BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2011

Ausgegeben am 26. Juli 2011

Teil römisch zwei

237. Verordnung:

Änderung der Informations- und Meldeverordnung – Seeschifffahrt

 

[CELEX-Nr.: 32009L0017, 32010L0065, 32011L0015]

237. Verordnung der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, mit der die Informations- und Meldeverordnung - Seeschifffahrt geändert wird

Auf Grund des Paragraph 7, Absatz 4, des Seeschifffahrts-Erfüllungsgesetzes - SSEG, Bundesgesetzblatt Nr. 387 aus 1996,, zuletzt geändert mit Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 32 aus 2002,, wird verordnet:

Die Verordnung über das Informations- und Meldewesen in der Seeschifffahrt (Informations- und Meldeverordnung – Seeschifffahrt), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 439 aus 2004,, zuletzt geändert mit Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 275 aus 2006,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Das Zitat in Paragraph eins, Absatz eins, lautet:

„(Paragraph 2, Ziffer eins, des Seeschifffahrtsgesetzes – SeeSchFG, Bundesgesetzblatt Nr. 174 aus 1981,, zuletzt geändert mit Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 41 aus 2005,)“.

Novellierungsanordnung 2, Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    Fischereifahrzeuge, historische Schiffe und Jachten (Paragraph 2, Ziffer 5, SeeSchFG) mit einer Länge von weniger als 45 m.“

Novellierungsanordnung 3, Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 3, lautet:

  1. Ziffer 3
    Bunker auf Fahrzeugen unter 1 000 BRZ sowie Bordvorräte und Schiffsausrüstungen.“

Novellierungsanordnung 4, In Paragraph 2, wird der Punkt am Ende der Ziffer 3, durch einen Strichpunkt ersetzt und folgende Ziffer 4, angefügt:

  1. Ziffer 4
    „Informations- und Melde-Richtlinie“: Richtlinie 2002/59/EG über die Einrichtung eines gemeinschaftlichen Überwachungs- und Informationssystems für den Schiffsverkehr, ABl. Nr. L 208 vom 5.8.2002, S 10, zuletzt geändert mit Richtlinie 2011/15/EU, ABl. Nr. L 49 vom 24.2.2011, S 33;“

Novellierungsanordnung 5, Paragraph 2, Ziffer 5, lautet:

  1. Ziffer 5
    „FAL-Richtlinie“: Richtlinie 2010/65 über Meldeformalitäten für Schiffe beim Einlaufen in und/oder Auslaufen aus Häfen der Mitgliedstaaten und zur Aufhebung der Richtlinie 2002/6/EG, Amtsblatt Nummer L 283 vom 29.10.2010, Seite 1;“

Novellierungsanordnung 6, Paragraph 2, Ziffer 6, lautet:

  1. Ziffer 6
    „SafeSeaNet“: das gemeinschaftliche System für den Austausch von Seeverkehrsinformationen, welches den Anforderungen des Anhanges römisch drei der Informations- und Melde-Richtlinie entspricht;“

Novellierungsanordnung 7, Paragraph 2, Ziffer 7, lautet:

  1. Ziffer 7
    LRIT (Long Range Identification and Tracking): System zur Fernidentifizierung und -verfolgung von Seeschiffen gemäß Kapitel römisch fünf Regel 19-1 der Anlage des SOLAS-Übereinkommens (Paragraph eins, Ziffer eins, SSEG).“

Novellierungsanordnung 8, Paragraph 3, Absatz eins, lautet:

  1. Absatz eins,Der Kapitän eines österreichischen Seeschiffes, dessen Bestimmungshafen ein Hafen eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft ist, hat der Hafenbehörde die Informationen gemäß Anhang 1 Ziffer eins, der Informations- und Melde-Richtlinie sowie gemäß Anhang der FAL-Richtlinie zu übermitteln.“

Novellierungsanordnung 9, Paragraph 4, lautet:

Paragraph 4,

Der Kapitän eines österreichischen Seeschiffes ist verpflichtet, bei der Einfahrt in das Gebiet eines verbindlichen Schiffsmeldesystems gemäß Kapitel römisch fünf Regel 11 des SOLAS-Übereinkommens, welches von einem oder mehreren Staaten, von denen mindestens einer ein Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft ist, betrieben wird, dieses System gemäß den IMO-Regelungen bei der Meldung der von ihm zu übermittelnden Informationen gemäß Anlage römisch eins Ziffer 4, der Informations- und Melde-Richtlinie zu nutzen.“

Novellierungsanordnung 10, Paragraph 7, Absatz eins, lautet:

  1. Absatz eins,Österreichische Seeschiffe müssen nach Maßgabe der in Anhang römisch zwei der Informations- und Melde-Richtlinie enthaltenen Bestimmungen mit einem AIS-System gemäß Kapitel römisch fünf Regel 19 Ziffer 2 Punkt 4, des SOLAS-Übereinkommens ausgerüstet sein, welches den von der IMO entwickelten Leistungsnormen zu entsprechen hat.“

Novellierungsanordnung 11, Paragraph 8, Absatz eins, lautet:

  1. Absatz eins,Österreichische Seeschiffe müssen nach Maßgabe der in Anhang römisch zwei der Informations- und Melde-Richtlinie enthaltenen Bestimmungen mit einem Schiffsdatenschreiber gemäß Kapitel römisch fünf Regel 20 des SOLAS-Übereinkommens ausgerüstet sein, welcher den in Anhang römisch zwei der Informations- und Melde-Richtlinie angeführten Normen zu entsprechen hat.“

Novellierungsanordnung 12, Paragraph 8 a, lautet:

Systeme zur Fernidentifizierung und -verfolgung von Seeschiffen (Long Range Tracking and Identification – LRIT)

Paragraph 8 a,

Österreichische Seeschiffe müssen mit LRIT gemäß Kapitel römisch fünf Regel 19-1 der Anlage des SOLAS-Übereinkommens ausgerüstet sein, welches den von der IMO entwickelten Leistungsnormen zu entsprechen hat.“

Novellierungsanordnung 13, Die Zitate in Paragraph 9, Absatz eins und 2 lauten „Informations- und Melde-Richtlinie“.

Novellierungsanordnung 14, Paragraph 9, Absatz 3, lautet:

  1. Absatz 3,Der Kapitän eines österreichischen Seeschiffes darf gefährliche oder umweltschädliche Güter erst an Bord nehmen, wenn er vom Verlader eine Erklärung erhalten hat, die folgende Informationen enthält:
    1. Ziffer eins
      Die in Anhang römisch eins Ziffer 2, der Informations- und Melde-Richtlinie enthaltenen Informationen,
    2. Ziffer 2
      für die in Anhang römisch eins des MARPOL-Übereinkommens genannten Stoffe das Sicherheitsdatenblatt sowie die anderen Angaben, die gemäß der IMO-Entschließung MSC.286(86) auf dem Sicherheitsdatenblatt angeführt werden,
    3. Ziffer 3
      die Notrufdaten des Versenders.“

Novellierungsanordnung 15, Paragraph 11, wird folgender Satz angefügt:

„Über Aufforderung übermitteln sie der zuständigen Behörde die in Paragraph 9, Absatz 3, genannten Informationen.“

Novellierungsanordnung 16, Paragraph 13, lautet:

„Meldeformalitäten gemäß FAL-Richtlinie

Paragraph 13,

  1. Absatz eins,Die Übermittlung der Informationen gemäß Anhang zur FAL-Richtlinie (Paragraph 3, Absatz eins,) kann in Papierform oder in elektronischer Form erfolgen. Ab 30. Juni 2015 hat die Übermittlung ausschließlich in elektronischer Form zu erfolgen.
  2. Absatz 2,Die Übermittlung in Papierform ist mittels der im FAL-Übereinkommen vorgesehenen Musterformulare vorzunehmen.
  3. Absatz 3,Die Übermittlung in elektronischer Form hat über ein einziges Fenster („single window“) zu erfolgen; das digitale Format hat den Anforderungen des Anhanges römisch drei der Informations- und Melde-Richtlinie (SafeSeaNet) zu entsprechen.“

Bures