BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2005

Ausgegeben am 29. Juni 2005

Teil römisch drei

97. Kundmachung:

Geltungsbereich des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge

97. Kundmachung des Bundeskanzlers betreffend den Geltungsbereich des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weiter Staaten ihre Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunden zum Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge Bundesgesetzblatt Nr. 40 aus 1980,, letzte Kundmachung des Geltungsbereichs Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 207 aus 1999,) hinterlegt:

Staaten:

Datum der Hinterlegung der Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunde:

Albanien

27. Juni 2001

Andorra

5. April 2004

Ecuador

11. Februar 2005

Gabun

5. November 2004

Luxemburg

23. Mai 2003

Mosambik

8. Mai 2001

Peru

14. September 2000

Portugal

6. Februar 2004

Saudi-Arabien

14. April 2003

Vietnam

10. Oktober 2001

Ferner hat Serbien und Montenegro am 12. März 2001 erklärt, sich mit Wirksamkeit vom 27. April 1992 an das Übereinkommen gebunden zu erachten.
Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunde haben nachstehende Staaten folgende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:

Ecuador:

Ecuador möchte die Befolgung der in der Satzung der Vereinten Nationen und anderen internationalen Regelungen vorgesehenen Grundsätze, Regeln und Methoden der friedlichen Streitbeilegung bekunden, die ausdrücklich in das ecuadorianische Rechtssystem, nämlich in Artikel 4, Absatz 3, der Verfassung der Republik, inkorporiert wurden.

Peru:

Für die Regierung von Peru muss die Anwendung der Artikel 11, 12 und 25 des Übereinkommens in Übereinstimmung mit und abhängig vom Verfahren zur Unterzeichnung, Zustimmung, Ratifikation, Beitritt und In-Kraft-Treten dieses Übereinkommens verstanden werden, das durch die verfassungsrechtliche Vorschrift von Peru vorgesehen ist.

Portugal:

Artikel 66, des Übereinkommens ist gänzlich mit den Bestimmungen von Teil römisch fünf, auf den sich dieser Artikel bezieht, verknüpft. Portugal erklärt daher bezüglich seines Verhältnisses zu jedem Staat, der einen Vorbehalt zu einzelnen oder allen Bestimmungen von Artikel 66, erklärt hat oder erklären wird, dass es sich weder durch diese Verfahrensbestimmungen noch durch die materiellen Bestimmungen des Teils römisch fünf des Übereinkommens als gebunden erachtet, auf die die in Artikel 66, vorgesehenen Verfahren auf Grund des genannten Vorbehaltes nicht angewendet werden. Portugal erhebt jedoch keinen Einspruch gegen das In-Kraft-Treten des übrigen Übereinkommens zwischen der portugiesischen Republik und einem solchen Staat und ist der Auffassung, dass das Fehlen von Vertragsbeziehungen zwischen Portugal und diesem Staat bezüglich einiger oder aller Bestimmungen von Teil römisch fünf diesen Staat in keiner Weise daran hindert, Verpflichtungen nach diesen Bestimmungen zu erfüllen, denen er unabhängig von diesem Übereinkommen nach Völkerrecht unterliegt.

Saudi-Arabien:

Vorbehalt zu Artikel 66,

Vietnam:

Anlässlich des Beitritts zu diesem Übereinkommen erklärt die Sozialistische Republik Vietnam ihren Vorbehalt zu Artikel 66, des genannten Übereinkommens.

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat Finnland am 20. April 2001 seine anlässlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde abgegebene Erklärung 1 zu Artikel 7, Absatz 2, zurückgezogen.

Schüssel

1 Kundgemacht in BGBl. Nr. 5/1987