BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2012

Ausgegeben am 5. September 2012

Teil römisch zwei

296. Verordnung:

Änderung der Textilkennzeichnungsverordnung 1993

 

[CELEX-Nr.: 32011L0073, 32011L0074]

296. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend, mit der die Textilkennzeichnungsverordnung 1993 geändert wird

Auf Grund des Paragraph 32, des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb 1984, Bundesgesetzblatt Nr. 448 aus 1984,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 79 aus 2007,, wird verordnet:

Die Textilkennzeichnungsverordnung 1993 – TKV, Bundesgesetzblatt Nr. 890 aus 1993,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 313 aus 2010,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Dem bisherigen Text der Textilkennzeichnungsverordnung 1993 wird die Überschrift „Artikel 2” vorangestellt. Vor dem Text des Paragraph eins, samt Überschrift wird folgender Artikel 1 samt Überschrift eingefügt:

„Artikel 1

Kennzeichnung gem. Verordnung (EU) Nr. 1007/2011

  1. Absatz eins,Textilerzeugnisse samt Textilfasern gem. der Verordnung (EU) Nr. 1007 aus 2011, über die Bezeichnungen von Textilfasern und die damit zusammenhängende Etikettierung und Kennzeichnung der Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 73/44/EWG des Rates und der Richtlinien 96/73/EG und 2008/121/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, ABL Nr. L 272 vom 18.10.2011 S. 1, dürfen im Inland nur auf dem Markt bereitgestellt oder in Verkehr gebracht werden, wenn deren Kennzeichnung den Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 1007 aus 2011, entspricht.
  2. Absatz 2,Mit dieser Bestimmung wird die sich aus Artikel 18, der Verordnung (EU) Nr. 1007 aus 2011, ergebende unionsrechtliche Verpflichtung zur Sicherstellung der für dessen Durchsetzung erforderlichen Maßnahmen erfüllt.”

Novellierungsanordnung 2, In Paragraph 6, Ziffer 6, entfällt nach dem Ausdruck „S. 13” das Anführungszeichen. Dem Paragraph 6, werden folgende Ziffer 8 und 9 angefügt:

  1. Ziffer 8
    Richtlinie 2011/73/EU zur Änderung der Anhänge römisch eins und römisch fünf der Richtlinie 2008/121/EG zur Bezeichnung von Textilerzeugnissen zwecks ihrer Anpassung an den technischen Fortschritt, Amtsblatt Nummer L 198 vom 30.07.2011 Seite 30
  2. Ziffer 9
    Richtlinie 2011/74/EU zur Anpassung von Anhang römisch zwei der Richtlinie 96/73/EG über bestimmte Methoden der quantitativen Analyse von binären Textilfasergemischen an den technischen Fortschritt, Amtsblatt Nummer L 198 vom 30.07.2011 Seite 32.“

Novellierungsanordnung 3, Der Text des Paragraph 7, erhält die Absatzbezeichnung „(1)“. Folgende Absatz 2 und 3 werden angefügt:

  1. Absatz 2,Textilprodukte, die der Umsetzung der Richtlinie 2008/121/EG zur Bezeichnung von Textilerzeugnissen, Amtsblatt Nummer L 19 vom 23.01.2009 Seite 29, zuletzt geändert durch die Richtlinie 2011/73/EU, Amtsblatt Nummer L 198 vom 30.07.2011 Seite 30, in nationales Recht entsprechen und bis zum Inkrafttreten der Verordnung (EU) Nr. 1007 aus 2011, in Verkehr gebracht worden sind, dürfen bis zum Ablauf des 9. Novembers 2014 weiterhin auf dem Markt bereitgestellt werden.
  2. Absatz 3,Artikel 2, tritt mit Ablauf des 9. Novembers 2014 außer Kraft.“

Novellierungsanordnung 4, In Anlage 2 wird in Ziffer 41, am Satzende der Punkt entfernt und folgende Ziffer 42, angefügt:

  1. Ziffer 42
    „Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfaser”

für Bikomponentenfasern, die zu 10 bis 25 Masseprozent aus in eine Polypropylenmatrix eingebetteten Polyamidfibrillen bestehen.“

Novellierungsanordnung 5, In Anlage 3 wird nach der Ziffer 41, folgende Ziffer 42, angefügt:

  1. Ziffer 42
    Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfaser ………1,00“

Novellierungsanordnung 6, Anlage 6 Abschnitt „2. EINZELVERFAHREN – ÜBERSICHTSTABELLE“ samt Überschrift lautet:

„2. EINZELVERFAHREN – ÜBERSICHTSTABELLE

Verfahren

Anwendungsbereich (1)

Reagenz

 

Löslicher Bestandteil

Unlöslicher Bestandteil

 

Nr. 1

Acetat

Bestimmte andere Fasern

Aceton

Nr. 2

Bestimmte Eiweißfasern

Bestimmte andere Fasern

Hypochlorit

Nr. 3

Cupro, Viskose und gewisse Typen von Modal

Bestimmte andere Fasern

Ameisensäure und Zinkchlorid

Nr. 4

Polyamid oder Nylon

Bestimmte andere Fasern

80 %ige Ameisensäure

Nr. 5

Acetat

Bestimmte andere Fasern

Benzylalkohol

Nr. 6

Triacetat oder Polylactid

Bestimmte andere Fasern

Dichlormethan

Nr. 7

Bestimmte Zellulosefasern

Bestimmte andere Fasern

75 %ige Schwefelsäure

Nr. 8

Polyacrylfasern, bestimmte Modacrylfasern oder bestimmte Polychloridfasern

Bestimmte andere Fasern

Dimethylformamid

Nr. 9

Bestimmte Polychloridfasern

Bestimmte andere Fasern

Schwefelkohlenstoff/Aceton

(55,5/44,5)

Nr. 10

Acetat

Bestimmte andere Fasern

Essigsäure

Nr. 11

Seide, Polyamid oder Nylon

Bestimmte andere Fasern

75 %ige Schwefelsäure

Nr. 12

Jute

Bestimmte Fasern tierischen Ursprungs

Stickstoffbestimmungsverfahren

Nr. 13

Polypropylen

Bestimmte andere Fasern

Xylol

Nr. 14

Bestimmte Fasern

Bestimmte andere Fasern

Konzentrierte Schwefelsäure

Nr. 15

Polychloridfasern, bestimmte Modacryle, bestimmte Elastane, Acetate, Triacetate

Bestimmte andere Fasern

Cyclohexanon

Nr. 16

Melamin

Bestimmte andere Fasern

90 %ige heiße Ameisensäure

(1) Die Fasern sind unter der jeweiligen Methode genau aufgelistet.

Novellierungsanordnung 7, Anlage 6 Verfahren Nr. 1 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Flachs oder Leinen (7), Hanf (8), Jute (9), Abaca (10), Alfa (11) Kokosfasern (12), Ginster (13), Ramie (14), Sisal (15), Cupro (18), Modal (19), regenerierten Proteinfasern (20), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Elastomultiester (39), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern (42).
    Diese Vorschrift ist nicht auf oberflächen-entacetylierte Acetatfasern anwendbar.“

Novellierungsanordnung 8, Anlage 6 Verfahren Nr. 2 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Baumwolle (5), Cupro (18), Viskose (22), Polyacryl (23), Polychlorid (24), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Polypropylen (30), Elasthan (36), Glasfasern (37), Elastomultiester (39), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid- Bikomponentenfasern (42).
    Sind unterschiedliche Eiweißfasern vorhanden, so liefert das Verfahren deren Gesamtmenge, jedoch nicht die prozentualen Anteile.“

Novellierungsanordnung 9, Der Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 3 lautet:

„VERFAHREN Nr. 3
VISKOSE, CUPRO ODER GEWISSE TYPEN VON MODAL UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Verfahren mit Ameisensäure und Zinkchlorid)“

Novellierungsanordnung 10, Anlage 6 Verfahren Nr. 3 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Baumwolle (5), Polypropylen (30), Elastolefin (40) und Melamin (41).
    Wird die Anwesenheit von Modalfasern festgestellt, so ist ein Vorversuch auszuführen, um zu untersuchen, ob diese im Reagenz löslich sind.
    Das Verfahren gilt nicht für Mischungen, bei denen die Baumwolle durch übermäßigen chemischen Angriff verändert worden ist oder die Viskose- oder Cuprofasern durch das Vorhandensein bestimmter Farbstoffe, Reagenzien oder Appreturmittel, die nicht vollständig entfernt werden können, nicht mehr vollständig löslich sind.“

Novellierungsanordnung 11, Anlage 6 Verfahren Nr. 3 Abschnitt „5. BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG“ lautet:

„Die Ergebnisse werden nach dem im Allgemeinen Teil angegebenen Berechnungsverfahren ermittelt. Der Berichtigungsfaktor „d“ hat den Wert 1,00; nur für Baumwolle beträgt er 1,02 und für Melamin 1,01.“

Novellierungsanordnung 12, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 5 lauten:

„VERFAHREN Nr. 5
ACETATFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Benzylalkohol-Verfahren)“

Novellierungsanordnung 13, Anlage 6 Verfahren Nr. 5 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Triacetfasern (21), Polypropylen (30), Elastofin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern (42).“

Novellierungsanordnung 14, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 6 lauten:

„VERFAHREN Nr. 6
TRICETAT- ODER POLYLACTIDFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Dichlormethan-Verfahren)“

Novellierungsanordnung 15, Anlage 6 Verfahren Nr. 6 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Polypropylen (30), Glasfasern (37), Elastomultiester (39), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid- Bikomponentenfasern (42).
    Anmerkung: Triacetatfasern, die durch besondere Behandlung partiell verseift sind, sind im Reagenz nicht mehr voll löslich. In diesem Fall ist das Verfahren nicht anwendbar.“

Novellierungsanordnung 16, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 7 lauten:

„VERFAHREN Nr. 7
BESTIMMTE ZELLULOSEFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Verfahren mit 75%iger Schwefelsäure)“

Novellierungsanordnung 17, Anlage 6 Verfahren Nr. 7 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Polyester (28), Polypropylen (30), Elastomultiester (39), Elastolefin (40) und Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern (42).“

Novellierungsanordnung 18, Anlage 6 Verfahren Nr. 7 Abschnitt „5. BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG“ lautet:

„Die Ergebnisse werden nach dem im Allgemeinen Teil angegebenen Berechnungsverfahren ermittelt. Der Berichtigungsfaktor „d“ hat den Wert 1,00, nur für Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern beträgt er 1,01.“

Novellierungsanordnung 19, Anlage 6 Verfahren Nr. 8 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Polypropylen (30), Elastomultiester (39), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern (42).
    Es gilt ferner für Polyacryl- und bestimmte Modacrylfasern, die mit vormetallisierten Farbstoffen, jedoch nicht mit Nachchromierfarbstoffen behandelt sind.“

Novellierungsanordnung 20, Anlage 6 Verfahren Nr. 9 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacrylfasern (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Polypropylen (30), Glasfasern (37), Elastomultiester (39), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern (42).
    Ist der Gehalt an Wolle oder Seide in der Mischung größer als 25%, so ist das Verfahren Nr. 2 anzuwenden.
    Ist der Gehalt an Polyamid oder Nylon in der Mischung größer als 25%, so ist das Verfahren Nr. 4 anzuwenden.“

Novellierungsanordnung 21, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 10 lauten:

„VERFAHREN Nr. 10
ACETAFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Essigsäure-Verfahren)“

Novellierungsanordnung 22, Anlage 6 Verfahren Nr. 10 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    bestimmten Polychloridfasern (24) und zwar Polyvinylchloridfasern, auch nachchloriert, sowie Polypropylen (30), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid- Bikomponentenfasern (42).“

Novellierungsanordnung 23, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 11 lauten:

„VERFAHREN Nr. 11
SEIDE ODER POLYAMID UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Verfahren mit 75 %iger Schwefelsäure)“

Novellierungsanordnung 24, Anlage 6 Verfahren Nr. 11 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer eins u, n, d, Ziffer 2, lauten:

  1. Ziffer eins
    Seide (4) oder Polyamid oder Nylon (27)

              mit

  1. Ziffer 2
    Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Polypropylen (30), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern (42).“

Novellierungsanordnung 25, Anlage 6 Verfahren Nr. 11 Abschnitt „2. GRUNDLAGE DES VERFAHRENS“ lautet:

„Die Seidenfasern bzw. Polyamid- oder Nylonfasern werden aus einer bekannten Trockenmasse mit 75-gewichtsprozentiger Schwefelsäure herausgelöst.

Der Rückstand wird gesammelt, gewaschen, getrocknet und gewogen. Seine — erforderlichenfalls berichtigte — Masse wird in Prozentsätzen der Trockenmasse des Gemischs ausgedrückt. Der Anteil an trockener Seide bzw. trockenem Polyamid oder Nylon wird durch Differenzbildung ermittelt.“

Novellierungsanordnung 26, Anlage 6 Verfahren Nr. 11 Abschnitt „4. DURCHFÜHRUNG“ lautet:

„Es ist der im allgemeinen Teil beschriebene Analysengang zu befolgen und folgendermaßen vorzugehen:

Die in einem 200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen befindliche Probe wird mit 100 ml 75 %iger Schwefelsäure je Gramm Probe versetzt. Der Kolben wird verschlossen, kräftig geschüttelt und 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Erneut schütteln, 30 Minuten stehen lassen. Ein letztes Mal schütteln und den Inhalt des Kolbens in den gewogenen Glasfiltertiegel überführen. Etwa im Kolben zurückbleibende Fasern werden mit 75 %iger Schwefelsäure nachgespült. Der Rückstand wird im Filtertiegel nacheinander mit 50 ml verdünnter Schwefelsäure, 50 ml Wasser und 50 ml verdünntem Ammoniak ausgewaschen. Die Fasern müssen etwa 10 Minuten lang mit der Flüssigkeit in Kontakt bleiben, bevor abgesaugt wird. Schließlich wird mit Wasser nachgewaschen, wobei die Fasern 30 Minuten im Wasser verbleiben. Die Restflüssigkeit wird unter Absaugen entfernt. Tiegel und Rückstand werden getrocknet, abgekühlt und gewogen.

Im Fall von binären Gemischen von Polyamid mit Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern ist nach dem Überführen der Fasern in den gewogenen Glasfiltertiegel und vor Anwendung des beschriebenen Waschverfahrens der Rückstand im Filtertiegel zweimal jeweils mit 50 ml 75%iger Schwefelsäure auszuwaschen.“

Novellierungsanordnung 27, Anlage 6 Verfahren Nr. 11 Abschnitt „5. BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG“ lautet:

„Die Ergebnisse werden nach dem im Allgemeinen Teil angegebenen Berechnungsverfahren ermittelt. Der Berichtigungsfaktor „d“ hat den Wert 1,00, nur für Wolle beträgt er 0,985, für Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern beträgt er 1,005 und für Melamin 1,01.“

Novellierungsanordnung 28, Anlage 6 Verfahren Nr. 11 Abschnitt „6. GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS“ lautet:

„Bei homogenen Textilfasergemischen liegen die Zuverlässigkeitsgrenzen der Ergebnisse dieses Verfahrens bei maximal ± 1 mit einer statistischen Sicherheit von 95 %; nur bei binären Gemischen von Polyamid mit Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern liegen die Zuverlässigkeitsgrenzen bei maximal ± 2.“

Novellierungsanordnung 29, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 14 lauten:

„VERFAHREN Nr. 14
BESTIMMTE FASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Verfahren mit konzentrierter Schwefelsäure)“

Novellierungsanordnung 30, Anlage 6 Verfahren Nr. 14 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Polychloridfasern (24) auf Homopolymerbasis von Vinylchlorid (auch nachchloriert), sowie Polypropylen (30), Elastolefin (40), Melamin (41) und Polypropylen/Polyamid- Bikomponentenfasern (42).
    Die betreffenden Modacrylfasern sind diejenigen, die bei Behandlung in konzentrierter Schwefelsäure (d20 = 1,84 g/ml) eine klare Lösung ergeben.
    Diese Methode kann insbesondere anstelle der Verfahren Nr. 8 und 9 angewendet werden.“

Novellierungsanordnung 31, Anlage 6 Verfahren Nr. 14 Abschnitt „2. GRUNDLAGE DES VERFAHRENS“ lautet:

„Alle Bestandteile außer den Polychloridfasern, Polypropylen, Elastolefin, Melamin oder Polypropylen/Polyamid- Bikomponentenfasern (d.h. die unter 1.1. genannten Fasern) werden aus einer bekannten Trockenmasse durch Auflösen in konzentrierter Schwefelsäure (d20 = 1,84 g/ml) abgetrennt. Der aus Polychloridfasern, Polypropylen, Elastolefin, Melamin oder Polypropylen/Polyamid-Bikomponentenfasern bestehende Rückstand wird gesammelt, gewaschen, getrocknet und gewogen; seine — erforderlichenfalls berichtigte — Masse wird in Prozentsätzen der Trockenmasse der Mischung ausgedrückt. Der Anteil der anderen Bestandteile wird durch Differenzbildung ermittelt.“

Novellierungsanordnung 32, Anlage 6 Verfahren Nr. 14 Abschnitt „5. BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG“ lautet:

„Die Ergebnisse werden in der im Allgemeinen Teil angegebenen Berechnungsweise ermittelt. Der Berichtigungsfaktor „d“ hat den Wert 1,00; nur für Melamin und Polypropylen/Polyamid- Bikomponentenfasern beträgt er 1,01.“

Novellierungsanordnung 33, Titel samt Verfahrensbezeichnung zu Anlage 6 Verfahren Nr. 16 lauten:

„VERFAHREN Nr. 16
MELAMIN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN

(Verfahren mit heißer Ameisensäure)“

Novellierungsanordnung 34, Anlage 6 Verfahren Nr. 16 Abschnitt „1. ANWENDUNGSBEREICH“ Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Baumwolle (5), Aramid (27a) und Polypropylen (30).“

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