschaft oder eine geeignete gleichwertige Vorrichtung treten.gendes Element von in Paragraph 11, Absatz eins, angeführten Handfeuerwaffenteilen ist; bei allen anderen Handfeuerwaffen kann an die Stelle des Originalschaftes ein Ersatzschaft oder eine geeignete gleichwertige Vorrichtung treten.
(4)Absatz 4Bei mehrläufigen Handfeuerwaffen ist jeder Lauf, bei Revolvern jedes Patronenlager der Trommel dem Endbeschuss zu unterziehen.
(5)Absatz 5Bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen erfolgt der Endbeschuss grundsätzlich unabhängig von der Art des Chokes; sollte der Hersteller jedoch in der Bedienungsanleitung einen Maximal-Choke für die Verwendung von Stahlschrotpatronen auf eine bestimmte Größe des Chokes begrenzen, so ist der Beschuss mit diesem durchzuführen. Der Endbeschuss erfolgt auf folgende vier Arten:
Normalbeschuss für Handfeuerwaffen, bei welchen die Lagertiefe kleiner als 73 mm ist und die zum Verschießen von Patronen bestimmt sind, deren mittlerer Gasdruck folgende Werte nicht überschreitet:
740 bar für die Kaliber 14 und darüber;
830 bar für die Kaliber 20 und darunter;
Verstärkter Beschuss (auf Antrag) für Handfeuerwaffen, bei welchen die Lagertiefe kleiner als 73 mm ist und die zum Verschießen von Hochleistungspatronen bestimmt sind, deren mittlerer Gasdruck die in Z 1 genannten Werte jeweils überschreitet und bis maximal 1050 bar betragen kann;Verstärkter Beschuss (auf Antrag) für Handfeuerwaffen, bei welchen die Lagertiefe kleiner als 73 mm ist und die zum Verschießen von Hochleistungspatronen bestimmt sind, deren mittlerer Gasdruck die in Ziffer eins, genannten Werte jeweils überschreitet und bis maximal 1050 bar betragen kann;
Verstärkter Beschuss für Handfeuerwaffen, bei welchen die Lagertiefe gleich oder größer als 73 mm ist;
Stahlschrotbeschuss für Handfeuerwaffen, welche zum Verschießen von Patronen mit bleifreien Schroten der Typen B und C gemäß § 13 Abs. 1 der Patronenprüfordnung 2013 bestimmt sind; der Stahlschrotbeschuss schließt den verstärkten Beschuss gemäß Z 2 und Z 3 mit ein.Stahlschrotbeschuss für Handfeuerwaffen, welche zum Verschießen von Patronen mit bleifreien Schroten der Typen B und C gemäß Paragraph 13, Absatz eins, der Patronenprüfordnung 2013 bestimmt sind; der Stahlschrotbeschuss schließt den verstärkten Beschuss gemäß Ziffer 2 und Ziffer 3, mit ein.
(6)Absatz 6Der Endbeschuss ist mit Beschusspatronen auszuführen, welche den Bestimmungen der Patronenprüfordnung 2013 entsprechen. Die Beschusspatronen sind vor dem Endbeschuss mindestens 24 Stunden bei einer Temperatur von 21 °C
1 °C zu lagern.
(7)Absatz 7Der Endbeschuss erfolgt je Lauf durch das Abfeuern von
zwei Beschusspatronen bei
Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen,
Pistolen unabhängig vom Gasdruck der Gebrauchsmunition,
Handfeuerwaffen, für die in den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 angeführHandfeuerwaffen, für die in den jeweils in Betracht kommenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln anstelle des Gasdruckes die kinetische Energie angegeben ist,
Handfeuerwaffen mit glatten Läufen für Schrotpatronen;
zwei Beschusspatronen bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen, ausgenommen Handfeuerwaffen gemäß Z 1 lit. d, wenn beide Patronen die Bedingungen der Messstelle 1 und 2 gefen gemäß Ziffer eins, Litera d,, wenn beide Patronen die Bedingungen der Messstelle 1 und 2 gemäß den Bestimmungen der Patronenprüfordnung 2013 gleichzeitig erfüllen, sonst jedoch mit zwei Beschusspatronen, welche die Bedingungen der Messstelle 1 erfüllen und zusätzlich mit einer Beschusspatrone, welche die Bedingungen der Meßstelle 2 erfüllt;
einer Beschusspatrone je Patronenlager bei Revolvern und bei Handfeuerwaffen, deren Lauf nicht mit dem Patronenlager verbunden ist;
drei Beschusspatronen gemäß § 16 Abs. 2 der Patronenprüfordnung 2013 bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen, die zum Verdrei Beschusspatronen gemäß Paragraph 16, Absatz 2, der Patronenprüfordnung 2013 bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen, die zum Verschießen von Patronen mit bleifreien Schroten der Typen B und C gemäß § 13 Abs. 1 der Patronenprüfordnung 2013 benen mit bleifreien Schroten der Typen B und C gemäß Paragraph 13, Absatz eins, der Patronenprüfordnung 2013 bestimmt sind.
(8)Absatz 8Auf Verlangen des Beschussamtes sind diesem fertige Beschusspatronen in ungeöffneter Originalverpackung oder passende Gebrauchspatronen bzw. Hülsen und die schwersten in Gebrauch stehenden Geschoße zur Verfügung zu stellen.
(9)Absatz 9Besteht ein Grund zur Annahme, dass die Beschusspatrone fehlerhaft war, so hat das Beschussamt über die in Abs. 7 vorgeschriebene Anzahl von Patronen hinaus einen weiteamt über die in Absatz 7, vorgeschriebene Anzahl von Patronen hinaus einen weiteren Beschuss vorzunehmen.
Kontrolle nach dem Endbeschuss
§ 15.Paragraph 15,
(1)Absatz einsNach dem Endbeschuss sind die Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen einer neuerlichen beschussamtlichen Kontrolle zu unterziehen; hierfür gelten die Bestimmungen der §§ 11 und 12 Abs. 3 und 4.mungen der Paragraphen 11 und 12 Absatz 3 und 4.
(2)Absatz 2Lässt das Ergebnis der Beschussprüfung den geringsten Zweifel an der Haltbarkeit der Handfeuerwaffe bzw. des höchstbeanspruchten Teiles einer Handfeuerwaffe zu oder bestehen Zweifel über das Vorhandensein einer Beschädigung oder eines Fehlers gemäß § 16 Abs. 1 oder wird an der Hülse einer abgeschossenen Beschusspatrone ein Mangel festgestellt, so hat das Bestehen Zweifel über das Vorhandensein einer Beschädigung oder eines Fehlers gemäß Paragraph 16, Absatz eins, oder wird an der Hülse einer abgeschossenen Beschusspatrone ein Mangel festgestellt, so hat das Beschussamt über die in § 14 Abs. 7 vorgeschriebene Anzahl von Patronen hinaus weitere Schüsse mit Beschussmunition abzugeben; wird ein Funktionsschussamt über die in Paragraph 14, Absatz 7, vorgeschriebene Anzahl von Patronen hinaus weitere Schüsse mit Beschussmunition abzugeben; wird ein Funktionsfehler vermutet, dann ist dazu Gebrauchsmunition zu verwenden.
(3)Absatz 3Treten bei der Beschussprüfung von Handfeuerwaffen für Patronen mit Kleinschrot Funktionsstörungen auf, so ist die Funktionssicherheit zusätzlich durch das Abfeuern von fünf Gebrauchspatronen mit Kleinschrot bei Handfeuerwaffen mit einem einzigen Patronenlager bzw. von zwei Gebrauchspatronen mit Kleinschrot für jedes Patronenlager der Trommel zu überprüfen. Es ist zu kontrollieren, ob die Handfeuerwaffe ordnungsgemäß funktioniert und der Lauf nicht verstopft ist. Wenn festgestellt wird, dass der Lauf verstopft ist, ist dieser für eine Wiederholungsprüfung vollkommen zu reinigen, die mit der doppelten Anzahl von Gebrauchspatronen mit Kleinschrot vorgenommen werden kann. Nach dieser letzteren Überprüfung darf kein Fehler festgestellt werden.
Rückstellung nach dem Endbeschuss
§ 16.Paragraph 16,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind dem Einreicher gekennzeichnet gemäß Abs. 2 ohne Beschussspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind dem Einreicher gekennzeichnet gemäß Absatz 2, ohne Beschusszeichen zurückzustellen, wenn sie durch den Endbeschuss offensichtlich beschädigt wurden oder wenn deren Kontrolle gemäß § 15 einen der folgenden Mänden oder wenn deren Kontrolle gemäß Paragraph 15, einen der folgenden Mängel ergibt:
Zündversagen oder exzentrischer, schwacher Schlagbolzen- bzw. Zündstifteinschlag;
unbeabsichtigtes Lösen eines Schusses beim Schließen der Handfeuerwaffe;
unbeabsichtigtes Losgehen mehrerer Patronen in mehrläufigen Handfeuerwaffen bei Gebrauchspatronen;
starkes Klemmen der Patronenhülse beim Ausziehen verursacht durch eine anormale Verformung der Patronenhülse; dieses Klemmen wird mit Patronen überprüft, die einen mittleren Gasdruck von Pmax entwickeln;
Durchschlagen des Zündhütchens auch bei Verwendung von Gebrauchspatronen;
jede die Sicherheit der Handfeuerwaffe gefährdende Beschädigung oder Verformung am Lauf, am Lager oder an wesentlichen Verschlussteilen;
jede Dehnung des Laufes, einschließlich wellenförmiger Dehnungen an den Schwachstellen des Laufes;
gelöste Laufhaken oder Laufschienen;
Überschreitung des gemäß § 12 Abs. 7 maximal zulässigen VerschlussabstanÜberschreitung des gemäß Paragraph 12, Absatz 7, maximal zulässigen Verschlussabstandes bzw. maximal zulässigen Spaltes zwischen Lauf und Basküle;
offensichtlich schadhafter oder nicht sicherer Funktionsmechanismus (Sicherungs- und Schlageinrichtung, Abzugseinrichtung, Lade- und Entlademechanismus, Verriegelung sowie Drehmechanismus der Trommel) bzw. wirkungslose Sicherung;
Nichtübereinstimmen der Achse des Laufes mit den Patronenlagerachsen der Trommel des Revolvers.
(2)Absatz 2Die ohne Beschusszeichen zurückzustellenden Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 zu verden Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich bekanntzugeben.
(3)Absatz 3Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die gemäß Abs. 1 ohne Beschusszeichen zurückgestellt wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass er die festmäß Absatz eins, ohne Beschusszeichen zurückgestellt wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass er die festgestellten Mängel behoben hat. Die Beschussprüfung ist sodann unter Bedachtnahme auf das Ergebnis der früheren Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 9 bis 15 zu wiederholen.heren Erprobung gemäß den Bestimmungen der Paragraphen 9 bis 15 zu wiederholen.
(4)Absatz 4Nach dem Beschuss sind höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen unbrauchbar zu machen, wenn sie nicht mehr zu behebende Mängel aufweisen, wie zum Beispiel:
jede die Sicherheit der Handfeuerwaffe gefährdende Verformung an Lauf und Patronenlager;
jede Dehnung des Laufes einschließlich wellenförmiger Dehnungen an den Schwachstellen des Laufes;
Beschädigung oder Verformung wesentlicher Teile des Verschlusses;
Risse an der inneren oder äußeren Oberfläche sowie an anderen höchstbeanspruchten Teilen der Handfeuerwaffe;
§ 13 Abs. 5 ist anzuwenden.Paragraph 13, Absatz 5, ist anzuwenden.
Neuerliche Erprobungspflicht
§ 17.Paragraph 17,
(1)Absatz einsEine bereits erprobte Handfeuerwaffe oder ein bereits erprobter höchstbeanspruchter Teil einer Handfeuerwaffe ist einer neuerlichen Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 9 bis 15 zu ungen der Paragraphen 9 bis 15 zu unterziehen, wenn diese Handfeuerwaffe bzw. dieser höchstbeanspruchte Teil einer Handfeuerwaffe eine der nachgenannten Bearbeitungen erfahren hat bzw. daran eine der nachgenannten Veränderungen festgestellt werden:
Jeder Mangel an Funktionssicherheit (§ 11 Abs. 1 und 2 und § 13 Abs. 1 Z 5);Jeder Mangel an Funktionssicherheit (Paragraph 11, Absatz eins und 2 und Paragraph 13, Absatz eins, Ziffer 5,);
Austausch eines höchstbeanspruchten Teiles der Handfeuerwaffe verbunden mit Passarbeit (§ 14 Abs. 2);beit (Paragraph 14, Absatz 2,);
Einbau eines Einstecklaufes;
jede Änderung der in § 12 angeführten Abmesjede Änderung der in Paragraph 12, angeführten Abmessungen;
jede Veränderung der Materialfestigkeit, insbesondere auch durch nachträgliche Wärmebehandlung bei Temperaturen über den jeweils vorgegebenen Anlasstemperaturen;
jede Verringerung der Wanddicke.
(2)Absatz 2Ergibt sich anlässlich einer Erprobung gemäß Abs. 1 einer der im § 13 Abs. 1 bzw. § 16 Abs. 1 angeführten MänErgibt sich anlässlich einer Erprobung gemäß Absatz eins, einer der im Paragraph 13, Absatz eins, bzw. Paragraph 16, Absatz eins, angeführten Mängel, so ist auf der Handfeuerwaffe bzw. auf dem höchstbeanspruchten Teil einer Handfeuerwaffe das neue Kennzeichen für Monat und Jahr anzubringen, sind die Beschusszeichen durch Überschlagen mit X zu entwerten und ist der Einreicher schriftlich darschlagen mit römisch zehn zu entwerten und ist der Einreicher schriftlich darauf hinzuweisen, dass die Handfeuerwaffe nicht mehr zum Schießen verwendet werden darf. Im übrigen gelten die Bestimmungen des § 16 Abs. 3 und 4.erwaffe nicht mehr zum Schießen verwendet werden darf. Im übrigen gelten die Bestimmungen des Paragraph 16, Absatz 3 und 4.
Freiwillige Erprobung
§ 18.Paragraph 18,
(1)Absatz einsEinem Antrag auf freiwillige Erprobung ist stattzugeben, wenn der Antrag zum Gegenstand hat:
Handfeuerwaffen, die der gesetzlichen Erprobungspflicht nicht unterliegen und sich zur Erprobung im Sinne dieser Verordnung eignen;
Handfeuerwaffen, die bereits einer beschussamtlichen Erprobung unterzogen worden sind und die keine der im § 17 Abs. 1 angeführten Veränderungen erfahren haben.den sind und die keine der im Paragraph 17, Absatz eins, angeführten Veränderungen erfahren haben.
(2)Absatz 2Für die freiwillige Erprobung gelten die Bestimmungen der §§ 6 bis 16 und 19.Für die freiwillige Erprobung gelten die Bestimmungen der Paragraphen 6 bis 16 und 19.
(3)Absatz 3Nach erfolgter freiwilliger Erprobung ist bezüglich der Beschusszeichen folgendermaßen vorzugehen:
Bei Handfeuerwaffen, die ein inländisches Beschusszeichen tragen:
hat die Erprobung gemäß Abs. 2 keinen der in § 16 Abs. 1 angeführten Mänhat die Erprobung gemäß Absatz 2, keinen der in Paragraph 16, Absatz eins, angeführten Mängel ergeben, so sind auf der Handfeuerwaffe die Beschusszeichen (§ 19 Abs. 4) und das Kennben, so sind auf der Handfeuerwaffe die Beschusszeichen (Paragraph 19, Absatz 4,) und das Kennzeichen für Monat und Jahr (§ 19 Abs. 2) an den in § 19 Abs. 1 und 2 angegebenen Stellen anzubrinnat und Jahr (Paragraph 19, Absatz 2,) an den in Paragraph 19, Absatz eins und 2 angegebenen Stellen anzubringen sowie auf Verlangen dem Einreicher eine Beschussbestätigung (§ 21 Abs. 2) auszugen dem Einreicher eine Beschussbestätigung (Paragraph 21, Absatz 2,) auszustellen;
hat die Erprobung gemäß Abs. 2 einen der in § 16 Abs. 1 bzw. Abs. 4 angehat die Erprobung gemäß Absatz 2, einen der in Paragraph 16, Absatz eins, bzw. Absatz 4, angeführten Mängel ergeben, so ist gemäß § 17 Abs. 2 zu verfahren.ten Mängel ergeben, so ist gemäß Paragraph 17, Absatz 2, zu verfahren.
Bei Handfeuerwaffen, welche ein anerkanntes Beschusszeichen gemäß § 2 Abs. 2 tramäß Paragraph 2, Absatz 2, tragen:
hat die Erprobung gemäß Abs. 2 keinen der in § 16 Abs. 1 angeführten Mänhat die Erprobung gemäß Absatz 2, keinen der in Paragraph 16, Absatz eins, angeführten Mängel ergeben, so sind auf der Handfeuerwaffe die Beschusszeichen (§ 19 Abs. 4) und das Kennben, so sind auf der Handfeuerwaffe die Beschusszeichen (Paragraph 19, Absatz 4,) und das Kennzeichen für Monat und Jahr (§ 19 Abs. 2) an den in § 19 Abs. 1 und 2 angegebenen Stellen anzubrinnat und Jahr (Paragraph 19, Absatz 2,) an den in Paragraph 19, Absatz eins und 2 angegebenen Stellen anzubringen, ohne dabei das ausländische Beschusszeichen zu entwerten sowie auf Verlangen dem Einreicher eine Beschussbestätigung (§ 21 Abs. 2) auszustellen;bestätigung (Paragraph 21, Absatz 2,) auszustellen;
hat die Erprobung gemäß Abs. 2 einen der in § 16 Abs. 1 bzw. 4 angeführten Mänhat die Erprobung gemäß Absatz 2, einen der in Paragraph 16, Absatz eins, bzw. 4 angeführten Mängel ergeben und handelt es sich um eine gebrauchte Handfeuerwaffe, so ist gemäß § 17 Abs. 2 zu verfahgel ergeben und handelt es sich um eine gebrauchte Handfeuerwaffe, so ist gemäß Paragraph 17, Absatz 2, zu verfahren;
hat die Erprobung gemäß Abs. 2 einen der in § 16 Abs. 1 bzw. 4 angeführten Mänhat die Erprobung gemäß Absatz 2, einen der in Paragraph 16, Absatz eins, bzw. 4 angeführten Mängel ergeben und handelt es sich offensichtlich um eine neue Handfeuerwaffe, so ist unverzüglich das Beschussamt, welches das Beschusszeichen angebracht hat, zu benachrichtigen und im Einvernehmen mit diesem gemäß § 17 Abs. 2 zu verfahren.nehmen mit diesem gemäß Paragraph 17, Absatz 2, zu verfahren.
Anbringen der Beschusszeichen
§ 19.Paragraph 19,
(1)Absatz einsHat die Erprobung nach den Bestimmungen der §§ 9 bis 15, 17 und 18 keine Mängel ergemungen der Paragraphen 9 bis 15, 17 und 18 keine Mängel ergeben, so sind die in Abs. 4 festgelegten Beschussben, so sind die in Absatz 4, festgelegten Beschusszeichen deutlich sichtbar auf den folgenden geprüften höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen anzubringen:
bei Revolvern: auf dem Lauf, auf der Trommel und auf dem Rahmen;
bei Handfeuerwaffen, bei denen der Lauf nicht mit dem Patronenlager verbunden ist: auf dem Lauf, auf jedem Patronenlager und auf den wesentlichen Teilen des Verschlussmechanismus bzw. auf der Laufbrille bei Brillenkonstruktion;
bei allen sonstigen Handfeuerwaffen: auf jedem Lauf, auf den wesentlichen Teilen des Verschlussmechanismus (Basküle bei Kipplaufwaffen, Verschlussstück bei den anderen Handfeuerwaffen) und auf dem Gehäuse, wenn es vorhanden ist.
(2)Absatz 2Außerdem ist auf jeder Handfeuerwaffe, auf jedem einzeln zum Beschuss vorgelegten höchstbeanspruchten Teil und bei Revolvern auf dem Rahmen neben den Beschusszeichen gemäß Abs. 4 das Kennanspruchten Teil und bei Revolvern auf dem Rahmen neben den Beschusszeichen gemäß Absatz 4, das Kennzeichen für Monat und Jahr einmal deutlich sichtbar anzubringen. Die Angabe von Monat und Jahr kann auch in kodierter Form gemäß nachstehender Tabellen erfolgen:
Monat
|
01
|
02
|
03
|
04
|
05
|
06
|
07
|
08
|
09
|
10
|
11
|
12
|
Code
|
E
|
L
|
N
|
B
|
S
|
Z
|
G
|
P
|
I
|
C
|
V
|
A
|
Jahreszahl
|
1
|
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
0
|
|
Code
|
W
|
K
|
R
|
F
|
M
|
H
|
Y
|
T
|
D
|
O
|
|
Das Anbringen der Beschusszeichen hat mittels Schlagstempel oder mittels Lasergravur mit entsprechender Einbrenntiefe, welche eine deutliche Lesbarkeit und Dauerhaftigkeit gewährleistet, zu erfolgen.
(3)Absatz 3Sollten durch besondere Herstellungsverfahren serienmäßig hergestellte, fertige Handfeuerwaffen oder höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen Oberflächenhärten über HRC 50 (Rockwell-Verfahren) aufweisen und kann durch andere Vorgangsweisen das (nachfolgende) Einschlagen der Beschusszeichen nicht ermöglicht werden, sind diese bereits vor dem Endbeschuss mit dem Beschusszeichen zu versehen. Bei dieser Vorgangsweise muss durch entsprechende Aufzeichnungen sichergestellt werden, dass diese Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen ohne nachträgliche beschussamtliche Erprobung nicht in Verkehr gesetzt werden können. Sollten beim Beschuss derart bereits vorgestempelter Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchter Teile von Handfeuerwaffen Mängel auftreten, so sind an den beschädigten Teilen die Beschusszeichen heraus zu schleifen und diese Teile unbrauchbar zu machen.
(4)Absatz 4Beschusszeichen; diese Zeichen dürfen nur in allseitig gleicher linearer Vergrößerung oder Verkleinerung verwendet werden:
Zeichen für den Vorbeschuss der Läufe von Flinten und mehrläufigen Gewehren:
Beschussamt Wien Beschussamt Ferlach

Zeichen auf Handfeuerwaffen, die der Erprobung mit rauchlosem Pulver standgehalten haben:
Zeichen auf Handfeuerwaffen mit glatten Läufen und einem Patronenlager

73 mm sowie auf Handfeuerwaffen mit glatten Läufen und einem Patronenlager < 73 mm, die einer freiwilligen Erprobung mit verstärkter Ladung standgehalten haben:
Zeichen auf allen Läufen von Handfeuerwaffen, die einer Erprobung mit Patronen mit bleifreien Schroten gemäß § 14 Abs. 7 Z 4 standgehalten haben, zumäß Paragraph 14, Absatz 7, Ziffer 4, standgehalten haben, zusätzlich zu dem Zeichen gemäß Z 3:sätzlich zu dem Zeichen gemäß Ziffer 3 :,

Zeichen für das Beschussamt:
Beschussamt Wien
Beschussamt Ferlach

Zeichen bei Rückgabe von Handfeuerwaffen:
Beschussamt Wien
Beschussamt Ferlach
V
F
Kontrollerprobung
§ 20.Paragraph 20,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die ein österreichisches Beschusszeichen bzw. ein anerkanntes ausländisches Beschusszeichen (§ 2 Abs. 2) tragen und bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie eine unmittelbare Gefahr für den Besches Beschusszeichen bzw. ein anerkanntes ausländisches Beschusszeichen (Paragraph 2, Absatz 2,) tragen und bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie eine unmittelbare Gefahr für den Benutzer oder für dritte Personen darstellen, sind vom Beschussamt einer Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 9 bis 15 zu unterziehen.sonen darstellen, sind vom Beschussamt einer Erprobung gemäß den Bestimmungen der Paragraphen 9 bis 15 zu unterziehen.
(2)Absatz 2Nach der auf Grund des Abs. 1 erfolgten Erprobung ist bezüglich der BeschussNach der auf Grund des Absatz eins, erfolgten Erprobung ist bezüglich der Beschusszeichen gemäß § 18 Abs. 3 vorzugehen.chen gemäß Paragraph 18, Absatz 3, vorzugehen.
Amtliche Eintragungen, Beschussbestätigung, Beschussverzeichnis
§ 21.Paragraph 21,
(1)Absatz einsNach Abschluss des Beschussvorganges hat das Beschussamt im Formular (§ 6) folNach Abschluss des Beschussvorganges hat das Beschussamt im Formular (Paragraph 6,) folgende Eintragungen vorzunehmen:
fortlaufende Nummer des Formulars;
Datum der Erprobung und Unterschrift des verantwortlichen Beschussbeamten;
Angabe des Gasdruckes der verwendeten Beschussmunition bei verstärktem Beschuss;
Art des Mangels im Falle der Rückstellung.
(2)Absatz 2Auf sein Verlangen ist dem Einreicher ein Auszug aus dem Formular der für ihn ohne Beanstandung erprobten Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen auszuhändigen („Beschussbestätigung“), der mindestens folgende Angaben zu enthalten hat:
Art der geprüften Handfeuerwaffe;
Seriennummer bzw. Herstellungsnummer oder Reparaturnummer;
Normbezeichnung des Kalibers;
Gasdruck der verwendeten Beschussmunition bei verstärktem Beschuss;
höchstzulässiger Gebrauchsgasdruck.
(3)Absatz 3Die Beschussämter haben die Erprobungsergebnisse aller zur Erprobung eingereichten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen auf den Einreichblättern festzuhalten und zu einem Beschussverzeichnis zusammenzustellen.
3. Hauptstück
Beschussvorschrift für Schwarzpulverwaffen
Anwendungsbereich
§ 22.Paragraph 22,
(1)Absatz einsDie Bestimmungen dieses Hauptstückes sind ausschließlich bei der Erprobung von Handfeuerwaffen, die mit nicht in Kartuschen und mit nicht in genormten Kartuschen für Böllerkanonen befindlichem Schwarzpulver geladen werden, sowie beim Anbringen der Beschusszeichen anzuwenden.
(2)Absatz 2Diese Bestimmungen finden auch auf die in Abs. 3 angeführten höchstDiese Bestimmungen finden auch auf die in Absatz 3, angeführten höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen Anwendung, die in eine solche Waffe ohne jede Passarbeit (§ 14 Abs. 2) eingebeit (Paragraph 14, Absatz 2,) eingebaut werden können. In diesem Fall braucht die komplettierte Handfeuerwaffe nicht einer neuerlichen Erprobung unterzogen werden, wenn die höchstbeanspruchten Teile der Handfeuerwaffe auf den Höchstdruck für diese Handfeuerwaffentype beschossen worden sind. Handfeuerwaffen, bei denen einer oder mehrere ihrer höchstbeanspruchten Teile einer Passarbeit bedürfen, sind nach dem Zusammenbau einer beschussamtlichen Prüfung zu unterziehen.
(3)Absatz 3Als höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die mit nicht in Kartuschen befindlichem Schwarzpulver geladen werden, werden jene Teile verstanden, die dem Gasdruck standhalten müssen. Je nach Handfeuerwaffentype sind dies der Lauf bzw. alle Läufe einschließlich der Schwanzschraube und die Revolvertrommel.
Einreichung
§ 23.Paragraph 23,
Für die Einreichung der Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen zur beschussamtlichen Erprobung gilt § 6; bei Vorderladerwaffen und Böllerkanonen hat der Einreifen zur beschussamtlichen Erprobung gilt Paragraph 6 ;, bei Vorderladerwaffen und Böllerkanonen hat der Einreicher ferner die höchstzulässige Pulverladung in Gramm und das Gewicht der schwersten zu verwendenden Geschoßvorlage im Formular des Beschussamtes („Einreichblatt“) anzugeben.
Vorbeschuss, Vorbeschusszeichen
§ 24.Paragraph 24,
Für die Durchführung des Vorbeschusses und das Anbringen der Vorbeschusszeichen gelten die §§ 7 und 8.chen gelten die Paragraphen 7 und 8.
Umfang der Beschussprüfung
§ 25.Paragraph 25,
(1)Absatz einsDie Beschussprüfung umfasst:
die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß § 26;die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß Paragraph 26 ;,
die Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung gemäß § 27;die Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung gemäß Paragraph 27 ;,
den Endbeschuss gemäß § 29;den Endbeschuss gemäß Paragraph 29 ;,
die Kontrolle nach dem Endbeschuss gemäß § 30.die Kontrolle nach dem Endbeschuss gemäß Paragraph 30,
(2)Absatz 2Bei der Vornahme der Kontrollen gemäß Abs. 1 ist auf die Besonderheiten der einzelBei der Vornahme der Kontrollen gemäß Absatz eins, ist auf die Besonderheiten der einzelnen Arten von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen Bedacht zu nehmen.
Kontrolle der Kennzeichnung
§ 26.Paragraph 26,
Im Zuge der Kontrolle der Kennzeichnung ist zu überprüfen, ob die folgenden Angaben deutlich sichtbar und dauerhaft auf mindestens einem der höchstbeanspruchten Teile der Handfeuerwaffe angebracht sind:
Name, Firma oder eingetragenes Warenzeichen bzw. amtsbekanntes Kurzzeichen des Herstellers oder andere Angaben, die eine Identifizierung der Handfeuerwaffe ermöglichen;
Land oder Ort der Herstellung;
Waffennummer bzw. Herstellungsnummer;
Herstellungsjahr (soweit dieses nicht Teil der Waffen- bzw. Herstellungsnummer ist);
Bezeichnung des Kalibers (z. B. 8 mm, .32) auf jedem Lauf, wenn die Handfeuerwaffe Läufe verschiedener Kaliber hat, oder nur auf einem Lauf, wenn alle Läufe dasselbe Kaliber haben;
bei Revolvern, wenn die Möglichkeit des Austausches der Trommel gegeben ist, die Bezeichnung des Kalibers auf jeder Trommel;
Aufschrift „Nur für Schwarzpulver“ oder „Blackpowder only“ oder „Poudre noire seulement“;
bei Vorderladerwaffen für den scharfen Schuss die höchstzulässige Pulverladung und das Gewicht der schwersten zu verwendenden Geschoßvorlage jeweils in g;
bei Vorderlader-Böllerkanonen und bei Böllerkanonen für nicht genormte wiederladbare Kartuschen die höchstzulässige Pulverladung und das höchstzulässige Gewicht der Ladungsverdämmung jeweils in g.
Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung
§ 27.Paragraph 27,
(1)Absatz einsDie Kontrolle der Funktionssicherheit umfasst:
Bei allen Handfeuerwaffen die zuverlässige Funktion des Schlosses, der Rasten, insbesondere der Sicherheitsrasten sowie des Zündkanals. Die Bohrung des Zündkanals, der zur Pulverkammer gerichtet ist, muss eine sichere Zündung der Pulverladung gewährleisten, darf jedoch nicht so groß sein, dass bei Verwendung der Gebrauchsladung zu viel Gasdruck entweicht;
bei Revolvern muss das freie Drehen sowie die Arretierung der Trommel beim Schuss und das Einrasten des Hahnes in die erste und zweite Raste gegeben sein.
(2)Absatz 2Die Sichtprüfung erstreckt sich auf Materialfehler, Schwachstellen, Schweißstellen an höchstbeanspruchten Teilen sowie Aufbauchungen des Laufes.
Rückstellung vor dem Endbeschuss
§ 28.Paragraph 28,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die bei den Kontrollen gemäß den Bestimmungen der §§ 26 und 27 einen der folgenden Mäntrollen gemäß den Bestimmungen der Paragraphen 26 und 27 einen der folgenden Mängel aufweisen, sind dem Einreicher gemäß Abs. 2 zurückzustellen:reicher gemäß Absatz 2, zurückzustellen:
Fehlen einer der in § 26 vorgeschriebenen Angaben bzw. Zeichen;Fehlen einer der in Paragraph 26, vorgeschriebenen Angaben bzw. Zeichen;
Fehler, die durch unsachgemäße Bearbeitung des Materials entstanden sind, wenn dadurch die Funktion und Haltbarkeit beeinträchtigt werden, wie:
Risse im Material, Faserungen und Materialtrennungen,
schlechte Anpassung bzw. fehlerhaftes Löten der verschiedenen Teile,
Unsachgemäße Ausbesserungsschweißungen;
mit dem freien Auge im Laufinnern sichtbare Vertiefungen, Falten oder Furchen;
mangelhafte Verschlusskonstruktion;
keine Gewährleistung der Funktionssicherheit; diese ist nur gegeben
bei einwandfreier Funktion der Sicherungsraste,
bei richtiger Lage und richtiger Bohrung des Zündkanals,
bei sicherer Funktion der Trommel bei Revolvern.
(2)Absatz 2Die zurückzustellenden Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich beten Teile von Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich bekanntzugeben.
(3)Absatz 3Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die gemäß Abs. 1 nicht zum Endbeschuss zugelassen wurden, können bei demselben Beschussamt nochmäß Absatz eins, nicht zum Endbeschuss zugelassen wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass er die festgestellten Mängel behoben hat. Die Beschussprüfung ist sodann unter Bedachtnahme auf das Ergebnis der früheren Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 25 bis 30 vorzunehmen.stimmungen der Paragraphen 25 bis 30 vorzunehmen.
(4)Absatz 4Höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind unbrauchbar zu machen, wenn sie nicht mehr zu behebende Mängel aufweisen, wie zum Beispiel:
Schwalbenschwanzdurchfräsungen, welche im Bereich der Schwanzschraube oder der Pulverkammer liegen, sofern keine Wanddicke in ausreichendem Maße vorhanden ist;
Unsachgemäße Ausbesserungsschweißungen an höchstbeanspruchten Stellen.
(5)Absatz 5Mangelhafte Handfeuerwaffenteile gemäß Abs. 4 sind jedoch auf besonderen schriftMangelhafte Handfeuerwaffenteile gemäß Absatz 4, sind jedoch auf besonderen schriftlichen Antrag nicht unbrauchbar zu machen, wenn der Einreicher gleichzeitig erklärt, sie nur für Dekorationszwecke oder wegen ihres Kunst- oder Sammelwertes aufzubewahren. Auf diesen Teilen sind in allen Fällen die Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 anzubringen und dem Eincke oder wegen ihres Kunst- oder Sammelwertes aufzubewahren. Auf diesen Teilen sind in allen Fällen die Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, anzubringen und dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich bekanntzugeben.
Endbeschuss
§ 29.Paragraph 29,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die nicht gemäß § 28 zurückzustellen sind, sind dem Endbeschuss zu unterziehen. Dabei sind die Bespruchte Teile von Handfeuerwaffen, die nicht gemäß Paragraph 28, zurückzustellen sind, sind dem Endbeschuss zu unterziehen. Dabei sind die Bestimmungen des § 14 Abs. 2 bis 4 anzuwenden.mungen des Paragraph 14, Absatz 2 bis 4 anzuwenden.
(2)Absatz 2Der Endbeschuss ist mit einer Ladung bestehend aus Pulver und einer Geschoßvorlage auszuführen. Je Lauf sind
zwei Schüsse bei
Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen,
Handfeuerwaffen mit glatten Läufen;
mindestens ein Schuss je Patronenlager bei Revolvern und Handfeuerwaffen, deren Lauf nicht mit dem Patronenlager verbunden ist;
nachdem diese entfettet wurden, abzufeuern.
(3)Absatz 3Die beim Beschuss zu verwendende Pulvermasse und die Masse der erforderlichen Geschoßvorlage in Form von Bleischrot oder Langgeschoß bzw. Kugel sind der Anlage 1 zu entnehmen. Als Schwarzpulver ist
für Pistolen und Revolver: „Swiss 1“,
für Handfeuerwaffen mit langem Lauf: „Swiss 2“,
oder ein Pulver mit jeweils ähnlicher Charakteristik zu verwenden. Auf Antrag des Einreichers kann der Endbeschuss für eine höhere oder niedrigere maximale Gebrauchsladung als dies in der Anlage 1 angegeben ist, durchgeführt werden; in diesem Fall ist die zu verwendende Pulvermasse jeweils proportional anzupassen.
(4)Absatz 4Beim Laden von Handfeuerwaffen mit glattem Lauf ist auf das Pulver in der in Anlage 1 angegebenen Masse ein Filzpfropfen von mindestens 20 mm Höhe ohne Pressen aufzulegen. Als Geschoßvorlage ist Bleischrot mit einem Durchmesser von 2,5 mm bis 3 mm zu verwenden, welches in den Lauf eingefüllt und mit einem Filzpfropfen von mindestens 10 mm Höhe überdeckt wird. Bei Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen ist als Geschoßvorlage anstelle des Bleischrotes ein Geschoß mit entsprechendem Gewicht ohne Pfropfen zu verwenden; die Verwendung eines geeigneten Schusspflasters (Patch) ist abhängig vom verwendeten Geschoßtyp; bei Verwendung eines Hohlbodengeschoßes (Miniégeschoß) ist kein Schusspflaster erforderlich.
(5)Absatz 5Für Pistolen mit einem oder mehreren Läufen, in die Beschussladungen infolge deren geometrischer Abmessungen nicht nach den Bestimmungen der Abs. 3 und 4 eingemungen der Absatz 3 und 4 eingebracht werden können, ist die Beschussladung unter Beachtung der Länge des Laufes bzw. der Läufe in Abhängigkeit von der für diese Handfeuerwaffentype vorgesehenen maximalen Gebrauchsladung festzusetzen. Die Pulvermenge soll für den Beschuss das Doppelte der maximalen Gebrauchsladung sein.
(6)Absatz 6Für Revolver und für Handfeuerwaffen besonderer Konstruktion, deren Pulverkammer (bzw. Ladehülse ohne Zündhütchen) die gemäß Abs. 3 vorgesehene Prüfladung nicht aufdehülse ohne Zündhütchen) die gemäß Absatz 3, vorgesehene Prüfladung nicht aufzunehmen gestattet, ist das Volumen der Pulverkammer mit der maximal möglichen Menge an Beschusspulver zu füllen. Die Kugel ist hinzuzugeben und bis zur Abgleichung einzudrücken.
(7)Absatz 7Besteht ein Grund zur Annahme, dass der abgefeuerte Erprobungsschuss fehlerhaft war, so hat das Beschussamt über die in Abs. 2 vorgeschrielerhaft war, so hat das Beschussamt über die in Absatz 2, vorgeschriebene Anzahl von Schüssen hinaus einen zusätzlichen Schuss abzugeben.
Kontrolle nach dem Endbeschuss
§ 30.Paragraph 30,
(1)Absatz einsNach dem Endbeschuss sind die Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen einer neuerlichen Kontrolle zu unterziehen. Hierfür gelten die Bestimmungen des § 28.mungen des Paragraph 28,
(2)Absatz 2Lässt das Ergebnis der Beschussprüfung den geringsten Zweifel an der Haltbarkeit der Waffe oder eines höchstbeanspruchten Teiles zu oder bestehen Zweifel über das Vorhandensein einer Beschädigung, so hat das Beschussamt über die in § 29 Abs. 2 vorgeschriegung, so hat das Beschussamt über die in Paragraph 29, Absatz 2, vorgeschriebene Anzahl von Schüssen hinaus, weitere Schüsse mit Beschussladung abzugeben.
Rückstellung nach dem Endbeschuss
§ 31.Paragraph 31,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind dem Einreicher gekennzeichnet gemäß Abs. 2 ohne Beschusszeispruchte Teile von Handfeuerwaffen sind dem Einreicher gekennzeichnet gemäß Absatz 2, ohne Beschusszeichen zurückzustellen, wenn sie durch den Endbeschuss offensichtlich beschädigt wurden, oder wenn deren Kontrolle gemäß § 30 einen der folgenden Mäntrolle gemäß Paragraph 30, einen der folgenden Mängel ergibt:
gelöste Laufhaken oder -schienen;
Versagen des Zündkanals oder anderer Teile des Zündmechanismus.
(2)Absatz 2Die gemäß Abs. 1 ohne Beschusszeichen zurückzustellenden Handfeuerwaffen und höchstDie gemäß Absatz eins, ohne Beschusszeichen zurückzustellenden Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einspruchten Teile von Handfeuerwaffen sind mit den Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, zu versehen. Auf sein Verlangen ist dem Einreicher der Grund der Rückstellung schriftlich bekanntzugeben.
(3)Absatz 3Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die gemäß Abs. 1 ohne Beschusszeichen zurückgestellt wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass er die festmäß Absatz eins, ohne Beschusszeichen zurückgestellt wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass er die festgestellten Mängel behoben hat. Die Beschussprüfung ist sodann unter Bedachtnahme auf das Ergebnis der früheren Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 25 bis 30 zu wiederholen.heren Erprobung gemäß den Bestimmungen der Paragraphen 25 bis 30 zu wiederholen.
(4)Absatz 4Nach dem Beschuss sind jedoch höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen unbrauchbar zu machen, wenn sie nicht mehr zu behebende Mängel aufweisen, wie zum Beispiel:
jede die Sicherheit der Waffe gefährdende Verformung am Lauf;
jede Dehnung des Laufes einschließlich wellenförmiger Dehnungen an den Schwachstellen des Laufes;
Beschädigung der Schwanzschraube;
Risse an der inneren oder äußeren Oberfläche des Laufes;
§ 28 Abs. 5 ist anzuwenden.Paragraph 28, Absatz 5, ist anzuwenden.
Neuerliche Erprobungspflicht
§ 32.Paragraph 32,
(1)Absatz einsEine bereits erprobte Handfeuerwaffe oder ein bereits erprobter höchstbeanspruchter Teil einer Handfeuerwaffe ist einer neuerlichen Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 25 bis 30 zu ungen der Paragraphen 25 bis 30 zu unterziehen, wenn diese Handfeuerwaffe bzw. dieser höchstbeanspruchte Teil einer Handfeuerwaffe eine der nachgenannten Bearbeitungen erfahren hat bzw. daran eine der nachgenannten Veränderungen festgestellt werden:
jeder Mangel an Funktionssicherheit (§ 27 Abs. 1 und § 28 Abs. 1 Z 5);jeder Mangel an Funktionssicherheit (Paragraph 27, Absatz eins und Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 5,);
Austausch eines höchstbeanspruchten Teiles der Handfeuerwaffe verbunden mit Passarbeit (§ 14 Abs. 2);beit (Paragraph 14, Absatz 2,);
jede Änderung von Abmessungen, die eine Verringerung der Wanddicke des Laufes mit sich bringt;
jede Veränderung der Materialfestigkeit, insbesondere auch durch nachträgliche Wärmebehandlung bei Temperaturen über den jeweils vorgegebenen Anlasstemperaturen.
(2)Absatz 2Ergibt sich anlässlich einer Erprobung gemäß Abs. 1 einer der in § 28 Abs. 1 bzw. § 31 Abs. 1 angeführten MänErgibt sich anlässlich einer Erprobung gemäß Absatz eins, einer der in Paragraph 28, Absatz eins, bzw. Paragraph 31, Absatz eins, angeführten Mängel, so ist auf der Handfeuerwaffe bzw. auf dem höchstbeanspruchten Teil einer Handfeuerwaffe das neue Kennzeichen für Monat und Jahr anzubringen, sind die Beschusszeichen durch Überschlagen mit X zu entwerten und ist der Einreicher schriftlich darschlagen mit römisch zehn zu entwerten und ist der Einreicher schriftlich darauf hinzuweisen, dass die Handfeuerwaffe nicht mehr zum Schießen verwendet werden darf. Im übrigen gelten die Bestimmungen des § 31 Abs. 3 und 4.erwaffe nicht mehr zum Schießen verwendet werden darf. Im übrigen gelten die Bestimmungen des Paragraph 31, Absatz 3 und 4.
Freiwillige Erprobung
§ 33.Paragraph 33,
Für die freiwillige Erprobung von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen ist § 18 anzuwenden.len von Handfeuerwaffen ist Paragraph 18, anzuwenden.
Anbringen der Beschusszeichen
§ 34.Paragraph 34,
(1)Absatz einsHat die Erprobung nach den Bestimmungen der §§ 25 bis 33 keine Mänmungen der Paragraphen 25 bis 33 keine Mängel ergeben, so sind das gemäß § 19 Abs. 4 Z 5 zutreffende Zeichen sowie das Zeichenben, so sind das gemäß Paragraph 19, Absatz 4, Ziffer 5, zutreffende Zeichen sowie das Zeichen
deutlichdeutlich sichtbar auf den folgenden geprüften höchstbeanspruchten Teilen anzubringen:
bei Revolvern: auf dem Lauf, der Trommel und dem Rahmen;
bei allen sonstigen Handfeuerwaffen: auf jedem Lauf und auf der Schwanzschraube.
Die Zeichen dürfen nur in allseitig gleicher linearer Vergrößerung oder Verkleinerung verwendet werden.
(2)Absatz 2Außerdem ist auf jeder Handfeuerwaffe, auf jedem einzeln zum Beschuss vorgelegten höchstbeanspruchten Teil und bei Revolvern auf dem Rahmen neben den Beschusszeichen gemäß Abs. 1 das Zeichen gemäß § 19 Abs.2 einmal deutlich sichtbar anzubringen.anspruchten Teil und bei Revolvern auf dem Rahmen neben den Beschusszeichen gemäß Absatz eins, das Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz , einmal deutlich sichtbar anzubringen.
Kontrollerprobung
§ 35.Paragraph 35,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die ein inländisches Beschusszeichen bzw. ein anerkanntes ausländisches Beschusszeichen (§ 2 Abs. 2) tragen und bei denen der begrünländisches Beschusszeichen bzw. ein anerkanntes ausländisches Beschusszeichen (Paragraph 2, Absatz 2,) tragen und bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie eine unmittelbare Gefahr für den Benutzer und für dritte Personen darstellen, sind vom Beschussamt einer Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 25 bis 30 zu unterziemungen der Paragraphen 25 bis 30 zu unterziehen.
(2)Absatz 2Nach der auf Grund des Abs. 1 erfolgten Erprobung ist bezüglich der BeNach der auf Grund des Absatz eins, erfolgten Erprobung ist bezüglich der Beschusszeichen gemäß § 18 Abs. 3 vorzugehen.chen gemäß Paragraph 18, Absatz 3, vorzugehen.
Amtliche Eintragungen, Beschussbestätigung, Beschussverzeichnis
§ 36.Paragraph 36,
(1)Absatz einsFür die amtlichen Eintragungen und das Beschussverzeichnis gilt § 21 Abs. 1 und 3.nis gilt Paragraph 21, Absatz eins und 3.
(2)Absatz 2Unbeschadet des § 21 Abs. 2 ist dem Einreicher einer Vorderlader-Böllerkanone, einer BöllerkaUnbeschadet des Paragraph 21, Absatz 2, ist dem Einreicher einer Vorderlader-Böllerkanone, einer Böllerkanone für nicht genormte wiederladbare Kartuschen sowie eines Prangerstutzens ein Auszug aus dem Formular des Beschussamtes („Einreichblatt“) der für ihn ohne Beanstandung erprobten Handfeuerwaffe auszuhändigen („Beschussbestätigung“), welcher folgende Angaben zu enthalten hat:
Art der geprüften Handfeuerwaffe;
Waffennummer bzw. Herstellungsnummer;
maximale Masse der Verdämmung der Gebrauchsladung;
maximale Masse des Schwarzpulvers der Gebrauchsladung;
maximale Ladung des Substituts der Gebrauchsladung.
4. Hauptstück
Beschussvorschrift für bestimmte Arten von Handfeuerwaffen
1. Abschnitt
Allgemeines
Anwendungsbereich
§ 37.Paragraph 37,
Die Bestimmungen dieses Hauptstückes sind ausschließlich bei der Erprobung (Typen- und Einzelprüfung) folgender Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchter Teile von Handfeuerwaffen sowie beim Anbringen der Beschusszeichen anzuwenden:
Handfeuerwaffen,
deren Patronenlager einen Durchmesser von höchstens 5 mm und eine Länge von höchstens 15 mm aufweist,
deren Patronenlager einen Durchmesser und eine Länge von höchstens 6 mm aufweist und in denen nur Munition verwendet werden kann, deren Zündgemisch gleichzeitig den Treibsatz darstellt und bei der die Mündungsenergie des Geschoßes 7,5 Joule nicht überschreitet,
die für das einmalige Abfeuern von Munition bestimmt sind;
Schussapparate gemäß § 1 Abs. 2 Z 2;Schussapparate gemäß Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 2 ;,
Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen (§ 1 Abs. 2 Z 3);Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen (Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 3,);
Einsteckläufe, die kein eigenes Verschlusssystem aufweisen und die für Munition bestimmt sind, deren Gasdruck PTmax 1700 bar nicht überschreitet.
Art der Erprobung
§ 38.Paragraph 38,
(1)Absatz einsDie in § 37 Z 1, 2 und 4 angeführten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von HandfeuerDie in Paragraph 37, Ziffer eins,, 2 und 4 angeführten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, sowie jene Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen, aus denen nur Kartuschen mit einem Durchmesser P1 < 6 mm und mit einer Länge L6 < 7 mm verschossen werden können, sind, wenn sie serienmäßig hergestellt werden, einer Typenprüfung durch Erprobung eines Exemplars oder mehrerer Exemplare zu unterziehen, wenn nicht die Vornahme einer Einzelprüfung gemäß §§ 53 ff beantragt wird.mäß Paragraphen 53, ff beantragt wird.
(2)Absatz 2Die in Abs. 1 angeführten, nicht serienmäßig hergestellten Handfeuerwaffen und höchstbeanDie in Absatz eins, angeführten, nicht serienmäßig hergestellten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen sowie jene Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen, aus denen Kartuschen mit einem Durchmesser P1 ≥ 6 mm und mit einer Länge L6 ≥ 7 mm verschossen werden können, sind der Einzelprüfung gemäß §§ 53 ff zu unfeuerwaffen sowie jene Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen, aus denen Kartuschen mit einem Durchmesser P1 ≥ 6 mm und mit einer Länge L6 ≥ 7 mm verschossen werden können, sind der Einzelprüfung gemäß Paragraphen 53, ff zu unterziehen.
(3)Absatz 3Als serienmäßig hergestellt im Sinne der Abs. 1 und 2 gelten Handfeuerwaffen und höchstbeanßig hergestellt im Sinne der Absatz eins und 2 gelten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, wenn der Hersteller Vorkehrungen für die Erzeugung erheblicher Stückzahlen getroffen hat, insbesondere indem er dafür entsprechende Pläne und Arbeitsprogramme ausgearbeitet und die für diese Erzeugung nötigen Lehren und Ausrüstungen bereitgestellt hat.
(4)Absatz 4Für Schussapparate gemäß § 37 Z 2, welche Gegenstand einer Verordnung oder einer Richtlinie der Europäischen Union sind und für die eine harmonisierte Norm des Europäischen Komitees für Normung (CEN-Norm) existiert, besteht keine Verpflichtung zur VorFür Schussapparate gemäß Paragraph 37, Ziffer 2,, welche Gegenstand einer Verordnung oder einer Richtlinie der Europäischen Union sind und für die eine harmonisierte Norm des Europäischen Komitees für Normung (CEN-Norm) existiert, besteht keine Verpflichtung zur Vorlage zur Erprobung; eine derartige Erprobung ist jedoch bei Einreichung zur freiwilligen Erprobung möglich.
Einreichung
§ 39.Paragraph 39,
(1)Absatz einsDie Einreichung der in § 37 angeführten Handfeuerwaffen und höchstDie Einreichung der in Paragraph 37, angeführten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen hat mittels eines vom Einreicher auszufüllenden Formulars des Beschussamtes („Einreichblatt“) zu erfolgen. Dabei ist § 6 Abs. 1 Z 1 bis 7 und Abs. 4 anzuwenden.reichblatt“) zu erfolgen. Dabei ist Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer eins bis 7 und Absatz 4, anzuwenden.
(2)Absatz 2Dem Formular sind, sofern nicht eine Einzelprüfung gemäß §§ 53 ff beantragt wird, die folDem Formular sind, sofern nicht eine Einzelprüfung gemäß Paragraphen 53, ff beantragt wird, die folgenden Unterlagen anzuschließen:
eine nach den Regeln der Technik gefertigte Schnittzeichnung mit allen für die Kontrolle der Abmessungen und der verwendeten Werkstoffe nötigen Angaben;
Festigkeitsberechnungen für Lauf- und Verschlusseinrichtung;
Prüfzeugnisse über die Güte des verwendeten Werkstoffes;
bei Schussapparaten eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache.
(3)Absatz 3Zur Typenprüfung sind vom Einreicher zwei Exemplare der gleichen Type und des gleichen Kalibers zur Verfügung zu stellen.
2. Abschnitt
Typenprüfung
Umfang der Typenprüfung
§ 40.Paragraph 40,
(1)Absatz einsDie Typenprüfung umfasst:
die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß § 41;die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß Paragraph 41 ;,
die Kontrolle der Funktionssicherheit und die Sichtprüfung gemäß § 42;die Kontrolle der Funktionssicherheit und die Sichtprüfung gemäß Paragraph 42 ;,
die Kontrolle der Abmessungen gemäß § 43;die Kontrolle der Abmessungen gemäß Paragraph 43 ;,
den Beschuss gemäß § 45;den Beschuss gemäß Paragraph 45 ;,
die Kontrolle nach dem Beschuss gemäß § 46.die Kontrolle nach dem Beschuss gemäß Paragraph 46,
(2)Absatz 2Vor Beginn der Kontrollen ist zu prüfen, ob für die eingereichte Handfeuerwaffe bereits eine Typenprüfung vorgenommen wurde.
(3)Absatz 3Bei der Vornahme der Kontrollen gemäß Abs. 1 ist auf die Besonderheiten der einBei der Vornahme der Kontrollen gemäß Absatz eins, ist auf die Besonderheiten der einzelnen Arten von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen Bedacht zu nehmen.
Kontrolle der Kennzeichnung
§ 41.Paragraph 41,
(1)Absatz einsim Zuge der Kontrolle der Kennzeichnung ist zu überprüfen, ob die folgenden Angaben deutlich sichtbar und dauerhaft auf einem der höchstbeanspruchten Teile der Handfeuerwaffe bzw. auf dem Einstecklauf angebracht sind:
Name, Firma oder eingetragenes Warenzeichen bzw. amtsbekanntes Kurzzeichen Herstellers oder Importeurs;
Modell- bzw. Typenbezeichnung;
Seriennummer bzw. Herstellungsnummer;
Bezeichnung des Kalibers;
bei Schussapparaten: Art des verwendeten Laufmaterials durch Angabe gemäß ÖNORM S 1205 oder der Handelsbezeichnung;
bei Bolzensetzgeräten: Bezeichnung der Klasse gemäß ÖNORM S 1230.
(2)Absatz 2Bei Schussapparaten können die in Abs. 1 genannten Angaben auch auf einem auf dem SchussBei Schussapparaten können die in Absatz eins, genannten Angaben auch auf einem auf dem Schussapparat dauerhaft angebrachten Typenschild verzeichnet werden.
(3)Absatz 3Es ist ferner zu überprüfen, ob
die Handfeuerwaffe bzw. der höchstbeanspruchte Teil einer Handfeuerwaffe den beigegebenen Zeichnungen, Berechnungen und sonstigen Unterlagen entspricht;
die Typenbezeichnung nicht irreführend ist oder zur Verwechslung mit der Typenbezeichnung anderer Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchter Teile von Handfeuerwaffen Anlass gibt.
Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung
§ 42.Paragraph 42,
(1)Absatz einsDie Kontrolle der Funktionssicherheit umfasst die Prüfung der zuverlässigen Funktion des Lade- und Entlademechanismus, der Verschlusseinrichtung, des Schlosses, der Sicherung und der Abfeuerungs- und Zündeinrichtung und bei Schussapparaten außerdem die Prüfung, ob Patronen (§ 2 Z 1 der Patronenprüfordnung 2013) gleichen Kalibers geladen wertronen (Paragraph 2, Ziffer eins, der Patronenprüfordnung 2013) gleichen Kalibers geladen werden können.
(2)Absatz 2Bei Schlachtschussapparaten wird die Kontrolle der Funktionssicherheit durchgeführt, indem entweder eine Ladung ohne Pulver oder die schwächste für den Apparat vorgesehene Ladung abgefeuert wird. Es ist zu prüfen, dass
nur geschossen werden kann, wenn der Apparat vollständig verschlossen oder die Verriegelung auf der Ebene des Kartuschenlagers gegeben ist;
der Apparat Schuss für Schuss bei Wiederladen vor jedem Vorgang funktioniert;
der Apparat zufällige Schüsse in den freien Raum ohne Gefahr für den Benutzer aushält, wobei das Element mit dem Apparat verbunden bleiben muss;
das Ausziehen der Hülsen oder eines Ladestreifens, der noch Kartuschen enthält, unter Umständen mit Hilfe eines besonderen Werkzeuges möglich ist.
(3)Absatz 3Bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen wird die Kontrolle der Funktionssicherheit durchgeführt, indem
zehn Gebrauchskartuschen aus jedem Lauf bei Einzelladern;
drei Gebrauchskartuschen aus jedem Lager der Trommel bei Handfeuerwaffen mit Trommel sowie vom Typ Revolver;
geschossen werden. Es ist festzustellen, ob eine dauerhafte Vorrichtung in der Handfeuerwaffe vorhanden ist, die das Verschießen von Patronen mit festen Geschoßen verhindert. Ferner ist festzustellen, ob die Handfeuerwaffe ordnungsgemäß funktioniert und der Lauf nicht verstopft ist. Wird festgestellt, dass der Lauf verstopft ist, dann ist eine Wiederholungsprüfung mit der doppelten Anzahl von Gebrauchskartuschen durchzuführen. Nach dieser Überprüfung darf kein Fehler mehr festgestellt werden.
(4)Absatz 4Die Sichtprüfung erstreckt sich auf Materialfehler, Schwachstellen, Schweißstellen an höchstbeanspruchten Teilen sowie Laufaufbauchungen. Ferner ist zu kontrollieren, dass die Qualität der für die höchstbeanspruchten Teile verwendeten Materialien unter Beachtung der zu erwartenden Beanspruchung ausgewählt wurde.
Kontrolle der Abmessungen
§ 43.Paragraph 43,
(1)Absatz einsZu kontrollieren sind:
der Feld- und Zugdurchmesser des Laufes sowie der Durchmesser und die Längen des Patronen- oder Kartuschenlagers, die Tiefe der Randeinfräsung und der Verschlussabstand auf die Übereinstimmung mit den in den jeweils in Betracht kommenden, in § 58 anstimmung mit den in den jeweils in Betracht kommenden, in Paragraph 58, angeführten ON-Regeln angegebenen Abmessungen;
die Wanddicke des Laufes unter Beachtung der Kennzeichnung des Laufmaterials auf Übereinstimmung mit den Festlegungen gemäß ÖNORM S 1205;
bei jenen Schussapparaten, für welche die ON-Regel 191396 keine Festlegungen bezüglich der Abmessungen des Kartuschenlagers aufweist, die Maße des Kartuschenlagers und des Laufes auf Übereinstimmung mit den Plänen des Einreichers. Die Maße des Kartuschenlagers müssen so ausgelegt sein, dass sie mit den entsprechenden Abmessungen der in der Gebrauchsanleitung (§ 39 Abs. 2 Z 4) zur Verbrauchsanleitung (Paragraph 39, Absatz 2, Ziffer 4,) zur Verwendung vorgesehenen Kartuschen übereinstimmen;
bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen:
P1: Durchmesser am Eingang des Patronenlagers;
H2: Durchmesser am Ende des Patronenlagerhalses;
L3: Länge vom Stoßboden bis Ende des Patronenlagerhalses;
R: Tiefe der Randeinfräsung.
Alle Messwerte haben gleich groß oder größer wie die in der ON-Regel 1397 angegebenen Werte zu sein.
(2)Absatz 2Wird eine Handfeuerwaffe, deren Abmessungen noch nicht in den im 5. Hauptstück angeführten technischen Normenwerken enthalten sind, zur Typenprüfung eingereicht, ist die Kontrolle der Maßhaltigkeit auf der Grundlage der vollständigen, vom Hersteller gelieferten Angaben durchzuführen.
Rückstellung vor dem Beschuss
§ 44.Paragraph 44,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die bei den Kontrollen gemäß §§ 41 bis 43 keinen der folgenden Mängel aufweisen, sind dem Betrollen gemäß Paragraphen 41 bis 43 keinen der folgenden Mängel aufweisen, sind dem Beschuss zu unterziehen:
sichtbare Fehler an der Oberfläche eines der höchstbeanspruchten Teile;
unzureichende Konstruktion des Verschlusses;
sichtbare Laufaufbauchung und sichtbare Dehnung im Patronen- oder Kartuschenlager;
Fehlen einer der in § 41 vorgeschriebenen Angaben bzw. Zeichen;Fehlen einer der in Paragraph 41, vorgeschriebenen Angaben bzw. Zeichen;
Nichteinhaltung der gemäß § 43 zu kontrollieNichteinhaltung der gemäß Paragraph 43, zu kontrollierenden Abmessungen;
Fehlerhaftigkeit des Funktionsmechanismus (Lade- und Entlademechanismus, Verschluss, Sicherung, Zündung, zu leichter Abzug usw.) bei Handhabung und bei Erschütterungen;
bei Schussapparaten die Möglichkeit des Ladens mit Patronen (§ 2 Z 1 der Pabei Schussapparaten die Möglichkeit des Ladens mit Patronen (Paragraph 2, Ziffer eins, der Patronenprüfordnung 2013) gleichen Kalibers;
bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen das Fehlen der dauerhaften Vorrichtung, die das Verschießen von Patronen mit festen Geschoßen verhindert.
(2)Absatz 2Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die einen der im Abs. 1 angeführten Mängel aufweisen, sind dem Einreicher zurückzustellen. Die Zulasnen der im Absatz eins, angeführten Mängel aufweisen, sind dem Einreicher zurückzustellen. Die Zulassung ist mit Bescheid zu verweigern.
Beschuss bei Typenprüfung
§ 45.Paragraph 45,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die nicht gemäß § 44 zurückzustellen sind, sind dem Beschuss zu unterziehen.Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, die nicht gemäß Paragraph 44, zurückzustellen sind, sind dem Beschuss zu unterziehen.
(2)Absatz 2Der Beschuss ist an fertigen Handfeuerwaffen durchzuführen. Handfeuerwaffen, die noch der Brünierung bedürfen (weißfertige Handfeuerwaffen), gelten als fertige Handfeuerwaffen. Höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind vom Einreicher durch Ergänzung fehlender Bestandteile zu einer fertigen Handfeuerwaffe zusammenzubauen. Bei Einsteckläufen kann jedoch an die Stelle einer Handfeuerwaffe eine geeignete gleichwertige Vorrichtung treten.
(3)Absatz 3Der Beschuss ist mit Beschussmunition auszuführen, welche den Bedingungen der Patronenprüfordnung 2013 entspricht. Die Beschussmunition ist vor dem Beschuss mindestens 24 Stunden bei einer Temperatur von 21 °C
1 °C zu lagern.
(4)Absatz 4Der Beschuss ist bei einer Raumtemperatur von 15 °C bis 25 °C wie folgt auszuführen:
Bei Handfeuerwaffen gemäß § 37 Z 1 lit. a und b und bei Einsteckläufen sind zwei Schüsse mit Beschusspatronen abzufeuern; stehen für Handfeuerwaffen gemäß § 37 Z 1 lit. a und b keine BeBei Handfeuerwaffen gemäß Paragraph 37, Ziffer eins, Litera a und b und bei Einsteckläufen sind zwei Schüsse mit Beschusspatronen abzufeuern; stehen für Handfeuerwaffen gemäß Paragraph 37, Ziffer eins, Litera a und b keine Beschusspatronen zur Verfügung, dann hat der Beschuss durch fünf Schüsse mit der für die betreffende Type stärksten Gebrauchsmunition zu erfolgen;
bei Handfeuerwaffen gemäß § 37 Z 1 lit. c sind jeweils fünf Stück derselben Type abbei Handfeuerwaffen gemäß Paragraph 37, Ziffer eins, Litera c, sind jeweils fünf Stück derselben Type abzufeuern;
bei Schussapparaten sind zehn Beschusskartuschen auf ein für die vorgesehene Verwendung geeignetes Material abzufeuern;
bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen sind abzufeuern:
zehn Gebrauchspatronen aus jedem Lauf bei Einzelladern;
drei Gebrauchspatronen aus jedem Lager der Trommel bei Handfeuerwaffen mit Trommel und vom Typ Revolver.
(5)Absatz 5Ist bei Schussapparaten der Beschuss gemäß Abs. 4 Z 3 nicht möglich, dann ist eine nach dem Stand der Technik gleichwertige Methode durch ReduzieIst bei Schussapparaten der Beschuss gemäß Absatz 4, Ziffer 3, nicht möglich, dann ist eine nach dem Stand der Technik gleichwertige Methode durch Reduzierung des Mindest-Zusatzvolumens (Va) auf ein reduziertes Prüfvolumen (VE) anzuwenden. Dadurch ist ein Übermens (römisch fünf a) auf ein reduziertes Prüfvolumen (VE) anzuwenden. Dadurch ist ein Überdruck gegenüber jenem Druck zu bewirken, welcher von der nach den Angaben des Herstellers für diese Schussapparate vorgesehenen Gebrauchsmunition bei Verwendung des nach diesen Angaben vorgesehenen schwersten Befestigungselementes sowie bei der stärksten Einstellung des Schussapparates entwickelt wird.
(6)Absatz 6Bei Bolzensetzgeräten mit Kolben und Ladestreifen besteht die nach dem Stand der Technik gleichwertige Methode (Abs. 4) in der Reduzierung des Mindest-Zusatzsteht die nach dem Stand der Technik gleichwertige Methode (Absatz 4,) in der Reduzierung des Mindest-Zusatzvolumens (Va) auf ein reduziertes Prüfvolumen (VE) um einen Überdruck von 30% zu erhallumens (römisch fünf a) auf ein reduziertes Prüfvolumen (VE) um einen Überdruck von 30% zu erhalten, welcher durch die Hüllkurve des Kalibers gemäß folgendem beispielhaftem Diagramm definiert ist:
Hierzu sind zehn Gebrauchskartuschen unter den stärksten der Serienfertigung auszuwählen, deren mittlerer Druck beim Zusatzvolumen Va = 0,16 cmrer Druck beim Zusatzvolumen römisch fünf a = 0,16 cm3 mindestens 85% des für das betreffende Kaliber in der ON-Regel 191396 festgelegten maximal zulässigen Druckes beträgt. Es sind ein metallischer Ladestreifen bzw. ein Magazin aus Metall sowie der schwerste Kolben mit maximal dem kleinsten Spiel gegenüber dem Lauf zu verwenden, der nach der Herstellungszeichnung für das System vorgesehen ist, und der ein reduziertes Prüfvolumen (VE) aufweist, um die geforderten 30% Überdruck bei Einstellung der stärksten Leistung des Gerätes zu erreichen.
(7)Absatz 7Darüber hinaus ist bei Bolzensetzgeräten gemäß Abs. 6 auf Antrag eine Prüfung des vom Anüber hinaus ist bei Bolzensetzgeräten gemäß Absatz 6, auf Antrag eine Prüfung des vom Antragsteller definierten Systems Gerät/Kartusche/Ladestreifen der Serienfabrikation durchzuführen (Systemprüfung). Für diese Prüfung besteht das System aus dem Gerät mit dem schwersten Kolben mit dem kleinsten Zusatzvolumen (Va) und mit dem kleinsten Spiel zwilumen (römisch fünf a) und mit dem kleinsten Spiel zwischen Kolben und Lauf der Serienfabrikation mit einem reduzierten Prüfvolumen (VS), um einen Überdruck von 15% zustande zu bringen, welcher durch die Hüllkurve des Kalibers gemäß dem in Abs. 6 beispielhaft dargestellmäß dem in Absatz 6, beispielhaft dargestelltem Diagramm definiert ist, sowie aus Kartuschen in Standard-Ladestreifen, die durch das Kaliber, den Hersteller oder Antragsteller, die Losnummer, die Handelsbezeichnung und die Farbe bestimmt sind. Es sind vier Standard-Ladestreifen mit je drei Kartuschen Gebrauchsmunition derselben Farbe und des gleichen Fabrikats, einer nach dem anderen geladen, bei Einstellung der stärksten Leistung des Gerätes abzufeuern. Ferner kann eine andere Kombination Kartusche/Ladestreifen für die Zulassung und Prüfung im gleichen Gerät, das bereits die Prüfung gemäß Abs. 6 mit 30% Überdruck befung im gleichen Gerät, das bereits die Prüfung gemäß Absatz 6, mit 30% Überdruck bestanden hat, beantragt werden.
(8)Absatz 8Bei Schlachtschussapparaten ist der Beschuss wie folgt auszuführen:
Jeder Schuss erfolgt gegen eine Platte aus Gummi oder aus vergleichbarem Material mit einer Dicke von mindestens 100 mm und einer Härte von 60 Shore A

5 Shore A.
Nach dem Abfeuern der Beschusskartuschen können allenfalls vorhandene Dämpfungselemente ausgetauscht werden; der Apparat ist dann noch fünfmal hintereinander mit der stärksten Gebrauchsmunition in den freien Raum abzufeuern.
(9)Absatz 9Ist anzunehmen, dass die Beschusspatronen fehlerhaft waren oder bestehen Zweifel, ob die beschossene Handfeuerwaffe beziehungsweise der beschossene höchstbeanspruchte Teil einer Handfeuerwaffe fehlerhaft ist, sind über die vorgeschriebene Schusszahl hinaus weitere Schüsse in der erforderlichen Anzahl mit Beschussmunition, wenn aber ein Funktionsmangel vermutet wird, mit Gebrauchsmunition abzugeben.
Kontrolle nach dem Beschuss
§ 46.Paragraph 46,
(1)Absatz einsNach dem Beschuss sind die Handfeuerwaffen bzw. die höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen einer neuerlichen Kontrolle zu unterziehen. Hierfür gelten die Bestimmungen der §§ 42 und 43 sinngemäß.mungen der Paragraphen 42 und 43 sinngemäß.
(2)Absatz 2Bei Schussapparaten sind darüber hinaus Prüfungen hinsichtlich der Handhabungssicherheit und der Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Auslösen nach dem jeweiligen Stand der Technik vorzunehmen.
(3)Absatz 3Bei Bolzensetzgeräten haben die in Abs. 2 genannten Prüfungen gemäß ÖNORM S 1230 zu erBei Bolzensetzgeräten haben die in Absatz 2, genannten Prüfungen gemäß ÖNORM S 1230 zu erfolgen.
(4)Absatz 4Bei Schlachtschussapparaten sind die in Abs. 2 genannten Prüfungen wie folgt durchBei Schlachtschussapparaten sind die in Absatz 2, genannten Prüfungen wie folgt durchzuführen:
Für die Versuche ist eine Kartusche des vorgesehenen Kalibers mit der schwächsten Gebrauchsladung zu verwenden;
Der Apparat wird dreimal aus einer Höhe von 1,50 m auf eine quadratische Stahlplatte mit 500 mm Seitenlänge und 30 mm Dicke fallen gelassen; die Mündung ist so nach unten zu richten, dass das Auftreffen auf der Mündung erfolgt und keine größere Abweichung als 15° von der Senkrechten zu verzeichnen ist;
Nach jedem Fall ist zu prüfen, dass kein Eindruck des Schlagbolzens auf der Bodenkappe der Hülse mit bloßem Auge sichtbar ist, und sich der Schuss beim Aufschlag nicht gelöst hat. Das Lösen eines Schusses beim Fall des Apparates in horizontaler Lage wird nicht berücksichtigt.
Rückstellung nach dem Beschuss
§ 47.Paragraph 47,
(1)Absatz einsHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen sind dem Einreicher zurückzustellen, wenn sie durch den Beschuss offensichtlich beschädigt wurden, oder wenn deren Kontrolle gemäß § 46 einen der folgenden Mängel ergibt; die Zulasmäß Paragraph 46, einen der folgenden Mängel ergibt; die Zulassung ist mit Bescheid zu verweigern:
Zündversager oder schwacher Zündstifteinschlag;
Lösen des Schusses beim Schließen der Waffe bzw. wenn diese nicht richtig verschlossen ist;
Klemmen der Patronenhülse beim Ausziehen derselben;
Dehnung im Patronen- oder Kartuschenlager;
Verformung im zylindrischen Teil des Laufes;
Überschreitung des maximal zulässigen Verschlussabstandes von 0,20 mm bei Handfeuerwaffen für Randfeuerpatronen bzw. von 0,15 mm bei Handfeuerwaffen für Zentralfeuerpatronen;
Beschädigung oder Verformung wesentlicher Teile des Verschlusses;
sichtbare Fehler an der Oberfläche eines der höchstbeanspruchten Teile der Handfeuerwaffe;
Fehlerhaftigkeit des Funktionsmechanismus (Lade- und Entlademechanismus, Verschluss, Sicherung, Zündung usw.) oder wirkungslose Sicherung;
Nichtbestehen einer der gemäß § 46 Abs. 2 bis 4 vorgenommenen Prüfungen.Nichtbestehen einer der gemäß Paragraph 46, Absatz 2 bis 4 vorgenommenen Prüfungen.
(2)Absatz 2Die Beurteilung der Mängel gemäß Abs. 1 ist unter Bedachtnahme auf die BeDie Beurteilung der Mängel gemäß Absatz eins, ist unter Bedachtnahme auf die Besonderheiten der einzelnen Arten von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen vorzunehmen.
(3)Absatz 3Bei Handfeuerwaffen gemäß § 37 Z 1 lit. c sind durch die Abfeuerung hervorBei Handfeuerwaffen gemäß Paragraph 37, Ziffer eins, Litera c, sind durch die Abfeuerung hervorgerufene Verformungen und Risse an der Oberfläche zulässig, wenn sie ausschließlich an denjenigen Stellen, an welchen sie für die Funktion der Handfeuerwaffe vorgesehen sind, auftreten und keine Gefahr für den Benutzer damit verbunden ist.
(4)Absatz 4Bei Bolzensetzgeräten mit Kolben und Ladestreifen wird das System Gerät/Kartusche/Ladestreifen nicht zugelassen, wenn nach der Systemprüfung (§ 45 Abs. 7) festrät/Kartusche/Ladestreifen nicht zugelassen, wenn nach der Systemprüfung (Paragraph 45, Absatz 7,) festgestellt wird, dass
der Rand oder der Boden der Hülse Risse aufweisen, durchlöchert oder gebrochen ist;
der Ladestreifen in zwei Teile gebrochen ist oder Längsrisse aufweist, wodurch die drei verschossenen Kartuschen beeinflusst werden.
(5)Absatz 5Bei Schlachtschussapparaten ist nach dem Beschuss ferner zu prüfen, dass
das Schlachtschusselement fest mit dem Apparat verbunden bleibt;
bei Vorhandensein von Hülsen, diese keinerlei Rissbildung aufweisen, mit Ausnahme von kleinen Längsrissen am Hülsenmund;
keinerlei Gasaustritt am Verschlussmechanismus feststellbar ist; dies gilt auch für Schlachtschussapparate mit Treibladung ohne Hülse.
Die Z 2 und 3 treffen nicht zu auf Schlachtschussapparate, bei denen die Hülse in die BrennDie Ziffer 2 und 3 treffen nicht zu auf Schlachtschussapparate, bei denen die Hülse in die Brennkammer ausgeworfen oder dort zerstört wird.
(6)Absatz 6Wird die Typenprüfung (§§ 40 bis 46) nicht bestanden, dann kann der EinreiWird die Typenprüfung (Paragraphen 40 bis 46) nicht bestanden, dann kann der Einreicher nach Behebung der Mängel eine neuerliche Typenprüfung an einem anderen Exemplar derselben Type beantragen.
Zulassung der Type
§ 48.Paragraph 48,
(1)Absatz einsWird die Typenprüfung (§§ 40 bis 46) für eine bestimmte Type von HandfeuerWird die Typenprüfung (Paragraphen 40 bis 46) für eine bestimmte Type von Handfeuerwaffen bzw. von höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen bestanden, ist dem Einreicher mit Bescheid das Recht zu erteilen, für diese Type das Beschusszeichen für Typenprüfung (Zulassungszeichen gemäß Abs. 4) in Verbindung mit der Zulassungsnummer (Abs. 3 Z 4) zu verwensungszeichen gemäß Absatz 4,) in Verbindung mit der Zulassungsnummer (Absatz 3, Ziffer 4,) zu verwenden. Dieses Recht ist insbesondere mit den Auflagen zu verbinden,
alle weiteren Exemplare dieser Type dem geprüften Exemplar entsprechend (Abs. 2) auszuführen und diese gemäß § 41 Abs. 1 sowie mit dem Zulassungszeichen gemäß Abs. 4 zu kennzeichnen;alle weiteren Exemplare dieser Type dem geprüften Exemplar entsprechend (Absatz 2,) auszuführen und diese gemäß Paragraph 41, Absatz eins, sowie mit dem Zulassungszeichen gemäß Absatz 4, zu kennzeichnen;
die für die Kontrollprüfungen (§ 50) benötigdie für die Kontrollprüfungen (Paragraph 50,) benötigten Schussapparate bzw. Einsteckläufe auf Aufforderung und nach Auswahl durch das Beschussamt beizustellen;
bei Bolzensetzgeräten mit Kolben und Ladestreifen, welche die Systemprüfung (§ 45 Abs. 7) bestanden haben, in der Betriebsanleitung des Bolzensetzgerätes klar zum Ausfung (Paragraph 45, Absatz 7,) bestanden haben, in der Betriebsanleitung des Bolzensetzgerätes klar zum Ausdruck zu bringen, dass in diesem nur die angeführten Komponenten sicher verwendet werden können.
(2)Absatz 2Als dem geprüften Exemplar entsprechend ausgeführt und daher zur selben Type gehörend gelten weitere Exemplare dann, wenn ihre Funktionsweise, die wesentlichen Abmessungen (§ 43), die verwensungen (Paragraph 43,), die verwendeten Werkstoffe und das Aussehen gleich sind; geringfügige Änderungen des Aussehens sind zulässig, wenn dadurch die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird.
(3)Absatz 3Der Spruch des Bescheides hat die folgenden Angaben zu enthalten:
die Angaben gemäß § 6 Abs. 1 Z 1 bis 7 des Formulars;die Angaben gemäß Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer eins bis 7 des Formulars;
die wesentlichen technischen Merkmale des geprüften Musters, insbesondere Werkstoffe, Wanddicke des Laufes sowie Durchmesser und Länge des Patronen- oder Kartuschenlagers;
den Beschussgasdruck und den höchstzulässigen Gebrauchsgasdruck oder die höchstzulässige Geschoßenergie;
die Zulassungsnummer als fortlaufende Zahl der Zulassungen;
die Liste der im Zuge der Systemprüfung (§ 45 Abs. 7) an Bolzensetzgeräten mit Kolben und Ladestreifen geprüften Komponenten.die Liste der im Zuge der Systemprüfung (Paragraph 45, Absatz 7,) an Bolzensetzgeräten mit Kolben und Ladestreifen geprüften Komponenten.
(4)Absatz 4Das Beschusszeichen für Typenprüfung (Zulassungszeichen) besteht aus dem unten dargestellten Typenzulassungskennzeichen in Verbindung mit dem gemäß § 19 Abs. 4 Z 5 zutreffenden Zeichen. Die Zeichen dürfen nur in allseitig gleiDas Beschusszeichen für Typenprüfung (Zulassungszeichen) besteht aus dem unten dargestellten Typenzulassungskennzeichen in Verbindung mit dem gemäß Paragraph 19, Absatz 4, Ziffer 5, zutreffenden Zeichen. Die Zeichen dürfen nur in allseitig gleicher linearer Vergrößerung oder Verkleinerung verwendet werden.
….
(5)Absatz 5Das geprüfte Exemplar ist im Beschussamt für die Dauer der Gültigkeit der Zulassung aufzubewahren.
(6)Absatz 6Alle Exemplare von zugelassenen Typen von Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen sind vom Hersteller, Importeur oder Einreicher mit dem Beschusszeichen für Typenprüfung (Zulassungszeichen gemäß Abs. 4) gemeinsam mit den Kennsungszeichen gemäß Absatz 4,) gemeinsam mit den Kennzeichnungen gemäß § 41 Abs. 1 sowie der Zulassungsnummer gemäß Abs. 3 Z 4 zu versehen, ehe sie in Verkehr gebracht werden.zeichnungen gemäß Paragraph 41, Absatz eins, sowie der Zulassungsnummer gemäß Absatz 3, Ziffer 4, zu versehen, ehe sie in Verkehr gebracht werden.
Neuerliche Erprobungspflicht
§ 49.Paragraph 49,
Eine bereits erprobte oder als Type zugelassene Handfeuerwaffe oder ein bereits erprobter oder als Type zugelassener höchstbeanspruchter Teil einer Handfeuerwaffe ist einer Einzelprüfung gemäß § 53 zu unterziehen, wenn diese Handfeuerzelprüfung gemäß Paragraph 53, zu unterziehen, wenn diese Handfeuerwaffe bzw. dieser höchstbeanspruchte Teil eine der nachgenannten Bearbeitungen erfahren hat bzw. daran eine der nachgenannten Veränderungen festgestellt werden:
Jeder Mangel an Funktionssicherheit (§ 42 Abs. 1 bis 3 und § 44 Abs. 1 Z 7);Jeder Mangel an Funktionssicherheit (Paragraph 42, Absatz eins bis 3 und Paragraph 44, Absatz eins, Ziffer 7,);
Maßnahmen, die eine Herabsetzung der Sicherheit verursachen können;
Veränderungen am Patronenlager oder an der Laufbohrung;
jede Veränderung der Materialfestigkeit, insbesondere auch durch nachträgliche Wärmebehandlung bei Temperaturen über den jeweils vorgegebenen Anlasstemperaturen;
Austausch eines höchstbeanspruchten Teiles, sofern hierzu eine Nacharbeit notwendig ist.
Kontrollprüfungen
§ 50.Paragraph 50,
(1)Absatz einsSerienmäßig hergestellte und als Type zugelassene (§ 48) SchussappaSerienmäßig hergestellte und als Type zugelassene (Paragraph 48,) Schussapparate und Einsteckläufe sind mindestens alle zwei Jahre einer Kontrollprüfung zu unterziehen. Hierbei hat das Beschussamt jeweils 5 Exemplare jeder zugelassenen Type einer Einzelprüfung (§ 53) zu unnen Type einer Einzelprüfung (Paragraph 53,) zu unterziehen.
(2)Absatz 2Besteht der begründete Verdacht, dass in Verkehr gebrachte Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, für die eine Zulassung gemäß § 48 bespruchte Teile von Handfeuerwaffen, für die eine Zulassung gemäß Paragraph 48, besteht, ganz oder teilweise nicht den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen, hat das Beschussamt, das die Zulassung erteilt hat, an einem Exemplar dieser Type von Handfeuerwaffen oder höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen eine Einzelprüfung gemäß § 53 durchfeuerwaffen eine Einzelprüfung gemäß Paragraph 53, durchzuführen. Ist ein Exemplar für die Überprüfung des Verdachtes nicht ausreichend, so sind weitere Exemplare der Einzelprüfung zu unterziehen.
(3)Absatz 3Die für die Einzelprüfungen im Rahmen der Kontrollprüfung benötigten Exemplare hat das Beschussamt aus der laufenden Produktion oder aus dem Lager des Herstellers auszuwählen. Aus dem Lager ausgewählte Exemplare müssen der Produktion der letzten beiden Jahre, in denen Exemplare der betreffenden Type erzeugt wurden, entstammen.
(4)Absatz 4Über die durchgeführte Kontrollprüfung gemäß Abs. 1 hat das Beschussamt eine BeÜber die durchgeführte Kontrollprüfung gemäß Absatz eins, hat das Beschussamt eine Bestätigung auszustellen.
(5)Absatz 5Hat die Kontrollprüfung ergeben, dass die hergestellten Exemplare in ihren wesentlichen Eigenschaften (§ 48 Abs. 2) vom geprüften Muster abweichen oder ganz oder teilschaften (Paragraph 48, Absatz 2,) vom geprüften Muster abweichen oder ganz oder teilweise nicht den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen, bzw. hat sich der begründete Verdacht gemäß Abs. 2 bestätigt, ist dem Zulassungsinhaber, wenn die Mängel behebbar sind, durch Bemäß Absatz 2, bestätigt, ist dem Zulassungsinhaber, wenn die Mängel behebbar sind, durch Bescheid eine angemessene Frist zu ihrer Behebung zu setzen.
(6)Absatz 6Hat die Kontrollprüfung unbehebbare Mängel ergeben oder wurden behebbare Mängel innerhalb der gesetzten Frist (Abs. 5) nicht behoben oder ist eine Kontrollprüfung nicht durchführhalb der gesetzten Frist (Absatz 5,) nicht behoben oder ist eine Kontrollprüfung nicht durchführbar, weil die erforderlichen Exemplare (Abs. 1) nicht beigeforderlichen Exemplare (Absatz eins,) nicht beigestellt wurden, hat das Beschussamt mit Bescheid die Zulassung (§ 48) zu entziehen und zu verfügen, dass die Handsung (Paragraph 48,) zu entziehen und zu verfügen, dass die Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen der betroffenen Type nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen.
(7)Absatz 7Besteht der begründete Verdacht, dass in Verkehr gebrachte, serienmäßig hergestellte Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, welche ein anerkanntes Beschusszeichen gemäß § 2 Abs. 2 tragen, nicht den Bemäß Paragraph 2, Absatz 2, tragen, nicht den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen, hat das Beschussamt die nationale Behörde des betreffenden Staates vom vorgefundenen Mangel zum Zwecke der Überprüfung der Beanstandung in Kenntnis zu setzen.
(8)Absatz 8Besteht der begründete Verdacht, dass einige Exemplare von Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen, welche ein anerkanntes Beschusszeichen gemäß § 2 Abs. 2 tragen, eine unmittelbare Gefahr für den Benutzer oder für Dritte darstellen, hat das Beschussamt eine Einzelmäß Paragraph 2, Absatz 2, tragen, eine unmittelbare Gefahr für den Benutzer oder für Dritte darstellen, hat das Beschussamt eine Einzelprüfung gemäß § 53 durchzuprüfung gemäß Paragraph 53, durchzuführen. Ergibt diese Erprobung eine Bestätigung dieses Verdachtes, so hat das Beschussamt durch Bescheid zu verfügen, dass die Handfeuerwaffen bzw. höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen dieser Type nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen.
Amtliche Eintragungen
§ 51.Paragraph 51,
Für die amtlichen Eintragungen über erfolgte Typenprüfungen gelten die Bestimmungen des § 21 Abs. 1.prüfungen gelten die Bestimmungen des Paragraph 21, Absatz eins,
Information des Ständigen Büro der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (C.I.P.)
§ 52.Paragraph 52,
Von der Zulassung einer Type (§ 48), von der Rückstellung vor bzw. nach dem Be Von der Zulassung einer Type (Paragraph 48,), von der Rückstellung vor bzw. nach dem Beschuss (§ 44 Abs. 2 bzw. § 47), von der Entziehung (§ 50 Abs. 6) des Rechschuss (Paragraph 44, Absatz 2, bzw. Paragraph 47,), von der Entziehung (Paragraph 50, Absatz 6,) des Rechtes, für eine bestimmte Type das Beschusszeichen für Typenprüfung zu verwenden, sowie von allen gemäß § 50 Abs. 7 und 8 getroffenen Verfüfung zu verwenden, sowie von allen gemäß Paragraph 50, Absatz 7 und 8 getroffenen Verfügungen hat das Beschussamt das Ständige Büro der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (Commission Internationale Permanente pour l’épreuve des armes à feu portatives – C.I.P.) in Kenntnis zu setzen.
3. Abschnitt
Einzelprüfung
Umfang der Einzelprüfung
§ 53.Paragraph 53,
(1)Absatz einsDie Einzelprüfung der in § 37 angeführten Handfeuerwaffen und höchstDie Einzelprüfung der in Paragraph 37, angeführten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teile von Handfeuerwaffen umfasst:
die Kontrolle der Kennzeichnung gemäß § 41 Abs. 1 und 2, wobei eine Typenbezeichnung gemäß § 41 Abs. 1 Z 2 jedie Kontrolle der Kennzeichnung gemäß Paragraph 41, Absatz eins und 2, wobei eine Typenbezeichnung gemäß Paragraph 41, Absatz eins, Ziffer 2, jedoch kein Erfordernis ist;
die Kontrolle der Funktionssicherheit und die Sichtprüfung gemäß § 54;die Kontrolle der Funktionssicherheit und die Sichtprüfung gemäß Paragraph 54 ;,
die Kontrolle der Abmessungen gemäß § 43;die Kontrolle der Abmessungen gemäß Paragraph 43 ;,
den Beschuss gemäß § 55;den Beschuss gemäß Paragraph 55 ;,
die Kontrolle nach dem Beschuss gemäß § 46.die Kontrolle nach dem Beschuss gemäß Paragraph 46,
(2)Absatz 2Bei der Vornahme der Kontrollen gemäß Abs. 1 ist auf die Besonderheiten der einBei der Vornahme der Kontrollen gemäß Absatz eins, ist auf die Besonderheiten der einzelnen Arten von Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchten Teilen von Handfeuerwaffen Bedacht zu nehmen.
(3)Absatz 3Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, welche bei den Kontrollen gemäß Abs. 1 Z 1 bis 3 einen der in § 44 Abs. 1 angeführten Mängel aufHandfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen, welche bei den Kontrollen gemäß Absatz eins, Ziffer eins bis 3 einen der in Paragraph 44, Absatz eins, angeführten Mängel aufweisen, sind dem Einreicher versehen mit den Zeichen gemäß § 19 Abs. 2 und 4 Z 6 zusen, sind dem Einreicher versehen mit den Zeichen gemäß Paragraph 19, Absatz 2 und 4 Ziffer 6, zurückzustellen.
(4)Absatz 4Die zur Einzelprüfung eingereichten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen gemäß § 37, welche geDie zur Einzelprüfung eingereichten Handfeuerwaffen und höchstbeanspruchte Teile von Handfeuerwaffen gemäß Paragraph 37,, welche gemäß Abs. 3 nicht zum Endbeschuss zugelassen wurden, können bei demselben Beschussamt nochmäß Absatz 3, nicht zum Endbeschuss zugelassen wurden, können bei demselben Beschussamt nochmals zur Erprobung eingereicht werden, wenn der Einreicher nachweist, dass die festgestellten Mängel behoben sind. Die Beschussprüfung ist sodann unter Bedachtnahme auf das Ergebnis der früheren Erprobung gemäß den Bestimmungen der §§ 40 bis 46 vorzunehmenstimmungen der Paragraphen 40 bis 46 vorzunehmen
Kontrolle der Funktionssicherheit und Sichtprüfung
§ 54.Paragraph 54,
Die Kontrolle der Funktionssicherheit ist nach den Bestimmungen des § 42 auszu Die Kontrolle der Funktionssicherheit ist nach den Bestimmungen des Paragraph 42, auszuführen. Bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen ist § 42 Abs. 3 jedoch mit der Abweichung anzuwenden, dass fünf Geren. Bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen ist Paragraph 42, Absatz 3, jedoch mit der Abweichung anzuwenden, dass fünf Gebrauchspatronen aus jedem Lauf beziehungsweise zwei Gebrauchspatronen aus jedem Lager der Trommel bei Handfeuerwaffen mit Trommel sowie von Revolvern abgefeuert werden.
Beschuss bei Einzelprüfung
§ 55.Paragraph 55,
(1)Absatz einsDer Beschuss ist nach den Bestimmungen des § 45, jeDer Beschuss ist nach den Bestimmungen des Paragraph 45,, jedoch mit den Abweichungen auszuführen, dass
bei Schussapparaten zwei Beschusskartuschen;
bei Alarm-, Schreckschuss- und Reizstoffwaffen zwei Beschusskartuschen aus jedem Lauf beziehungsweise eine Beschusskartusche aus jedem Lager der Trommel bei Handfeuerwaffen mit Trommel sowie von Revolvern abzufeuern sind;
bei Schlachtschussapparaten § 45 Abs. 8 Z 2 nicht anzuwenden ist.bei Schlachtschussapparaten Paragraph 45, Absatz 8, Ziffer 2, nicht anzuwenden ist.
(2)Absatz 2Hat die Erprobung nach den Bestimmungen der §§ 53 und 54 und des Abs. 1 keine Mängel ergeHat die Erprobung nach den Bestimmungen der Paragraphen 53 und 54 und des Absatz eins, keine Mängel ergeben, so sind die Beschusszeichen nach den Bestimmungen des § 19 anzuben, so sind die Beschusszeichen nach den Bestimmungen des Paragraph 19, anzubringen.
Sonstige Bestimmungen
§ 56.Paragraph 56,
(1)Absatz einsFür die Rückstellung nach dem Beschuss bei Einzelprüfung gelten die Bestimmungen der §§ 16 und 47.gen der Paragraphen 16 und 47.
(2)Absatz 2Für die neuerliche Erprobung, die neuerliche Erprobungspflicht, die freiwillige Erprobung, das Anbringen der Beschusszeichen, die Kontrollerprobung, die amtlichen Eintragungen, die Beschussbestätigung und das Beschussverzeichnis bei Einzelprüfung gelten die entsprechenden Bestimmungen des 2. Hauptstückes.
5. Hauptstück
Verbindlicherklärung von technischen Normenwerken
Verbindlicherklärung von ÖNORMEN
§ 57.Paragraph 57,
Folgende, in Anlage 2 abgedruckte ÖNORMEN werden für verbindlich erklärt:
ÖNORM S 1205 „Läufe für Handfeuerwaffen – Laufwerkstoffe und Mindestwanddicken für Langwaffen“ Ausgabe: 15. Jänner 2012;
ÖNORM S 1230 „Bolzensetzgeräte – Prüfbestimmungen“ Ausgabe: 1. April 1998;
Diese ÖNORMEN sind beim Austrian Standards Institute, 1020 Wien, Heinestraße 38, Telefon +43 1 213 00, Telefax +43 1 213 00 818, e-mail: sales@as-plus.at, erhältlich.
Verbindlicherklärung von ON-Regeln
§ 58.Paragraph 58,
Folgende, in Anlage 2 der Patronenprüfordnung 2013 abgedruckte ON-Regeln werden für verbindlich erklärt:
ONR 191390 „Randfeuerpatronen – Abmessungen und Gasdrücke“ Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191391 „Pistolen- und Revolverpatronen – Abmessungen und Gasdrücke“
Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191392-1 „Büchsenpatronen ohne Rand – Abmessungen und Gasdrücke“
Teil 1: Metrische Kaliber Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191392-2 „Büchsenpatronen ohne Rand – Abmessungen und Gasdrücke“
Teil 2: Metrische Kaliber Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191393-1 „Büchsenpatronen mit Rand – Abmessungen und Gasdrücke“
Teil 1: Metrische Kaliber Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191393-2 „Büchsenpatronen mit Rand – Abmessungen und Gasdrücke“
Teil 2: Kaliber in Zoll Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191394 „Magnumpatronen – Abmessungen und Gasdrücke“ Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191395 „Schrotpatronen“ Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191396 „Kartuschen für Schussapparate – Abmessungen und Gasdrücke“
Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191397 „Kartuschen für Alarmwaffen – Abmessungen und Gasdrücke“
Ausgabe: 1. Jänner 2013;
ONR 191399 „Sondermunition – Abmessungen und Gasdrücke“ Ausgabe: 1. Jänner 2013.
Diese ON-Regeln sind beim Austrian Standards Institute, 1020 Wien, Heinestraße 38, Telefon +43 1 213 00, Telefax +43 1 213 00 818, e-mail: sales@as-plus.at, erhältlich.
6. Hauptstück
Schlussbestimmungen
Sprachliche Gleichbehandlung
§ 59.Paragraph 59,
Soweit in dieser Verordnung auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung der Bezeichnung auf bestimmte natürliche Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.
Verweisungen
§ 60.Paragraph 60,
Verweisungen in dieser Verordnung auf andere Verordnungen sind als Verweisungen auf deren jeweils geltende Fassung zu verstehen.
Inkrafttreten und Außerkrafttreten
§ 61.Paragraph 61,
Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung in Kraft; gleichzeitig tritt die Beschussverordnung 1999, BGBl. II Nr. 386/1999, außer Kraft. Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung in Kraft; gleichzeitig tritt die Beschussverordnung 1999, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 386 aus 1999,, außer Kraft.
EU-Notifikation
§ 62.Paragraph 62,
Diese Verordnung wurde gemäß Richtlinie 98/34/EG über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft, ABl. Nr. L 204 vom 21.07.1998 S. 37, zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 1025/2012, ABl. Nr. L 316 vom 14.11.2012 S. 12, unter Notifikationsnummer 2013/0302/A notifiziert.
Mitterlehner