BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2012

Ausgegeben am 11. Mai 2012

Teil römisch zwei

157. Verordnung:

Mutterkuh- und Milchkuhzusatzprämien-Verordnung 2011

157. Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Gewährung einer zusätzlichen Mutterkuhprämie und einer zusätzlichen staatlichen Beihilfe zur Milchkuhprämie im Jahr 2011 (Mutterkuh- und Milchkuhzusatzprämien-Verordnung 2011)

Auf Grund der Paragraphen 7, Absatz eins, Ziffer 6, 8, Absatz 4, Ziffer 4, 8, Absatz 5, Ziffer 3, Litera b und 31 des Marktordnungsgesetzes 2007 (MOG 2007), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 55 aus 2007,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 23 aus 2010,, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen verordnet:

Anwendungsbereich

Paragraph eins,

Diese Verordnung dient der Gewährung

  1. Ziffer eins
    einer zusätzlichen Mutterkuhprämie gemäß Artikel 111, Absatz 5, der Verordnung (EG) Nr. 73 aus 2009, mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1290 aus 2005,, (EG) Nr. 247 aus 2006,, (EG) Nr. 378 aus 2007, sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1782 aus 2003,, Amtsblatt Nummer L 30 vom 31.1.2009 Seite 16 und
  2. Ziffer 2
    einer zusätzlichen staatlichen Beihilfe gemäß Artikel 182, Absatz 7, der Verordnung (EG) Nr. 1234 aus 2007, über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO), Amtsblatt Nummer L 299 vom 16.11.2007 Seite 1, die zur Milchkuhprämie gemäß Artikel 68, Absatz eins, Litera b, der Verordnung (EG) Nr. 73 aus 2009, hinzukommt.

Zuständigkeit

Paragraph 2,

Zuständig für die Vollziehung dieser Verordnung ist die Marktordnungsstelle „Agrarmarkt Austria“ (AMA).

Zusätzliche staatliche Prämie bei der Mutterkuhprämie

Paragraph 3,

  1. Absatz eins,Der Erzeuger erhält nach Maßgabe des Paragraph 3, des Landwirtschaftsgesetzes 1992, Bundesgesetzblatt Nr. 375 aus 1992,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 2 aus 2008,, für jede im Jahr 2011 geförderte Mutterkuh oder Kalbin eine zusätzliche Mutterkuhprämie von 30 Euro.
  2. Absatz 2,Überschreiten die für diese Maßnahme benötigten Haushaltsmittel des Bundes einen Betrag in Höhe von 6 141 000 Euro, so wird nach Anwendung von Artikel 115, Absatz eins, zweiter Unterabsatz letzter Satz der Verordnung (EG) Nr. 73 aus 2009, die zusätzliche Prämie je geförderte Kalbin gemäß Paragraph 8, Absatz 5, Ziffer 3, Litera h, letzter Satz MOG 2007 anteilsmäßig gekürzt.

Zusätzliche staatliche Beihilfe bei der Milchkuhprämie

Paragraph 4,

  1. Absatz eins,In Anwendung des Artikel 182, Absatz 7, der Verordnung (EG) Nr. 1234 aus 2007, ist nach Maßgabe des Paragraph 3, des Landwirtschaftsgesetzes 1992 eine zusätzliche staatliche Beihilfe im Gesamtausmaß von 1 666 666 Euro für Anträge auf die Milchkuhprämie des Jahres 2011 vorgesehen.

(2) Zusätzlich zu den gemäß Abs. 1 genannten Mitteln können die Länder bis zu den in der Anlage angeführten Obergrenzen weitere Mittel bereitstellen.

Außerkrafttreten einer Verordnung

Paragraph 5,

Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Mutterkuh- und Milchkuhzusatzprämien-Verordnung 2010, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 41 aus 2011, außer Kraft. Sie ist jedoch weiterhin auf Sachverhalte, die sich im Jahr 2010 verwirklicht haben, anwendbar.

Berlakovich

Anlage zu Paragraph 4, Absatz 2

1. Burgenland

32°000°Euro

2. Kärnten

315 000 Euro

3. Niederösterreich

990 000 Euro

4. Oberösterreich

1 565 000 Euro

5. Salzburg

560 000 Euro

6. Steiermark

783 000 Euro

7. Tirol

568 000 Euro

8. Vorarlberg

217 000 Euro

Gesamt

5 030 000 Euro