Jahrgang 2009 |
Ausgegeben am 3. Juni 2009 |
Teil römisch zwei |
168. Verordnung: | Änderung der Kraftstoffverordnung 1999 |
Auf Grund der Paragraphen 11, Absatz 3, 11, Absatz 5, 26 a, Absatz 2, Litera c, sowie Absatz 3 a, sowie 136 Absatz 3 a, des Kraftfahrgesetzes 1967, BGBl. Nr. 267, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 16 aus 2009,, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit, der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie sowie dem Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend verordnet:
Die Kraftstoffverordnung 1999, BGBl. römisch zwei Nr. 418, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 417 aus 2004,, wird wie folgt geändert:
Novellierungsanordnung 1, Im Paragraph 2, Ziffer 7, wird das Wort „Fahrzeugverbrennungsmotoren“durch„Fahrzeugmotoren“ ersetzt.
Novellierungsanordnung 2, Paragraph 2, Ziffer 9, Litera a, lautet:
Novellierungsanordnung 3, In Paragraph 2, Ziffer 9, wird am Ende der Litera j, der Punkt durch einen Strichpunkt ersetzt; folgende Litera k, wird angefügt:
Novellierungsanordnung 4, Paragraph 2, Ziffer 10, lautet:
Novellierungsanordnung 5, In Paragraph 2, wird nach Ziffer 10, Ziffer 11, eingefügt:
Novellierungsanordnung 6, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer eins, lautet:
Novellierungsanordnung 7, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 2, lautet:
Novellierungsanordnung 8, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 5, lautet:
Novellierungsanordnung 9, In Paragraph 3, Absatz eins, wird am Ende der Ziffer 6, der Punkt durch einen Strichpunkt ersetzt; folgende Ziffer 7, wird angefügt:
Novellierungsanordnung 10, In Paragraph 6 a, werden die Absatz 4, und 5 durch folgende Absatz 4 bis 7 ersetzt:
Novellierungsanordnung 11, Dem Paragraph 7, werden folgende Absatz 5 und 6 angefügt:
Novellierungsanordnung 12, Anhang römisch eins Anmerkung 1 lautet:
„Die Prüfverfahren sind die in ÖNORM EN 228 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Unverbleite Ottokraftstoffe – Mindestanforderungen und Prüfverfahren“, ausgegeben am 1. Jänner 2009, genannten Verfahren.“
Novellierungsanordnung 13, Anhang römisch eins Anmerkung 3 lautet:
„Unverbleites Normalbenzin mit einer Mindest-Motor-Oktanzahl (MOZ) und Mindest-Research-Oktanzahl (ROZ) nach ÖNORM EN 228 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Unverbleite Ottokraftstoffe – Mindestanforderungen und Prüfverfahren“, ausgegeben am 1. Jänner 2009, darf mit einem maximalen Olefingehalt von 21 Volumsprozent in Verkehr gebracht werden.“
Novellierungsanordnung 14, Anhang römisch eins Anmerkung 5 lautet:
„Andere Monoalkohole und Ether, deren Siedepunkt nicht höher liegt als in ÖNORM EN 228 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Unverbleite Ottokraftstoffe – Mindestanforderungen und Prüfverfahren“, ausgegeben am 1. Jänner 2009, angegeben.“
Novellierungsanordnung 15, Anhang römisch zwei Anmerkung 1 lautet:
„Die Prüfverfahren sind die in ÖNORM EN 590 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Dieselkraftstoff - Anforderungen und Prüfverfahren“ vom 1. April 2004 oder die in ÖNORM C 1590 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Dieselkraftstoff B7“ vom 1. Oktober 2008 genannten Verfahren.“
Novellierungsanordnung 16, Anhang römisch drei Anmerkung 3 lautet:
„Unverbleites Normalbenzin darf mit einer Mindest-Motor-Oktanzahl (MOZ) und Mindest-Research-Oktanzahl (ROZ) nach ÖNORM EN 228 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Unverbleite Ottokraftstoffe – Mindestanforderungen und Prüfverfahren“, ausgegeben am 1. Jänner 2009, in Verkehr gebracht werden.“
Novellierungsanordnung 17, Anhang römisch drei Anmerkung 5 lautet:
„Andere Monoalkohole und Ether, deren Siedepunkt nicht höher liegt als in ÖNORM EN 228 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Unverbleite Ottokraftstoffe – Mindestanforderungen und Prüfverfahren“, ausgegeben am 1. Jänner 2009, angegeben.“
Novellierungsanordnung 18, Anhang römisch vier Fußnote (1) lautet:
„(1) Die Prüfverfahren sind die in ÖNORM EN 590 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Dieselkraftstoff - Anforderungen und Prüfverfahren“ vom 1. April 2004 oder die in ÖNORM C 1590 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Dieselkraftstoff B7 Anforderungen und Prüfverfahren “ vom 1. Oktober 2008 genannten Verfahren.“
Novellierungsanordnung 19, Der Verordnung wird folgender Anhang römisch acht angefügt:
Kraftstoffspezifikationen für Superethanol E85
|
Eigenschaften |
Einheit |
Grenzwerte min. max. |
Prüfverfahrena gemäß |
|
Research-Octanzahl, RON |
- |
95,0 - |
ÖNORM EN ISO 5164 |
|
Motor-Octanzahl, MON |
- |
85,0 - |
ÖNORM EN ISO 5163 |
|
Schwefelgehalt |
mg/kg |
- 10 |
ÖNORM EN ISO 20846 ÖNORM EN ISO 20884 |
|
Oxidationsstabilität |
Minuten |
360 - |
ÖNORM EN ISO 7536 |
|
Abdampfrückstand, (gewaschen) |
mg/100 ml |
- 5 |
ÖNORM EN ISO 6246 |
|
Aussehen |
- |
klar und trübungsfrei |
visuell |
|
Höhere Alkohole (C3 bis C8 ) |
% (V/V) |
- 2,0 |
ÖNORM EN 1601 ÖNORM EN 13132 |
|
Methanol |
% (V/V) |
- 1,0 |
|
|
Ether (5 oder mehr C-Atome) |
% (V/V) |
- 5,2 |
|
|
Phosphor |
mg/l |
nicht nachweisbarb |
ASTM D 3231 |
|
Wassergehalt |
% (V/V) |
- 0,3 |
ASTM E 1064 |
|
Anorganisches Chlor |
mg/l |
- 1 |
ISO 6227 |
|
pHe |
- |
6,5 9,0 |
ASTM D 6423 |
|
Korrisionswirkung auf Kupfer (3 h bei 50°C) |
Korrisionsgrad |
Klasse 1 |
ÖNORM EN ISO 2160 |
|
Säure (als Essigsäure) |
% (m/m) (mg/l) |
- 0,005 - (40) |
ASTM D 1613 |
|
asiehe auch 5.7.1 bsiehe auch 5.3 |
Vom 1. Mai bis 30. September sind bei der Überprüfung die Werte der Klasse A (Sommerware) heranzuziehen.
Vom 1. November bis 28. Februar (in einem Schaltjahr bis 29. Februar) sind bei der Überprüfung die Werte für Klasse B (Winterware) heranzuziehen.
Vom 1. Oktober bis 31. Oktober und vom 1. März bis 30. April sind bei der Überprüfung – ausgenommen „Ethanol und höhere Alkohole“– die Werte der Tabelle 2 heranzuziehen, wobei die unteren Grenzwerte der Klasse A nicht unterschritten und die oberen Grenzwerte der Klasse B nicht überschritten werden dürfen. Der Gehalt an „Ethanol und höhere Alkohole“ darf den unteren Grenzwert der Klasse B nicht unterschreiten und den oberen Grenzwert der Klasse A nicht überschreiten.
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Eigenschaften |
Einheit |
Klasse A |
Klasse B |
Prüfverfahrena gemäß |
|
Ethanol und höhere Alkohole |
%(V/V), min. %(V/V),max. |
75 85 |
65 75 |
ÖNORM EN 1601 ÖNORM EN 13132 |
|
Unverbleiter Ottokraftstoff nach ÖNORM EN 228 |
%(V/V) |
15 bis 25 |
25 bis 35 |
Sub-Litera, b, b |
|
Dampfdruck |
kPa, min. kPa, max. |
35,0 60,0 |
50,0 90,0 |
ÖNORM EN 13016-1c |
|
Siedeende |
°C, max. |
210 |
210 |
ÖNORM EN ISO 3405 |
|
Destillationsrückstand |
%(V/V),max. |
2 |
2 |
ÖNORM EN ISO 3405 |
a siehe auch 5.7.1
b Der Gehalt an unverbleiten Ottokraftstoff kann auch als 100 minus der Summe aus dem Prozentgehalt von Wasser und den Alkoholen bestimmt werden.
c Dry Vapour Pressure Equivalent (DVPE) ist anzugeben.
Alle in ÖNORM C 1114 „Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge – Ottokraftstoff Superethanol E 85 Anforderungen und Prüfmethoden“ vom 1. Juli 2007 genannten Prüfverfahren enthalten Angaben zur Präzision. Im Streitfall sind die in ÖNORM EN ISO 4259 „Mineralölerzeugnisse - Bestimmung und Anwendung der Werte für die Präzision von Prüfverfahren“ vom 1. April 2007 beschriebenen Verfahren zur Beilegung des Streits anzuwenden; die Interpretation der Ergebnisse hat auf Basis der Präzision der Prüfverfahren zu erfolgen.
Bei einem Streitfall in Bezug auf den Schwefelgehalt ist ÖNORM EN ISO 20846 „Mineralölerzeugnisse - Bestimmung des Schwefelgehaltes von Kraftstoffen für Kraftfahrzeuge - Ultraviolettfluoreszenz-Verfahren“ vom 1. August 2004 oder ÖNORM EN ISO 20884 „Petroleum products - Determination of low sulfur content of automotive fuels - Wavelenght-dispersive X-ray fluorescence spectrometry“ vom 1. September 2002 anzuwenden.
Bei einem Streitfall in Bezug auf den Sauerstoffgehalt und den Gehalt an sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen ist ÖNORM EN 1601 „Flüssige Mineralölerzeugnisse - Ottokraftstoffe - Bestimmung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen und des Gesamtgehalts an Sauerstoff mittels Gaschromatographie (O-FID) vom 1. November 1994 anzuwenden.“
Berlakovich