Vorblatt

 

Ziel(e)

 

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Erfolgreiche Implementierung der neuen Oberstufe

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Sicherung der Nachhaltigkeit des Bildungserwerbes

 

Inhalt

 

Das Vorhaben umfasst hauptsächlich folgende Maßnahme(n):

 

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Inkrafttreten der neuen Lehrpläne

 

Wesentliche Auswirkungen

Das Vorhaben hat keine finanziellen Auswirkungen, da an den Stundentafeln der Lehrpläne keine Änderungen vorgenommen werden und so der Bedarf an Lehrpersonalressourcen gleich bleibt.

 

Auswirkungen auf Kinder und Jugend:

Durch die Semestrierung der Lehrpläne soll die Implementierung der neuen Oberstufe und damit das Erreichen der in diesem Bildungsvorhaben gesetzten Ziele sichergestellt werden.

 

Durch Kompetenzorientierung der Lehrpläne soll die Nachhaltigkeit des Bildungserwerbs gesichert werden.

 

In den weiteren Wirkungsdimensionen gemäß § 17 Abs. 1 BHG 2013 treten keine wesentlichen Auswirkungen auf.

 

Verhältnis zu den Rechtsvorschriften der Europäischen Union:

Die vorgesehenen Regelungen fallen nicht in den Anwendungsbereich des Rechts der Europäischen Union.

 

Besonderheiten des Normerzeugungsverfahrens:

Keine

 

Wirkungsorientierte Folgenabschätzung

 

Novelle der Lehrpläne der allgemein bildenden höheren Schulen

 

Einbringende Stelle:

Bundesministerium für Bildung und Frauen

Vorhabensart:

Verordnung

Laufendes Finanzjahr:

2016

 

Inkrafttreten/

Wirksamwerden:

2017

 

 

Beitrag zu Wirkungsziel oder Maßnahme im Bundesvoranschlag

 

Das Vorhaben trägt dem Wirkungsziel "Erhöhung des Bildungsniveaus der Schülerinnen und Schüler und von Zielgruppen in der Erwachsenenbildung" der Untergliederung 30 Bildung und Frauen im Bundesvoranschlag des Jahres 2016 bei.

 

Problemanalyse

 

Problemdefinition

Die derzeit geltenden Verordnungen über die Lehrpläne der allgemein bildenden höheren Schulen (BGBl. Nr. 88/1985, zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 175/2015) entsprechen nicht den Anforderungen der neuen Oberstufe (BGBl. I Nr. 9/2012), wonach an zumindest dreijährigen mittleren und höheren Schulen die Lehrpläne der 10. bis einschließlich der vorletzten Schulstufe die Bildungs- und Lehraufgaben sowie den Lehrstoff der einzelnen Unterrichtsgegenstände enthalten müssen und erforderlichenfalls auch die didaktischen Grundsätze als Kompetenzmodule festzulegen und deren Aufteilung auf die jeweiligen Semester der betreffenden Schulstufe vorzunehmen sind.

Die Definition von Kompetenzmodulen bedingt zudem eine stärkere Akzentuierung der Kompetenzorientierung in den Fachlehrplänen.

 

Nullszenario und allfällige Alternativen

Die Semestergliederung (und damit verbunden die Semestrierung der Lehrpläne) ab der 10. Schulstufe ist ein unverzichtbarer Teil der gesetzlichen Vorgaben für die neue Oberstufe. Die Beibehaltung der derzeitigen Rechtslage (Jahresgliederung) würde das Erreichen wesentlicher Ziele der neuen Oberstufe erschweren bzw. überhaupt unmöglich machen.

 

Vorhandene Studien/Folgenabschätzungen

Keine relevanten Folgenabschätzungen für die EU.

 

Interne Evaluierung

 

Zeitpunkt der internen Evaluierung: 2022

Evaluierungsunterlagen und -methode: Nachdem der neue Lehrplan flächendeckend und aufsteigend erst ab dem Schuljahr 2018/19 zur Anwendung kommt, kann die interne Evaluierung frühestens 2022 – nach einem ersten vollständigen Durchlauf des neuen Oberstufenlehrplanes – durchgeführt werden.

Zwischenzeitlich finden laufend Evaluierungen im Rahmen der jährlichen Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche zwischen der pädagogischen Abteilung und der Schulaufsicht aus den Bundesländern statt.

Relevante Daten für diese Evaluierungen sind:

- SchülerInnenzahlen mit Schulerfolg und Behaltequoten

- Evaluationsergebnisse aus dem SQA-Systemfeedback

- Ergebnisse der jährlichen Reifeprüfung

 

Organisatorische Maßnahmen: Datenerhebung, Auswertung und Berichterstellung

 

Ziele

 

Ziel 1: Erfolgreiche Implementierung der neuen Oberstufe

 

Beschreibung des Ziels:

Durch die Semestrierung der AHS-Oberstufenlehrpläne soll die Implementierung der neuen Oberstufe und damit der durch dieses Bildungsvorhaben gesetzten Ziele sichergestellt werden.

 

Wie sieht Erfolg aus:

 

Ausgangszustand Zeitpunkt der WFA

Zielzustand Evaluierungszeitpunkt

Zahl der RepetentInnen und SchulabbrecherInnen für 2014/15

 

Kennzahl (Statistik Austria):

SchülerInnen der AHS Oberstufe, die am Ende des Schuljahres 2013/14 nicht aufstiegsberechtigt waren und im Schuljahr 2014/15 entweder wiederholt, in eine andere Ausbildung gewechselt oder überhaupt ausgestiegen sind: 7,6%

Die Zahl der RepetentInnen und SchulabbrecherInnen überschreitet nicht den Wert von 2014/15.

Kennzahl kleiner oder gleich 7,6%

 

Ziel 2: Sicherung der Nachhaltigkeit des Bildungserwerbes

 

Beschreibung des Ziels:

Durch die Kompetenzorientierung der Lehrpläne soll die Nachhaltigkeit des Bildungserwerbes im Sinne höherer Allgemeinbildung gesichert werden. Die AHS-MaturakandidatInnen sind für die Reifeprüfung gut vorbereitet.

 

Wie sieht Erfolg aus:

 

Ausgangszustand Zeitpunkt der WFA

Zielzustand Evaluierungszeitpunkt

Die Erfolgsquote bei der Reifeprüfung liegt bei 97%.

(= Anteil der KandidatInnen, die nach dem Haupttermin und den zwei darauf folgenden Nebenterminen die Reifeprüfung bestanden haben)

Die Erfolgsquote bei der Reifeprüfung liegt nicht unter 97%

 

Maßnahmen

 

Maßnahme 1: Inkrafttreten der neuen Lehrpläne

Beschreibung der Maßnahme:

Kundmachung der Verordnung und gesetzliches Wirksamwerden

 

Umsetzung von Ziel 1, 2

 

Wie sieht Erfolg aus:

 

Ausgangszustand Zeitpunkt der WFA

Zielzustand Evaluierungszeitpunkt

Derzeit gültige Lehrpläne sind in Kraft (BGBl. Nr. 88/1985, zuletzt geändert BGBl. II Nr. 175/2015)

Die neuen Lehrpläne sind in mit 1. September 2017 in Kraft

 

Abschätzung der Auswirkungen

 

Auswirkungen auf Kinder und Jugend

 

Auswirkungen auf den Zugang von Kindern zu Bildung und das Erreichen eines Bildungsziels

Auf der Grundlage der neuen, kompetenzorientierten Lehrpläne sollen SchülerInnen der AHS-Oberstufe individuell gefördert werden, um

a) das Bildungsziel der AHS-Oberstufe (Reifeprüfung) zu erreichen und

b) nachhaltig jene Kompetenzen zu erwerben, die sie für ihren weiteren Bildungs- bzw. Berufsweg benötigen.

 

Quantitative Auswirkungen auf die Betreuung und Bildung von Kindern

 

Betroffene Gruppe

Anzahl der Betroffenen

Quelle/Erläuterung

SchülerInnen der AHS-Oberstufe

100.000

 

 

Diese Folgenabschätzung wurde mit der Version 4.2 des WFA – Tools erstellt (Hash-ID: 1211479847).