BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2013

Ausgegeben am 19. November 2013

Teil römisch zwei

355. Verordnung:

Änderung der 4. Derivate-Risikoberechnungs- und Meldeverordnung

355. Verordnung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), mit der die 4. Derivate-Risikoberechnungs- und Meldeverordnung geändert wird

Auf Grund der Paragraphen 73, Absatz eins, Ziffer 2 und 152 des Investmentfondsgesetzes 2011 – InvFG 2011, BGBl. römisch eins Nr. 77, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 184 aus 2013,, wird verordnet:

Die Verordnung über die Risikoberechnung und Meldung von Derivaten – 4. Derivate-Risikoberechnungs- und Meldeverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 266 aus 2011,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 102 aus 2013,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Nach Paragraph 2, wird folgender Paragraph 2 a, samt Überschrift eingefügt:

„Meldeformat

Paragraph 2 a,

  1. Absatz eins,Die Meldung ist im Extensible Markup Language (XML) – Format im Wege der Incoming-Plattform der FMA zu übermitteln. Die gesamte Meldung einer Verwaltungsgesellschaft hat in einer XML-Datei zu erfolgen. Die Meldung ist anhand der XML Schema Definition (XSD) – Vorgaben der FMA zu erstellen.
  2. Absatz 2,Die Meldung umfasst folgende Daten:
    1. Ziffer eins
      Name der Verwaltungsgesellschaft;
    2. Ziffer 2
      Bankleitzahl der Verwaltungsgesellschaft;
    3. Ziffer 3
      International Securities Identification Number (ISIN) des Investmentfonds, maximal 12 Zeichen, alphanumerisch;
    4. Ziffer 4
      Name des Investmentfonds, maximal 100 Zeichen, alphanumerisch;
    5. Ziffer 5
      Risikoangabe in Prozent, maximal 3 Stellen, numerisch;
    6. Ziffer 6
      Maximale Risikoangabe der Berichtsperiode in Prozent, maximal 3 Stellen, numerisch;
    7. Ziffer 7
      Anwendung des relativen Value at Risk (VaR)-Ansatzes, eine Stelle, „J“/„j“ oder „N“/„n“;
    8. Ziffer 8
      Anwendung des absoluten VaR-Ansatzes, eine Stelle, „J“/„j“ oder „N“/„n“;
    9. Ziffer 9
      Besondere Anlagegrenzen laut Fondsbestimmungen (Maximales Gesamtrisiko derivativer Instrumente (Commitment Approach) oder maximal zuordenbarer Risikobetrag (VaR) laut Fondsbestimmungen), maximal 300 Stellen, alphanumerisch;
  3. Absatz 3,Im Falle von Leermeldungen sind ISIN, Name des Investmentfonds und Risikoangabe zu übermitteln.“

Novellierungsanordnung 2, Paragraph 27, Ziffer 2 bis 4 lauten:

  1. Ziffer 2
    in einem Mitgliedstaat zugelassene Kreditinstitute gemäß Artikel 4, Absatz eins, Nr. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013, über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648 aus 2012,, Amtsblatt Nummer L 176 vom 27.6.2013 Seite 1;
  2. Ziffer 3
    ausländische Kreditinstitute gemäß Paragraph 2, Ziffer 13, des Bankwesengesetzes – BWG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 532 aus 1993,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 184 aus 2013,, mit dem Sitz in einem Zentralstaat, der gemäß Teil 3 Titel römisch zwei Kapitel 2 der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013, mit einem Risikogewicht von höchstens 20 vH zu versehen wäre;
  3. Ziffer 4
    Wertpapierfirmen gemäß Artikel 4, Absatz eins, Nr. 2 der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013, mit dem Sitz in einem Zentralstaat, der gemäß Teil 3 Titel römisch zwei Kapitel 2 der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013, mit einem Risikogewicht von höchstens 20 vH zu versehen wäre.“

Novellierungsanordnung 3, Dem Paragraph 36, werden folgende Absatz 4 und 5 angefügt:

  1. Absatz 4,Paragraph 2 a, samt Überschrift und Paragraph 27, Ziffer 2 bis 4 in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 355 aus 2013, treten mit 1. Jänner 2014 in Kraft. Paragraph 2 a, ist erstmals auf Meldungen zum 31. März 2014 anzuwenden.
  2. Absatz 5,Die Verordnung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) über die Art der elektronischen Übermittlung der Meldung von Derivaten (Derivate-Meldesystemverordnung 2011 – DMV 2011), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 267 aus 2011,, tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2013 außer Kraft.“

Ettl                 Kumpfmüller