Landesrecht konsolidiert Burgenland

Schulbau- und Einrichtungsverordnung § 22

Kurztitel

Schulbau- und Einrichtungsverordnung

Kundmachungsorgan

LGBl.Nr. 50/1988

Typ

V

§/Artikel/Anlage

§ 22

Inkrafttretensdatum

04.10.1988

Außerkrafttretensdatum

Index

5050 Schulbau, Schulerhaltung

Text

§ 22

Heizung

(1) Die Unterrichtsräume und die Turnhallen müssen so ausgestattet sein, daß sie auch bei extrem niedriger Außentemperatur während des Unterrichtes auf einer gleichmäßigen und der Gesundheit zuträglichen Temperatur gehalten werden können. Die Raumlufttemperaturen in Räumen für sitzende Tätigkeit sollen 20 bis 23ºC, in Räumen für physische Aktivitäten 17 - 20 Grad betragen. Die Temperatur in Turnsälen muß mindestens 14ºC erreichen, darf aber 17ºC nicht übersteigen. Die Maximaltemperatur von Fußbodenflächen soll 25ºC, von Deckenflächen 35ºC und von Heizkörperoberflächen 80ºC betragen.

(2) In den Schulen ist nach Möglichkeit eine Zentralheizungsanlage einzurichten. Dampfheizungen, Heizgeräte mit offenen Glühkörpern und mit GasNächster Suchbegriff geheizte Einzelöfen dürfen nicht verwendet werden. Bei der Dimensionierung der Heizungsanlage ist in den Unterrichtsräumen ein zweimaliger und im Turnsaal ein viermaliger Luftwechsel pro Stunde zu berücksichtigen.

(3) Die Beheizungsanlagen sind so einzurichten, daß eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit der Schüler ausgeschlossen, eine Verschmutzung der Unterrichtsräume und eine Störung des Unterrichtes durch die Bedienung der Heizanlage vermieden werden.

(4) Sämtliche Räume, die für den Aufenthalt von Personen bestimmt sind, einschließlich Gänge, Stiegen, Garderoben und WC-Anlagen, sind während der kalten Jahreszeit im Sinne des Abs. 1 zu beheizen.

(5) Heizkörper sind so anzuordnen, daß Zugerscheinungen durch einströmende Kaltluft vermieden werden. Sie sind in einem derartigen Abstand von der Wand zur Aufhängung zu bringen, daß die Reinigung der Rückseite derselben unschwer erfolgen kann.

(6) Bei Verwendung von Gasheizgeräten mit Vorheriger SuchbegriffGas aus Gasflaschen in Schulküchen sind die Gasflaschen unter Verschluß zu halten (höchstens 10 kg). Bei Verwendung von größeren Gasflaschen (z. B. 33 kg) sind diese im Freien in einem versperrbaren Blechschrank aufzustellen. Bei der Aufstellung der Flaschenbatterie ist darauf zu achten, daß in einem Umkreis von 5 m keine Kanaleinlaufschächte oder sonstige zum Hauptkanal führende Leitungen münden. Bei Verwendung von Gasverbrauchsanlagen sind die Bestimmungen der Flüssiggasverordnung, BGBl. Nr. 139/1971, einzuhalten.

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2011

Gesetzesnummer

10000209

Dokumentnummer

LBG12003256

Alte Dokumentnummer

N2198813564H