Jahrgang 2007 |
Ausgegeben am 27. November 2007 |
Teil römisch zwei |
329. Verordnung: | Frauenförderungsplan des Bundesministeriums für Soziales und Konsumentenschutz |
Auf Grund des Paragraph 11 a, des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes (B-GlBG), Bundesgesetzblatt Nr. 100 aus 1993,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 82 aus 2005,, wird verordnet:
Inhaltsverzeichnis
Paragraph eins, Ziele |
Paragraph 2, Gleichbehandlung und Frauenförderung als Teil der Organisationsentwicklung | |
Paragraph 3, Maßnahmen zum Schutz der Würde am Arbeitsplatz | |
Paragraph 4, Sprachliche Gleichbehandlung | |
Paragraph 5, Informationsarbeit | |
Paragraph 6, Ressourcen | |
Paragraph 7, Informationsrechte |
Paragraph 8, Kinderbetreuung und/oder Teilzeitbeschäftigung | |
Paragraph 9, Teilzeitbeschäftigung und Führungsverantwortung | |
Paragraph 10, Kinderbetreuungseinrichtungen |
Paragraph 11, Erhöhung des Frauenanteiles an den Maßnahmen der Aus- und Fortbildung | |
Paragraph 12, Spezielle Maßnahmen für Dienstnehmerinnen der Verwendungs-/Entlohnungsgruppen C/c und D/d bzw. A3/v3 und A4/v4 | |
Paragraph 13, Basisausbildung | |
Paragraph 14, Schulung von Führungskräften | |
Paragraph 15, Vortragende und Unterrichtsmaterialien |
Paragraph 16, Laufbahn- und Karriereplanung | |
Paragraph 17, Besetzung von Führungspositionen | |
Paragraph 18, Verbesserung der internen Information |
Paragraph 19, Information | |
Paragraph 20, Gleitender Wiedereinstieg | |
Paragraph 21, Spezielle Schulung der Wiedereinsteigerinnen |
Paragraph 22, Förderung der Mitarbeit von Frauen |
Paragraph 23, Inkrafttreten |
Anlage Zielvorgaben zur Erhöhung der Frauenanteile
Das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz bekennt sich zu einer aktiven Gleichbehandlungspolitik.
Bei der Umsetzung des Frauenförderungsplanes sollen folgende Ziele erreicht werden:
Alle interne und externe Schriftstücke und sonstige Veröffentlichungen des Ressorts sind geschlechtergerecht zu formulieren. Personenbezeichnungen sind in weiblicher bzw. männlicher Form zu verwenden, wofür die technischen Voraussetzungen zu schaffen sind.
Im Frauenförderungsplan sind folgende Informationsrechte vorgesehen:
Es müssen die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, dass Leitungspositionen grundsätzlich auch Teilzeitbeschäftigten zugänglich sind. Modelle der Teamarbeit und Projektverantwortlichkeit in Abteilungen sollen erprobt werden (Pilotprojekte, um neue Formen der inhaltlichen Stellvertretung, der internen Kommunikationsabläufe und anderer Rahmenbedingungen zu erproben).
Kooperationsmöglichkeiten mit Kinderbetreuungseinrichtungen in der Nähe der Dienststelle sind zu überprüfen und die Information zur Verfügung zu stellen.
Um die Mobilität der Mitarbeiter/innen zu fördern und das Potential an interessierten Bewerberinnen zu erhöhen, sollen alle Möglichkeiten des internen Informationsaustausches genutzt bzw. bekannt gemacht werden.
Es soll ein gleitender Wiedereinstieg insbesondere auch in qualifizierten Bereichen mit begleitenden Maßnahmen wie Umorganisation, entsprechende Reduzierung des Aufgabenbereiches, Mitarbeiter/innen/gespräch, ermöglicht werden.
Personalverantwortliche und Vorgesetzte haben Frauen, die die Mitarbeit in Kommissionen und Beiräten anstreben, zu fördern.
Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 2008 in Kraft.
Buchinger
Die verbindlichen Vorgaben beziehen sich auf Frauen, die zumindest gleich geeignet sind wie der bestgeeignete männliche Bewerber.
Die Fluktuationszahlen beruhen auf der Annahme einer 3-prozentigen Fluktuation pro Jahr.
In jenen Bereichen, in denen der Frauenanteil von 40 % bereits erreicht wurde, ist darauf zu achten, dass durch Neuaufnahmen bzw. durch Funktionsbesetzungen der Frauenanteil nicht unter 40 % sinkt.
Zu Paragraph 11 a, Absatz 3, B-GlBG:
|
Dienstnehmer/innen |
Männer |
Frauen |
Gesamt |
Frauenanteil in % |
Fluktuation |
Vorgaben |
|
GL StV |
2 |
1 |
3 |
33,3 |
0 |
0 |
|
AbtL |
6 |
4 |
10 |
40 |
0 |
0 |
|
A1/9 |
2 |
0 |
2 |
0 |
1 |
1 |
|
A1/8 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
|
A1/7, v1/5 |
5 |
2 |
7 |
28,6 |
1 |
1 |
|
A1/5, A1/6,v1/4 |
19 |
6 |
25 |
25 |
1 |
1 |
|
A1/GL, v1/1 |
4 |
2 |
6 |
33,3 |
1 |
1 |
|
A2/8 |
1 |
0 |
1 |
0 |
||
|
A2/7, v2/5 |
12 |
2 |
14 |
14,3 |
1 |
1 |
|
v2/1 |
3 |
1 |
4 |
25 |
Es ist weiters darauf Bedacht zu nehmen, dass, da in den Sektionen römisch drei und römisch fünf der Frauenanteil in einzelnen Führungspositionen bereits 50 bis 100 % beträgt, vermehrt in den Sektionen römisch eins, römisch zwei und römisch vier der Frauenanteil in oben genannten Funktionen und Funktionsgruppen zu erhöhen ist.
Um ein kohärentes Bild über die Anteile von Frauen in Führungspositionen, unabhängig von der Unterteilung in Funktionsgruppen (einschließlich Grundlaufbahn), Gehaltsgruppen oder Bewertungsgruppen oder in den sonstigen hervorgehobenen Verwendungen (Funktionen), welche auf die betreffende, nicht unterteilte Kategorie nach Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer eins, entfallen, zu liefern, wird eine Aufstellung der Funktionsträger/innen in der Zentralstelle, nach dem Geschlecht getrennt, zum Stichtag 1.11.2007 angehängt. Differenzen zwischen der Gesamtzahl der Funktionen und der Summe aus „Männern“ und „Frauen“ ergeben sich aus dem Umstand der noch nicht erfolgten (Nach)Besetzung.
|
Funktion |
Frauen |
Männer |
gesamt |
Frauenanteil in % |
|
Kabinett des HBM |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Sektionen |
1 |
4 |
5 |
20 |
|
Stabstelle CIO |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Behindertenanwaltschaft |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Gruppen |
0 |
3 |
3 |
0 |
|
Abteilungen |
13 |
26 |
39 |
33,33 |
|
Kanzleidirektion |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Funktion |
Frauen |
Männer |
gesamt |
Frauenanteil in % |
|
Kabinett des HBM |
1 |
0 |
1 |
100 |
|
Sektionen |
3 |
7 |
10 |
30 |
|
Gruppen |
1 |
2 |
3 |
33,33 |
|
Abteilungen |
17 |
19 |
40 |
42,5 |
|
Kanzleidirektion |
0 |
1 |
1 |
0 |
Bei der Nachbesetzung von Landesstellenleitungen und stellvertretenden Landesstellenleitungen ist darauf Bedacht zu nehmen, dass im Bundesdurchschnitt der Frauenanteil von 40 % erreicht wird. Bei der Interpretation der Anteile ist auch zu beachten, dass der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Bediensteten rund zwei Drittel beträgt.
Zu Paragraph 11 a, Absatz 3, B-GlBG:
|
Dienstnehmer/innen |
Männer |
Frauen |
Gesamt |
Frauenanteil in % |
Fluktuation |
Vorgaben |
|
Landesstellenleitung |
2 |
0 |
2 |
0 |
0 |
0 |
|
Stv-Landesst.L |
3 |
0 |
3 |
0 |
1 |
1 |
|
AbteilungsL |
6 |
1 |
7 |
14,3 |
1 |
1 |
|
Stv AbtL |
3 |
1 |
4 |
25 |
1 |
1 |
|
A1/7 |
1 |
0 |
1 |
0 |
1 |
1 |
|
A1/5, A1/6 |
3 |
2 |
5 |
40 |
||
|
A1/2, v1/2 |
6 |
1 |
7 |
14,3 |
1 |
1 |
|
A2/7 |
2 |
0 |
2 |
0 |
1 |
1 |
Um ein kohärentes Bild über die Anteile von Frauen in Führungspositionen, unabhängig von der Unterteilung in Funktionsgruppen (einschließlich Grundlaufbahn), Gehaltsgruppen oder Bewertungsgruppen oder in den sonstigen hervorgehobenen Verwendungen (Funktionen), welche auf die betreffende, nicht unterteilte Kategorie nach Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer eins, entfallen, zu liefern, wird eine Aufstellung der Funktionsträger/innen im Bundessozialamt, nach dem Geschlecht getrennt, zum Stichtag 1.11.2007 angehängt. Differenzen zwischen der Gesamtzahl der Funktionen und der Summe aus „Männern“ und „Frauen“ ergeben sich aus dem Umstand der noch nicht erfolgten (Nach)Besetzung.
|
Funktion |
Frauen |
Männer |
gesamt |
Frauenanteil in % |
|
Amtsleitung |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Supportleitung |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Stabsleitung |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Landesstellenleitung |
2 |
7 |
9 |
22,22 |
|
Abteilungsleitungen |
15 |
37 |
42 |
35,71 |
|
Leitung d. ärztlichen Dienstes |
4 |
5 |
9 |
44,44 |
|
Funktion |
Frauen |
Männer |
gesamt |
Frauenanteil in % |
|
Vertretung der Amtsleitung |
2 |
0 |
2 |
100 |
|
Vertretung der Supportleitung |
0 |
1 |
1 |
0 |
|
Vertretung der Stabsleitung |
0 |
0 |
1 |
0 |
|
Vertretung der Landesstellenleitung |
1 |
7 |
9 |
11,11 |
|
Vertretung der Abteilungsleitungen |
17 |
19 |
42 |
40,47 |