Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob254/15d 4Ob161/16d 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130682

Geschäftszahl

4Ob254/15d; 4Ob161/16d; 4Ob66/17k; 4Ob230/17b

Entscheidungsdatum

30.03.2016

Norm

UWG §1 Abs1 Z1 D5a
UWG §1 Abs1 Z1 C7b
ZÄG §35

Rechtssatz

Eine Verletzung standesrechtlicher Werberegeln ist nur dann unlauter, wenn sie auf einer unvertretbaren Rechtsansicht beruht. Für die Beurteilung dieser Frage sind der Wortlaut der jeweiligen Bestimmung und die Praxis der für deren Auslegung primär zuständigen Organe maßgebend. Davon getrennt ist bei entsprechendem Vorbringen zu prüfen, ob die beanstandete Werbung auch dem allgemeinen Verbot irreführender oder aggressiver Geschäftspraktiken zuwiderläuft. Insofern ist die Einhaltung der beruflichen Sorgfalt unerheblich, weshalb es auch nicht auf die Vertretbarkeit der dem beanstandeten Verhalten zugrunde liegenden Rechtsansicht ankommen kann.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 254/15d
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 254/15d
    Veröff: SZ 2016/40
  • 4 Ob 161/16d
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 161/16d
    Auch; Beisatz: Die Marktteilnehmer müssen auch im Zusammenhang mit standesrechtlichen Werberegelungen ihr Verhalten nicht von vornherein an der strengsten Auslegung der maßgebenden Regelungen orientieren. Siehe bereits 4 Ob 254/15d. (T1)
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 230/17b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 230/17b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130682

Im RIS seit

18.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2018

Dokumentnummer

JJR_20160330_OGH0002_0040OB00254_15D0000_001