BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2009

Ausgegeben am 7. Mai 2009

Teil römisch zwei

140. Verordnung:

Änderung der Kunststoffverordnung 2003

[CELEX-Nr.: 32008L0039]

140. Verordnung des Bundesministers für Gesundheit, mit der die Kunststoffverordnung 2003 geändert wird

Auf Grund des Paragraph 19, Absatz eins, des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes - LMSVG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 13 aus 2006,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 121 aus 2008,, wird verordnet:

Die Kunststoffverordnung 2003, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 476 aus 2003,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 325 aus 2007,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, In Paragraph 9, werden die bisherigen Absatz 6 und 7 zu den Absatz 5 und 6,

Novellierungsanordnung 2, Paragraph 11, lautet:

„ Paragraph 11,

Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff, die nicht der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 140 aus 2009, entsprechen, sondern den bisher geltenden Bestimmungen, dürfen noch bis 6. März 2010 hergestellt oder eingeführt und bis zum vollständigen Abbau der Bestände in Verkehr gebracht werden.

Novellierungsanordnung 3, Dem Paragraph 12, wird folgende Richtlinie angefügt:

Novellierungsanordnung 4, In Anlage 1 Abschnitt A werden die folgenden Monomere und sonstigen Ausgangsstoffe in entsprechender numerischer Reihenfolge eingefügt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„15404

000652-67-5

1,4:3,6-Dianhydrosorbitol

SML=5 mg/kg. Nur zu verwenden als Comonomer in Polyethylenisosorbidterephthalat.

19180

000099-63-8

Isophthalsäuredichlorid

SML(T) = 5 mg/kg (43) (berechnet als Isophthalsäure).

26305

000078-08-0

Vinyltriethoxysilan

SML = 0,05 mg/kg. Nur zu verwenden als Oberflächenbehandlungsmittel.“

Novellierungsanordnung 5, Für die folgenden in Anlage 1 Abschnitt A aufgeführten Monomere und sonstigen Ausgangsstoffe wird der Inhalt der Spalte „Beschränkungen und/oder Spezifikationen“ wie folgt ersetzt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„19150

000121-91-5

Isophthalsäure

SML (T) = 5 mg/kg (43)“

Novellierungsanordnung 6, In Anlage 2 wird die Wortfolge „Verordnung über Säuglingsanfangs- und Folgenahrung, Bundesgesetzblatt Nr. 531 aus 1995, in der jeweils geltenden Fassung“ durch die Wortfolge „Verordnung über Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 68 aus 2008, in der jeweils geltenden Fassung“, ersetzt.

Novellierungsanordnung 7, In Anlage 2 Abschnitt A lauten die Additive mit den Nummern 74640, 74880, 75100, 75105, 79920, 81500, 93760, 95020 und 95420 wie folgt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„74640

74880

75100

75105

79920

81500

93760

95020

95420

000117-81-7

000084-74-2

068515-48-0

028553-12-0

068515-49-1

026761-40-0

009003-11-6

106392-12-5

9003-39-8

000077-90-7

6846-50-0

745070-61-5

Phthalsäure, Bis(2-ethylhexyl) ester

Phthalsäure, Dibutylester

Phthalsäure, Diester mit primä-ren, gesättigten C8 C10- ver-zweigten Alkoholen, über 60 % C9.

Phthalsäure, Diester mit primä-ren, gesättigten C9 C11- Alko- holen, über 90 % C10

Poly(ethylenpropylen)glykol

Polyvinylpyrrolidon

Tri-n-butylacetylcitrat

2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandioldiisobutyrat

1,3,5-Tris(2,2-dimethyl-propanamido)-benzol

Nur zu verwenden als

a) Weichmacher in Mehrwegmaterialien

und -gegenständen, die mit fettfreien Lebensmitteln in Berührung kommen;

b) technisches Hilfsagens in Konzentrationen von bis zu 0,1% im Enderzeugnis.

SML = 1,5 mg/kg Simulanzlösemittel

Nur zu verwenden als

a) Weichmacher in Mehrwegmaterialien

und -gegenständen, die mit fettfreien Lebensmitteln in Berührung kommen;

b) technisches Hilfsagens in Konzentra-tionen von bis zu 0,1 % im Enderzeugnis.

SML = 1,5 mg/kg Simulanzlösemittel

Nur zu verwenden als

a) Weichmacher in Mehrwegmaterialien

und -gegenständen, die mit fettfreien Lebensmitteln in Berührung kommen;

b) technisches Hilfsagens in Konzentra-tionen von bis zu 0,05 % im Enderzeu-gnis.

SML = 0,3 mg/kg Simulanzlösemittel

Nur zu verwenden als

a) Weichmacher in Mehrwegmaterialien

und -gegenständen;

b) Weichmacher in Einwegmaterialien

und -gegenständen, die mit fettfreien

Lebensmitteln in Berührung kommen, außer bei Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung gemäß der Verordnung über Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, BGBl. II Nr. 68/2008, in der jeweils geltenden Fassung, oder Erzeugnissen gemäß der Beikostverordnung, BGBl. II Nr. 133/1998, in der jeweils geltenden Fassung;

c) technisches Hilfsagens in Konzentra-tionen von bis zu 0,1 % im Enderzeugnis.

SML(T) = 9 mg/kg Simulanzlösemittel

(42)

Nur zu verwenden als

a) Weichmacher in Mehrwegmaterialien

und -gegenständen;

b) Weichmacher in Einwegmaterialien

und -gegenständen, die mit fettfreien

Lebensmitteln in Berührung kommen, außer bei Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung gemäß der Verordnung über Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, BGBl. II Nr. 68/2008, in der jeweils geltenden Fassung, oder Erzeugnissen gemäß der Beikostverordnung, BGBl. II Nr. 133/1998, in der jeweils geltenden Fassung;

c) technisches Hilfsagens in Konzen- trationen von bis zu 0,1 % im Ender-zeugnis.

SML(T) = 9 mg/kg Simulanzlösemittel

(42)

Die Spezifikationen in Anlage 4 sind einzuhalten.

SML = 5 mg/kg Lebensmittel. Nur in

Einweghandschuhen zu verwenden.

SML = 0,05 mg/kg Lebensmittel“

Novellierungsanordnung 8, In Anlage 2 Abschnitt A werden folgende Additive in entsprechender numerischer Reihenfolge eingefügt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„38875

002162-74-5

Bis(2,6-diisopropylphenyl)carbodiimid

SML = 0,05 mg/kg. Nur zur Verwendung

hinter einer PET-Schicht.

45703

491589-22-1

cis-1,2-Cyclohexandicarbonsäure, Calciumsalz

SML = 5 mg/kg

48960

—

9,10-Dihydroxystearinsäure und ihre Oligomere

SML = 5 mg/kg

55910

736150-63-3

Ester von hydrierten Ricinusölmonoglyceriden mit Essigsäure

 

60025

—

Hydrierte Homopolymere und/oder Copolymere aus 1-Decen und/oder 1-Dodecen und/oder 1-Octen

Die Spezifikationen in Anlage 4 sind einzuhalten. Nicht zur Verwendung für Gegenstände, die mit fetten Lebensmitteln in Berührung kommen.

62280

009044-17-1

Isobutylen-Buten-Copolymer

 

70480

000111-06-8

Palmitinsäurebutylester

 

76463

—

Polyacrylsäure, Salze

SML(T) = 6 mg/kg (36) (für Acrylsäure).

76723

167883-16-1

Polydimethylsiloxan mit 3-Aminopropyl-Endgruppen, Polymer mit Dicyclohexylmethan- 4,4?-di-isocyanat

Die Spezifikationen in Anlage 4 sind einzuhalten.

76725

661476-41-1

Polydimethylsiloxan, mit 3-Aminopropyl-Endgruppen, Polymer mit1-Isocyanato-3-isocyanatomethyl- 3,5,5-trimethylcyclohexan

Die Spezifikationen in Anlage 4 sind einzuhalten.

77732

—

Polyethylenglycol (EO = 1-30, typischerweise 5)-ether von Butyl-2-cyano-3-(4-hydroxy-3-methoxyphenyl)-acrylat

SML = 0,05 mg/kg. Nur zur Verwendung in PET.

77733

—

Polyethylenglycol (EO = 1-30, typischerweise 5)-ether von Butyl-2- cyano-3-(4-hydroxyphenyl)-acrylat

SML = 0,05 mg/kg. Nur zur Verwendung in PET.

77897

—

Polyethylenglycol (EO = 1-50)-monoalkylether (linear und verzweigt, C8—C20)-sulfat, Salze

SML = 5 mg/kg

89120

000123-95-5

Stearinsäurebutylester

 

95858

—

Wachse, paraffinisch, raffiniert, aus Erdöl oder aus synthetischen Kohlenwasserstoffen gewonnen

SML = 0,05 mg/kg. Die Spezifikationen in Anlage 4 sind einzuhalten. Nicht zur Verwendung für Gegenstände, die mit fetten Lebensmitteln in Berührung kommen.“

Novellierungsanordnung 9, Für die folgenden in Anlage 2 Abschnitt A angeführten Additive wird der Inhalt der Spalte „Beschränkungen und/oder Spezifikationen“ wie folgt ersetzt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„39815

182121-12-6

9,9-Bis(methoxymethyl)fluoren

SML = 0,05 mg/kg

66755

002682-20-4

2-Methyl-4-isothiazolin-3-on

SML = 0,5 mg/kg. Nur zur Verwendung in wässrigen Polymerdispersionen und

-emulsionen und bei Konzentrationen, die nicht zu antimikrobieller Wirkung an der Oberfläche des Polymers oder im Lebensmittel selbst führen.“

Novellierungsanordnung 10, Die folgenden Additive werden aus Anlage 2 Abschnitt A gestrichen:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„30340

330198-91-9

12-(Acetoxy)-Stearinsäure, 2,3-Bis(acetoxy) propylester“

 

Novellierungsanordnung 11, In Anlage 2 Abschnitt B werden die folgenden Additive in entsprechender numerischer Reihenfolge eingefügt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„34130

—

Alkyl-Dimethylamine, linear mit gerader Anzahl von Kohlenstoffatomen (C12—C20)

SML = 30 mg/kg

53670

032509-66-3

Ethylenglycol-bis-[3,3-bis-(3-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)-butyrat]

SML = 6 mg/kg“

Novellierungsanordnung 12, Für die folgenden in Anlage 2 Abschnitt B aufgeführten Additive wird der Inhalt der Spalte „Beschränkungen und/oder Spezifikationen“ wie folgt ersetzt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

Beschränkungen und/oder Spezifikationen

(1)

(2)

(3)

(4)

„72081/10

—

Erdölkohlenwasserstoffharze (hydriert)

Die Spezifikationen in Anlage 4 sind einzuhalten.“

Novellierungsanordnung 13, Anlage 3a erhält die Überschrift „Lipophile Stoffe, auf die der FRF angewandt wird“.

Novellierungsanordnung 14, In Anlage 3a lauten die Stoffe mit den Nr. 38810, 38820, 38840, 39060, 39925 und 40000 wie folgt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

„38810

38820

38840

39060

39925

40000

080693-00-1

026741-53-7

154862-43-8

035958-30-6

129228-21-3

000991-84-4

Bis(2,6-di-tert-butyl-4-methylphenyl)pentaerythritoldiphosphit

Bis(2,4-di-tert-butylphenyl)pentaerythritoldiphosphit

Bis(-2,4-dicumylphenyl)pentaerythritoldiphosphit

1,1-Bis(2-hydroxy-3,5-di-tert-butylphenyl)ethan

3,3-Bis(methoxymethyl)-2,5-dimethylhexan

2,4-Bis(octylthio)-6-(4-hydroxy-3,5-di-tert-butylanilino)-1,3,5-triazin“

Novellierungsanordnung 15, In Anlage 3a werden folgende Stoffe eingefügt:

Ref.-Nr.

CAS-Nr.

Bezeichnung

„34130

—

Alkyl-Dimethylamine, linear mit gerader Anzahl von Kohlenstoffatomen (C12—C20)

39815

182121-12-6

9,9-Bis(methoxymethyl)fluoren

53670

032509-66-3

Ethylenglycol-bis-[3,3-bis-(3'-tert-butyl-4'-hydroxyphenyl)-butyrat]“

Novellierungsanordnung 16, In Anlage 4 Teil B werden folgende Ref.-Nrn. in entsprechender numerischer Reihenfolge eingefügt:

Ref.-Nr.

SONSTIGE SPEZIFIKATIONEN

„60025

Spezifikationen:

—Viskosität mindestens 3,8 cSt bei 100°C

— durchschnittliches Molekulargewicht > 450

76723

Spezifikationen:

Die Fraktion mit Molekulargewicht unter 1 000 sollte 1,5 Gew.-% nicht übersteigen.

76725

Spezifikationen:

Die Fraktion mit Molekulargewicht unter 1 000 sollte 1 Gew.-% nicht übersteigen.

95858

Spezifikationen:

—Durchschnittliches Molekulargewicht mindestens 350

—Viskosität mindestens 2,5 cSt bei 100 °C

—Der Gehalt an mineralischen Kohlenwasserstoffen mit einer Kohlenstoffzahl kleiner als 25: nicht mehr als 40 Gew.-%.“

Novellierungsanordnung 17, In Anlage 5 lauten die Anmerkungen 36 und 43 wie folgt:

„(36) SML(T) in diesem speziellen Fall bedeutet, dass die Beschränkung durch die Summe der Migrationsgrenzwerte der folgenden mit ihrer Ref.-Nr. angegebenen Stoffe nicht überschritten werden darf: 10690, 10750, 10780, 10810, 10840, 11470, 11590, 11680, 11710, 11830, 11890, 11980, 31500 und 76463.“

„(43) SML(T) in diesem speziellen Fall bedeutet, dass die Beschränkung durch die Summe der Migrationsgrenzwerte der folgenden mit ihrer Ref.-Nr. angegebenen Stoffe nicht überschritten werden darf: 19150 und 19180.“

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