Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob48/02y 5Ob11/09t 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0116300

Geschäftszahl

5Ob48/02y; 5Ob11/09t; 5Ob30/11i; 5Ob60/15g; 5Ob228/20w

Entscheidungsdatum

26.02.2002

Norm

MRG §6 Abs2

Rechtssatz

Der Bestimmung des § 6 Abs 2 MRG ist mit Klarheit zu entnehmen, dass die Bestellung eines Verwalters zur Vollstreckung eines Titels nach § 6 Abs 1 MRG nur voraussetzt, dass trotz Verstreichens der gesetzten Frist die Durchführung der Arbeiten unterblieben ist und der Antrag im Exekutionstitel Deckung findet. Während bei Bewilligung einer Exekution nach den Bestimmungen der Exekutionsordnung vom Exekutionsrichter nicht zu prüfen ist, ob die begehrte Leistung bereits erbracht wurde oder nicht, trägt § 6 Abs 2 MRG eine solche Prüfung auf.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 48/02y
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 48/02y
  • 5 Ob 11/09t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 5 Ob 11/09t
    Beisatz: Anders als bei einer Exekutionsbewilligung nach § 7 EO ist vor Bestellung eines Verwalters nach § 6 Abs 2 MRG zur Vollstreckung eines Titels nach § 6 Abs 1 MRG zu prüfen, ob die Durchführung der Arbeiten tatsächlich unterblieben ist. (T1)
  • 5 Ob 30/11i
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 30/11i
  • 5 Ob 60/15g
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 60/15g
    Vgl auch; Beisatz: Die Zwangsverwaltung gemäß § 6 Abs 2 MRG ist Fortsetzung des Titelverfahrens. Über die Bewilligung ist daher im Titelverfahren (im Titelakt) zu entscheiden. (T2)
  • 5 Ob 228/20w
    Entscheidungstext OGH 01.03.2021 5 Ob 228/20w
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116300

Im RIS seit

28.03.2002

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2021

Dokumentnummer

JJR_20020226_OGH0002_0050OB00048_02Y0000_001