Verordnung der Bundesministerin für Bildung und Frauen und des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, mit der die Hochschul-Studienevidenzverordnung (HSteV) geändert wird

 

Vereinfachte wirkungsorientierte Folgenabschätzung

 

Einbringende Stelle:

Ministerium für Bildung und Frauen

Vorhabensart:

Verordnung

Laufendes Finanzjahr:

2015

 

Inkrafttreten/

Wirksamwerden:

2015

 

Vorblatt

 

Problemanalyse

Durch die künftig enge Zusammenarbeit von Pädagogischen Hochschulen und Universitäten im Bereich der Lehrerausbildung für die Sekundarstufe (Allgemeinbildung) und den dafür einzurichtenden gemeinsamen Datenverbund benötigt es in der Hochschul-Studienevidenzverordnung, BGBl. II Nr. 252/2007 (HSteV), und der Universitäts-Studienevidenzverordnung 2004, BGBl. II Nr. 288/2004 (UniStEV 2004), aufeinander abgestimmte Regelungen, um eine Verwaltung der gemeinsam eingerichteten Studien und auch darüber hinaus, z. B. im Rahmen der Vergabe der Matrikelnummern, zu ermöglichen.

 

Darüber hinaus erfolgt eine genaue Aufschlüsselung bezüglich der in § 7a Abs. 8 des Bildungsdokumentationsgesetzes getroffenen Verordnungsermächtigungen betreffend der Regelungen über die Stichtage, die Verfahren und Formate der Datenüberlassung, die Verfahren der Übermittlung von Daten an die abfrageberechtigten Einrichtungen sowie die Datensicherheitsmaßnahmen.

 

Ziel(e)

1) Ermöglichung der Durchführung von zwischen Pädagogischen Hochschulen und Universitäten gemeinsam eingerichteten Lehramtsstudien;

2) Umstellung des bisher siebenstelligen Matrikelnummernsystems auf ein achtstelliges;

3) nähere Bestimmungen zur Datenüberlassung an Datenverbund gemäß § 7a Abs. 8 Bildungsdokumentationsgesetz.

 

Inhalt

Das Vorhaben umfasst hauptsächlich folgende Maßnahme(n):

Zu 1)

- Nähere Ausführung der Regelungen bezüglich der zulassenden Bildungseinrichtung und der Angehörigeneigenschaft der Studierenden an den übrigen beteiligten Bildungseinrichtungen;

- Regelungen bezüglich der zähltechnischen Abbildung der Studierenden von gemeinsam eingerichteten Studien;

- Umstellung auf eine 12-stellige Studienkennung.

Zu 2)

- Nähere Bestimmungen über die Bildung, Vergabe, Administration und Sperrung von einheitlich zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen zu verwendenden Matrikelnummern.

Zu 3)

- Regelung der an Datenverbund zu übermittelnden Daten sowie die Stichtage der Datenüberlassung und die Datenübergabeformate in § 12a HSteV sowie in den Anlagen 1 bis 3 der HSteV;

- Einführung einer Bestimmung über die Übermittlung von Daten an die Gesamtevidenz aus dem Datenverbund.

 

Beitrag zu Wirkungsziel oder Maßnahme im Bundesvoranschlag

 

Das Vorhaben hat keinen direkten Beitrag zu einem Wirkungsziel.

 

Finanzielle Auswirkungen auf den Bundeshaushalt und andere öffentliche Haushalte:

 

Die Umstellung der siebenstelligen Matrikelnummer auf eine achtstellige ist mit gewissen Kosten verbunden, da im Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) und an den Pädagogischen Hochschulen damit arbeitende Computersysteme, Datenbanken und Drittsysteme auf diese achtstellige Matrikelnummer umgestellt werden müssen.

 

Der auf die Pädagogischen Hochschulen entfallende Anteil der Einrichtungskosten von 30 000 Euro wird im Verhältnis der Studierendenzahlen aufgeteilt. Somit entfallen:

- 21 000 Euro (70%) auf das BMBF für die öffentlichen Pädagogischen Hochschulen,

- 7 200 Euro (24%) auf die Trägerorganisationen der privaten Pädagogischen Hochschulen,

- 1 200 Euro (4%) auf die Stiftung Private Pädagogische Hochschule Burgenland und

- 600 Euro (2%) auf das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) für die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik.

 

Weitere zu erwartende Kosten betreffen den Dienstleister des Datenverbundes der Universitäten und der Pädagogischen Hochschulen, die Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ-GmbH). Für die Umstellung auf eine achtstellige Matrikelnummer, den Bereich „Zahlungsverkehr Kundendaten“ und die dynamische Kontigentierung der Matrikelnummern entstehen, nach einer ersten Grobkostenschätzung seitens der BRZ-GmbH, ca. 162 000 Euro an Kosten. Diese Summe ist nach einem noch näher zu definierenden Schlüssel zwischen dem BMBF und dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft aufzuteilen.

Der auf das BMBF entfallende Anteil wäre wiederrum nach dem oben zu den Errichtungskosten beschriebenen Schlüssel auf das BMBF, die Trägerorganisationen der privaten Pädagogischen Hochschulen, die Stiftung Private Pädagogische Hochschule Burgenland und das BMLFUW aufzuteilen.

Da mit der Implementierung des gemeinsamen Datenverbundes der Universitäten und der Pädagogischen Hochschulen ein Technologiewechsel verbunden sein wird, werden sich die laufenden Betriebskosten verringern, sodass eine Amortisation des o.e. Betrags in etwa drei Jahren eintreten wird.

 

Diese Folgenabschätzung wurde mit der Version 3.9 des WFA – Tools erstellt.