Vorblatt

 

Ziel(e)

 

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Verbesserte Grundlage für die bildungspolitische Planung

 

Inhalt

 

Das Vorhaben umfasst hauptsächlich folgende Maßnahme(n):

 

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Verpflichtung der SchülerInnen zur Teilnahme an den Kontexterhebungen (durch die 6. BIFIE-Erhebungsverordnung)

 

Finanzielle Auswirkungen auf den Bundeshaushalt und andere öffentliche Haushalte:

 

Die dargestellten Kosten beziffern den finanziellen Aufwand für Konzeption (bzw. Übersetzung), Umsetzung und Druck der Kontextfragebögen sowie für die Verarbeitung und Aufbereitung der erhobenen Kontextdaten (einschließlich anteilige Personalkosten). Sie sind Teil des BIFIE-Budgets (und fallen also nicht zusätzlich zu diesem an). Dieses ist für den betreffenden Zeitraum bereits ausverhandelt, die Bedeckung ist gegeben.

 

Finanzielle Auswirkungen pro Maßnahme

 

Maßnahme

2016

2017

2018

2019

2020

Nettofinanzierung Bund

60.000

0

0

0

0

 

Auswirkungen auf die Verwaltungskosten für Bürger/innen:

Das Vorhaben führt insgesamt zu einer Belastung von rund 31.267 Stunden und einer Belastung hinsichtlich direkter Kosten in Höhe von € 0,- pro Jahr.

Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch, für alle Schüler/innen zusammen genommen ergibt sich die ausgewiesene Stundenanzahl.

 

In den weiteren Wirkungsdimensionen gemäß § 17 Abs. 1 BHG 2013 treten keine wesentlichen Auswirkungen auf.

 

Verhältnis zu den Rechtsvorschriften der Europäischen Union:

Die vorgesehenen Regelungen fallen nicht in den Anwendungsbereich des Rechts der Europäischen Union.

 

Besonderheiten des Normerzeugungsverfahrens:

Keine

 

Wirkungsorientierte Folgenabschätzung

 

Verordnung der Bundesministerin für Bildung und Frauen über die Pflicht zur Mitwirkung an Erhebungen durch das BIFIE (6. BIFIE-Erhebungsverordnung)

 

Einbringende Stelle:

bmbf

Vorhabensart:

Verordnung

Laufendes Finanzjahr:

2016

 

Inkrafttreten/

Wirksamwerden:

2016

 

 

Beitrag zu Wirkungsziel oder Maßnahme im Bundesvoranschlag

 

Das Vorhaben trägt dem Wirkungsziel "Erhöhung des Bildungsniveaus der Schülerinnen und Schüler" der Untergliederung 30 Bildung und Frauen bei.

Das Vorhaben trägt dem Wirkungsziel "Verbesserung der Chancen- und Geschlechter-gerechtigkeit im Bildungswesen" der Untergliederung 30 Bildung und Frauen bei.

 

Problemanalyse

 

Problemdefinition

Im Zusammenhang mit einigen durch das BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) durchzuführenden Testungen sollen durch sog. Kontextfragebögen indirekt personenbezogene Erhebungen bei den getesteten Schülerinnen und Schülern über schulische Lernbedingungen und außerschulische Lern-und Lebensbedingungen erfolgen. Dabei werden bildungsrelevante sozioökonomische Faktoren wie z.B. Herkunft, Berufsstand der Eltern und soziale Situation erhoben. Dies erfolgt in der Absicht, eine Verknüpfung und Interpretation der Leistungsdaten einerseits mit schulischen (z.B. Schulklima, Schulzufriedenheit), andererseits mit außerschulischen Rahmenbedingungen (Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungsabschlüsse der Eltern u.Ä.) zu ermöglichen, um daraus qualitätssichernde und steuerungsrelevante Schlussfolgerungen ableiten zu können.

 

Eine Herstellung des direkten Personenbezugs ist nicht möglich.

 

Die Testungen im Einzelnen:

Überprüfung der Bildungsstandards für Deutsch, 8. Schulstufe: ca. 81.000 Schülerinnen und Schüler (April 2016)

Pilotierung für die Überprüfung der Bildungsstandards für Mathematik 4. Schulstufe: ca. 2.300 Schülerinnen und Schüler (Mai 2016)

Haupttest zu PIRLS 2016: ca. 4.500 Schülerinnen und Schüler (April bis Mai 2016)

 

Die Kontextdaten stellen einen wesentlichen Bestandteil dieser Erhebungen dar. Schülerinnen und Schüler sind aber nur dann verpflichtet, an den Kontext-Erhebungen teilzunehmen, wenn dies durch eine Verordnung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen angeordnet wird.

 

Nullszenario und allfällige Alternativen

Das Fehlen einer verpflichtenden Grundlage würde dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler die Kontextfragebögen nicht oder nicht vollständig ausfüllen und die Daten daher nicht valide wären. Eine sinnvolle Auswertung der Daten aus den Fragebögen mit dem Ziel, bildungsstrategische Schlussfolgerungen zu treffen, wäre nicht möglich.

 

Vorhandene Studien/Folgenabschätzungen

Bei den jeweiligen Vorgänger-Erhebungen wurden die Kontextdaten ebenfalls erhoben und ausgewertet. Diese Auswertungen wurden in den jeweiligen Ergebnisberichten sowie allfälligen Zusatzauswertungen berichtet. Sie ersetzen allerdings die aktuell geplanten Erhebungen nicht, weil sie sich auf frühere Schülergenerationen beziehen.

 

Interne Evaluierung

 

Zeitpunkt der internen Evaluierung: 2020

Evaluierungsunterlagen und -methode: Die Evaluierung erfolgt im Zuge der jeweiligen Erhebungsauswertung. Wenn die Auswertung unter Bezug auf die Kontextvariablen machbar ist, bedeutet dies, dass die benötigten Daten vorliegen und die Verordnung gegriffen hat.

 

Ziele

 

Ziel 1: Verbesserte Grundlage für die bildungspolitische Planung

 

Beschreibung des Ziels:

Die bildungsrelevanten sozioökonomischen Faktoren wie z.B. Herkunft, Berufsstand der Eltern und soziale Situation werden erhoben, um eine Verknüpfung und Interpretation der Leistungsdaten einerseits mit schulischen (z.B. Schulklima, Schulzufriedenheit), andererseits mit außerschulischen Rahmenbedingungen (Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungsabschlüsse der Eltern u.Ä.) zu ermöglichen, um daraus qualitätssichernde und steuerungsrelevante Schlussfolgerungen ableiten zu können.

 

Wie sieht Erfolg aus:

 

Ausgangszustand Zeitpunkt der WFA

Zielzustand Evaluierungszeitpunkt

Keine Rechtsgrundlage für Kontexterhebungen durch das BIFIE im Schuljahr 2015/16. Es kann nicht gewährleistet werden, dass valide Daten für die Verknüpfung der Leistungsergebnisse mit Kontextvariablen zur Verfügung stehen.

Valide Datenlage in Bezug auf die Kontextvariablen. Durch die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Mitwirkung an den Kontexterhebungen durch Verankerung in der 6. BIFIE-Erhebungsverordnung werden die Fragebögen in ausreichender Anzahl und ausreichender Genauigkeit ausgefüllt. Die Auswertung der Kontextdaten und damit eine genauere Betrachtung der Leistungsdaten für spezielle Personengruppen ist möglich.

Indikator: Die Daten sind vorhanden.

Kennzahl 1: 80% der SchülerInnen füllen die Kontextfragebögen aus.

Kennzahl 2: 80% der Daten eines Fragebogens sind vorhanden und plausibel.

 

Maßnahmen

 

Maßnahme 1: Verpflichtung der SchülerInnen zur Teilnahme an den Kontexterhebungen (durch die 6. BIFIE-Erhebungsverordnung)

Beschreibung der Maßnahme:

Durch die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Mitwirkung an den Kontexterhebungen durch Verankerung in der 6. BIFIE-Erhebungsverordnung werden die Fragebögen in ausreichender Anzahl und ausreichender Genauigkeit ausgefüllt. Die Auswertung der Kontextdaten und damit eine genauere Betrachtung der Leistungsdaten für spezielle Personengruppen ist möglich.

 

Umsetzung von Ziel 1

 

Wie sieht Erfolg aus:

 

Ausgangszustand Zeitpunkt der WFA

Zielzustand Evaluierungszeitpunkt

Es besteht für das Schuljahr 2015/16 keine rechtliche Verpflichtung für Schülerinnen und Schüler die Kontextfragebögen auszufüllen.

Entwurf der 6. BIFIE-Erhebungsverordnung und Einreichung zur Begutachtung sowie Kundmachung bis spätestens Ende März 2016

 

Abschätzung der Auswirkungen

 

Finanzielle Auswirkungen auf den Bundeshaushalt und andere öffentliche Haushalte

 

 

Die dargestellten Kosten beziffern den finanziellen Aufwand für Konzeption (bzw. Übersetzung), Umsetzung und Druck der Kontextfragebögen sowie für die Verarbeitung und Aufbereitung der erhobenen Kontextdaten (einschließlich anteilige Personalkosten). Sie sind Teil des BIFIE-Budgets (und fallen also nicht zusätzlich zu diesem an). Dieses ist für den betreffenden Zeitraum bereits ausverhandelt, die Bedeckung ist gegeben.

 

Finanzielle Auswirkungen pro Maßnahme

 

Maßnahme

2016

2017

2018

2019

2020

Nettofinanzierung Bund

60.000

0

0

0

0

Auswirkungen auf die Verwaltungskosten für Bürger/innen und für Unternehmen

 

Auswirkungen auf die Verwaltungskosten für Bürger/innen

 

Die Verpflichtung ist nötig, um valide Daten zu erhalten. Ein Ausfüllen auf freiwilliger Basis würde das nicht gewährleisten.

 

IVP

Kurzbezeichnung

Fundstelle

Zeit (in h)

Kosten (in Tsd. €)

1

Ausfüllen des Fragebogens

Wird durch die Verordnung hergestellt.

31.267

0

 

 

Anhang mit detaillierten Darstellungen

Detaillierte Darstellung der Berechnung der Verwaltungskosten für Bürger/innen

 

Informationsverpflichtung 1

Fundstelle

Art

Ursprung

Zeit (in h)

Kosten (in €)

Ausfüllen des Fragebogens

Wird durch die Verordnung hergestellt.

geänderte IVP

National

31.267

0

 

Begründung für die Schaffung/Änderung der Informationsverpflichtung

Ausfüllen des Kontextfragebogens.

 

Eine elektronische Umsetzung der Informationsverpflichtung ist nicht vorgesehen:

 

Personengruppe 1: SchülerInnen

Fallzahl

Zeit pro Fall (hh:mm)

Kosten pro Fall €

Zeit (in h)

Kosten (in €)

Verwaltungstätigkeit 1: Formular ausfüllen

93.800

00:20

0,00

31.267

0

 

Quelle für Fallzahl: Das ist die (gerundete) Summe der vom Bifie genannten Schülerzahlen für die einzelnen Erhebungen. (Allfällige Überschneidungen sind nicht berücksichtigt.)

Erläuterung der Kalkulation und der getroffenen Annahmen: Direkte Kosten fallen nicht an, weil die eigentliche Erhebung ja ohnehin durchgeführt wird. Beim Kontextfragebogen handelt es sich nur um einen Zusatz. Die Abgeltung der Testleiterinnen und Testleiter ändert sich dadurch nicht.

 

Laut Auskunft des Bifie dauert das Ausfüllen eines Kontextfragebogens ungefähr 20 Minuten. Diese werden hier als zusätzlicher zeitlicher Aufwand für die Schülerinnen und Schüler ausgewiesen. Wobei auch das zu relativieren ist: Sie hätten andernfalls auch nicht freie Zeit sondern Unterricht.

93.800 Fragebögen à 20 Minuten ergibt in Summe 31.266,7 Stunden.

 

Diese Folgenabschätzung wurde mit der Version 3.9 des WFA – Tools erstellt.