Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 11Os26/19m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132571

Geschäftszahl

11Os26/19m

Entscheidungsdatum

02.04.2019

Norm

StPO §84 ABs2
StPO §284
StPO §285a

Rechtssatz

Die in § 84 Abs 2 StPO idF BGBl I 2004/19 vorgesehene generelle Möglichkeit protokollarischen Anbringens in Strafsachen wurde mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 (BGBl I 2010/111) beseitigt (vgl § 84 Abs 2 StPO idgF). Die Nichtigkeitsbeschwerde (und auch die Berufung) kann weiterhin mündlich, wenngleich nur unmittelbar nach Urteilsverkündung gegenüber dem Verhandlungsrichter angemeldet werden. Mündliche Rechtsmittelanmeldung zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der dreitägigen Frist außerhalb der zum Urteil führenden Gerichtssitzung entfaltet keine Wirkung.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 26/19m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2019 11 Os 26/19m
    Beisatz: Die in einem – wenn auch allenfalls vom Verteidiger (mit-)unterfertigten – Kanzleivermerk festgehaltene mündliche Erklärung, Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung anzumelden, stellt keine wirksame Rechtsmittelanmeldung iSv § 84 Abs 2 StPO (§ 81 GOG, § 58 Geo) dar. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132571

Im RIS seit

24.05.2019

Zuletzt aktualisiert am

24.05.2019

Dokumentnummer

JJR_20190402_OGH0002_0110OS00026_19M0000_001