Jahrgang 2012 |
Ausgegeben am 12. April 2012 |
Teil römisch zwei |
127. Verordnung: | IG-L–Messkonzeptverordnung 2012 – IG-L–MKV 2012 |
| (CELEX-Nr.: 32008L0050] |
Auf Grund des Paragraph 4, des Immissionsschutzgesetzes-Luft (IG-L), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 115 aus 1997,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 77 aus 2010,, wird verordnet:
Ballungsräume im Sinne dieser Verordnung sind
Tabelle 1: Mindestanzahl der Messstellen pro Schadstoff pro Untersuchungsgebiet (zusätzliche Hin-tergrundmessstellen des Umweltbundesamtes in Klammer)
|
Untersuchungsgebiet |
SO2 |
NO2 |
PM10 |
PM2,5 (**) |
Benzo(a)pyren in PM10 |
CO |
Benzol(*) |
|
Burgenland |
2 (1) |
3 (1) |
3 (1) |
1 (1) |
(1) |
(1) |
0 |
|
Kärnten |
5 (1) |
5 (1) |
6 (1) |
3 |
4 |
1(1) |
1 |
|
Niederösterreich |
11 (1) |
11 (1) |
12 (1) |
6 (1) |
4 |
2 |
0 |
|
Oberösterreich, ohne BR Linz |
4 (2) |
6 (2) |
6 (2) |
4 (1) |
3 |
2 |
1 |
|
BR Linz |
4 |
6 |
6 |
3 |
1 |
2 |
1 |
|
Salzburg |
2 |
5 |
5 |
2 |
2 |
2 |
1 |
|
Steiermark, ohne BR Graz |
6 |
9 (1) |
4 (1) |
3 |
4 |
1 |
0 |
|
BR Graz |
3 |
5 |
6 |
3 |
1 |
2 |
1 |
|
Tirol |
2 |
6 |
6 |
3 |
3 |
2 |
1 |
|
Vorarlberg |
0 |
4 |
4 |
2 |
1 |
1 |
1 |
|
Wien |
7 |
12 |
12 |
6 |
2 |
3 |
2 |
|
Summe |
46 (5) |
72 (6) |
70 (6) |
36 (3) |
25 (1) |
18 (2) |
9 |
Tabelle 2: Messstellen für Schwermetalle in PM10
|
Pb |
As |
Cd |
Ni |
|
|
Illmitz |
x |
x |
x |
x |
|
Graz |
x |
x |
x |
x |
|
Arnoldstein |
x |
x |
x |
|
|
Treibach |
x |
x |
||
|
Linz (Neue Welt) |
x |
x |
x |
x |
|
Leoben Donawitz |
x |
x |
x |
x |
|
Brixlegg |
x |
x |
x |
x |
Der Landeshauptmann hat zusätzlich zu den in den Tabellen 1 und 2 angegebenen Messstellen weitere Messstellen gemäß Paragraph 5, Absatz 2, IG-L zu betreiben, wenn dies zur Kontrolle der Einhaltung der in den Anlagen 1, 4 und 5 IG-L und einer Verordnung gemäß Paragraph 3, Absatz 5, IG-L festgelegten Immissionsgrenz-, -ziel- und Alarmwerte erforderlich ist.
Der Beurteilungszeitraum für die in den Anlagen 1, 2 und 5 IG-L angeführten Schadstoffe ist das Kalenderjahr.
Für die Durchführung von Vorerkundungsmessungen gemäß Paragraph 5, Absatz 2, IG-L sind durch jeden Messnetzbetreiber entsprechende Messgeräte und Infrastruktur (wie Container, Einrichtungen zur Kalibrierung und Datenerfassung) vorzusehen.
Sofern die Abschnitte 2 bis 7 keine speziellen Regelungen enthalten, gelten die Bestimmungen des 1. Abschnitts sinngemäß.
Jedes Bundesland ist ein Untersuchungsgebiet bezüglich der Messung von Staubniederschlag sowie Pb und Cd im Staubniederschlag im Hinblick auf die Überwachung der Immissionsgrenzwerte zum dauerhaften Schutz der menschlichen Gesundheit.
Für die Messung des Staubniederschlags sowie die Probenahme von Pb und Cd im Staubniederschlag ist ein Messverfahren gemäß Anlage 1 anzuwenden.
Jeder Messnetzbetreiber ist für die Qualität der in seinem Messnetz erhobenen Daten verantwortlich. Dazu ist ein den Erfordernissen entsprechendes Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem aufzubauen und anzuwenden, wobei außer in begründeten Ausnahmefällen österreichweit einheitlich vorzugehen ist.
Für Staubniederschlag sowie Pb, As, Cd und Ni im Staubniederschlag ist der Beurteilungszeitraum jeweils ein Kalenderjahr.
Tabelle 3: Mindestanforderungen an das Messprogramm im nationalen Hintergrundmessnetz
|
SO2 |
NO2, NO |
CO |
PM10 |
PM2,5 |
|
|
Enzenkirchen |
x |
x |
x |
x |
|
|
Illmitz |
x |
x |
x |
x |
x |
|
Klöch |
x |
x |
|||
|
Pillersdorf |
x |
x |
x |
x |
|
|
Sonnblick |
x |
x |
|||
|
Vorhegg |
x |
x |
x |
x |
|
|
Zöbelboden |
x |
x |
x |
Zur Qualitätssicherung der Messdaten sind die Datenqualitätsziele gemäß Anlage 4 heranzuziehen. Die Referenzmethoden für die Messung von Quecksilber, PAHs sowie der Deposition von As, Cd, Ni und PAHs werden in Anlage 1 festgelegt.
Das Umweltbundesamt ist für die zeitgerechte Übermittlung der Messergebnisse der an den EMEP-Messstellen erhobenen Daten gemäß dem vom EMEP-Leitungsgremium festgelegten Zeitplan an das EMEP-Programmzentrum verantwortlich.
Für folgende Schadstoffe sind Trendmessstellen auszuwählen:
Das Gebiet jedes Bundeslandes exklusive der in Paragraph 2, genannten Ballungsräume ist ein Untersuchungsgebiet bezüglich der Messung von SO2, NO2 und NOx zur Überwachung der Immissionsgrenzwerte und Immissionszielwerte zum Schutz von Ökosystemen und der Vegetation.
Bezüglich der technischen Anforderungen an die Messgeräte für SO2, NO2 und NOx und die Vorschriften über den Betrieb der Messstellen gilt Anlage 1.
Tabelle 4: Mindestanzahl der Messstellen pro Schadstoff pro Untersuchungsgebiet (zusätzliche Messstellen des Umweltbundesamtes in Klammer)
|
Untersuchungsgebiet/ Landesgebiet |
SO2 |
NO2, NOx |
|
Burgenland |
(1) |
(1) |
|
Kärnten |
1 (1) |
2 (1) |
|
Niederösterreich |
2 (1) |
2 (1) |
|
Oberösterreich |
1 (2) |
1 (2) |
|
Salzburg |
0 |
1 |
|
Steiermark |
2 |
1 (1) |
|
Tirol |
0 |
1 |
|
Vorarlberg |
0 |
1 |
|
Wien |
0 |
0 |
|
Summe |
6 (5) |
9 (6) |
An der Messstelle Sonnblick erfolgt die Messung des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie von CO mit automatisch registrierenden Messgeräten durch das Umweltbundesamt. Die Messung des Treibhausgases Methan (CH4) erfolgt an mindestens einer geeigneten Hintergrundmessstelle durch das Umweltbundesamt.
Zur Erfüllung der Berichtspflichten gemäß den folgenden Richtlinien und Entscheidungen bedient sich der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft des Umweltbundesamtes:
Eine Überprüfung der Messkonzeptverordnung ist jedenfalls in Intervallen von fünf Jahren nach Inkrafttreten der Messkonzeptverordnung durchzuführen.
Die in dieser Verordnung verwendeten Funktions- und Personenbezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung in Kraft; gleichzeitig tritt die Verordnung über das Messkonzept zum Immissionsschutzgesetz-Luft, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 263 aus 2004,, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 500 aus 2006,, außer Kraft.
Berlakovich
Für die Bestimmung der Konzentrationen der Schadstoffe sind die im Folgenden angeführten Referenzverfahren anzuwenden. Werden andere Verfahren verwendet, so ist die Äquivalenz zum Referenzverfahren nachzuweisen. Für den Nachweis der Äquivalenz ist der Leitfaden der Europäischen Kommission (Guide to the demonstration of equivalence of ambient air monitoring methods) heranzuziehen.
Als Referenzmethode zur Messung der Schwefeldioxidkonzentration gilt die in EN 14212:2005 „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Schwefeldioxid mit Ultraviolett-Fluoreszenz“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode zur Messung von Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden gilt die in EN 14211:2005 „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Stickstoffdioxid und Stickstoffmonoxid mit Chemilumineszenz“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode zur Messung der Konzentration von Blei, Arsen, Kadmium und Nickel gilt die in EN 14902:2005 „Außenluftbeschaffenheit - Standardisiertes Verfahren zur Bestimmung von Pb/Cd/As/Ni als Bestandteil der PM10-Fraktion des Schwebstaubes“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für die Messung der Benzolkonzentration gilt die in EN 14662:2005 (Teile 1, 2 und 3) „Luftbeschaffenheit - Standardverfahren zur Bestimmung von Benzolkonzentrationen“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für die Messung der Kohlenstoffmonoxidkonzentration gilt die in EN 14626:2005 „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Kohlenstoffmonoxid mit nicht-dispersiver Infrarot-Photometrie“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von PM10 gilt die in EN 12341:1998 „Luftbeschaffenheit - Ermittlung der PM10-Fraktion von Schwebstaub - Referenzmethode und Feldprüfverfahren zum Nachweis der Äquivalenz von Messverfahren und Referenzmessmethode“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von PM2,5 gilt die in EN 14907:2005 „Luftbeschaffenheit - Gravimetrisches Standardmessverfahren für die Bestimmung der PM2,5-Massenfraktion des Schwebstaubes“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode zur Messung der Benzo[a]pyrenkonzentration gilt die in EN 15549:2008 „ Luftbeschaffenheit - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Benzo[a]pyren in Luft“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für die Messung der Immissionskonzentrationen des gesamten gasförmigen Quecksilbers gilt die in EN 15852:2010 „Außenluftbeschaffenheit - Standardisiertes Verfahren zur Bestimmung des gesamten gasförmigen Quecksilbers“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für Probenahmen und Analyse zur Bestimmung der Deposition von Blei, Arsen, Kadmium, Nickel und PAHs gilt die in EN 15841:2010 „Luftbeschaffenheit - Außenluft – Bestimmung von Blei, Nickel, Arsen und Kadmium in der atmosphärischen Deposition“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für Probenahmen und Analyse zur Bestimmung der Deposition von Quecksilber gilt die in EN 15853:2010 „Außenluftbeschaffenheit - Standardisiertes Verfahren zur Bestimmung der Quecksilberdeposition“ beschriebene Methode.
Als Referenzmethode für Probenahmen und Analyse zur Bestimmung der Deposition von PAHs gilt die in EN 15980:2011 „Luftbeschaffenheit - Außenluft – Bestimmung der Deposition von Benz[a]anthracen, Benzo[b]fluoranthen, Benzo[j]fluoranthen, Benzo[k]fluoranthen, Benzo[a]pyren, Dibenz[a,h]anthracen und Indeno[1,2,3-cd]pyren“ beschriebene Methode.
Alle zur Durchführung dieser Verordnung erworbenen neuen Messeinrichtungen müssen der Referenzmethode oder einer äquivalenten Methode entsprechen. Alle bei ortsfesten Messungen verwendeten Messeinrichtungen müssen bis zum 11. Juni 2013 der Referenzmethode oder einer äquivalenten Methode entsprechen.
Bei der im Rahmen der Eignungsprüfung durchgeführten Prüfung, ob die Messeinrichtungen die Leistungsanforderungen der in Abschnitt A aufgeführten Referenzmethoden erfüllen, akzeptiert das Umweltbundesamt die Prüfberichte, die in anderen Mitgliedstaaten von Laboratorien erstellt wurden, die nach der Norm EN ISO/IEC 17025:2005 zur Durchführung der betreffenden Prüfungen zugelassen sind.
Beim Volumen gasförmiger Schadstoffe ist als Normzustand eine Temperatur von 293 K und ein atmosphärischer Druck von 101,3 kPa zugrunde zu legen. Bei Partikeln und in Partikeln zu analysierenden Stoffen (zB Schwermetalle) werden für die Angabe des Probenvolumens die Umgebungsbedingungen – mittlere Lufttemperatur und mittlerer Luftdruck am Tag der Messungen - zugrunde gelegt.
Die Luftqualität wird in allen Gebieten und Ballungsräumen nach folgenden Kriterien beurteilt:
Leitlinien über die Situierung von Messstellen
Der Luftstrom um den Messeinlass darf nicht beeinträchtigt werden, und es dürfen in einem Sektor von 270° keine den Luftstrom beeinflussenden Hindernisse in der Nähe des Messeinlasses vorhanden sein, d.h. Gebäude, Balkone, Bäume und andere Hindernisse müssen normalerweise einige Meter entfernt sein. Bei Messstellen mit Probenahme an der Baufluchtlinie muss der Messeinlass mindestens 0,5 m vom nächsten Gebäude entfernt sein.
Im Allgemeinen sollte der Messeinlass in einer Höhe zwischen 1,5 m (Atemzone) und 4 m über dem Boden angeordnet sein.
Der Messeinlass darf nicht in nächster Nähe von Quellen platziert werden, um die unmittelbare Einleitung von Emissionen, die nicht mit der Umgebungsluft vermischt sind, zu vermeiden.
Die Abluftleitung der Messstation ist so zu legen, dass ein Wiedereintritt der Abluft in den Messeinlass vermieden wird.
Messstationen für den Verkehr sollten in Bezug auf alle Schadstoffe mindestens 25 m vom Rand verkehrsreicher Kreuzungen und höchstens 10 m vom Fahrbahnrand entfernt sein.
|
Zone |
Standorttyp |
Messstelle |
SO2 |
PM10 |
NO2, NOx |
CO |
Benzol |
PM2,5 |
B(a)P |
Pb |
|
B |
ländlicher Hintergrund |
Illmitz |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
|
|
K |
Großstadt, städtischer Hintergrund |
Klagenfurt Sterneckstraße |
x |
x |
x |
x |
||||
|
K |
Großstadt, verkehrsnah |
Klagenfurt Völkermarkter Straße |
x |
x |
x |
x |
||||
|
K |
ländlicher Hintergrund |
St. Georgen Herzogberg |
x |
x |
x |
|||||
|
K |
ländlicher Hintergrund |
Obervellach |
x |
x |
||||||
|
K |
ländlicher Hintergrund |
Vorhegg |
x |
x |
x |
x |
||||
|
N |
Kleinstadt, Einflussbereich von Bratislava |
Hainburg |
x |
x |
x |
|||||
|
N |
Stadtnaher ländl. Hintergrund |
Stixneusiedl |
x |
x |
x |
|||||
|
N |
ländlicher Hintergrund |
Heidenreichstein |
x |
x |
x |
|||||
|
N |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Mödling |
x |
x |
x |
|||||
|
N |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
St. Pölten Eybnerstraße |
x |
x |
x |
x |
||||
|
N |
ländlicher Hintergrund |
Pillersdorf |
x |
x |
x |
|||||
|
N |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Tulln |
x |
x |
x |
|||||
|
O |
ländlicher Hintergrund |
Enzenkirchen |
x |
x |
x |
|||||
|
O |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Steyr Münichholz |
x |
x |
x |
|||||
|
O |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Braunau Zentrum |
x |
x |
x |
|||||
|
O |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Wels Linzerstraße |
x |
x |
x |
x |
||||
|
O |
ländlicher Hintergrund |
Zöbelboden |
x |
x |
x |
|||||
|
O-L |
Großstadt, verkehrs- und industrienah |
Linz Neue Welt |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
|
|
O-L |
Großstadt, städtischer Hintergrund |
Linz Stadtpark |
x |
x |
x |
|||||
|
O-L |
Großstadt, verkehrsnah |
Linz Römerberg |
x |
x |
||||||
|
S |
Großstadt, verkehrsnah |
Salzburg Rudolfsplatz |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
||
|
S |
Großstadt, städtischer Hintergrund |
Salzburg Lehen |
x |
x |
x |
x |
||||
|
S |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Tamsweg Untere Postgasse |
x |
x |
||||||
|
S |
Ländliches Siedlungsgebiet |
Zederhaus |
x |
x |
||||||
|
St |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Leoben Zentrum |
x |
x |
||||||
|
St |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Köflach |
x |
x |
x |
|||||
|
St |
Kleinstadt, industrienah |
Leoben Donawitz |
x |
x |
x |
x |
x |
|||
|
St |
ländlicher Hintergrund |
Klöch |
x |
x |
x |
|||||
|
St |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Liezen |
x |
x |
||||||
|
St-G |
Großstadt, städtischer Hintergrund Stadtrand |
Graz Nord |
x |
x |
x |
|||||
|
St-G |
Großstadt, städtischer Hintergrund Stadtrand |
Graz Süd |
x |
x |
x |
x |
||||
|
St-G |
Großstadt, verkehrsnah |
Graz Don Bosco |
x |
x |
x |
x |
||||
|
T |
Kleinstadt, industrienah |
Brixlegg Innweg |
x |
x |
x |
|||||
|
T |
Großstadt, städtischer Hintergrund |
Innsbruck Zentrum |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
x |
|
|
T |
verkehrsnah Autobahn |
Vomp Raststätte A12 |
x |
x |
||||||
|
T |
Kleinstadt, städtischer Hintergrund |
Kufstein Prax-marerstraße |
x |
x |
||||||
|
T |
Kleinstadt, verkehrsnah |
Lienz Amlacherkreuzung |
x |
x |
x |
|||||
|
römisch fünf |
verkehrsnah, Wohngebiet |
Dornbirn Stadtstraße |
x |
x |
x |
|||||
|
römisch fünf |
verkehrsnah |
Wald am Arlberg |
x |
|||||||
|
W |
Großstadt, städtischer Hintergrund, Zentrum |
Wien Stephansplatz |
x |
x |
||||||
|
W |
Großstadt, städtischer Hintergrund, Zentrum |
Wien Währinger Gürtel |
x |
x |
x |
x |
||||
|
W |
Großstadt, städtischer Hintergrund, Stadtrand |
Wien Kendlerstraße |
x |
x |
||||||
|
W |
Großstadt, verkehrsnah Autobahn |
Wien Rinnböckstraße |
x |
x |
x |
x |
x |
|||
|
W |
Großstadt, verkehrsnah Durchzugsstraße |
Wien Hietzinger Kai |
x |
x |
||||||
|
W |
Großstadt, verkehrsnah innerstädtisch |
Wien Taborstraße |
x |
x |
|
SO2, NO2, NOx und CO |
Benzol |
Partikel (PM10/PM2,5) und Pb |
|
|
Ortsfeste Messungen: |
|||
|
Unsicherheit |
15% |
25% |
25% |
|
Mindestdatenerfassung |
90% |
90% |
90% |
|
Mindestmessdauer: |
|||
|
- städtischer Hintergrund und Verkehr (*) |
- |
35% |
- |
|
- Industriegebiete |
- |
90% |
- |
|
Orientierende Messungen: |
|||
|
Unsicherheit |
25% |
30% |
50% |
|
Mindestdatenerfassung |
90% |
90% |
90% |
|
Mindestmessdauer (*) |
14% |
14% |
14% |
(*) Eine Stichprobe pro Woche, gleichmäßig verteilt über das Kalenderjahr, oder 8 Wochen gleichmäßig verteilt über das Kalenderjahr.
Die Unsicherheit (bei einem Vertrauensbereich von 95%) der Messmethoden wird in Einklang mit den Grundsätzen des CEN-Leitfadens für die Bestimmung der Messunsicherheit („Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement“ - ENV 13005:1999), der Methodik nach ISO 5725:1994 sowie der Anleitungen im CEN-Bericht über Schätzungen der Messunsicherheit („Air Quality - Approach to Uncertainty Estimation for Ambient Air Reference Measurement Methods“ - CR 14377:2002E) beurteilt. Die in der obigen Tabelle angegebenen Prozentsätze für die Unsicherheit gelten für Einzelmessungen, gemittelt über den betreffenden Zeitraum in Bezug auf den Grenzwert bei einem Vertrauensbereich von 95%. Die Unsicherheit für ortsfeste Messungen gilt für den Bereich des jeweiligen Grenzwertes Die Anforderungen für die Mindestdatenerfassung und die Mindestmessdauer erstrecken sich nicht auf Datenverlust aufgrund der regelmäßigen Kalibrierung und der üblichen Wartung der Messstelle.
|
B(a)P |
As, Cd, Ni |
PAHs außer B(a)P, gesamtes gasförmiges Hg |
Gesamtdeposition von As, Cd, Ni, PAHs und Hg |
|
|
Ortsfeste Messungen und orientierende Messungen: |
||||
|
Unsicherheit |
50% |
40% |
50% |
70% |
|
Mindestdatenerfassung |
90% |
90% |
90% |
90% |
|
Mindestmessdauer: |
||||
|
- ortsfeste Messungen |
33% |
50% |
14% |
33% |
|
- orientierende Messungen (**) |
14% |
14% |
- |
- |
(**) Orientierende Messungen sind Messungen, die weniger häufig vorgenommen werden, jedoch die anderen Datenqualitätsziele erfüllen.
Die (auf der Grundlage eines Vertrauensbereichs von 95% ausgedrückte) Unsicherheit der bei der Beurteilung der Immissionskonzentrationen verwendeten Methoden wird gemäß den Prinzipien des CEN-Leitfadens für die Messunsicherheit (ENV 13005:1999), den ISO 5725:1994-Verfahren und den Hinweisen des CEN-Berichts über Luftqualität - Ansatz für die Einschätzung des Unsicherheitsgrads bei Referenzmethoden zur Messung der Luftqualität (CR 14377:2002 E) errechnet. Die Prozentsätze für die Unsicherheit werden für einzelne Messungen angegeben, die über typische Probenahmezeiten hinweg gemittelt werden, und zwar für einen Vertrauensbereich von 95%. Die Unsicherheit der Messungen gilt für den Bereich des entsprechenden Zielwerts. Ortsfeste und orientierende Messungen müssen gleichmäßig über das Jahr verteilt werden, um verfälschte Ergebnisse zu vermeiden.
Die Anforderungen an Mindestdatenerfassung und Mindestzeiterfassung berücksichtigen nicht den Verlust von Daten aufgrund einer regelmäßigen Kalibrierung oder der normalen Wartung der Instrumente. Eine vierundzwanzigstündige Probenahme ist bei der Messung von Benzo(a)pyren und anderen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen erforderlich. Während eines Zeitraums von bis zu einem Monat genommene Einzelproben können mit der gebotenen Vorsicht als Sammelprobe zusammengefasst und analysiert werden, vorausgesetzt, die angewandte Methode gewährleistet stabile Proben für diesen Zeitraum. Die drei verwandten Stoffe Benzo(b)fluoranthen, Benzo(j)fluoranthen und Benzo(k)fluoranthen lassen sich nur schwer analytisch trennen. In diesen Fällen können sie als Summe gemeldet werden. Empfohlen wird eine vierundzwanzigstündige Probenahme auch für die Messung der Arsen-, Kadmium- und Nickelkonzentrationen. Die Probenahmen müssen gleichmäßig über die Wochentage und das Jahr verteilt sein. Für die Messung der Depositionsraten werden über das Jahr verteilte monatliche oder wöchentliche Proben empfohlen.
Die Messnetzbetreiber dürfen anstelle einer „bulk-Probenahme“ nur dann eine „wet-only“-Probenahme verwenden, wenn sie nachweisen können, dass der Unterschied zwischen ihnen nicht mehr als 10% ausmacht. Die Depositionsraten sollten generell in μg/m2 pro Tag angegeben werden.
Die Messnetzbetreiber können eine Mindestzeiterfassung anwenden, die unter dem in der Tabelle angegebenen Wert liegt, jedoch nicht weniger als 14% bei ortsfesten Messungen und 6% bei orientierenden Messungen, sofern sie nachweisen können, dass die Unsicherheit bei einem Vertrauensbereich von 95% für den Jahresdurchschnitt, berechnet auf der Grundlage der Datenqualitätsziele in der Tabelle gemäß ISO 11222:2002 - „Ermittlung der Unsicherheit von zeitlichen Mittelwerten von Luftbeschaffenheitsmessungen“ eingehalten wird.
Für Stoffe, die in der PM10-Fraktion zu analysieren sind, bezieht sich das Probenahmevolumen auf die Umgebungsbedingungen.
Um die Genauigkeit der Messungen und die Einhaltung der Datenqualitätsziele sicherzustellen, haben die Messnetzbetreiber und das Umweltbundesamt sicherzustellen, dass
Die österreichischen Referenzlaboratorien, die an gemeinschaftsweiten Ringversuchen zu den in Richtlinie 2008/50/EG regulierten Schadstoffen teilnehmen, müssen gemäß der Norm EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert sein. Diese Laboratorien müssen an der Koordinierung der gemeinschaftlichen, von der Kommission durchgeführten Qualitätssicherungsprogramme in Österreich beteiligt sein.
Das Umweltbundesamt koordiniert auf nationaler Ebene die Anwendung von Referenzmethoden sowie den Nachweis der Äquivalenz anderer Methoden als der Referenzmethoden.