Landesrecht konsolidiert Salzburg

Salzburger Mindestsicherungsgesetz § 7

Kurztitel

Salzburger Mindestsicherungsgesetz

Kundmachungsorgan

LGBl Nr 63/2010

Typ

LG

§/Artikel/Anlage

§ 7

Inkrafttretensdatum

01.09.2010

Außerkrafttretensdatum

Abkürzung

MSG

Index

12 Sozialwesen und Jugendschutz

Text

Einsatz des Vermögens

§ 7

(1) Bei der Bemessung von Leistungen der Bedarfsorientierten MindestsicherungNächster Suchbegriff ist das verwertbare Vermögen der Hilfesuchenden einzusetzen. Davon ausgenommen sind:

1.

Gegenstände, die zur Erwerbsausübung oder der Befriedigung angemessener kultureller Bedürfnisse der Hilfe

suchenden Person dienen;

2.

Gegenstände, die als angemessener Hausrat anzusehen sind;

3.

Kraftfahrzeuge, die berufsbedingt oder auf Grund besonderer Umstände (zB einer Behinderung, unzureichende Infrastruktur) erforderlich und angemessen sind;

4.

Ersparnisse und sonstiges Vermögen bis zu einem Freibetrag in Höhe des Fünffachen des Mindeststandards für Alleinstehende oder -erziehende (§ 10 Abs. 1 Z 1), ausgenommen unbewegliches Vermögen (Abs. 2).

(2) Haben Hilfesuchende unbewegliches Vermögen, ist von dessen Verwertung vorerst abzusehen, wenn dieses der Deckung des unmittelbaren Wohnbedarfs der Hilfesuchenden oder der mit ihnen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen dient. Werden Leistungen länger als sechs unmittelbar aufeinander folgende Monate bezogen, ist die weitere Leistungsgewährung von der pfandrechtlichen Sicherstellung der bis dahin bezogenen und künftigen Leistungen der Bedarfsorientierten Vorheriger SuchbegriffMindestsicherung im Grundbuch abhängig zu machen. In die Sechsmonatsfrist sind auch frühere ununterbrochene Zeiten des Bezuges von Leistungen von jeweils mindestens zwei Monaten einzurechnen, wenn sie nicht länger als zwei Jahre vor dem neuerlichen Bezugsbeginn liegen.

Zuletzt aktualisiert am

08.02.2017

Gesetzesnummer

20000685

Dokumentnummer

LSB40011719