BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2004

Ausgegeben am 14. September 2004

Teil römisch eins

117. Bundesverfassungsgesetz:

Änderungen des Verlaufes der Staatsgrenze zwischen der Republik Österreich und der Teschechischen Republik

Nationalrat:, Gesetzgebungsperiode römisch 22 Regierungsvorlage 6 Ausschussbericht 361 Sitzung 45 Bundesrat:, Ausschussbericht 6976 Sitzung 705.)

117. Bundesverfassungsgesetz über Änderungen des Verlaufes der Staatsgrenze zwischen der Republik Österreich und der Tschechischen Republik

Der Nationalrat hat beschlossen:

Begriffsbestimmungen

Paragraph eins,

Im Sinne dieses Bundesverfassungsgesetzes sind

  1. Ziffer eins
    Staatsgrenze: die Staatsgrenze zwischen der Republik Österreich und der Tschechischen Republik
  2. Ziffer 2
    Anlage: eine der Anlagen 1 bis 10 zum Vertrag zwischen der Republik Österreich und der Tschechischen Republik vom 26. Oktober 2001 über Änderungen des Verlaufes der gemeinsamen Staatsgrenze.

Änderungen des Verlaufes der Staatsgrenze in den Sektionen römisch zwei, römisch drei, römisch vier, römisch sechs und römisch zehn

Paragraph 2,

  1. Absatz eins,Der Verlauf der Staatsgrenze wird bestimmt
    1. Ziffer eins
      in der Sektion römisch zwei vom Grenzzeichen II/38-03 bis zum Grenzzeichen II/38-05 – Wirtschaftsobjekt (österreichische Gemeinde Schönegg, politischer Bezirk Rohrbach, einerseits und tschechische Gemeinde Predni Vyton, Bezirk Cesky Krumlov, andererseits) durch die Anlage 1;
    2. Ziffer 2
      in der Sektion römisch zwei vom Grenzzeichen II/40-6 bis zum Grenzzeichen II/40-8 – Freibach (österreichische Gemeinde Schönegg, politischer Bezirk Rohrbach, einerseits und tschechische Gemeinde Loucovice, Bezirk Cesky Krumlov, andererseits) durch die Anlage 2;
    3. Ziffer 3
      in der Sektion römisch zwei vom Grenzzeichen II/44-2 bis zum Grenzzeichen II/44-4 – Freibach (österreichische Gemeinde Schönegg, politischer Bezirk Rohrbach, einerseits und tschechische Gemeinde Loucovice, Bezirk Cesky Krumlov, andererseits) durch die Anlage 3;
    4. Ziffer 4
      in der Sektion römisch drei vom Grenzzeichenpaar III/35 bis zum Grenzzeichenpaar III/37-5 – Maltsch (österreichische Gemeinde Leopoldschlag, politischer Bezirk Freistadt, einerseits und tschechische Gemeinde Dolni Dvoriste, Bezirk Cesky Krumlov, andererseits) durch die Anlage 4;
    5. Ziffer 5
      in der Sektion römisch vier vom Grenzzeichen IV/13-04 bis zum Grenzzeichen IV/14-1 – Ascherbach (österreichische Gemeinde St. Martin, politischer Bezirk Gmünd, einerseits und tschechische Gemeinde Phorska Ves, Bezirk Cesky Krumlov, andererseits) durch die Anlage 5;
    6. Ziffer 6
      in der Sektion römisch sechs vom Grenzzeichen VI/27-2 bis zum Grenzzeichen VI/27-7 – Neumühlbach (österreichische Gemeinde Haugschlag, politischer Bezirk Gmünd, einerseits und tschechische Gemeinde Straz nad Nezarkou, Bezirk Jindrichuv Hradec, andererseits) durch die Anlage 6;
    7. Ziffer 7
      in der Sektion römisch sechs vom Grenzzeichen VI/33-06 bis zum Grenzzeichen VI/34-05 – Grenzbach (österreichische Gemeinde Haugschlag, politischer Bezirk Gmünd, einerseits und tschechische Gemeinde Nova Bystrice, Bezirk Jindrichuv Hradec, andererseits) durch die Anlage 7;
    8. Ziffer 8
      in der Sektion römisch sechs vom Grenzzeichen VI/47-5 bis zum Grenzzeichen VI/48-4 und vom Grenzzeichen VI/49-04 bis zum Grenzzeichen VI/49-4 – gemeinsamer Grenzweg (österreichische Gemeinde Reingers, politischer Bezirk Gmünd, einerseits und tschechische Gemeinde Nova Bystrice, Bezirk Jindrichuv Hradec, andererseits) durch die Anlage 8;
    9. Ziffer 9
      in der Sektion römisch sechs vom Grenzzeichen VI/51 bis zum Grenzzeichen VI/52-3 – Braunschlägerbach (österreichische Gemeinde Reingers, politischer Bezirk Gmünd, einerseits und tschechische Gemeinde Stare Mesto pod Landstejnem, Bezirk Jindrichuv Hradec, andererseits) durch die Anlage 9;
    10. Ziffer 10
      in der Sektion römisch zehn vom Grenzzeichen X/27-1 bis zum Grenzzeichen X/27-2 – gemeinsamer Grenzweg (österreichische Gemeinde Bernhardsthal, politischer Bezirk Mistelbach, einerseits und tschechische Gemeinde Valtice, Bezirk Breclav, andererseits) durch die Anlage 10;
  2. Absatz 2,Spätere Veränderungen der Lage der in den Anlagen genannten Grenzgewässer und Grenzgräben haben auf den Verlauf der Staatsgrenze keinen Einfluss.

In-Kraft-Treten und Vollziehung

Paragraph 3,

  1. Absatz eins,Dieses Bundesverfassungsgesetz tritt – vorbehaltlich der zur Wirksamkeit seines Paragraph 2, erforderlichen übereinstimmenden Verfassungsgesetze der Länder Oberösterreich und Niederösterreich – zum gleichen Zeitpunkt in Kraft wie der Vertrag zwischen der Republik Österreich und der Tschechischen Republik über Änderungen des Verlaufes der gemeinsamen Staatsgrenze vom 26. Oktober 2001.
  2. Absatz 2,Mit der Vollziehung dieses Bundesverfassungsgesetzes ist die Bundesregierung betraut.

Klestil

Schüssel