BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2009

Ausgegeben am 18. August 2009

Teil I

78. Bundesgesetz:

Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz – ULSG sowie Änderung des Interbankmarktstärkungsgesetzes, des Finanzmarktstabilitätsgesetzes, des Bundeshaushaltsgesetzes, des Bundesfinanzgesetzes 2009, des Bundesfinanzgesetzes 2010 sowie des Bundesgesetzes, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2009 bis 2012 und das Bundesfinanz-rahmengesetz 2010 bis 2013 erlassen werden

(NR: GP XXIV RV 229 AB 284 S. 29. BR: AB 8143 S. 774.)

78. Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz zur Stärkung der Liquidität von Unternehmen (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz – ULSG) erlassen wird und das Interbankmarktstärkungsgesetz, das Finanzmarktstabilitätsgesetz, das Bundeshaushaltsgesetz, das Bundesfinanzgesetz 2009, das Bundesfinanzgesetz 2010 sowie das Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2009 bis 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2010 bis 2013 erlassen werden, geändert werden

Der Nationalrat hat beschlossen:

Artikel 1

Bundesgesetz zur Stärkung der Liquidität von Unternehmen (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz – ULSG)

Grundlagen für Liquiditätsstärkungsmaßnahmen

Paragraph eins,

  1. Absatz einsDer Bundesminister für Finanzen ist ermächtigt, zwecks Erhaltung der Geschäftstätigkeit und Überbrückung eines vorübergehenden Liquiditätsengpasses zur Sicherstellung und Stärkung der Liquidität österreichischer Unternehmen, die gemäß Paragraph 2, zu den nationalen oder regionalen Stützen der Wirtschaft und der Beschäftigung zählen, gemäß Paragraph 66, des Bundeshaushaltsgesetzes (BHG), Bundesgesetzblatt Nr. 213 aus 1986,, Haftungen in Form von Garantien im Zusammenhang mit der Finanzierung solcher Unternehmen zu übernehmen.
  2. Absatz 2Auf die Übernahme einer Haftung nach diesem Bundesgesetz besteht kein Rechtsanspruch.

Voraussetzungen

Paragraph 2,

  1. Absatz einsEine Haftung gemäß Paragraph eins, darf nur zu Gunsten von Unternehmen übernommen werden, bei denen nachstehende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
    1. Ziffer eins
      Das begünstigte Unternehmen muss seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich haben,
    2. Ziffer 2
      das begünstigte Unternehmen muss seine wesentliche operative Tätigkeit in Österreich ausüben,
    3. Ziffer 3
      die gesamte Geschäftstätigkeit des begünstigten Unternehmens liegt außerhalb des Finanzsektors,
    4. Ziffer 4
      das begünstigte Unternehmen darf kein Kleinstunternehmen, kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) gemäß der Empfehlung der Europäischen Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen, ABl. Nr. L 124 vom 20.5.2003, S. 36, sein,
    5. Ziffer 5
      das begünstigte Unternehmen wies vor dem 1. Juli 2008 eine gesunde wirtschaftliche Basis auf und aufgrund von Vorschauen ist zu erwarten, dass dieses Unternehmen die garantierten Verbindlichkeiten während der Laufzeit der Haftung vereinbarungsgemäß erfüllen kann,
    6. Ziffer 6
      das mit der Übernahme der Haftung verbundene Risiko des Bundes ist angemessen, wobei auf eine ausgewogene Risikostreuung im Portfolio Bedacht zu nehmen ist.
  2. Absatz 2Der Begriff des begünstigten Unternehmens in Absatz eins, Ziffer eins,, 3 und 5 ist gemäß der Definition des „eigenständigen Unternehmens“ gemäß der Empfehlung der Europäischen Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen, ABl. Nr. L 124 vom 20.5.2003, S. 36, zu verstehen; im Übrigen sind „Partnerunternehmen“ und „verbundene Unternehmen“ mitzuberücksichtigen.
  3. Absatz 3Unter den dem Finanzsektor zugehörigen Unternehmen sind Kreditinstitute gemäß Bankwesengesetz (BWG), Bundesgesetzblatt Nr. 532 aus 1993,, Versicherungsunternehmen gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG), Bundesgesetzblatt Nr. 569 aus 1978,, Wertpapierfirmen und Wertpapierdienstleistungsunternehmen gemäß Wertpapieraufsichtsgesetz 2007 (WAG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 60 aus 2007, und Pensionskassen gemäß Pensionskassengesetz (PKG), Bundesgesetzblatt Nr. 281 aus 1990,, zu verstehen.

Haftungsvolumen

Paragraph 3,

  1. Absatz einsDer jeweils ausstehende Gesamtbetrag der gemäß Paragraph eins, Absatz eins, übernommenen Haftungen darf 10 Milliarden Euro für Kapital nicht übersteigen.
  2. Absatz 2Auf den Gesamtbetrag gemäß Absatz eins, sind Zinsen und Kosten nicht anzurechnen.

Haftungsverträge

Paragraph 4,

  1. Absatz einsEin Antrag auf Haftungsübernahme ist spätestens bis einschließlich 12. November 2010 zu stellen.
  2. Absatz 2Die Haftungsübernahmen nach Paragraph eins, können nur durch schriftliche Vereinbarung und nur für Verbindlichkeiten in Euro erfolgen.
  3. Absatz 3Eine Haftung darf nur für Kreditverträge von begünstigten Unternehmen mit Kreditinstituten übernommen werden, die über die Berechtigung verfügen, in Österreich Bankgeschäfte gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 3, oder Paragraph 9, BWG auszuüben.
  4. Absatz 4Die übernommene Haftung darf für ein begünstigtes Unternehmen einschließlich der mit ihm verbundenen Unternehmen den Haftungsbetrag von 300 Millionen Euro an Kapital nicht übersteigen.
  5. Absatz 5Die Haftung des Bundes ist mit einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren begrenzt.
  6. Absatz 6Die Haftung hat sich nach der Höhe des zu behaftenden Kredits und des Risikos des Bundes auf 30% bis 70% des haftungsrelevanten Gesamtkreditbetrages (Haftungsquote) zu erstrecken. Zusammen mit anderen Maßnahmen der öffentlichen Hand dürfen nur maximal 80% des haftungsrelevanten Gesamtkreditbetrages besichert werden.
  7. Absatz 7Für die Übernahme der Haftung ist vom begünstigten Unternehmen ein dem Risiko des Bundes angemessenes Haftungsentgelt zu entrichten.
  8. Absatz 8Der Bundesminister für Finanzen hat im Einvernehmen mit dem Bundeskanzler durch Richtlinien nähere Bestimmungen über den Nachweis der Voraussetzungen für die Haftungsübernahme, die Bedingungen und Auflagen, die Anwendung der Haftungsquoten, die Risikoklassen und das Entgelt für Haftungen nach diesem Bundesgesetz festzulegen. Dabei sind insbesondere Regelungen vorzusehen, die
    1. Ziffer eins
      die Festlegung des Auswahlverfahrens,
    2. Ziffer 2
      die Festlegung der Auswahl- und Beurteilungskriterien,
    3. Ziffer 3
      die Ausschöpfung sonstiger Möglichkeiten zur Eigen- und Fremdfinanzierung durch das begünstigte Unternehmen,
    4. Ziffer 4
      die für Bund und Kreditgeber im Verhältnis der Haftungsquote (Absatz 6,) gleichrangige Sicherstellung,
    5. Ziffer 5
      die Verwendung der durch die Haftungsübernahme erhaltenen Mittel,
    6. Ziffer 6
      die Bedachtnahme auf die Erhaltung der Arbeitsplätze,
    7. Ziffer 7
      das Auskunfts- und Einsichtsrecht des Bundes,
    8. Ziffer 8
      die Angemessenheit der Vergütung von Organen, Angestellten und wesentlichen Erfüllungsgehilfen,
    9. Ziffer 9
      die Angemessenheit der Gewinnausschüttung an Eigentümer und
    10. Ziffer 10
      die Rechtsfolgen für den Fall der Nichteinhaltung von Auflagen
    betreffen.
  9. Absatz 9In den Haftungsverträgen sind von Paragraph 66, BHG abweichende Regelungen zulässig; Rechte des Bundes gemäß Paragraph 66, Absatz 2, Ziffer eins,, 2 und 4 BHG sind jedenfalls vorzusehen.
  10. Absatz 10Die Richtlinien gemäß Absatz 8, sind im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ kundzumachen. Aus besonderen, in der Eigenart der betreffenden Haftungsübernahmen gelegenen Gründen, insbesondere wegen des Umfanges solcher Richtlinien, kann die Kundmachung auf den Hinweis beschränkt werden, dass Richtlinien erlassen wurden und wo in diese Einsicht genommen werden kann oder wo diese erhältlich sind. Der Bevollmächtigte des Bundes nach Paragraph 5, hat die Richtlinien auch im Internet zur Abfrage bereit zu halten.

Bevollmächtigter des Bundes

Paragraph 5,

  1. Absatz einsDer Bundesminister für Finanzen ist ermächtigt, die banktechnische Behandlung (bankkaufmännische Beurteilung durch Bonitätsprüfung und Bearbeitung) der Ansuchen um Haftungsübernahme und die Ausfertigung der Haftungsverträge sowie die Wahrnehmung der Rechte des Bundes aus Haftungsverträgen, ausgenommen deren gerichtliche Geltendmachung, dem nach Paragraph 5, Absatz eins, des Ausfuhrförderungsgesetzes (AusfFG), Bundesgesetzblatt Nr. 215 aus 1981,, Bevollmächtigten des Bundes nach Paragraph 1002, ff des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB), JGS Nr. 946/1811, zu übertragen.
  2. Absatz 2Die Bevollmächtigung ist zwischen Vollmachtgeber und Bevollmächtigtem im Einzelnen vertraglich zu regeln.
  3. Absatz 3Das Haftungsentgelt sowie alle Eingänge zu Schadenszahlungen sind vom Bevollmächtigten des Bundes zu vereinnahmen und laufend auf einem Konto des Bundes gut zu schreiben.

Beirat

Paragraph 6,

  1. Absatz einsZur Begutachtung von Ansuchen um Haftungsübernahme und Abgabe einer Empfehlung an den Bundesminister für Finanzen betreffend die Übernahme der Haftung ist beim Bundesministerium für Finanzen ein Beirat zu errichten.
  2. Absatz 2Der Beirat hat sich eine Geschäftsordnung zu geben. Die Empfehlungen des Beirates kommen mit einfacher Stimmenmehrheit zustande.
  3. Absatz 3Mitglieder des Beirates, der diese Begutachtung unter gesamt- und betriebswirtschaftlichen Aspekten zu prüfen hat, sind:
    1. Ziffer eins
      Zwei Vertreter des Bundesministeriums für Finanzen, von denen einer den Vorsitz führt,
    2. Ziffer 2
      ein Vertreter des Bundeskanzleramtes,
    3. Ziffer 3
      ein Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend,
    4. Ziffer 4
      ein Vertreter der Oesterreichischen Nationalbank ohne Stimmrecht und
    5. Ziffer 5
      ein Vertreter des Bevollmächtigten ohne Stimmrecht.
  4. Absatz 4Die Mitglieder des Beirates üben ihre Funktion ehrenamtlich aus.
  5. Absatz 5Die Geschäfte des Beirates sind vom Bundesministerium für Finanzen zu führen.
  6. Absatz 6Alle Personen, die mit der Behandlung und Begutachtung von Ansuchen um Haftungsübernahmen befasst sind, sind verpflichtet, über alle ihnen in Ausübung dieser Tätigkeit bekannt gewordenen Amts-, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse Verschwiegenheit zu bewahren.

Verfügungs- und Pfändungsbeschränkung

Paragraph 7,

Soweit aus Haftungsübernahmen nach diesem Bundesgesetz Ansprüche gegen den Bund begründet werden, können diese weder durch Rechtsgeschäft, wie insbesondere Abtretung oder Verpfändung, ohne Zustimmung des Bundes an Dritte übertragen werden, noch unterliegen sie der Pfändung.

Gebühren und Abgaben

Paragraph 8,

Die im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Bundesgesetzes errichteten Haftungsverträge sind von den bundesgesetzlich geregelten Abgaben, den Bundesverwaltungsabgaben sowie den im Gerichtsgebührengesetz (GGG), Bundesgesetzblatt Nr. 501 aus 1984,, geregelten Gebühren befreit.

Sprachliche Gleichbehandlung

Paragraph 9,

Soweit in diesem Bundesgesetz personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung auf bestimmte Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.

Verweise

Paragraph 10,

Soweit in diesem Bundesgesetz auf andere Bundesgesetze verwiesen wird, sind diese, wenn nichts Anderes angeordnet ist, in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden.

Vollziehung

Paragraph 11,

Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist hinsichtlich der Befreiung von Gebühren nach dem GGG der Bundesminister für Justiz, mit der Vollziehung der übrigen Bestimmungen der Bundesminister für Finanzen betraut.

Inkrafttreten

Paragraph 12,

Dieses Bundesgesetz tritt erst am Tag nach der Veröffentlichung der Genehmigung durch die Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Außerkrafttreten

Paragraph 13,

Dieses Bundesgesetz tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2010 außer Kraft. Zu diesem Zeitpunkt bestehende Haftungen sowie die Bestimmungen über die Abwicklung durch den Bevollmächtigten bleiben unberührt.

Artikel 2

Änderung des Interbankmarktstärkungsgesetzes

Das Bundesgesetz zur Stärkung des Interbankmarktes (Interbankmarktstärkungsgesetz – IBSG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 136 aus 2008,, wird wie folgt geändert:

Paragraph 3, erster Satz lautet:

„Maßnahmen nach diesem Bundesgesetz dürfen den jeweils ausstehenden Gesamtbetrag von 65 Milliarden Euro nicht übersteigen.“

Artikel 3

Änderung des Finanzmarktstabilitätsgesetzes

Das Bundesgesetz über Maßnahmen zur Sicherung der Stabilität des Finanzmarktes (Finanzmarktstabilitätsgesetz – FinStaG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 136 aus 2008,, wird wie folgt geändert:

Paragraph 2, Absatz eins, letzter Satz lautet:

„Bei der Ausübung der Instrumente gemäß Ziffer eins bis 6 ist mit dem Bundeskanzler das Einvernehmen herzustellen.“

Artikel 4

Änderung des Bundeshaushaltsgesetzes

Das Bundeshaushaltsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 213 aus 1986,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 52 aus 2009,, wird wie folgt geändert:

Paragraph 12 a, Absatz 4, lautet:

  1. Absatz 4In Bereichen, in denen die Ausgaben in einem Ausmaß von konjunkturellen Schwankungen oder von der Entwicklung des Abgabenaufkommens abhängig sind oder es sich um Ausgaben handelt, die von der EU refundiert werden oder die auf Grund von vom Bundesminister für Finanzen übernommenen Haftungen oder auf Grund von Paragraph 93 a, Absatz 3, des Bankwesengesetzes notwendig werden, wobei jeweils eine betraglich fixe Vorausplanung nicht möglich ist, kann eine variable Ausgabengrenze vorgesehen werden. Die Festlegung der Bereiche, in denen variable Ausgabengrenzen zulässig sind, und die Bestimmung der Parameter haben mit Verordnung des Bundesministers für Finanzen – bei Festlegung der Parameter im Einvernehmen mit dem zuständigen haushaltsleitenden Organ – zu erfolgen. Variable Ausgabengrenzen sind in der gesetzlichen Pensionsversicherung und der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung vorzusehen.“

Artikel 5

Änderung des Bundesfinanzgesetzes 2009

Das Bundesfinanzgesetz 2009, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 49 aus 2009,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Im Bundesvoranschlag (Anlage römisch eins) lautet die Bezeichnung des Ausgabenparagrafen 4602 „Haftungen gemäß Finanzmarktstabilität (variabel):“, jene des Einnahmenparagrafen 4602 „Haftungen gemäß Finanzmarktstabilität“ sowie jene des Voranschlagsansatzes 1/46028 „Aufwendungen (variabel)“, jene des Voranschlagsansatzes 1/46029 „Haftungen (variabel)“ und jene des Voranschlagsansatzes 2/46024 „Erfolgswirksame Einnahmen“. Weiters entfällt im Bundesvoranschlag (Anlage römisch eins) der Ausgabenparagraf „1/2015 Arbeitsmarktpolitische Leistungen gem. AlVG:“

Novellierungsanordnung 2, Im Bundesvoranschlag (Anlage römisch eins) werden eingefügt:

a) nach dem Voranschlagsansatz 1/45739:

„1/4575              Sonstige Haftungen:

1/45758/36              Nebengebarung (sonstige Ausgaben ) (variabel)

1/45759/36              Zahlungen aus sonstigen Haftungen (B) (variabel)“

b) nach dem Voranschlagsansatz 2/45737:

„2/4575              Sonstige Haftungen:

2/45754/36              Erfolgswirksame Einnahmen

2/45757/36              Zahlungen aus sonstigen Haftungen (B)“

Novellierungsanordnung 3, Die Voranschlagsbeträge bei den durch Ziffer 2, eingefügten Voranschlagsansätzen 1/45758 und 2/45754 lauten jeweils (in Millionen Euro) „0,001“. Die Voranschlagsbeträge bei den durch Ziffer 2, eingefügten Voranschlagsansätzen 1/45759 und 2/45757 lauten jeweils (in Millionen Euro) „0,002“. Dementsprechend lauten die Zwischensummen beim Ausgaben- und Einnahmenparagraf „4575“ jeweils (in Millionen Euro) „0,003“.

Novellierungsanordnung 4, Die Voranschlagsbeträge bei den Voranschlagsansätzen 1/45738 sowie 2/45734 werden jeweils um (in Millionen Euro) „0,001“, und bei den Voranschlagsansätzen 1/45739 sowie 2/45607 um jeweils (in Millionen Euro) „0,002“ vermindert. Dementsprechend vermindern sich die Zwischensummen beim Ausgabenparagraf „4573“ sowie beim Ausgabentitel „457“ jeweils um (in Millionen Euro) „0,003“ sowie jene beim Einnahmenparagraf „4573“ und beim Einnahmentitel „457“ um jeweils (in Millionen Euro) „0,001“ und schließlich jene beim Einnahmentitel „456“ um (in Millionen Euro) „0,002“.

Artikel 6

Änderung des Bundesfinanzgesetzes 2010

Das Bundesfinanzgesetz 2010, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 50 aus 2009,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Im Bundesvoranschlag (Anlage römisch eins) lautet die Bezeichnung des Ausgabenparagrafen 4602 „Haftungen gemäß Finanzmarktstabilität (variabel):“, jene des Einnahmenparagrafen 4602 „Haftungen gemäß Finanzmarktstabilität“ sowie jene des Voranschlagsansatzes 1/46028 „Aufwendungen (variabel)“, jene des Voranschlagsansatzes 1/46029 „Haftungen (variabel)“ und jene des Voranschlagsansatzes 2/46024 „Erfolgswirksame Einnahmen“. Weiters entfällt im Bundesvoranschlag (Anlage römisch eins) der Ausgabenparagraf „1/2015 Arbeitsmarktpolitische Leistungen gem. AlVG:“

Novellierungsanordnung 2, Im Bundesvoranschlag (Anlage römisch eins) werden eingefügt:

a) nach dem Voranschlagsansatz 1/45739:

„1/4575              Sonstige Haftungen:

1/45758/36              Nebengebarung (sonstige Ausgaben ) (variabel)

1/45759/36              Zahlungen aus sonstigen Haftungen (B) (variabel)“

b) nach dem Voranschlagsansatz 2/45737:

„2/4575              Sonstige Haftungen:

2/45754/36              Erfolgswirksame Einnahmen

2/45757/36              Zahlungen aus sonstigen Haftungen (B)“

Novellierungsanordnung 3, Die Voranschlagsbeträge bei den durch Ziffer 2, eingefügten Voranschlagsansätzen 1/45758 und 2/45754 lauten jeweils (in Millionen Euro) „0,001“. Die Voranschlagsbeträge bei den durch Ziffer 2, eingefügten Voranschlagsansätzen 1/45759 und 2/45757 lauten jeweils (in Millionen Euro) „0,002“. Dementsprechend lauten die Zwischensummen beim Ausgaben- und Einnahmenparagraf „4575“ jeweils (in Millionen Euro) „0,003“.

Novellierungsanordnung 4, Die Voranschlagsbeträge bei den Voranschlagsansätzen 1/45738 sowie 2/45734 werden jeweils um (in Millionen Euro) „0,001“, und bei den Voranschlagsansätzen 1/45739 sowie 2/45607 um jeweils (in Millionen Euro) „0,002“ vermindert. Dementsprechend vermindern sich die Zwischensummen beim Ausgabenparagraf „4573“ sowie beim Ausgabentitel „457“ jeweils um (in Millionen Euro) „0,003“ sowie jene beim Einnahmenparagraf „4573“ und beim Einnahmentitel „457“ um jeweils (in Millionen Euro) „0,001“ und schließlich jene beim Einnahmentitel „456“ um (in Millionen Euro) „0,002“.

Artikel 7

Änderung des Bundesgesetzes, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2009 bis 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2010 bis 2013 erlassen werden

Das Gesetz, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2009 bis 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2010 bis 2013 erlassen werden, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 51 aus 2009,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, In Artikel 1 erhält die Tabelle im Paragraph eins, folgende Fassung:

Rubrik

Bezeichnung

Art der Aus-gabenbeträge

Jahr (Beträge in Millionen €)

2009

2010

2011

2012

0,1

Recht und Sicherheit

fix

7.895,533

7.911,821

8.010,6

8.097,1

 

 

variabel

78,251

95,202

102,0

95,2

 

Summe 0,1

 

7.973,784

8.007,023

8.112,6

8.192,3

 

 

 

 

 

 

 

2

Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie

fix

18.018,399

18.807,425

18.769,8

19.067,6

 

 

variabel

13.347,344

14.202,711

14.762,0

15.133,0

 

Summe 2

 

31.365,743

33.010,136

33.531,8

34.200,6

 

 

 

 

 

 

 

3

Bildung, Forschung, Kunst und Kultur

fix

11.462,527

11.869,610

11.932,9

12.023,2

 

 

 

 

 

 

 

4

Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt

fix

16.386,907

7.163,333

6.066,4

6.457,4

 

 

variabel

1.976,188

1.956,759

1.930,6

1.967,0

 

Summe 4

 

18.363,095

9.120,092

7.997,0

8.424,4

 

 

 

 

 

 

 

5

Kassa und Zinsen

fix

8.354,724

8.810,546

9.697,0

10.528,4

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtsumme

77.519,873

70.817,407

71.271,3

73.368,9

Novellierungsanordnung 2, In Artikel 1, Paragraph 2, lauten die Beträge der Untergliederungen 45 Bundesvermögen und 46 Finanzmarktstabilität wie folgt:

Unter-gliederung

Bezeichnung

Jahr (Beträge in Millionen €)

2009

2010

2011

2012

45

Bundesvermögen

1.549,271

2.041,663

1.137,6

1.257,3

 

hievon fix

1.549,268

2.041,660

1.137,6

1.257,3

 

hievon variabel

0,003

0,003

0,0

0,0

46

Finanzmarktstabilität

10.303,006

503,009

3,0

3,0

 

hievon fix

10.303,004

503,007

3,0

3,0

 

hievon variabel

0,002

0,002

0,0

0,0

Novellierungsanordnung 3, In Artikel 2 erhält die Tabelle im Paragraph eins, folgende Fassung:

Rubrik

Bezeichnung

Art der Aus-gabenbeträge

Jahr (Beträge in Millionen €)

2010

2011

2012

2013

0,1

Recht und Sicherheit

fix

7.911,821

8.010,6

8.097,1

8.239,4

 

 

variabel

95,202

102,0

95,2

88,5

 

Summe 0,1

 

8.007,023

8.112,6

8.192,3

8.327,9

 

 

 

 

 

 

 

2

Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie

fix

18.807,425

18.769,8

19.067,6

19.373,9

 

 

variabel

14.202,711

14.762,0

15.133,0

15.197,6

 

Summe 2

 

33.010,136

33.531,8

34.200,6

34.571,6

 

 

 

 

 

 

 

3

Bildung, Forschung, Kunst und Kultur

fix

11.869,610

11.932,9

12.023,2

12.116,0

 

 

 

 

 

 

 

4

Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt

fix

7.163,333

6.066,4

6.457,4

6.318,4

 

 

variabel

1.956,759

1.930,6

1.967,0

2.005,6

 

Summe 4

 

9.120,092

7.997,0

8.424,4

8.324,0

 

 

 

 

 

 

 

5

Kassa und Zinsen

fix

8.810,546

9.697,0

10.528,4

11.394,4

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtsumme

70.817,407

71.271,3

73.368,9

74.733,8

Novellierungsanordnung 4, In Artikel 2, Paragraph 2, lauten die Beträge der Untergliederungen 45 Bundesvermögen und 46 Finanzmarktstabilität wie folgt:

Unter-gliederung

Bezeichnung

Jahr (Beträge in Millionen €)

2010

2011

2012

2013

45

Bundesvermögen

2.041,663

1.137,6

1.257,3

1.214,0

 

hievon fix

2.041,660

1.137,6

1.257,3

1.214,0

 

hievon variabel

0,003

0,0

0,0

0,0

46

Finanzmarktstabilität

503,009

3,0

3,0

3,0

 

hievon fix

503,007

3,0

3,0

3,0

 

hievon variabel

0,002

0,0

0,0

0,0

Fischer

Faymann