Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob143/11g 5Ob55/19b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127250

Geschäftszahl

5Ob143/11g; 5Ob55/19b

Entscheidungsdatum

25.08.2011

Norm

WEG §16 Abs2

Rechtssatz

Kommt es bei einem Bauvorhaben, zu dem die übrigen Wohnungseigentümer ursprünglich zugestimmt haben, zu einer umfassenden Änderung dergestalt, dass ein geplantes Bauwerk an anderer Stelle situtiert wird und sich daraus negative Folgerungen für weitere allgemeine Teile der Liegenschaft ergeben, wie hier die Notwendigkeit der Fällung von Bäumen, bedarf die Änderung als gesamte einer neuerlichen Zustimmung aller Mit‑ und Wohnungseigentümer und daher einer Prüfung der Gesamtbeeinträchtigung der Interessen der Mit‑ und Wohnungseigentümer. Nur so kann die Änderung in ihrer Gesamtheit an den Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 16 Abs 2 WEG gemessen werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 143/11g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 143/11g
  • 5 Ob 55/19b
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 55/19b
    Vgl

Schlagworte

Änderung des Bauvorhabens, umfassende Änderung, Zustimmung, Gesamtbeeinträchtigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127250

Im RIS seit

16.12.2011

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_20110825_OGH0002_0050OB00143_11G0000_001