Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob124/18a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132525

Geschäftszahl

2Ob124/18a

Entscheidungsdatum

26.02.2019

Norm

EuErbVO Art12 Abs1

Rechtssatz

Die Beschränkung des Verfahrens um in einem Drittstaat belegene Vermögenswerte nach Art 12 Abs 1 EuErbVO ermöglicht die Durchbrechung des Grundsatzes der Nachlasseinheit aus verfahrensökonomischen Gründen; es sollen Entscheidungen vermieden werden, die in Drittstaaten nicht anerkannt oder vollstreckt werden. Dadurch sollen Mehrfachentscheidungen hintangehalten werden, die – wenn sie einander widersprechen sollten – regelmäßig zu Komplikationen führen würden

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 124/18a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 2 Ob 124/18a
    Beisatz: Bei der zu treffenden Ermessensentscheidung kann auch berücksichtigt werden, ob in dem betreffenden Drittstaat bereits ein Parallelverfahren anhängig ist, welches das drittstaatliche Vermögen erfasst. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132525

Im RIS seit

06.05.2019

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2019

Dokumentnummer

JJR_20190226_OGH0002_0020OB00124_18A0000_002