BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2011

Ausgegeben am 20. Mai 2011

Teil römisch eins

28. Bundesgesetz:

Änderung des Bundes-Schulaufsichtsgesetzes

 

Nationalrat:, Gesetzgebungsperiode römisch 24 Regierungsvorlage 1113 Ausschussbericht 1141 Sitzung 103. Bundesrat:, Ausschussbericht 8484 Sitzung 796.)

28. Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Schulaufsichtsgesetz geändert wird

Der Nationalrat hat beschlossen:

Das Bundes-Schulaufsichtsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 240 aus 1962,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 25 aus 2008,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, In Paragraph eins, Absatz 2, wird der Wendung „das land- und forstwirtschaftliche Schulwesen“ die Wendung „– ausgenommen hinsichtlich der Bestimmungen des Paragraph 18, –“ vorangestellt.

Novellierungsanordnung 2, In Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 3, entfällt die Wendung „Abs. 2“.

Novellierungsanordnung 3, Paragraph 18, samt Überschrift lautet:

„Qualitätsmanagement

Paragraph 18,

  1. Absatz eins,Der zuständige Bundesminister hat bezogen auf alle vom Geltungsbereich dieses Bundesgesetzes gemäß Paragraph eins, umfassten Schulen sowie auf die Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten gemäß dem Land- und forstwirtschaftlichen Bundesschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 175 aus 1966,, ein alle Ebenen der Schulverwaltung und die Schulen umfassendes Qualitätsmanagement einzurichten. Von den Landes- und Bezirksschulräten ist das Qualitätsmanagement auf Landes- und Bezirksebene durch die Beamten der Schulaufsicht und durch Lehrer, die mit Schulaufsichtsfunktionen betraut sind, auszuüben. Andere Organe der Landes- und Bezirksschulräte dürfen, abgesehen vom Präsidenten des Landesschulrates, dem Unterricht an einer Schule nur in Anwesenheit eines Beamten des Qualitätsmanagements oder eines Lehrers, der mit Qualitätsmanagementfunktionen betraut ist, beiwohnen. Das Qualitätsmanagement umfasst auch die Durchführung der Schulinspektionen, sofern diese zur Umsetzung der Zielvereinbarungen (Absatz 2, Ziffer 2,) erforderlich ist.
  2. Absatz 2,In dem gemäß Absatz eins, einzurichtenden Qualitätsmanagement ist ein Nationaler Qualitätsrahmen vorzusehen, der nach wissenschaftlichen Kriterien und unter Anhörung der Beamten des Qualitätsmanagements, von durch diese beizuziehenden Schulleitern sowie der Schulpartner (Lehrer, Erziehungsberechtigte, Schüler) zu erstellen und in der Umsetzung unter Mitbefassung von Vertretern der Personalvertretung der Lehrer zu begleiten ist. Der Nationale Qualitätsrahmen hat neben allgemeinen Bestimmungen auf die Besonderheiten der einzelnen Schularten Bedacht zu nehmen und insbesondere zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      Eine Definition und Beschreibung von Schulqualität,
    2. Ziffer 2
      die Verpflichtung zu einem periodischen (schulartenspezifisch ein- bis dreijährigen) Planungs- und Berichtswesen auf allen Ebenen der Schulverwaltung und der Schulen (Entwicklungspläne, Qualitätsberichte, Qualitätsprogramme),
    3. Ziffer 3
      die Verpflichtung zu periodischen Zielvereinbarungen auf allen Ebenen der Schulverwaltung und der Schulen über bundesweite Ziele und deren Konkretisierung unter Bedachtnahme auf regionale und standortspezifische Gegebenheiten auf Landes-, Bezirks- und Schulebene sowie die für deren Erreichung zu treffenden Maßnahmen und zu erbringenden Leistungen sowie
    4. Ziffer 4
      die Verpflichtung zur Bereitstellung von Instrumenten für die Steuerung und (Selbst-)Evaluierung anhand der für die Schulqualität maßgeblichen Faktoren sowie von Unterstützungsangeboten für die Schulen.
  3. Absatz 3,Die Entwicklungspläne der Schulen gemäß Absatz 2, Ziffer 2, haben insbesondere zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      Schwerpunktthemen,
    2. Ziffer 2
      Zielsetzungen in Hinblick auf die Schwerpunktthemen,
    3. Ziffer 3
      Rückblick und Ist-Stand-Analysen zu den Schwerpunktthemen,
    4. Ziffer 4
      Maßnahmen zur Umsetzung der Zielsetzungen,
    5. Ziffer 5
      Maßnahmen zur Überprüfung der Zielerreichung,
    6. Ziffer 6
      Fortbildungspläne sowie
    7. Ziffer 7
      Angaben zum strategischen und operativen Qualitätsmanagement der Schule.
  4. Absatz 4,Bei der Umsetzung und Evaluierung der Zielvereinbarungen sind externe Rückmeldungen (zB von Einrichtungen des Bildungswesens) vorzusehen.“

Novellierungsanordnung 4, Dem Paragraph 24, wird folgender Absatz 5, angefügt:

  1. Absatz 5,Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 3 und Paragraph 25, dieses Bundesgesetzes in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 28 aus 2011, treten mit Ablauf des Tages der Kundmachung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Paragraph eins, Absatz 2 und Paragraph 18, samt Überschrift in der genannten Fassung treten mit 1. September 2012 in Kraft, die Maßnahmen des Paragraph 18, sind spätestens ab 1. September 2013 an den Schulen umzusetzen.“

Novellierungsanordnung 5, In Paragraph 25, wird die Wendung „Bildung, Wissenschaft und Kultur“ durch die Wendung „Unterricht, Kunst und Kultur“ ersetzt.

Fischer

Faymann