Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 10Ob2350/96b 5Ob54/01d...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106535

Geschäftszahl

10Ob2350/96b; 5Ob54/01d; 1Ob175/01v; 2Ob111/03t; 2Ob78/07w; 5Ob34/18p; 2Ob115/18b; 2Ob221/18s

Entscheidungsdatum

03.09.1996

Norm

ABGB §1295 Ia3a
ABGB §1295 Ia3d

Rechtssatz

Die Behauptungslast und Beweislast für die Voraussetzungen der überholenden Kausalität trägt der Schädiger. Sollte sich der frühere Schadenseintritt nur innerhalb eines größeren Zeitraumes feststellen lassen ("von ... bis"), so würde mit Rücksicht auf die genannte Beweislast die für den Geschädigten günstigere Variante gelten. Nur dann, wenn sich überhaupt nicht feststellen ließe, wann der Schaden (hier: Querschnittslähmung) auch ohne schädigendes Ereignis (hier: Operation) eingetreten wäre, könnte sich der Schädiger nicht auf die überholende Kausalität berufen.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 2350/96b
    Entscheidungstext OGH 03.09.1996 10 Ob 2350/96b
    Veröff: SZ 69/199
  • 5 Ob 54/01d
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 5 Ob 54/01d
    Vgl auch
  • 1 Ob 175/01v
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 175/01v
    nur: Die Behauptungslast und Beweislast für die Voraussetzungen der überholenden Kausalität trägt der Schädiger. (T1); Beisatz: Den Beweis, dass der Schaden irgendwann in der Zukunft eingetreten wäre, reicht nicht aus. (T2)
  • 2 Ob 111/03t
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 111/03t
    nur T1; Veröff: SZ 2003/67
  • 2 Ob 78/07w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 78/07w
    nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 34/18p
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 34/18p
    Vgl auch
  • 2 Ob 115/18b
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 115/18b
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 221/18s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2019 2 Ob 221/18s
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106535

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19960903_OGH0002_0100OB02350_96B0000_002